Besser als jede Tragik-Komödie: Ein Jahr mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach

Wir haben es versprochen, und wir setzen es um: Ein Lauterbach-Special.

Ein Jahr haben wir das, was Karl Lauterbach von sich gibt, gesammelt, kommentiert und analysiert, heute präsentieren wir das Material.

Umfassendes Material.
In jedem Verfahren vor einem Gericht in Deutschland ausreichendes Material um die Nicht-Passung der Anforderungen an ein Amt wie Gesundheitsminister und den Fähigkeiten, die Karl Lauterbach in dieses Amt einbringen kann, zu demonstrieren.

Ein Jahr mit Karl Lauterbach.

Lurch

Ohne die Menschen gegebene Gabe, zu schmunzeln, zu lachen, den Kopf zu schütteln, abzuwinken, den Lurch zu geben, wäre Lauterbach unerträglich.

Aber, diese Gaben vorausgesetzt, wird er fast unterhaltsam, so lange man nicht daran denkt, dass dieser Mann ein Ministerium führen soll und somit über die Möglichkeiten verfügt, normalen Bürgern Kosten zu verursachen, erhebliche Kosten.

Vergessen wir das einstweilen und widmen uns Karl Lauterbach, Minister Karl und seinen im folgenden ausführlich dokumentierten Fähigkeiten.
Die Dokumentation folgt einer chronologischen Ordnung, die man auch als Radikalisierung einer vorhandenen Persönlichkeitsstörung lesen kann. Sie ist natürlich nicht vollständig, obschon recht lang geraten…

There is more…
Aber lesen Sie selbst

Lauterbach: der verbale IED in jedem Ministerium

Lieber mit dem Tiger im Haushalt leben – oder?


Die Impfpflicht führt dazu, dass man sich zum Schluss freiwillig impfen lässt.

Lassen Sie sich das Ganze also in einem leicht angekölschten Akzent von uns erklären: Es war also so, dass der Inquisitor, der schon vor der Folter das Geständnis gekannt hat, dem Gefolterten jederzeit die Möglichkeit eingeräumt hat, sein Geständnis freiwillig zu unterschreiben. Denn wahre Reue macht nur Sinn, wenn sie der Form halber freiwillig erfolgt. Mit der Impfung, da müssen Sie sich das Ganze genauso vorstellen. Eine Impfpflicht ist wie Folter: Sie macht Ihr Leben so miserabel wie möglich, nimmt ihnen Freiheit, wie bei der Folter, quält sie psychisch und physisch, wie bei der Folter, fügt ihnen Schmerz und Gewalt zu, wie bei der Folter und all das nur, damit sie ihr Heil erkennen und das unterschreiben, was schon vor der Folter für sie vorbereitet wurde, ihr Geständnis (bei Folter), ihre Einverständniserklärung inklusive Verzicht auf Schadenersatz bei herkömmlichen und erwartbaren “Impfschäden”.

Ein echter Lauterbach und kein Einzelfall:


Ungeimpften nicht nur auf die Nerven gehen.

Zunächst kann eine solche Aussage natürlich nur treffen, wer zwei Bedingungen erfüllt: (1) sich seiner Sache sicher ist, Zweifel nicht kennt, Überzeugungstäter ist, und (2) so voller Eifer ist, dass er denkt, die Wahrheit, in deren Besitz er sich wähnt, müsse anderen eingetrichtert werden, etwa so, wie das in der Inquisition der Fall war: Erst hat man mit Folter ein Geständnis erwirkt, das der Wahrheit, die man ohnehin schon kannte, wortgleich war, dann wurde der Geständige verbrannt, weil er vor den Folgen seiner Verfehlung gerettet werden sollte. Die Verfasstheit derer, die zu solchen Handlungen und Aussagen fähig sind, sie ist identisch und wurde von Douglas Pratt in seiner Typoligie des religiösen Fundamentalismus hervorragend beschrieben. Wir reden in diesem Zusammenhang lieber von Fanatismus und wollen uns auf die Beschreibung aktiver Fanatiker in der Typologie Pratts beschränken. Sie zeichnen sich durch:

  • ein Sendungsbewusstsein aus,
  • wähnen sich in Besitz einer Art “heiliger Schrift”, die zusammenstellt, wie die Rettung der Menschheit zu erfolgen hat.
  • Sie cliquen unter ihresgleichen und bauen eine Feindschaft zu denen auf, die von der eigenen Überzeugung abweichen, eine Feindschaft,
  • die sie Zwangsmaßnahmen ersinnen lässt, mit denen diese Abweichler auf den rechten Pfad zurückgeholt werden sollen.
  • Diese Anderen werden zunehmend dehumanisiert und zu Objekten degradiert, die man in einer bestimmten Form “behandeln” oder “drangsalieren” oder auf andere Weise “nerven” muss, um ihnen deutlich zu machen, dass sie auf dem falschen Weg sind [die Folter der Inquisition].

Eiferer, die die Ebene der verbalen Anfeindung anderer verlassen und dazu übergehen, Aktionen gegen diese Anderen auszuführen, Aktionen, die diese anderen schädigen, sie an Leib und Leben gefährden oder zu einem bestimmten Verhalten zwingen, nennt Pratt übrigens Terroristen. Sie haben den Übergang vom Fundamentalismus zum Terrorismus vollzogen.


Opportunismus und Inkompetenz im Wettstreit um die neuronale Vorherrschaft

Schon im März und angesichts eines immer offensichtlicher werdenden Grabens zwischen dem, was Minister Karl behauptet, dass sei und dem, was tatsächlich ist, wird Minister Karl wie folgt zitiert:

“Aus medizinischer Sicht machen Ziffern keinen Sinn”, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Mittwoch in Berlin. Stattdessen müsse man das Gesamtbild sehen. Konkret nannte er die Lage in den Krankenhäusern sowie die Entwicklung der Infektionszahlen und Inzidenzen.”

Sie sehen, die Ziffer kann dann, wenn sie im Gesamtbild betrachtet wird, ihre Ziffer-heit transzendieren und zu etwas anderem, einer Über-Ziffer werden, die mit dem Gesamtbild verschmilzt. Und so schafft es die tägliche Fallzahl von der schnöden Anzahl Infizierter zur Infektionszahl zu verschmelzen, und zwar unter Beibehaltung des Inhalts, was eine unglaubliche Leistung ist.

Normalerweise ist es mit der Transzendenz so: Schnöde Tätigkeiten wie Papierkorbleeren transzendieren in Gegenwart eines Charismatischen Führers zu ulra-relevanten Gruppentätigkeiten, die die Hygiene und Sauberkeit des gemeinsamen Unterfangens garantieren. Dieselbe Handlung, in unterschiedlichem psychologischem Make-Up ausgeführt, macht den ganzen Unterschied. Bleiben wir noch etwas beim psychologischen Make-Up. Der Blechteller, jenes herausragende Utensil des wahren Naturfreunds, der seine distinguiert nach Spiritus riechenden und schmeckenden Freiluft-Schmankerl von ihm, dem Blechteller genießt, transzendiert zu etwas noch höherem, wenn man einmal aus ihm gefressen hat, wie Willi Kufalt zum Beispiel.

