Unsinn der Woche: Diebstahl an der Gemeinschaft

Frank Wehrheim, ehemaliger Steuerfahnder für die hessische Landesfinanzverwaltung, der zwischenzeitlich das Metier gewechselt hat und nunmehr seine Erfahrungen in Buchform vertreibt, hat in der ARD ein bemerkenswertes Interview gegeben. Gegenstand des Interviews ist Uli Hoeneß, der Präsident des FC Bayern München, der eine Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung erstattet hat. Soweit so gut.

LamnekIFangen wir bei der kriminologischen Forschung oder der Analyse devianten und delinquenten Verhaltens an. Generationen von Kriminologen haben sich bemüht, Kriminalität als normales Verhalten normaler Menschen zu erklären, um von den Erbgut und anthropologischen Kategorien wegzukommen, die Kriminalität als vererbte Eigenschaft von Menschen, die manche haben und andere nicht oder als Ergebnis der Physiognomie von Menschen beschrieben haben. Kriminalität ist normal, so hat Hans Haferkamp in den 1970er Jahren geschrieben, und vor ihm haben Soziologen wie Robert K. Merton und Edwin K. Sutherland auf die sozialen und situativen Grundlagen von Kriminalität verwiesen und somit kriminelles Handeln als rationale Wahl in einer entsprechenden Situation bei entsprechenden Präferenzen erklärt. Die damals begründeten Ideen finden sich heute in allen gängigen Ansätzen der Kriminologie, im Broken Windows Approach von Wilson und Kelling (1982) ebenso wie in den Hot Spots von Marcus Felson (2002) oder dem Reasoning Criminal von Cornish und Clarke (1989).

Und dann kommt Frank Wehrheim, selbsternannter Experte für die Erklärung von Steuerhinterziehung und gibt ein Interview, das hinter alles, was erarbeitet wurde, zurückfällt.

Ich habe das Interview, in dem Uli Hoeneß, der Steuerhinterzieher, öffentlich an den Pranger gestellt wird, oben als bemerkenswert bezeichnet. Ich will hier spezifizieren, warum ich es für bemerkenswert halte:

  • Bemerkenswert ist die Nonchallance, mit der über Dinge spekuliert wird, die niemand weiß, immer unter der Prämisse, dass Uli Hoeneß ein ganz Böser ist, der durch die Welt läuft, um andere zu schädigen.
  • Noch bemerkenswerter ist, dass da ernsthaft jemand den Mund aufmacht und behauptet, Uli Hoeneß habe sich an “der Gemeinschaft” vergangen.

LamnekIIDoch der Reihe nach. Uli Hoeneß hat gesagt, er habe keine Kapitalertragssteuer auf sein in der Schweiz deponiertes Vermögen gezahlt. Das ist, was wir bislang genau wissen. Und ginge es darum, selbst Uli Hoeneß mit Respekt und als normalen Bürger zu behandeln, es hätte damit sein Bewenden. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, Uli Hoeneß zum “Dieb an der Gemeinschaft” aufzubauen, und deshalb wird wild spekuliert: “Das kann ich mir auch in diesem Fall vorstellen”, so sagt Herr Wehrheim. “Es kann allerdings auch so sein”, fügt er einige Zeilen weiter hinzu. “Einige bedienen sich fiktiver Geschäftsverbindungen”, weiß er wieder ein paar Zeilen weiter. Alle Spekulationen, die Herr Wehrheim anstellt, sind ausschließlich negativer Natur. Er spekuliert nicht, dass Uli Hoeneß sich vielleicht vertan hat. Er spekuliert nicht, dass etwas vergessen worden sein könnte. Er spekuliert nicht, dass es vielleicht eine Form der Notwehr gegen einen übereifrigen Staat ist, die Menschen dazu veranlasst, ihr Geld vor diesem Staat in Sicherheit zu bringen. Nein, die Welt von Herrn Wehrheim ist eine einfache. Es gibt Gute, wie ihn, und Böse wie Uli Hoeneß. Und letztere schädigen die Gemeinschaft.

