Olympische Lügengeschichten: WHO-orchestrierte Fallzahlen, Impf-Märchen – unser Bericht aus Japan

Langsam gewinnt man den Eindruck, dass die Lügengeschichten, die international koordiniert über die Gefährlichkeit von SARS-CoV-2 und die dagegen notwendigen Maßnahmen gesponnen werden, an neuralgischen Punkten reißen. Einerseits wird Impfung als Allheilmittel gepriesen, andererseits ändert eine Impfung überhaupt nichts daran, dass Geimpfte weiterhin Masken tragen müssen, weiterhin Abstand halten müssen, weiterhin in Quarantäne müssen, wenn sie mit einem Infizierten Kontakt – in welcher Form auch immer – hatten. Der ganze Sand, auf den die Impf-Erzählung gebaut ist, er rutscht. Besonders deutlich wird dies am Beispiel der Olympischen Spiele und der Art und Weise, wie in Japan von WHO orchestrierte Panikattacken gefahren werden, um die absurden Maßnahmen, die derzeit am besten mit “leeren Stadien” und “dichte Menschenansammlungen davor” beschrieben sind, zu rechtfertigen.

Unser Mann in Japan, Dr. Wolfgang Zoubek, hat einen hervorragenden Beitrag geschickt, in dem er das Olympische-Lügenmärchen in seiner ganzen Armseligkeit darstellt.


Olympische Lügengeschichten
von Dr. Wolfgang Zoubek, Japan

©Martin Zoubek

Die Coronamaßnahmen der Japaner während der Olympiade sollen den Anschein erwecken, gut durchdacht und effektiv zu sein, konkret herrscht jedoch ein ziemliches Chaos. Darüber, was schief geht, wird die Öffentlichkeit aber nur selektiv informiert. Es begann schon damit, dass im Vorfeld lange Zeit der Eindruck aufrecht erhalten wurde, dass Publikum während der Wettbewerbe in den Stadien zugelassen würde. Bei anderen Sportereignissen ist das in Japan schon seit einem dreiviertel Jahr wieder der Fall.
Die Chefin des japanischen Organisationskomitees, Hashimoto, verkündete dann auch, dass Zuschauer erlaubt wären. Für das große Olympiastadion in Tokyo sollten trotz eines offenen Dachs nur 15 Prozent der Sitzplatzkapazität für das Publikum offen stehen, bei Schwimm- oder Turnwettbewerben, die in kleineren und geschlossenen Hallen abgehalten werden, sollten dagegen 50 Prozent genutzt werden dürfen. Logisch nachvollziehbar war diese Entscheidung von Anfang an nicht, und sie wurde auch nach wenigen Tagen wieder kassiert, denn dann hieß es, dass überhaupt keine Zuschauer in die Stadien dürften.

Ein ähnliches Entscheidungschaos betraf die Einreisemodalitäten für Sportler aus dem Ausland. Es wurde in der Öffentlichkeit suggeriert, dass alle Sportler und Funktionäre, die einreisen, geimpft sein müssten. Dass in der Hinsicht aber etwas nicht stimmte, wurde daraus ersichtlich, dass bei der Ankunft alle Einreisende genauso behandelt wurden wie Ungeimpfte. Sie mussten schon vor der Abreise aus ihrem Heimatland am Eincheckschalter ein PCR-Testergebnis vorlegen, und nur wenn das negativ war, durften sie das Flugzeug nach Japan besteigen. Am Ankunftsflughafen mussten sie aber neuerlich einen PCR-Test machen, erst dann durften sie den Transit-Bereich verlassen und mit Bussen weiter reisen.

In der Folge stellte sich heraus, dass eine ganze Reihe anreisender Sportler oder Funktionäre Covid-19 infiziert waren. Zuerst wurde das nur als Einzelfälle dargestellt wie bei der Olympia-Mannschaft aus Uganda, wo ein angeblich geimpfter Sportler nach der Ankunft positiv getestet und noch am Flughafen aussortiert worden war, während der Rest der Mannschaft in ihr Quartier gebracht wurde. Am nächsten Tag wurde aber noch eine weitere Person aus dem ugandischen Team positiv auf Corona getestet.

Auf den Widerspruch, warum die Impfung in Japan als umfassender Schutz vor Covid-19 angepriesen wird, sich aber Geimpfte genauso wie Ungeimpfte anstecken können, wurde in dem Zusammenhang nicht eingegangen. Stattdessen wurde der Mantel des Schweigens über das Thema gebreitet, man hörte bis wenige Tage vor der Eröffnung der Spiele nichts mehr von infizierten Sportlern. Dass sich diese Fälle aber täglich wiederholten, wurde offenbar, als es zwei Wochen später hieß, dass auch beim südafrikanischen Fußballteam zwei Spieler und ein Betreuer positiv auf Corona getestet wurden. Nach den Regularien hätte die Mannschaft, weil alle in engem Kontakt zu den positiv Getesteten standen, in Quarantäne gehen müssen. Dann hätte aber das bereits vor der Eröffnungszeremonie terminierte Spiel gegen Japan nicht stattfinden können. Also musste sich wenige Stunden vor Anpfiff nochmals die gesamte südafrikanische Mannschaft einem PCR-Test unterziehen, und nur wer negativ getestet wurde, durfte beim Match antreten.

