Deutschland einig Propagandaland

Newspeak, in Orwells 1984 und nicht nur Newspeak, sondern jede Form von Propaganda, die darauf abzielt, Denkprozesse zu beeinflussen, Realitäten zu gaukeln und Menschen mit einer Realität zu konfrontieren, die es zwar nicht gibt, die ihnen aber als real vermittelt werden soll, basiert auf “einfacher Sprache”, auf einer Sprache mit wenigen Begriffen, in der die Möglichkeit für häretische Gedanken dadurch ausgeschlossen werden soll, dass es keine Begriffe mehr gibt, um sie zu denken. Letztlich wird damit eine Form der Gleichschaltung beschrieben, bei der die kommunizierbare Welt auf das reduziert ist, was an Wortschatz vorgegeben wird.

Zwei weitere Mittel, die Propaganda – neben der Gleichschaltung – zu allen Zeiten genutzt hat, müssen noch ergänzt werden:

Das erste ist die Verbindung von Worten mit Bewertungen, die Herstellung einer so innigen Beziehung zwischen beiden, dass per klassischer Konditionierung diejenigen, die einen Begriff hören, die Bewertung gleich mitdenken, egal, ob die Bewertung den Begriff in Wort oder Schrift begleitet oder nicht. Ein gutes Beispiel dafür ist der Begriff des Querdenkers.

Bleibt noch die Verbindung bekannter Begriffe mit kleinen Partikeln, die das Deutsche zum Un-deutschen, das Referendum zum Schein-Referendum, das Tier zum Un-Tier, die Art zur Ab-Art, zur negativ bewerteten Abweichung von einer vorgegebenen Essenz machen.

Propaganda arbeitet mit Wiederholung und dem Ausschluss von Alternativen. So wie Newspeak in Orwells 1984 verhindern will, dass bestimmte Alternativen überhaupt denkbar sind, so soll die konstante Beschallung mit ein und dem selben Begriff, der ein und die selbe Bewertung erfährt, dafür sorgen, dass die Bewertung, die in den Begriff gepackt wurde, als die Wahrheit, als das, was tatsächlich ist, durchgeht, ohne dass eine Prüfung oder gar eine Frage nach den Kriterien, die zu dieser Bewertung geführt haben, erfolgt. Propaganda ist ein pentrantes Mittel, das davon lebt, dass derjenige, der Propaganda ausgesetzt ist, egal, wohin er sich wendet, egal, wo er Informationen sucht, egal, welches Medium er zu Rate zieht, immer und unausweichlich mit demselben Inhalt konfrontiert wird.

Und all das schlägt sich dann in dem Elend, das MS-Medien ist, wie folgt nieder:

Wann hat es eigentlich angefangen, dass Medien zu Propagandisten verkommen sind, zu Organisationen, die ihre Konsumenten nicht mit Information versorgen, damit sie sich ein eigenes Urteil bilden können, die ihren Konsumenten vielmehr Bewertungen vorgeben, sie aktiv davon abhalten wollen, sich ein eigenständiges Urteil zu bilden?

Wann auch immer es angefangen hat, es ist ein untrügliches Zeichen für Totalitarismus.

“Es war nicht wünschenswert, daß die Proles eine starke politische Überzeugung hatten.
Von ihnen wurde nur ein primitiver Patriotismus verlangt, an den man immer dann appellieren konnte,
wenn sie sich mit einer Verlängerung der Arbeitszeit oder der Kürzung von Rationen abfinden sollten.”
George Orwell, 1984



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