Der nun folgende Teil ist der bemerkenswerteste im gesamten Interview. Er beginnt damit, dass Simone von Stosch, die das Interview für tagesschau.de führt, offensichtlich den Unterschied zwischen einem Psychologen und einem ehemaligen Steuerfahnder nicht kennt. Entsprechend fragt sie:

“Nun hat er offenbar versucht, Steuern zu hinterziehen. Wie beurteilen sie das psychologisch: Was treibt so viele Menschen, die ja genug auf dem Konto haben, zu solchen Aktionen?”

Wehrheim: “In meiner Laufbahn als Steuerfahnder habe ich dies bei allen Berufsgruppen erlebt – und quer durch alle gesellschaftlichen Schichten: bei Ärzten, Politikern, Ministern, sogar bei Finanzbeamten. Wer mehr Geld hat, der verfügt über einen größeren Hebel bei der Hinterziehung, bei dem geht es um höhere Summen. Die Energie, die dahinter steht – nämlich das Geld der Gemeinschaft vorzuenthalten – ist immer die Gleiche. Es scheint so zu sein, dass der Diebstahl an der Gemeinschaft – und nichts anderes ist Steuerhinterziehung – moralisch anders bewertet wird, als wenn man seinen Nachbarn bestiehlt. Die wachsene Gier spielt natürlich auch eine große Rolle.”

Taxes1Ich muss sagen, das ist starker Tobak, an Unsinn kaum zu überbieten, und es stellt die Welt, wie sie ist, auf den Kopf. Diebstahl setzt voraus, dass die Eigentumsrechte eines anderen missachtet und ihm sein Eigentum entwendet wird. Das Geld, das Uli Hoeneß in der Schweiz hat, ist aber nun einmal sein Eigentum. Auf dieses Eigentum von Uli Hoeneß erhebt der deutsche Staat Ansprüche in Form von z.B. Einkommens- und Kapitalertragssteuer. Dass er diese Ansprüche erhebt, macht ihn aber nicht zum Eigentümer. Hätte der gute Herr Wehrheim mit seiner abstrusen Theorie Recht, sein Auto gehörte, kraft der Kfz-Steuer nicht ihm bzw. seiner Leasing-Firma, sondern dem deutschen Staat (bzw. dem Bundesland, in dem er lebt). Das ist offensichtlicher Unsinn. Aber es ist noch nicht alles, denn Wehrheim entblöded sich nicht, eine Entität, “die Gemeinschaft”, zu schaffen und ihr gleich noch Rechte auf das Eigentum von Individuen einzuräumen.

Was soll diese Gemeinschaft sein? Und wie verhält sich “die Gemeinschaft” zu Uli Hoeneß? Ist er Teil der Gemeinschaft? Wenn ja, dann hätte er sich selbst bestohlen, was logisch nicht möglich ist. Ist er aber nicht Teil “der Gemeinschaft”, wie kommt “die Gemeinschaft” dann dazu, von ihm Steuern zu erheben- wofür? Normalerweise sind Steuern dazu gedacht, öffentliche Leistungen zu finanzieren. Sagen wir der Einfachheit halber: Leistungen für die Gemeinschaft. Warum sollte Uli Hoeneß also Leistungen finanzieren, von denen er nichts hat? Die kurze Ausführung zeigt nicht nur die Unsinnigkeit der Rede von “der Gemeinschaft”, sie verweist auch auf einen grundlegenden Irrtum, der Herrn Wehrheim sein Leben lang begleitet zu haben scheint: Steuern sind nichts, was Bürgern oktroyiert wird, sondern etwas, zu dessen Entrichtung sie sich im Austausch für bestimmte Leistungen entschlossen haben. Es ist also genau umgekehrt als Herr Wehrheim denkt: Nicht die Gier der Bürger führt dazu, dass sie “die Gemeinschaft bestehlen”, sondern die Gier des Staates, die sich in der Steuerhöhe niederschlägt, führt dazu, dass Bürger die Steuern als Diebstahl ansehen (und mit Recht) und versuchen, den Schaden den der staatliche Dieb anrichtet, so minimal zu halten wie nur möglich.

laffer-curveWäre Herr Wehrheim nicht nur lausiger Hobby-Psychologie, sondern z.B. auch ein wenig mit ökonomischer Forschung befasst, dann wüsste er, dass das Ausmaß an Steuerhinterziehung eine Funktion von Steuerlegitimation und Steuerhöhe (z.B. in der Laffer-Kurve beschrieben) ist. Je mehr Bürger der Ansicht sind, die Steuern seien unverhältnismäßig hoch, und je mehr sie denken, ihre Steuern würden einer Verwendung zugeführt, die sie nicht unterstützen, desto höher das Ausmaß von Steuerhinterziehung.