Es kommt eben alles auf die psychologische Verfassung an.


Die Phase, in der der Ausnahmezustand zur Normalität wird, ist erreicht.

Lassen wir die Kette von Klimwandel führt zu mehr Pandemie führt zu Wassermangel führt zu Krieg, eine morbide Kette wie sie nur entsprechend beeinträchtigte Persönlichkeiten anzulegen vermögen, beiseite und widmen uns statt dessen den ersten Sekunden, in denen Lauterbach mit der gewichtigen Stimme dessen der schon zweimal gestorben, aber zurückgekehrt ist, um die Menschen, die MENSCHEN zu warnen, sagt:

“Wir kommen jetzt in eine Phase hinein, wo der Ausnahmezustand die Normalität sein wird.”

Ein logisches Problem. Wen ein Ausnahmezustand Normalität ist, dann ist er kein Ausnahmezustand mehr, sondern Normalität, wenn aber die Zukunft Normalität bringt, wovon schwadroniert dieser Mensch, mit der Mimik des Leidenden, der alle Sünden der Welt auf anderen abladen will?


Selbsterkenntnis: “Der Unfug, den ich rede”

Das ist ein sehr schönes Stück Lauterbach, eine Lauterbacheske, eine seiner besten Sequenzen. Wir bringen die Minute Sendezeit einmal auf das Wesentliche. Gefragt, wie er zu seiner Falschaussage stehe, dass Anfang März 2022 entweder alle geimpft, genesen oder gestorben seien, sagt Karl Lauterbach, dass er so viele Aussagen treffe, am Tag, dass es vorkäme, dass er in unseren Worten: Unfug, er nennt es anders, meint aber dasselbe, rede. Das sei natürlich eine Ausnahme, denn in der Regel belege er seine Aussagen mit Studien, die er zitiere oder interpretiere.

Nun ergibt sich aus dieser Darlegung das grundlegende Problem, dass dann, wenn sich in das glasklare Denken von Lauterbach gelegentlich Unfug einschleicht, er aber darauf beharrt, dass seine Aussagen generell vertrauenswürdig seien, aber dennoch nichts dagegen tun kann, dass sich Unfug in seine von ihm für vertrauenswürdig gehalten Aussagen einschleicht, dass dann die Trennung zwischen dem Unfug und dem Vertrauenswürdigen nicht möglich ist, wäre sie möglich, Lauterbach würde keinen Unfug reden, was er aber tut, ohne es zu bemerken, weshalb er nicht behaupten kann, seine Aussagen wären gemeinhin vertrauenswürdig, denn wären sie vertrauenswürdig, er würde den Unfug bemerken, den er redet und ihn nicht reden.

Als alter Falsifikationist kommt man zum selben Ergebnis, denn ein Schwätzer, der offenkundig nicht bemerkt, dass er Unfug schwätzt, hat offensichtlich seine Aussage, dass er vertrauenswürdige Aussagen treffe, gerade selbst widerlegt. Qed.


Selbsterkenntnis in Selbstinszenierung verpufft

Mittlerweile sind wir im Mai 2022 angekommen.

Das sind die ganz alltäglichen Widersprüche im Leben von Karl L.

Hätte er Prinzipien, er würde seine Meinung nicht jeden Tag an der aktuellen Wasserstandsmeldung ausrichten.
Wäre er zum Lernen fähig, er würde bemerken, dass die von ihm gepriesene Impfung, die in Portugal zu hohen Impfraten geführt hat, die er fast frenetisch gefeiert hat, offenkundig zu einem heftigen Anstieg bei positiven Tests in Portugal geführt hat. Im Mai sah die Lage in Portugal so aus:

Man muss aus solchen Verläufen quasi den Schluss ziehen, dass COVID-19 Impfung / Gentherapie und positiver Test und neuerdings auch das Versterben an COVID-19 im besten Fall in KEINEM Verhältnis zueinander stehen, im schlimmsten Fall in einem positiven Verhältnis, dass COVID-19 Impfung / Gentherapie die Sterblichkeit nicht mindert, sondern erhöht, dass COVID-19 Impfung / Gentherapie die Wahrscheinlichkeit, sich mit einer neuen Variante von SARS-CoV-2 zu infizieren, erhöht, nicht verringert. Man könnte gar auf die Idee kommen, die umfangreiche Literatur zur Kenntnis zu nehmen, die zeigt, dass das Priming des Immunsystems von Geimpften auf die mittlerweile ausgestorbene Wuhan-Variante von SARS-CoV-2 dazu geführt hat, dass die so Geimpften nun Mutationen von SARS-CoV-2, die so zahlreich sind, wie dies bei Omikron nun einmal der Fall ist, hilflos ausgeliefert sind.

Karl Lauterbachs Pläne sehen nach wie vor eine Impfpflicht vor. Seine Resistenz gegenüber der Realität ist so ausgeprägt, dass man sie nur als Ergebnis von Denkbehinderung ansehen kann.


Apropos Denkbehinderung: Erfolgreicher Schutz schafft Schutzlücke

… [ist die ]Immunität zurückgegangen, WEIL die Schutzmaßnahmen auch dort geschützt haben, so dass sich eine Immunitätslücke aufbauen konnte und diese Immunitätslücke … ist sehr bedeutsam für die Welle, auf die wir nun kommen”

Schutzmaßnahmen, damit meint Lauterbach vornehmlich COVID-19 Impfungen und Lockdowns etc. waren erfolgreich, so erfolgreich, dass es eine Schutzlücke, Lauterbach spricht von Immunitätslücke, gibt, die wiederum durch Impfung [und Lockdown etc.] bekämpft und geschlossen werden muss, also durch die Maßnahmen, die zu dieser Schutz-/Immunitätslücke geführt haben.

Wenn es Lauterbach nicht gäbe, man könnte ihn nicht erfinden.
Er ist ein singuläres Unglück, entstanden aus einer willkürlichen Ansammlung neuronaler Blindgänger, die nach dem Prinzip Hoffnung an Synapsen anbinden, um dort eine Information loszuwerden, die niemand wollte.