Das Spiel konnte letztendlich stattfinden, aber es sickerte durch, dass schon bei mehreren anderen Sportlern die PCR-Tests positiv ausgefallen waren, und sie daraufhin von der Teilnahme an den Spielen ausgeschlossen wurden. Es stellte sich auch heraus, dass es schon vor dem Eröffnungstag der Olympischen Spiele in allen Olympiamannschaften zusammen rund 100 Personen gab, die positiv auf Covid-19 getestet worden waren. Die Nationalitäten wurden nicht genannt, nur die tschechische Mannschaft wurde erwähnt, weil es sich dort um insgesamt sechs Infizierte unter den Sportlern und dem Betreuerstab handeln sollte.

Einen Tag später wurde dann bekannt, dass im amerikanischen Team, das aus mehr als 600 Mitgliedern besteht, über 100 Teilnehmer nicht gegen Covid-19 geimpft worden waren, aber trotzdem problemlos nach Japan einreisen hatten können. Der prominenteste war der Bogenschütze Brady Ellison, der sagte, wenn es eine Impfpflicht gegeben hätte, wäre er gar nicht zu den Olympischen Spielen nach Japan gekommen.

Zwei Tage nach der Eröffnung der Spiele waren dann schon rund 130 Sportler und Betreuer infiziert, wobei auch vom holländischen und vom deutschen Team wer dabei gewesen sein soll. Und auch unter den freiwilligen Helfern, die als Aufseher eingestellt worden waren, breitete sich in deren Unterkunft Corona aus. Aber wohlgemerkt, das waren alles nur positive PCR-Test-Ergebnisse, wahrscheinlich zeigten die Getesteten nicht einmal Symptome.

Was hinter all den fake news und Geheimniskrämereien im Vorfeld der Eröffnung steckte, wurde offenbar, als zu Beginn der Spiele der WHO-Chef Tedros aus heiterem Himmel in Japan auftauchte und im Fernsehen auf Japanisch radebrechte, dass die Olympiade in Tokyo sicher wäre. In den Nachrichten war vorher nie die Rede davon gewesen, dass die WHO eingeschaltet war, aber es musste in den Vormonaten zu einer intensiven Zusammenarbeit zwischen den japanischen Behörden und der WHO gekommen sein.

Das hatte sich indirekt schon angekündigt, denn bis Anfang des Jahres 2021 war Japan einen eigenständigen Weg bei der Coronabekämpfung gegangen, und zwar relativ erfolgreich. Aber spätestens seit März 2021 wurden all die Missgriffe, die in Europa die Situation sukzessive verschlechterten, auch in Japan begangen. Bis dahin kamen PCR-Tests nämlich nur bei Menschen, die Covid-19 Symptome zeigten, zum Einsatz, doch seitdem wurden die PCR-Tests ausgeweitet. Immer öfter wurde auf Verdacht – wie jetzt bei den Sportlern – getestet, was sofort höhere Infiziertenzahlen produzierte. Und auch die Coronapanikmache wurde seitdem in Japan intensiviert, einerseits um die Impfbereitschaft der Bevölkerung zu erhöhen, andererseits um die wiederholt ausgerufenen Ausnahmezustände zu begründen.

In Tokyo gilt derzeit auch ein Ausnahmezustand, weil sich dort ungefähr 1000 Personen pro Tag neu infizieren. Bei einer Stadt in einer Größenordnung von 4 bis 5 Millionen Einwohnern, umgeben von einem Speckgürtel mit 8 bis 10 Millionen, ist das keine gefährlich anmutende Zahl, trotzdem wurden mit dem Näherrücken des Eröffnungsbeginns der Olympiade die Töne des Panikorchesters in den Medien dirigiert von den Politikern immer schriller. Um die Panikmache zu rechtfertigen, wurde behauptet, dass, sobald sich in Tokyo über 3000 Menschen pro Tag anstecken würden, es zu einem Dammbruch käme und sich die Infektionszahlen schlagartig erhöhen würden. Das ist dieselbe Lüge, mit der man im Frühjahr 2020 in den meisten europäischen Ländern den Lockdown als ultima ratio ausgegeben hat, obwohl nirgendwo ein exponentielles Wachstum stattfand. Es gab immer nur Wellen, die nach einem gewissen Anstieg von selbst wieder abflauten.

Auch in Japan war das trotz des Verzichts auf Lockdowns bisher nie anders.