Aber dies sind Argumente, die in der wirklichen Welt diskutiert werden, nicht in der schwarz-weiß Welt von Wehrheim, in der der Steuerfahnder einst als Ritter des Guten die Bücher seiner Opfer durchforstet hat und in der ihm die Freude vermutlich ins Gesicht geschrieben war, wenn er ein paar Euro für “seinen Staat” aus dem Fehlen eines Belegs für ein Buch von 25,99 Euro herauspressen konnte. Richtig, ich halte überhaupt nichts von “Bürgern”, die sich zu Bütteln ihres Staates machen und es als ihre Aufgabe ansehen, andere Bürger im Namen ihres Staates zu verfolgen. Ich halte deshalb nichts davon, weil wir genug geschichtliche Beispiele dafür haben, was das Ergebnis derartiger Herrschaftsstrukturen ist.

Und damit komme ich zu dem, was ich am Bedenklichsten finde: Uli Hoeneß wird hier, stellvertretend für alle anderen, die im seit einigen Monaten andauernden ideologischen Krieg gegen Menschen, die lieber keine Steuern zahlen, als die politischen Stiftungen der Parteien und alle politischen Vasallen, die sonst noch auf Kosten der Steuerzahler leben, zu finanzieren, öffentlich hingerichtet. Er wird zum Dieb an der Gemeinschaft stilisiert, und von hier ist es nur ein kurzer Weg zum Schädling an der Gemeinschaft oder zum Volksschädling:

“Der Ausdruck “Volksschädling” erscheint 1920 im Völkischen Beobachter als Bezeichnung für Schieber und Wucherer: ‘Auch heute versagt das öffentliche Recht gegen die gemeinen Volkschädlinge der Schieber und Wucherer'” (Schmitz-Berning, 2007, S.671).

Vok NationalsozialismusOriginalton Wehrheim in der öffentlich-rechtlichen Tagesschau.de, nachdem er Steuerhinterzieher als Diebe an der Gemeinschaft und von Gier getrieben dargestellt hat: “Steuervermeidung hat sich zu einem Sport entwickelt, und es gibt ja mittlerweile ganze Branchen, die Menschen dabei helfen, Steuern zu senken oder Steuern zu vermeiden. Das ist nach deutschem Steuerrecht vielleicht ganz legal”

Auch 100 Jahre nach der Feststellung im Völkischen Beobachter versagt also das Recht, nach Wehrheims Meinung. Und von dieser Feststellung, bis zur nächsten, ist es wiederum nur einen kurzen Schritt:

“Es entspricht dem Grundgedanken des nationalsozialistischen Staates, den Volksschädling und den Saboteur auch dann zu fassen, wenn er es versteht, sich zwischen den Maschen des geschriebenen Rechts hindurchzuwinden (Denkschrift des Preußischen Justizministers über ein künftiges ‘Nationalsozialistisches Strafrecht’, zitiert nach Schmitz-Berning, 2007, S.672).”

Uli Hoeneß hat sich selbst angezeigt und derzeit weiß kaum jemand, ob und in welcher Höhe er tatsächlich Steuern hinterzogen hat. Dennoch wird er in der ARD öffentlich zum Abschuss frei gegeben. Der erste Schritt zur Überwindung des Rechtsstaates ist bereits getan und “gute Bürger” wie Herr Wehrheim, immer zu Diensten, wenn es darum geht, die Sache des Staates zu vertreten, stehen in vorderster Front, um (wieder?) gegen Mitbürger vorzugehen.

P.S.