Intermezzo: Minister Karl in der Ukraine

Karl Lauterbach ist unter die Krankenhaustouristen gegangen. Offenkundig hat ihm sein PR-Berater dazu geraten, ein paar Saiten auf der Klampfe der angeblichen Empathie zu zupfen und in die Ukraine zu jetten, fossil fueled versteht sich, um dort zwar keinerlei unmittelbare Hilfe für Verletzte im Krankenhaus zu bringen, dafür aber einen Kameramann, um den Verletzten als Statisten Lauterbachscher Eitelkeit zu missbrauchen, jener Eitelkeit, die sich als Empathie ausgeben will, was vielleicht geklappt hätte, hätte Minister Karl nicht dem Drang nachgegeben, sich noch sprachlich in Szene zu setzen, weil man ja nie weiß, was Reporter aus dem schönen Bild mit dem alten Verletzten in der Ukraine machen:

“Mein Besuch in ukrainischen Krankenhäusern. Die Grausamkeit des Krieges erlebt man nirgendwo unmittelbarer”

Wetten, dass “die Grausamkeit des Krieges”, weil sie nämlich nicht in verbundener, sondern in offen-wundig, rotfleischiger Form zu “erleben” ist, an der Front unmittelbarer erlebt werden kann als im Krankenhaus, was schon daran liegt, dass man an der Front und nicht im Krankenhaus “unmittelbar” mit der Grausamkeit des Krieges konfrontiert ist? Das ist wie im Ahrtal – Fluten erlebt man unmittelbar wenn man knietief im Wasser steht und versucht, sein Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. Wenn Tage später Polit-Darsteller im Ahrtal in ihren feinen Schuhen unterwegs sind, um sich einen “unmittelbaren” Eindruck zu verschaffen, dann hat das etwas von Nachtreten.

Es ist, als wollte man durch Befühlen von Gips den Beinbruch unmittelbar erleben….

Damit nicht genug, spricht Lauterbach doch von “Menschen, die alles verloren haben”, also Menschen, die auf eine Prothese warten, was nicht notwendig wäre, wenn sie alles verloren hätten, offenkundig ist noch etwas da, etwas, an dem man die Prothese anbringen kann, etwas, das von einem Restorganismus betrieben wird … Aber das sind natürlich Feinheiten, auf die man als Krankenhaustourist auf Phototournee keine Rücksicht nehmen kann.


Der ewige Impfer: Einner geht noch, Einer geht noch rein

Und wenn der Karl nach der 75 Impfung in den Seilen hängt und sich die Lunge aus dem Hals hustet, dann wird er zur 76. Impfung streben und froh sein, dass ihn die 75 vorausgehenden Impfungen vor dem Tod bewahrt haben, dem Tod an Corona in seiner harmlosen Variante von Omikron.

Aber Minister Karl steht nicht alleine.
Die Kongregation der Geimpften, die glauben müssen, die Impfung habe ihnen etwas gebracht, das glauben müssen, angesichts schwerer Erkrankung, die in einem gewissen Widerspruch zur Packungsbeilage und den Ratschlägen von Arzt und Apotheker steht, sie nimmt das Wort von Minister Karl begierig auf und formt daraus den eigenen Katechismus.


Dealer Karl

Die Wahrscheinlichkeit für Albert Bourla, den CEO von Pfizer, seine minderwertigen und gefährlichen Produkte weiterhin erfolgreich verbreiten zu können, hängt massiv von Leuten wie Karl Lauterbach ab.

Es spricht für die Verkaufskunst von Minister Karl, dass er nach wie vor Abnehmer für ein Produkt findet, das nicht vor Ansteckung schützt, wie ursprünglich versprochen, nicht vor Weitergabe, wie ursprünglich versprochen und nicht vor Erkrankung oder Tod, wie ursprünglich versprochen. Abnehmer, die auch nichts dabei finden, das, was eine Impfung eigentlich einmal ausgezeichnet hat, dauerhafte Immunität, in den Wind zu schreiben und sich in regelmäßigen Abständen zum fünften, sechsten, siebten, achten Stich mit dem, was – wenn überhaupt – immer kürzer wirkt und immer mehr Gefahr auf heftige Nebenwirkungen mit sich bringt, einfinden.

Man soll eben das Potential zu Dummheit, das in menschlichen Gesellschaften zu finden ist, nicht unterschätzen, und wer weiß, vielleicht ist Minister Karl ja der Hohepriester der Stupidität, der seine Schafe mit den untergehenden Impfstoffen in das Jenseits der Impfschäden eingehen lässt. Ein Jenseits, in das man sich mit in immer kürzer werdenen Abständen notwendigen Schutzimpfungen vor einem harmlosen Vertreter der Klasse der Coronaviren einkaufen muss. Mehrfaches Impfen in kürzer werdenden Zeitintervallen steht in einem gewissen Widerspruch zum versprochenen Schutz, aber wer das merkt, ist eh disqualifiziert und hat keine Aussicht, jemals von Minister Karl im Jenseits der Impfschäden vergessen zu werden.


Karl der Masken-Wellen-Reiter

Faszinierend!

Eine FFP2-Maske, so behauptet Minister Karl,  wirke gegen Omikron besser als gegen Delta, weil Omikron ansteckender sei als Delta und deshalb eine FFP2-Maske notwendig sei, wie Lauterbach behauptet, um ein Ansteckung zu verhindern. Indes die Größe der Partikel, die in der Lage sind, durch die Luft zu schweben und SARS-CoV-2 dabei Huckepack mitzunehmen, sie hat sich von Delta nach Omikron nicht verändert und die Unfähigkeit von Masken, ihre Träger vor dem Einatmen solcher Partikel zu schützen, FFP2 oder nicht, auch nicht.

Die Tabelle stammt aus:

Lee, Byung Uk (2020). Minimum sizes of respiratory particles carrying SARS-CoV-2 and the possibility of aerosol generation.” International journal of environmental research and public health 17(19): 6960.

Es reicht somit bereits ein Mikrometer, also 0,000001 Meter Partikelgröße aus, um SARS-CoV-2 zu transportieren. Keine Maske der Welt ist in der Lage, solche Partikel zu blocken. Indes, dass Omikron eine ansteckendere Variante als Delta ist, vermeintlich, das hat auch gar nichts damit zu tun, dass mehr Omikron-Partikel unterwegs sind, weshalb man Menschen ersticken muss, um sie vor Ansteckung zu schützen, sondern damit, dass SARS-CoV-2 / Omikron erfolgreicher darin ist, menschliche Zellen zu infizieren als SARS-CoV-2 / Delta.

Lauterbach redet einmal mehr Unfug.
Einmal mehr stellen wir fest, dass Unfug normalisiert wurde, dass er zur Normalität geworden ist.

Auch Lauterbachs Verdienst.


Ideologischer Querschläger

Schuster bleib bei Deinen Leisten.
Ein Spruch, den Karl Lauterbach nicht kennt.
Er bleibt nicht bei seinen Leisten.
Indes, was wären seine “Leisten”, welche Kompetenzen hat er?

