Tag: Philosophie

Pyrrho’s Anleitung zum Glücklichsein

Nein, nicht der mit dem Sieg. Der hieß Pyrrhus. Pyrrho, der Skeptiker, der von 365 bis 270 in Elis gelebt hat. Nicht rückwärts. Vor Christus. Pyrrho war ein wirklicher, wenn man den Erzählungen glauben kann, Skeptiker. Glauben Sie nichts, so sein Credo. Nichts ist sicher. Alles kann man bezweifeln. Lassen Sie sich auf nichts ein.

Der Wert eines Menschenlebens [ScienceFiles-Experiment]

Moralische Dilemmata sind eines der liebsten Felder mancher Philosophen und Psychologen, denn mit ihnen lässt sich viel Information über die Prämissen, unter denen Menschen handeln und Gesellschaften funktionieren, gewinnen. Dies obwohl wir in einer Zeit der moralischen Leichtigkeit leben, in der es vor allem unter Akademikern schick geworden ist, moralische Fragen als etwas anzusehen, was

Akademischer Morgenthau-Plan: Intellektueller Kahlschlag an deutschen Universitäten

Gestern haben wir uns wieder einmal mit den in Deutschland endemisch werdenden Fehlschlüssen befasst. Fehlschlüsse sind ein Ergebnis mangelhaften Denkens, meist der Unfähigkeit, logisch zu denken. Aber nicht nur im Alltag wird logisches Denken seltener, werden Fehlschlüsse häufiger, auch an Universitäten verbreiten sich die Unfähigkeit, ein wissenschaftliches Argument zu machen, die Unfähigkeit, zwei Variablen logisch

Der eindimensionale Mensch: Invasion linker Zombies

Als Herbert Marcuse 1964 sein Buch „Der eindimensionale Mensch“ [One Dimensional Man] veröffentlicht hat, war das Buch zunächst ein eindrückliches Zeugnis von Marcuses Fehlrezeption dessen, was er als Positivismus erkannt zu haben glaubte. Davon ausgehend bestand Marcuses Hauptanliegen darin, die Beschreibung oder Analyse empirischer Fakten mit der Bewertung der Fakten oder Analyse der Fakten zu

Altruismus ist ein (modernes) Unterdrückungsmittel

Verzicht und Solidarität sind wohl die beiden Forderungen, die Gesellschaften, die sich für modern halten, am meisten auszeichnen. Verzicht wird in vielerlei Hinsicht gefordert: Man soll auf sein Auto verzichten, auf Egoismus, auf Meinungen und Verhaltensweisen, die gerade nicht politisch-korrekt sind uvm. Solidarität wird immer dann gefordert, wenn eine gesellschaftliche Gruppe auf Kosten einer anderen

Heiko Maas und Philosophie: Zwei Welten, nichts Gemeinsames

Heiko Maas twittert wieder. Dieses Mal hat er eine philosophische Erkenntnis getwittert, die ihm wohl auf der Toilette gekommen ist: Wir sind zwar nicht alle gleich, aber alle gleich viel wert. #Gleichbehandlung sichert #Zusammhalt und #Vielfalt. #AGG10 — Heiko Maas (@HeikoMaas) September 27, 2016   Wir sind zwar nicht alle gleich. Aber wir sind alle

Kopf ab … Geste: DFB macht sich politisch-korrekt lächerlich

Für Studenten der Philosophie, die sich mit Erkenntnislehre beschäftigen oder für Studenten der Wissenschaftstheorie, sofern Wissenschaftstheorie noch irgendwo gelehrt wird (im Zeitalter der wie-es-mir-vorkommt-Travestie auf Wissenschaft ist es eher unwahrscheinlich, dass Wissenschaftstheorie noch Gegenstand universitärer Lehre ist), gibt es oft einen Punkt der Erkenntnis, an dem es “klick” macht, an dem das Problem, das zuweilen als Leib-Seele-Problem beschrieben

Deutsche Absurdität: Demokratie ohne Meinungsfreiheit

Politische Aktivisten und viele der politischen Darsteller, die politische Ämter innehaben oder darum konkurrieren, sie haben ein neues Hobby: Die Herstellung der Einheitsmeinung. Die Einheitsmeinung, das ist die erlaubte Meinung. Was gerade erlaubte Meinung ist, ist eine Frage des Zeitgeistes. Derzeit sind Aussagen, die von wem auch immer und warum auch immer als Hassaussagen oder Hetze deklariert werden, nicht im

Der Wert eines Menschen

Was macht eigentlich den Menschen zum Menschen? Was macht sein Menschsein, seinen Wert aus? Haben alle Menschen den gleichen Wert, sind somit gleichwertig? Wenn ja, wieso gibt es dann Gesellschaften, deren Mitglieder danach streben, sich von anderen zu differenzieren? Sind alle Menschen gleich? Wieso formulieren dann manche Menschen Regeln, die für alle Menschen gelten sollen? Ist man als

Was den Mensch zum Menschen macht: Philosophie zum Wochenende

Viele Philosophen haben sich mit der Frage beschäftigt, was den Mensch zum Menschen macht, was ihn als Mensch auszeichnet. Kaum einer hat es so systematisch getan, wie Thomas Hobbes. Hobbes hat in seinem Leviathan ein System entwickelt, dessen Reiz man sich nur schwer entziehen kann, wenn man es denn überhaupt will. Alles beginnt mit Bewegung. Bewegung

Sozialpaternalismus: Herrschaft durch Entmündigung

Sozialpaternalismus ist eine Wortschöpfung, die ich gerade vorgenommen habe. Ja, und wo ich gerade dabei bin, den Begriff zu reklamieren, muss ich einräumen, dass ich zu schnell gewesen bin, mit meinem Innovations-Anspruch: Eine Suche in Google Scholar bringt für Deutschland immerhin 31 Einträge, eine Suche nach dem englischen Korrespondenten “social paternalism” erbingt immerhin 421 Einträge.
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