Es wäre eigentlich die Aufgabe von institutionalisierten Politikwissenschaftlern auf die Parallelen hinzuweisen, wie ich sie im Text aufgezeigt habe. Aber vermutlich sind die entsprechenden Politikwissenschaftler mit so “wichtigen” Dingen wie Gender beschäftigt und merken entsprechend nicht, was um sie herum vorgeht.

Literatur

Cornisch, Derek B. & Clarke, Ronald U. (eds.) (1989). The Reasoning Criminal. Rational Choice Perspectives on Offending. New York: Springer.

Felson, Marcus (2002). Crime and Everyday Life. Thousand Oaks: Sage.

Haferkamp, Hans (1972). Kriminalität ist normal. Zur gesellschaftlichen Reproduktion abweichenden Verhaltens. Stuttgart: Enke.

Merton, Robert K. (1958). Social Theory and Social Structure. Glencoe: Free Press.

Schmitz-Berning, Cornelia (2007). Vokabular des Nationalsozialismus. Berlin: de Gruyter.

Sutherland, Edwin K. (1947). Principles of Criminology. Philadelphia: Lippincott.

Wilson, James Q. & Kelling, George L. (1982). Broken Windows.

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32 Responses to Unsinn der Woche: Diebstahl an der Gemeinschaft

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  2. m1chaelh says:

    Gute Zusammenfassung! Ich verweise darauf!

  3. qed says:

    Das gehört mit zum Besten, was man über den Charakter einer ‘Steuer’ wissen muß!
    Ein wackerer Mitstreiter von ‘eigentümlich frei’ setzt mit einem filigranen Wortflorett noch eins drauf:

    “Dem Autor dieser Zeilen sind übrigens der Fußball im Allgemeinen und Herr Hoeneß im Besonderen gleichgültig. Erprobtermaßen unfähig, einen Hydranten zu überdribbeln, und an der Beobachtung 90-minütiger Laufrituale mehrheitlich schlichter Gemüter mit proletoidem Hintergrund uninteressiert, scheinen mir nur die begleitenden Umstände der kollektiven Aufregung bemerkenswert.

    Mehrere Auffälligkeiten gilt es festzustellen:

    Erstens: Dass es ein illegal beschafftes Beweismittel ist, das nun die Grundlage der Erregung der Berufsbetroffenen bildet, scheint keinen Menschen zu kümmern.

    Zweitens: Dass der Staat ungeniert – für Millionen an Steuergeldern – Diebesgut (wieder einmal einen elektronischen Datenträger) ankauft und damit den Tatbestand der Hehlerei verwirklicht, wird völlig unbekümmert mit dem für den Fiskus positiven Saldo dieses kriminellen Vorgehens gerechtfertigt. Schließlich übertrifft die zu erwartende Beute den für die Konterbande aufgewendeten Preis mutmaßlich bei Weitem.

    Drittens: Dass die staatliche Vollziehung nur auf gesetzlicher Grundlage zu handeln hat (die bekanntlich weder zu Datenklau noch zu Hehlerei berechtigt!), wird im vorliegenden Zusammenhang nirgendwo thematisiert. Der Nachweis für Hans-Hermann Hoppes These, wonach es sich beim Staat um eine kriminelle Organisation handelt, ist jedenfalls – einmal mehr – unzweifelhaft erbracht.

    Viertens: Weshalb man den Nachstellungen einer kriminellen Organisation nicht mit Mitteln der Notwehr (in diesem Fall dem der Steuerflucht) begegnen sollte, würde ein hervorragendes Thema für eine Grundsatzdiskussion hergeben. Der deutsche Ökonom Philipp Bagus meinte dazu launig: „Steuerzahlen ist kein Kavaliersdelikt!“

    Fünftens: Dass diejenigen, die sich derzeit am lautstärksten moralisch empören, durch die Bank entweder Nettosteuerempfänger oder mit der Staatsmacht innig liierte Figuren sind, lässt berechtigte Zweifel daran aufkommen, dass die Kampagne gegen den bösen Steuerhinterzieher frei von handfesten Eigeninteressen gefahren wird. Schließlich geht es – mutmaßlich illegale Vermeidungshandlungen hin oder her – um einen Nettosteuerzahler.”