Logische Konsequenzen können es nicht sein. Dazu ist das Weltbild, das Überzeugungssystem von Karl Lauterbach zu rigide.

Es kennt nur Freund und Feind. Ein Lauterbach-Feind, das ist die AfD. Wahllos, unterschiedslos, alle, alle bei der AfD. Und dann gibt es die LINKE, die ist bislang nicht Feind. Erst jetzt, weil die LINKE Wagenknecht etwas sagt, was Minister Karl als Aussage der AfD identifiziert, was somit eine Aussage ist, die niemand, der nicht AfD ist, treffen kann, wird die LINKE zum Problem. Aber Wagenknecht ist nicht AfD, sie ist LINKE. Ein Problem für die Denkwelt, in der Minister Karl eingesperrt ist. Eine kognitive Dissonanz. Die Lösung ist einfach: Wagenknecht wird zur AfD.

Denn die Vorstellung, dass Akteure, obschon sie unterschiedlichen ideologischen Lagern angehören, in Sachfragen übereinstimmen können, die ist Minister Karl fremd. Schon weil man dazu Sachfragen beurteilen müsste. Und dazu benötigt man Kriterien. Z.B. das Kriterium: Den Nutzen des Deutschen Volkes mehren. Ein Kriterium, das diametral der eigenen Notdurft, Tugend zu wedeln, entgegen steht. Tugend wedelt der Tugendwedler von Welt derzeit dadurch, dass er die Ukraine verklärt, den Schauspieler turned Präsident zum Kriegshelden ohne Kampfeinsatz erklärt und ansonsten Panzer, Panzer, Panzer fordert. Um der Ukraine zu helfen. Um den Russen zu schaden. Dem Putin. Hat eigentlich schon jemand bemerkt, dass Putin in Rasputin steckt?

Doch zurück zu Minister Karl, der seine rigide Denkwelt gegen den Einbruch von kognitiven Dissonanzen verteidigt und Wagenknecht aus der LINKE aus und in die AfD eingeliedert hat. Die Welt von Lauterbach ist in Ordnung. Die Deutschen sitzen im Dunkeln und frieren, wegen der Ukraine, aus Solidarität mit der Ukraine. Das kleine Opfer kann man doch bringen. Oder? Wer denkt, es gebe ein Recht auf beheizte Wohnung und Licht im Dunkeln, der hat die Rechnung ohne Minister Karl gemacht.

Soviel zum Thema, den Nutzen des Deutschen Volkes mehren.
Nicht mit Karl.
Nicht mit Minister Karl.


Der Führer und sein Geführter

Die Hauptdarsteller:

Karl Lauterbach und Lothar H. Wieler.
Politischer Chef und Angestellter.
Der, der sich gerne als Wissenschaftler ausgibt und der, der ansatzweise weiß, was Wissenschaft ist.
Der, der gerne Studien zitiert und der, der sie gelesen hat.
Der, der mit Begriffen hantiert und der, der in der Regel weiß, was sie bedeuten.

Zwei Welten, die aufeinander stoßen und entsprechend kollidieren, denn es kann nur eine geben:

Lauterbach behauptet, dass ein Organismus, in dem eine COVID-19 Impfung / Gentherapie einen Antikörper-Titer von 1.000 und mehr hervorgerufen hat, gut vor Infektion geschützt sei. Kurze Zeit später sagt Lothar Wieler, es sei ganz wichtig in Erinnerung zu behalten, dass Antikörper-Titer nichts mit dem Schutz vor SARS-CoV-2 zu tun haben.

Karl Lauterbach, veni, vidi, perii.

Natürlich ist der Unfug, den er oben erzählt, nicht der einzige Unfug, der im September aus seinem Mund gekommen ist. Wir alle wissen mittlerweile, dass die COVID-19 Impfstoffe / Gentherapien NICHT vor Ansteckung und Weitergabe von SARS-CoV-2 schützen, nur Karl, Minister Karl weiß es nicht und will die 7-Tage-Inzidenz mit “4. Impfung” gegen die “2. Infektion”, nicht etwa gegen die 1. Infektion bekämpfen, denn ansonsten bestehe Gefahr von Long Covid. Wenn sich Long Covid nach Infektion einstellt und Impfung, egal in welcher Zählung, nicht vor Infektion schützt, dann schützt Impfung auch nicht vor Long Covid, wie eine einfache Anwendung des Satzes der Transitivität zeigt.

Nur Minister Karl ist mit dieser einfachen Anwendung überfordert.


Lauterbach das hermetische System

Karl Lauterbach, das zeigt der folgende Ausschnitt aus einer Fragestunde im Bundestag, ist nicht ein Beispiel von Dunning-Krueger, er ist ein frech-dreister Idealtypus, der seine Inkompetenz nicht nur in entsprechendem Blödsinn zum Ausdruck bringt, sondern in hoch aggressiver Weise auf diejenigen reagiert, die ihn auf seine Fehler aufmerksam machen.

Lauterbach IST Dunning-Krueger: Inkompetenz mit 100%iger Überzeugung.

Wir haben immer mehr den Eindruck, dass Lauterbach die deutsche Antwort auf Joe Biden ist …

Seine Erklärung dafür, dass Geimpfte in Krankenhäuser kommen, obschon sie geimpft wurden, und Leute wie er regelmäßig behaupten, dass COVID-19 Impfung / Gentherapie vor schwerer Erkrankung schütze, sie pfeift buchstäblich auf dem letzten Loch, denn, so Lauterbach, ohne Impfung wären die schwer Erkrankten, die trotz COVID-19 Impfung / Gentherapie schwer erkranken und in ein Krankenhaus kommen, an COVID-19 verstorben.

Das weiß Karl Lauterbach, weil er es eben weiß.

Es zeichnet Dunning-Krueger-Leute wie Lauterbach aus, dass sie ihre eigene Inkompetenz nicht mit Fragen: Woher weiß ich das eigentlich? in Frage stellen. Nur unter vollständiger Ignoranz von widersprechenden Fakten lässt sich die eigene Inkompetenz aufrecht erhalten.

Und Lauterbach ist darin Meister.
Nicht nur weiß er, im Gegensatz zu den Herstellern der Spritzbrühen, die nichts dergleichen in ihren Zulassungsanträgen behaupten, sondern, so wie all die Wissenschaftler, die sich damit befassen, bestenfalls einen bedingten Schutz vor schwerer Erkrankung und Tod in Aussicht stellen, dass Leute, die dennoch schwer erkranken, ohne Impfung gestorben wären, er lässt sich in seinem Wahn auch nicht davon beirren, dass Geimpfte schwer erkranken und sterben. Vermutlich würde Lauterbach, wenn man ihn darauf ansprechen würde, behaupten, dass die verstorbenen Geimpften ohne COVID-19 Impfung / Gentherapie früher verstorben wären oder sowieso gestorben wären, nicht einmal durch COVID-19 Wunderbrühen zu retten gewesen seien.