Das Für und Wider der Impfung wird in Japan nicht offen diskutiert. Es wird nur täglich propagiert, sich impfen zu lassen, aber wie hoch die tatsächliche Impfbereitschaft ist, darüber kann man nur spekulieren. Im Vorfeld der Olympischen Spiele, als in Japan noch gar keine Impfstoffe zur Verfügung standen, hatten einige japanische Sportler erklärt, sich nicht gegen Corona impfen lassen zu wollen. Daran hatte sich zum Teil der Protest gegen die Olympiade entzündet, denn die Sportler waren daraufhin im Internet beschimpft worden. Ob sie sich dann doch noch impfen ließen, davon hat man in der Öffentlichkeit nichts mehr gehört. Es waren einige dabei, die Chancen auf Medaillen hatten, man konnte sie also nicht einfach ausschließen.

Wenn die Besorgnis der Verantwortlichen vor zunehmenden Ansteckungszahlen in Tokyo so groß ist, warum haben sie dann keine Kampagnen gestartet, um rechtzeitig vor der Olympiade die Bevölkerung in Tokyo in verstärktem Maße zu impfen? Nach ihrer Logik hätte sich doch damit das Problem entschärfen lassen. Bisher beträgt die Rate zumindest einmal Geimpfter in Japan rund zwanzig Prozent, schon vor Wochen waren aber Erfolgsmeldungen verkündet worden, wonach man auf irgendwelchen einsamen Inseln mit ein paar hundert Einwohnern Impfraten von neunzig bis hundert Prozent erzielt hätte.

Da muss man sich schon fragen, warum wurde es in Tokyo in den letzten Wochen und Monaten verabsäumt, intensiver zu impfen, um auf eine höhere Impfrate zu kommen? Man hätte auch Anreize bieten und den Erhalt eines Olympiatickets an die Bedingung einer Impfung knüpfen können. Womit haben sich denn die sogenannten „Experten“ beschäftigt, wenn solche Ideen nicht einmal im Ansatz diskutiert wurden?
Aber offenbar glaubt die WHO selbst nicht mehr daran, dass die propagierten Impfungen effektiv vor Covid-19 schützen. Wie sonst konnte die Empfehlung herausgeben werden, geimpfte Teilnehmer an der Olympiade genauso zu behandeln wie ungeimpfte und von den Sportlern und Funktionären täglich PCR-Tests zu verlangen?

Dass den Verantwortlichen die Angst im Nacken sitzt, merkt man am deutlichsten der Chefin des Organisationskomitees, Hashimoto, an. Die spitzt nämlich noch auf eine große politische Karriere. Sie war diejenige, die ins Amt kam, nachdem der vorige Chef, der ehemalige Ministerpräsident Mori, geschasst wurde, weil er gesagt hatte, dass Frauen zu viel reden. Kompetenz hat diese Frau bisher nicht gezeigt, dafür ist in allen Interviews ihre Panik spürbar, dass sie dafür verantwortlich gemacht werden könnte, wenn bei der Olympiade hinsichtlich Corona etwas schief geht. Und Mori scheint trotz seines Rücktritts immer noch in die Entscheidungsprozesse eingebunden zu sein. Das zeigte sich daran, dass, kurz nachdem Hashimoto großspurig verkündet hatte, Zuschauer in den Stadien zuzulassen, Mori sich dahingehend äußerte, es wäre besser, Zuschauer auszuschließen. Und prompt verkündete ein paar Tage später Hashimoto persönlich das als die offizielle Entscheidung.

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Das Aussperren der Zuschauer aus den Stadien und das Verbot von public viewing zeitigt aber absurde Folgen. Schon am Tag der Eröffnungszeremonie hatten sich unzählige Menschen rund ums Olympiastadion und auch in Parks versammelt, um dort Zeugen einer Flugshow zu werden, bei der Kampfjets die fünf Olympiaringe in den Himmel malten. Da standen die Leute dicht an dicht, von zwei Meter Abstand keine Rede. Und einen Tag später versammelten sich bei einem Radrennen in der Nähe des Fuji mehrere tausend Zuschauer entlang der Straße, in einigen Abschnitten ebenfalls dicht an dicht.

Anlässlich der Fußball-EM hatte man sich in Japan noch mokiert, dass die Stadien in Europa so voll wären, und betrunkene Fans dann auf den Straßen feierten. Doch statt die Lage mit ihren Verboten unter Kontrolle zu bekommen, haben die Entscheidungsträger sie stattdessen unkontrollierbar gemacht, denn die Polizei kann nicht überall die Leute vertreiben. Daran wird deutlich, dass es den Verantwortlichen bei den Coronamaßnahmen nur ums Prinzip geht, um zu zeigen, wir tun was, und nicht um einen konkreten Nutzen zu erzielen.



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