    So richtig warm ums Herz wird einem hier:

    http://ef-magazin.de/2013/04/22/4169-steuern-alle-gegen-hoeness

  4. Nik says:

    Vielen Dank für diesen überragenden Artikel

  5. Thüringer says:

    Genau, Unsinn dieser Artikel. Entweder die Gesetze gelten für alle oder keinen. Mir kommen
    ja gleich die Tränen bei soviel Ungerechtigkeit ! Könnte noch einiges dazu sagen, lasse ich
    aber, nur soviel, ” Das letzte Hemd hat keine Taschen”! und die angesparten Forderungen
    gegenüber den Banken lösen sich sowieso, dank Mathematik ,in naher Zukunft ,in Luft auf.
    Übrigens die Gesetze die in Zypern angewendet wurden sind in der Schweiz schon seit
    November 2012 in Kraft.

  6. GeorgeVI says:

    Sie haben völlig Recht! Aber selbst wenn Herr Hoeneß Steuern hinterzogen haben sollte, gilt er bis zum Nachweis (s)einer Schuld als unschuldig. Aber nicht einmal die Unschuldsvermutung gilt hierzulande noch etwas; jedenfalls dann nicht, wenn sie nicht ins politische Kalkül passt.
    Und außerdem: Wenn die Gesetze für allen oder keinen gelten (Thüringer), verliert ein Staat vielleicht den Anspruch auf Achtung des Rechts, wenn er es selbst verletzt und mißachtet. (Haftungsgemeinschaft EU) Oder warum sollen sich die Bürger an die Regeln halten, der Staat aber nicht?

    • Thüringer says:

      Werter GeorgeVI, mich interessiert doch nicht ein “Herr Hoeneß, der kann wegen mir
      machen was er will. Mich regen nur Doppelstandarts auf. Recht, Recht haben, Recht
      bekommen, dafür haben schon meine Vorfahren im “Bauernkrieg” gekämpft. Nun und
      der Staat, ja das ist alles eine Frage des Machtmonopols. Über die Haftungsgemeinschaft
      mache ich mir keine Gedanken, das erledigt sich von selbst danach wird das Recht des
      Calibers geschrieben. Über die Auslassungen “Völkischer Beobachter” ec. braucht man
      sich nicht aufzuregen. Da hat nur noch noch der Begriff ” Antis… gefehlt.

  7. Heim Cornelius says:

    Freunde des Anarcho Kapitalismus/Syndikalismus sollten sich die Verwirklichung des selbigen in Albanien, dem Kosovo oder Somalia mit Eigentümern nach Gut dünken besichtigen- meine Wenigkeit lebt lieber in einem Staat mit Regeln, als in einem failed state a la Utopie nach Hans Hermann Hoppe o.ä.

    • Randomguy says:

      Ach wie originell!
      Die Somalia-Keule; das hat man ja noch nie gehört!
      Weder ist Somalia die Idealwelt der AnCaps, noch der Kosovo.
      In Somalia herrschen Warlords und das Land wurde durch den Krieg mit Äthiopien destabilisiert.
      Der Kosovo-Konflikt ist ja auch eher das Resultat eines zu fett gewordenen Superstaats a/k/a UdSSR.
      Sie müssen schon mit einen Argument kommen, das nicht schon eine Fantastilliarde mal benutzt wurde 😉

  8. Heim Cornelius says:

    Was ich an der “österreichischen Schule” nicht ganz nach voll ziehen kann, ist die so genannte “zeitliche Präferenz” des Kapitalgebers für die Gabe seines Geldes in den Umlauf. Wenn ein Mensch wie Warren Buffett beabsichtigt, die Hälfte seines Vermögens freiwillig in den Umlauf zu geben und er anschliessend immer noch genug Vermögen zu seiner Verfügung hat, es bis zu seinem Lebens ende nicht aus geben zu können, was spielen für ihn zeitliche Faktoren da überhaupt eine Rolle…das Konzept erschliesst sich für mich nicht logisch…logisch ist für mich, dass Milliardäre die jenigen Mitglieder unserer Gemeinschaft sind, welche auch mit gewaltigem Abstand die grösste Zeit der Welt haben, ihr gesamtes Leben in Ruhe voraus zu planen.