Ein hermetisches System wie Lauterbach ist nicht falsifizierbar.
Hermetische Systeme wie Lauterbach, die sich in den mystischen Glauben nicht nachweisbarer Effekte flüchten, sind nicht reformierbar.
Man kann ihnen nur dabei zusehen, wie sie sich lächerlich machen.


Lauterbach ist eine Klasse für sich

In China demonstrieren im Oktober Menschen unter Gefahren für Leib und Leben gegen ein Regime, von dem bekannt ist, dass es mit Kritikern kurzen Prozess macht, und in Deutschland sitzt ein Minister Karl, der alle chinesischen Probleme mit der Spritzbrühe von Biontech beheben will, wobei er sich selbstverständlich auf die Seite von Xi Jinpings Regime, nicht etwa auf die Seite “der Menschen” stellt.

Werden Sie bei so etwas eigentlich hellhörig?

Was enthält die Spritzbrühe von Biontech, wenn sie gegen Proteste von Bürgern helfen soll?
Wie kann man Leute zur Zufriedenheit spritzen?

Eigentlich eine Aufgabe für ein Sedativ. Enthält BNT162b2 ein Sedativ? Oder will Lauterbach die Gelegenheit dafür nutzen, die Spritzbrühen, die er in so großer Zahl bestellt hat, dass die Vernichtung vieler Dosen mangels Nachfrage die damit einhergehende Verschwendung von Steuergeld sehr deutlich machen wird, billig loszuwerden und die öffentliche Demütigung, wieder einmal Steuergelder in der Mainzer Goldgrube versenkt zu haben, mit einer gesichtswahrenden Helfergeschichte ersetzen?

Wir wissen es nicht.
Wir wissen nur, der Vorschlag ist so dumm und menschenverachtend, dass wir ihn selbst Lauterbach nicht zugetraut hätten.
Aber nun wissen wir es. Gegen die Konzentrationslager der Uiguren in Xinjiang hilft Biontechs mRNA-Gebräu.
Nun denn.


Zum Abschluss ausführlich: Lauterbach der Wissenschaftler


Die Abbildung links wollen Leif-Erik Sander, Lesern von ScienceFiles aus der Wahl zum Denkbehinderten der Kalenderwoche 18/2022 bestens bekannt und der Twitter-Professor Karl Lauterbach verbreiten, um damit zu belegen, dass “Impfung schützt. “#ImpfenSchuetzt” behauptet Sander, und Lauterbach stimmt zu. Dass Impfen, also eine Behandlung mit einer COVID-19 Spritzbrühe, schützt, das soll die Abbildung, deren Quelle hier fehlt, die aber mit dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung angegeben ist, zeigen.

Die Abbildung zeigt einen Vergleich der Lebenserwartung für das Jahr 2021 mit dem Jahr 2019. Die Lebenserwartung ist in Deutschland und den Bundesländern, mit der Ausnahme von Männern in Schleswig-Holstein [offenkundig ein Vertipper] im Vergleich des Jahres 2021 mit dem Jahr 2019 durchgängig gesunken.

Sie wäre nicht gesunken, so behaupten die beiden Helden der Einfalt, wenn geimpft worden wäre bzw. durch Impfung hätte sich das Absinken der Lebenserwartung reduzieren oder verhindern lassen. Wir gehen davon aus, dass beide, weder Sander noch Lauterbach die Intelligenz aufbringen, die notwendig ist, um die Abbildung in zynischer Weise zu kommentieren.

Die Berechnung der Lebenserwartung erfolgt beim Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, von dem diese Abbildung stammt, in analoger Weise zu der von uns dargestellten Methode, die beim Statistischen Bundesamt Anwendung findet. Die Lebenserwartung für das Jahr 2021 ist somit ein Durchschnittswert, der aus den errechneten Durchschnittswerten für die Jahre 2019, 2018 und 2019 errechnet wurde, während das Jahr 2020 einen Durchschnittswert für die Jahre 2017, 2018 und 2019 darstellt. Diese Methode wird gewählt, um Ausreiserwerte, Horror jeden Statistikers zu glätten und Schwankungen im Rahmen zu halten.

Im vorliegenden Fall ist die durchschnittliche Zeit, die ein durchschnittlicher deutscher Neugeborener mit hoher statistischer Wahrscheinlichkeit erwarten kann, auf diesem Planeten zu verbringen, um rund 0,4 Jahre für Frauen und um rund 0,6 Jahre für Männer im Vergleich der Durchschnittswerte für die Jahre 2021 und 2019 gesunken. Aus diesem Rückgang wollen Twitter-Prof. Lauterbach und sein Adept Sander schließen, dass “#ImpfenSchützt”, was man nur folgern kann, wenn man entweder die Prämisse mit sich herumträgt, dass der Rückgang der Lebenserwartung ohne Impfung noch höher ausgefallen wäre, eine dämliche Prämisse, denn sie ist nicht belegbar oder die Prämisse unterlegt, dass dann, wenn geimpft worden wäre, der Rückgang bei der Lebenserwartung verhindert worden wäre.

Die zuletzt genannte Prämisse ist insofern misslich, als im Jahr 2021 geimpft wurde, und zwar heftig. Das Jahr 2021 ist das Jahr 0 des Massenexperiments, das Jahr, in dem alles begonnen hat, wie man der folgenden Abbildung entnehmen kann:

Da im Jahr 2021 geimpft wurde, und #ImpfenSchützt, wie Twitter-Prof. Lauterbach beipflichtend zu Erik Leif [oder umgekehrt] Sander erklärt, bleibt nur noch die dämliche Prämisse von oben, dass beide behaupten, ohne Impfung wäre der Rückgang der Lebenserwartung im Jahre 2021 noch höher ausgefallen. Eine Prämisse, die man nicht belegen, die man aber widerlegen kann, für die man ausschließen kann, dass sie zutrifft. Dabei hilft, was wir in diesem Post an Grundlagen zur Berechnung von Lebenserwartung gelegt haben und dabei hilft die folgende Abbildung, die wir aus dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung entliehen haben:

