Schlagwort: Philosophie

Kant für Narzissten und (sonstige) Opfer der Postmoderne: Ist es moralisch verwerflich, sich im Taxi irgendwohin fahren zu lassen?

Fast jeder in Deutschland dürfte von sogenannten Instrumentalisierungsverbot gehört haben, und er dürfte es mehr oder weniger eng mit dem Namen von Immanuel Kant verbinden, dem im Jahr 1724 in Königsberg – das heute zu Russland gehört, aber damals die Hauptstadt Ostpreußens gewesen ist – geborenen Philosophen. Das sogenannte Instrumentalisierungsverbot wird in allen möglichen ethischen

Italienische Philosophen nehmen Stellung zum grünen EU-Impfpass

Ärzte, Pfleger, Juristen, Politikwissenschaftler, andere Sozialwissenschaftler, Philosophen und besonders ihre Berufsverbände – sie alle wären aufgrund einer Berufsethik (die sie haben sollten, aber anscheinend nicht immer haben) besonders dazu aufgerufen, kritisch zu Politiken Stellung zu nehmen, die sich dessen, was Kelman „environmental manipulation“ nennt, bedienen und die Gesellschaft in verschiedene Grade von Bürgern aufteilen. Aber kritische

Geburtenverbot in Industriestaaten?

Ethische Probleme zeichnen sich dadurch aus, dass sie zum einen menschengemacht sind, zum anderen viel Stoff für Streit bieten, seltsamerweise, denn dass man anderen Lebewesen kein Leid zufügen darf, sollte eigentlich klar sein, dass man nicht lügen und betrügen kann und dennoch denken, man sei ein richtig toller Mensch, ebenfalls, dass man nicht auf Kosten

Der Deutschen Angst vor Freiheit

Freiheit ist die Abwesenheit von Zwang. Bei den meisten Philosophen ist dies der Kern ihrer jeweiligen Bestimmung von Freiheit. Ayn Rand definiert Freiheit konkret als Abwesenheit von physischem Zwang. John Stuart Mill ist ein wenig ausführlicher, wenn er Freiheit als Möglichkeit definiert, nach dem eigenen Willen zu handeln. Immanuel Kant ist wie so oft der

Pyrrho’s Anleitung zum Glücklichsein

Nein, nicht der mit dem Sieg. Der hieß Pyrrhus. Pyrrho, der Skeptiker, der von 365 bis 270 in Elis gelebt hat. Nicht rückwärts. Vor Christus. Pyrrho war ein wirklicher, wenn man den Erzählungen glauben kann, Skeptiker. Glauben Sie nichts, so sein Credo. Nichts ist sicher. Alles kann man bezweifeln. Lassen Sie sich auf nichts ein.

Der Wert eines Menschenlebens [ScienceFiles-Experiment]

Moralische Dilemmata sind eines der liebsten Felder mancher Philosophen und Psychologen, denn mit ihnen lässt sich viel Information über die Prämissen, unter denen Menschen handeln und Gesellschaften funktionieren, gewinnen. Dies obwohl wir in einer Zeit der moralischen Leichtigkeit leben, in der es vor allem unter Akademikern schick geworden ist, moralische Fragen als etwas anzusehen, was

Akademischer Morgenthau-Plan: Intellektueller Kahlschlag an deutschen Universitäten

Gestern haben wir uns wieder einmal mit den in Deutschland endemisch werdenden Fehlschlüssen befasst. Fehlschlüsse sind ein Ergebnis mangelhaften Denkens, meist der Unfähigkeit, logisch zu denken. Aber nicht nur im Alltag wird logisches Denken seltener, werden Fehlschlüsse häufiger, auch an Universitäten verbreiten sich die Unfähigkeit, ein wissenschaftliches Argument zu machen, die Unfähigkeit, zwei Variablen logisch

Der eindimensionale Mensch: Invasion linker Zombies

Als Herbert Marcuse 1964 sein Buch „Der eindimensionale Mensch“ [One Dimensional Man] veröffentlicht hat, war das Buch zunächst ein eindrückliches Zeugnis von Marcuses Fehlrezeption dessen, was er als Positivismus erkannt zu haben glaubte. Davon ausgehend bestand Marcuses Hauptanliegen darin, die Beschreibung oder Analyse empirischer Fakten mit der Bewertung der Fakten oder Analyse der Fakten zu

Altruismus ist ein (modernes) Unterdrückungsmittel

Verzicht und Solidarität sind wohl die beiden Forderungen, die Gesellschaften, die sich für modern halten, am meisten auszeichnen. Verzicht wird in vielerlei Hinsicht gefordert: Man soll auf sein Auto verzichten, auf Egoismus, auf Meinungen und Verhaltensweisen, die gerade nicht politisch-korrekt sind uvm. Solidarität wird immer dann gefordert, wenn eine gesellschaftliche Gruppe auf Kosten einer anderen

Heiko Maas und Philosophie: Zwei Welten, nichts Gemeinsames

Heiko Maas twittert wieder. Dieses Mal hat er eine philosophische Erkenntnis getwittert, die ihm wohl auf der Toilette gekommen ist: Wir sind zwar nicht alle gleich, aber alle gleich viel wert. #Gleichbehandlung sichert #Zusammhalt und #Vielfalt. #AGG10 — Heiko Maas (@HeikoMaas) September 27, 2016   Wir sind zwar nicht alle gleich. Aber wir sind alle

Kopf ab … Geste: DFB macht sich politisch-korrekt lächerlich

Für Studenten der Philosophie, die sich mit Erkenntnislehre beschäftigen oder für Studenten der Wissenschaftstheorie, sofern Wissenschaftstheorie noch irgendwo gelehrt wird (im Zeitalter der wie-es-mir-vorkommt-Travestie auf Wissenschaft ist es eher unwahrscheinlich, dass Wissenschaftstheorie noch Gegenstand universitärer Lehre ist), gibt es oft einen Punkt der Erkenntnis, an dem es “klick” macht, an dem das Problem, das zuweilen als Leib-Seele-Problem beschrieben

Deutsche Absurdität: Demokratie ohne Meinungsfreiheit

Politische Aktivisten und viele der politischen Darsteller, die politische Ämter innehaben oder darum konkurrieren, sie haben ein neues Hobby: Die Herstellung der Einheitsmeinung. Die Einheitsmeinung, das ist die erlaubte Meinung. Was gerade erlaubte Meinung ist, ist eine Frage des Zeitgeistes. Derzeit sind Aussagen, die von wem auch immer und warum auch immer als Hassaussagen oder Hetze deklariert werden, nicht im

Der Wert eines Menschen

Was macht eigentlich den Menschen zum Menschen? Was macht sein Menschsein, seinen Wert aus? Haben alle Menschen den gleichen Wert, sind somit gleichwertig? Wenn ja, wieso gibt es dann Gesellschaften, deren Mitglieder danach streben, sich von anderen zu differenzieren? Sind alle Menschen gleich? Wieso formulieren dann manche Menschen Regeln, die für alle Menschen gelten sollen? Ist man als

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