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Im Jahr 2020, dem Jahr des wütenden Corona-Virus, dem Jahr, in dem an “Schutzimpfung” gedacht, aber mit “Schutzimpfung” nicht experimentiert wurde, ist die Lebenserwartung bei Männern um gut 0,2 Jahre und bei Frauen um 0,1 Jahre gesunken. Der Wert der Lebenserwartung 2020 ist ein Durchschnittswert aus den Jahren 2018 bis 2020, der des Jahres 2019 ein Durchschnittswert aus den Jahren 2017 bis 2019. In den Jahren 2017 bis 2019 hat sich die Lebenserwartung kaum verändert. Sie lag bei 83,4 Jahren für Frauen und 78,6 Jahren für Männer. Im Jahr 2020 ist sie dann auf 78,4 für Männer und 83,3 für Frauen gesunken, und im Jahr 2021 setzt sich der Rückgang auf nunmehr 78,1 bei Männern und 83,0 Jahre bei Frauen fort. Mit anderen Worten: Der Rückgang der Lebenserwartung im Jahr 2021 ist für Männer und Frauen größer als er im Jahr 2020 gewesen. Im Jahr der “Schutzimpfung” reduziert sich die Lebenserwartung somit um einen höheren Wert als im Jahr der ungeschützten Pandemie. Aus einer solchen Beobachtung muss man, ceteris paribus vermuten, dass Impfen nicht schützt, sondern im Gegenteil, schadet, denn im Jahr 2021, dem Jahr der “Schutzimpfung” fällt der Rückgang der Lebenserwartung höher aus als im Jahr der wütenden Pandemie. Was man definitiv nicht kann, ist aus dieser Beobachtung den Schluss zu ziehen, dass #ImpfenSchützt.

Zum ideologischen Depp gehört die Fähigkeit, selbst abweichende Beobachtungen im Einklang mit der eigenen, durch Ideologie bornierten Sichtweise interpretieren zu können/wollen. Ohne diese Fähigkeit besteht die Gefahr, zu lernen, eine für Ideologie tödliche Gefahr, denn Ideologie erklärt einen starren Zustand zur Wahrheit, Lernen hat die Veränderung des starren Zustands zum Gegenstand, was notwendig zu der Erkenntnis führt, dass die erklärte Wahrheit keine Wahrheit ist, so dass die Ideologie zum Einsturz kommen muss.


Wem das noch nicht reicht, für den haben wir noch eine ausführliche Analyse der Bemühungen von Minister Karl, gelehrt zu erscheinen, oder als Tatsachenbeschreibung, seiner entsprechenden Schläge ins Wasser:

Seine Timeline auf Twitter füllt Lauterbach regelmäßig mit Links zu wissenschaftlichen Studien, die im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 oder COVID-19 dies und das gefunden haben (wollen). Was dabei auffällt ist ein gewisser “confirmation bias”, also die Tendenz, nur Studien zu verlinken, die auch wirklich Schreckliches gefunden haben, die zeigen, dass mit COVID-19 nicht zu spaßen sei, die zeigen, dass man an COVID-19 sterben könne, dass Ko-Morbiditäten und dergleichen ein Risikofaktor seien, ein Lockdown unbedingt notwendig sei usw.

Einige Kostproben:

Die Beispiele machen eine Tendenz deutlich, die sich bei Lauterbach durchweg findet: Die Studien, auf die er verweist, reden entweder Lockdown und anderen drastischen Maßnahmen, um SARS-CoV-2 zu “kontrollieren” [welch’ absurde Vorstellung] das Wort, sie zeigen auf, wie gefährlich COVID-19 als Erkrankung ist, was auch niemand bestreitet, sie werden unterlegt mit Links zu Studien, die positive Ergebnisse in der Behandlung von schwer Erkrankten z.B. mit Prozac berichten usw. Studien, die Kritik an getroffenen Maßnahmen üben, Studien, die Zweifel an den Simulations-Modellen der Epidemiologen wecken, Studien, die darauf hinweisen, dass es keinen Sinn macht, die Wirtschaft eines Landes zu zerstören, weil man Menschen vor dem Tod retten will, nur um sie nach Rettung dann ins wirtschaftiche Nichts zu entlassen, Studien, die zeigen, dass ein Lockdown ein grundsätzlich schädliches und gegen SARS-Cov-2 / COVID-19 vor allem weitgehend unwirksames Mittel ist, werden von Lauterbach nicht verlinkt und vermutlich gar nicht zur Kenntnis genommen.

Wenn schon die Auswahl der verlinkten Texte, nehmen wir an, Lauterbach liest auch, was er verlinkt, um seinen reklamieren Expertenstatus auch mit ein paar Zitaten zu stützen, offenkundige Züge der überzeugungskonformen Auswahl trägt, was kann man dann über die Qualität der Folgerungen sagen, die Lauterbach regelmäßig aus den von ihm verlinkten Studien zieht? Festinger beschreibt in seiner Arbeit über kognitive Dissonanz die Praktik bei Personen, die ihre Überzeugung nicht ändern wollen, einerseits widersprechende Ergebnisse zu ignorieren oder zu diskreditieren, andererseits Ergebnisse so zu interpretieren, dass sie ihren Überzeugungen entsprechen, selbst wenn damit einhergeht, den Ergebnissen / Ereignissen Gewalt anzutun.

Lauterbach verweist in der ersten Reihe der sechs Beispiele, die wir aus seiner Twitter-Timeline gefischt haben, auf eine Studie der Universität Edinburgh, die wir hier besprochen haben. Wie jeder bei uns nachlesen kann, sind nicht einmal die Autoren der Studie, die Lauterbach so euphorisch beschreibt, der Ansicht, sie hätten “ganz klar die These widerlegt, dass Lockdowns keine Wirkung haben”. Tatsächlich finden sich im Kleingedruckten zur Studie, in den methodischen Einschränkungen, den Problemen, die sich mit dem Design verbinden, so viele Einschränkungen, dass man Probleme hat zu benennen, was die Autoren tatsächlich gezeigt haben (die Autoren selbst haben im Übrigen dieselben Probleme):

  • Der Effekt von Maßnahmen, die früher als andere Maßnahmen eingeführt oder gelockert wurden, konnte nicht vom Effekt der nachträglich eingeführten oder gelockerten Maßnahmen getrennt werden. Ein untrügliches Zeichen für Multikollinearität. Daraus folgt, dass die Effekte von zuerst eingeführten Maßnahmen überschätzt, die von nachträglich Maßnahmen unterschätzt werden können. Die Ergebnisse sind guesswork.
  • Variationen innnerhalb von Ländern können mit Daten, die auf Landesebene verharren, nicht gemessen werden.
  • Der Effekt von Hygienemaßnahmen (Händewaschen, Abstand halten, Maske tragen), der zumindest für Händewaschen und Abstand halten nachweislich beachtlich ist, wird von den Autoren nicht berücksichtigt. Es kann also sein, dass alle gemessenen Effekte sich in Luft auflösen, wenn man ein Maß für die Verbreitung und Entwicklung der Häufigkeit von Hände waschen einführt.
  • Effekte der Jahreszeit sind nicht berücksichtigt (Viren verbreiten sich eher, wenn es kalt ist).
  • “Our findings do not necessarily imply causation” (9)

Von all dem weiß oder will Lauterbach nichts wissen. Die Studie und die Ergebnisse, die er mutmaßt, passen zu seiner Überzeugung, also werden sie bejubelt. Das ist keine wissenschaftliche Herangehensweise, geschweige denn eine, die Expertentum ausdrückt, das ist der Versuch, einen Expertenstatus auf Mimikry zu bauen – ein leicht zu durchschauender Versuch. Aber vielleicht ist es ein einmaliger Ausrutscher?

Aber nein, das ist es nicht. Verbreitet Karl Lauterbach doch auch die folgende Schreckensmeldung:

 

Lauterbach behauptet,

  • dass die Grundgesamtheit der Studie 85.000 “Pat”, also Patienten seien,
  • dass ein schwerer Verlauf von COVID-19 dazu führe, dass die Patienten 8,5 IQ-Punkte verlören,
  • dass bereits bei leichten Symptomen einer Erkrankung an COVID-19 die “Denkfähigkeit deutlich eingeschränkt” worden sei.

Karl Lauterbach verbreitet hier drei Behauptungen. Keine davon ist richtig, alle sind falsch. Lauterbach verbreitet Fake News.

Tatsächlich ist in der Überschrift der Studie aus dem Imperial College, eine Studie, die man schnell lesen kann, die Zahl 84.285 genannt. Dabei handelt es sich jedoch nicht um die ca. 85.000 Patienten, die Lauterbach mutmaßt, sondern um die Anzahl der Teilnehmer an der Studie. Unter diesen 84.285 Teilnehmern finden sich 361 Personen, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden und 207, die hospitalisiert werden mussten. Lauterbach liegt mit seinen 85.000 Patienten nicht nur etwas, er liegt voll daneben.

Auch die Behauptung, ein schwerer Verlauf von COVID-19 führe dazu, dass ein Patient 8,5 IQ-Punkte verliere, also dümmer wird, ist falsch, denn um diese Behauptung aufzustellen, benötigt man Verlaufsdaten, also Daten in der Zeit, die den IQ von Patient X vor und nach seiner Erkrankung messen. Dazu müsste man vorherwissen, das X an COVID-19 erkrankt und man müsste zu mindestens zwei Zeitpunkten seinen IQ testen. Nichts davon ist in der vorliegenden Studie erfolgt, nicht einmal ein IQ-Test, auch hier liegt Lauterbach vollkommen daneben. Um herauszufinden, dass die 11 Autoren des Imperial College keinen IQ-Test durchgeführt haben, muss man freilich ihr Werk bis zum Ende lesen, vor allem den methodischen Teil, in dem sie schreiben:

“In this respect, the battery of tests should not be considered an IQ test in the classic sense, but instead, is intended to differentiate aspects of cognitive ability on a finer grain. The tests also had been optimised for application with older adults and people with mild cognitive and motor impairments.”

Angepriesen wird der Test, über dessen Ergebnisse die 11 Imperialen berichten, bei der BBC, im BBC Programm “Horizon” als “The Great British Intelligence Test”. Aber das ist er mitnichten, wie man leicht herausfinden kann, wenn man den Test an sich durchführt, es ist ein Online-Test, der hier zu finden ist. Gestest wird Erinnerungsleistung, räumliches Vorstellungsvermögen und semantische Fluency, also nicht wirklich Intelligenz. Dass dem so ist, berichten die Autoren zum Ende ihres Texts. Dort finden sich die Ergebnisse einer Faktorenanalyse, die die genannten drei Faktoren aus den 8 Einzeltests extrahiert hat. Was man mit diesem Test misst, ist uns nicht ganz klar, Intelligenz ist es vermutlich bestenfalls im Näherungswert.

Interessant sind die Erinnerungstests, die z.B. nach dem Betrachten einer Reihe von Artefakten darin bestehen, sich zu erinnern, ob der Hammer, von links unten nach rechts oben dargestellt war oder von rechts unten nach links oben oder darin, die Zahlenreihe 1 4 3 2 1 4 0, die sich durch Einzeldarstellung der Zahlen, ohne dass der Proband die Anzahl der Zahlen vorab weiss, ergibt, zu erinnern. Gedächtnistests sind bekanntermaßen etwas, das Leute, die auf den Gebrauch ihres Gedächtnisses getrimmt sind, besser absolvieren können als andere. Ältere Menschen haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, bei solchen Erinnerungstests schlecht abzuschneiden. Das ist hinlänglich bekannt und im weiteren Verlauf noch wichtig.

Die dritte Behauptung von Lauterbach, dass schon eine leichte Erkrankung an COVID-19 zu einer deutlichen Einschränkung der Denkfähigkeit führen soll, ist ein weiterer Mythos, den Lauterbach, dessen Denkfähigkeit vielleicht durch seine Wunschvorstellungen eingeschränkt, vielleicht auch deutlich eingeschränkt ist, hier verbreitet. Wie gesagt, die Autoren haben keine Verlaufsdaten. Derartige Aussagen können nicht getroffen werden.

Lösen wir das Rätsel der Studie auf.
Was haben die Autoren gemacht?
Sie haben sich des angeblichen Great British Intelligence Test der BBC bemächtigt und die folgenden Fragen im Anschluss an den Test untergebracht:

Die Leute, von denen Lauterbach behauptet, dass schon ihre leichten Symptome zu einer deutlichen Einschränkung der Denkfähigkeit geführt hätten, berichten von Atembeschwerden, sie berichten, was sie in Folge der Atembeschwerden getan haben. Manche schätzen ein, ob sie Symptome einer COVID-19-Erkrankung gehabt haben, wobei diese Einschätzung im Text der Autoren nicht vorkomment (warum wohl nicht?), das alles heißt jedoch nicht, dass die entsprechenden Teilnehmer auch mit SARS-CoV-2 infiziert waren, wie Lauterbach behauptet, der die Studie ganz offensichtlich nicht kennt, nie gelesen hat und nur benutzt, um seine Überzeugung zu hätscheln und Panik zu verbreiten.

Die 11 Autoren vom Imperial College finden in ihrem Datensatz genau 361 Personen, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden. Sie schreiben weiter, 87% der Befragten, die angegeben haben, hospitalisiert worden zu sein, seien positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Gerade einmal 207 Teilnehmer, 207 der 84.285, von denen Lauterbach denkt, sie alle seien Patienten, seien in ein Krankenhaus eingeliefert worden, darunter 60, die mechanisch beatmet wurden. Unter den 84,285 finden sich somit 361 Personen (0,4%), von denen angenommen werden kann, dass sie mit SARS-CoV-2 infiziert waren, weil sie einen positiven Testbefund haben, darunter befinden sich 207 Personen (0,2% von allen Teilnehmern), die hospitalisiert wurden. Weiter als Lauterbach kann man eigentlich nicht daneben liegen.

Nicht nur gibt es keinen Grund anzunehmen, dass die Personen, die angeben, sie hätten Atembeschwerden gehabt, was Lauterbach als “leichte Symptome” ausgibt, an COVID-19 erkrankt waren. Es gibt so etwas wie Erkältung und Grippe, trotz COVID-19. Es gibt auch keinerlei Möglichkeit die Behauptung, COVID-19 sei für verminderte kognitive Leistung (nicht IQ) verantwortlich, zu prüfen. Die Autoren haben einen Datensatz der Angaben von Testpersonen, die den Online-Test und den anschließenden Fragebogen ausgefüllt haben, zu EINEM ZEITPUNKT erfasst. Um nun herausfinden zu können, ob sich COVID-19 Patienten, also die 207 Hospitalisierten unter den 361 positiv Getesteten im Hinblick auf ihre “Denkleistung” unterscheiden, rechnen die Autoren General Linear Models, ein sehr krudes statistisches Verfahren, das auch als Varianzanalyse bekannt ist, (ein Mittel des Gruppenvergleichs) und vergleichen die 361 bzw. die 207 bzw. die 60 Hospitalisierten, mit den rund 84.000 anderen Testpersonen.

Dass bei einer solch’ schiefen Verteilung die Reliabilität der Ergebnisse dadurch glaubhaft gemacht werden muss, dass Gütemaße, wie z.B. die erklärte Varianz angegeben werden, ist den Autoren entweder unbekannt oder sie ignorieren es. Zwar ist den Autoren bekannt, dass Patienten, bei denen wegen COVID-19 ein Krankenhausaufenthalt notwendig wird, in der Regel unter Älteren bis sehr alten Menschen zu finden sind, und sie behaupten auch, sie hätten nach Alter kontrolliert. Wir finden jedoch kein Indiz dafür, dass das tatsächlich erfolgt ist. Besonders die folgende Ergebnisdarstellung, die Lauterbach sicher erklären könnte, wenn er sie gesehen hätte, lässt erhebliche Zweifel an der Vorgehensweise der Autoren zu:

8 nicht 60 Personen machen die Gruppe der mechanisch Beatmeten aus, 123 nicht 147 positiv Getestete waren im Krankenhaus, 3.382 hatten Atembeschwerden, welche Ursache diese Atembeschwerden auch immer gehabt haben mögen und 9014 waren irgendwie krank, wie sie angeben. Ihnen allen stehen 71.235 Testpersonen gegenüber, die keinerlei Symptome irgend einer Art berichtet haben. Sie alle finden sich in der selben Analyse, in der sich keinerlei Kontrollvariable für Alter findet. Das an sich reicht schon aus, die Studie einzustampfen, denn alte Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Gedächtnisleistung schwächer wird. Die Patienten, die wegen COVID-19 in Krankenhäuser eingeliefert werden, sind in der Regel jenseits von 75 Jahren alt. Es kommt noch  hinzu, dass die Autoren Effektstärken von -0,03 und -0,09 interpretieren. Es ist zwar für einen Effekt durchaus möglich noch weniger als 0,03 oder 0,09 von 0 abzuweichen, aber dennoch sind wir der Ansicht, derartige Effektstärken sollte man besser unerwähnt lassen. In keinem Fall ist die Behauptung, von Lauterbach, dass die Denkleistung schon bei Personen ohne Atembeschwerden eingeschränkt worden sei, von diesen Ergebnissen gestützt. Wer einen Effekt von -0,03 interpretiert, der hat offenkundig ein Interesse an einem entsprechenden Ergebnis.

Lauterbach verbreitet ein Schreckensszenario, um seine Lockdown-Phantasien in die Tat umsetzen zu können und dabei noch wie jemand zu erscheinen, der sich um andere kümmert. Um dieses Ziel zu erreichen, wird eine Studie vollkommen falsch interpretiert, denn weder wurde IQ in der Studie gemessen noch ist es möglich, auf Grundlage dieser Studie den Effekt, den eine COVID-19 Erkrankung auf den IQ hat, auszuweisen. Im Gegensatz zu Lauterbach, der einfach behauptet, was ihm in den Kram passt, wissen die Autoren um die Beschränkungen ihrer eigenen Studie. Sie schreiben:

“Normal limitations pertaining to inferences about cause and effect from cross-sectional studies apply. One might posit that people with lower cognitive ability have higher risk of catching the virus. We consider such a relationship plausible; however, it would not explain why the observed deficits varied in scale with respiratory symptom severity. We also note that the large and socioeconomically diverse nature of the cohort enabled us to include many potentially confounding variables in our analysis.< Nonetheless, we emphasise that longitudinal research, including follow-up of this cohort, is required to further confirm the cognitive impact of COVID-19 infection and determine deficit longevity as a function of respiratory symptom severity, and other symptoms. It also is plausible that cognitive deficits associated with COVID-19 are no different to other respiratory illnesses. The observation of significant cognitive deficit associated with positive biological verification of having had COVID-19, i.e., relative to suspected COVID-19, goes some way to mitigate this possibility. Further work is required to interrelate the deficits to underlying neurological changes, and to disambiguate the associated pathological processes and cross compare to other respiratory viruses. A fuller understanding of the marked deficits that our study shows will enable better preparedness in the post-pandemic recovery challenges.”

Es können keine Aussagen zur Kausalität gemacht werden, so schreiben die Autoren. Lauterbach macht sie dennoch.

Es kann sein, dass diejenigen, die wegen COVID-19 hospitalisiert werden, diejenigen sind, die den BBC Test auch ohne Hospitalisierung schlechter absolviert hätten als andere, schreiben die Autoren. Lauterbach sind derartige Einschränkungen lästig oder er hat noch nie davon gehört.

Die Autoren behaupten, dass sie zwar nach sozialstrukturellen Variablen, Alter, Ethnie, Geschlecht, kontrolliert haben wollen, was angesichts der geringen Fallzahl, die wir in der Tabelle oben ausgewiesen haben, ein Ding der Unmöglichkeit ist, empfehlen aber dennoch weitere Forschung. Das ist bei Lauterbach, dem freigestellten Professor für Gesundheitsökonmie nicht angekommen. Wie auch, es ist Wissenschaft, nicht Politik.

Und weil die Autoren hier einräumen, dass ihre Studie nichts aussagt, fordern sie weitere, richtige Forschung, um das zu zeigen, was sie in ihrer Studie zwar untersuchen wollten, aber nicht gezeigt haben.

Lauterbach mag als Politiker durchgehen – als Wissenschaftler oder Experte für SARS-CoV-2 aber sicher nicht.


Hampshire, Adam, Trender, William, Chamberlain, Samuel R. et al. (2020). Cognitiv Deficits in People who have recovered from COVID-19 relative to controls: An N=84,285 online study. medRxiv

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Aber der Text ist ohnehin schon sehr lang.

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17 Comments

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