    • Manfred Sachs says:

      “dass Milliardäre die jenigen Mitglieder unserer Gemeinschaft sind, welche auch mit gewaltigem Abstand die grösste Zeit der Welt haben, ihr gesamtes Leben in Ruhe voraus zu planen.”

      Wenn man davon ausgeht, daß große Vermögen wie Mana vom Himmel fallen und es allein dem Zufall geschuldet ist, ob jemand zum Milliardär oder Habenichts wird, mag dieses sicherlich zutreffend sein…

    • a.behrens says:

      Es ist genau umgekehrt: Ein Millionär plant nicht, er _hat_in_der_Vergangenheit_ geplant, während der arme Hund ziemlich planlos durchs Leben gelaufen ist.

      Bekannte Milliardäre wie Warren Buffet (oder sein Lehrmeister Benjamin Graham) haben ihre Planung sogar als Blaupause in Buchform veröffentlicht. Und die Planung lautet “entweder ich konsumiere mein Einkommen jetzt und habe später nichts oder ich spare und investiere jetzt und habe später ganz viel”.

      Und dieses “jetzt wenig konsumieren und später nix vs. jetzt sparen und später viel” ist die zeitliche Präferenz.

      Und auch mit wenig Geld aber kontinuierlichem Sparen kann man ein sehr großes Vermögen anhäufen. Da: http://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php gibt es einen Onlinerechner um Vermögenschancen zu berechnen. Bei 250,- EUR pro Monat (ungefähr 10% des mittleren Haushaltseinkommens in Deutschland) und 9% Zinsen (3% Dividende und 6% Kurssteigerung p.a.) haben damit die Hälfte aller Haushalte in Deutschland die Chance als Millionäre in die Rente zu gehen. Dummerweise entscheiden sich der typische Haushalt in Deutschland aber dafür in diesen 40 Jahren über 300.000 EUR (Quelle: ADAC) für Autos auszugeben. Dumm gelaufen.

      Daher: Arme Alte leiden nicht unter Armut, sondern unter den Folgen ihres Handelns.

  9. Heim Cornelius says:

    Nun ja, ich denke die “Fantasilliarde” ist eher der Vergleich Kosovo/UDSSR- einen besseren Vergleich sehe ich eher zum heutigen Russland und seiner Oligarchen und eben auch den USA und deren (wie bereits zitierter Herr Buffett) und natürlich unserer Gesellschaft:Wenn sich Frau Schickedanz Gedanken um einen Hartz IV Antrag ob zwölfstelligen Geldbetrages auf ihren Konten macht, ist das für mich schlicht unlogisch. Zeitliche Präferenz her zu leiten aus der Tatsache, dass dies durch Vermögenszusammenballung durch Zins- und Zinseszins effekt zu stande kommt, halte ich ebenso für unlogisch. Ich finde dagegen die Argumente beispiels weise eines Dirk Müller, der seinen Beruf von der Pike auf erlernt hat nach voll zieh barer als alles, was hier geschrieben wird- Stichwort Monetative, Komplentärwährung etc.

  10. Heim Cornelius says:

    Manfred Sachs: Man kann den Satz auch anders formulieren: Wenn man meint, dass die Regeln und das Prinzip des Monopoly kein Zufallsprodukt, sondern Lebenswirklichkeit der menschlichen Gemeinschft ist, ist dies ein individuelles Mana.

  11. Heim Cornelius says:

    a.behrens: Ins besondere beim letzten Satz möchte ich auf die bis herigen wissenschaftlichen Ergebnisse von Professor Gerold Hüther hin weisen: Der Mensch wird als soziales Wesen geboren, alles andere wird von Erziehern,Lehrern, Aufsichtspersonen etc. bereits in früher Kindheit an konditioniert.

    • Wow, Herr Hüther hat also wissenschaftlich gezeigt, dass Menschen soziale Wesen sind. Das ist ja sensationell. Ich hoffe, Sie können uns mit einem Beleg für die Ergebnisse von Herrn Hüther versehen. Solch revolutionärer Erkenntnis (nicht einmal Aristoteles, von dem die Behauptung, Menschen seien soziale Wesen stammt, hat sie belegen können) muss ich natürlich einen blogpost widmen.

      • a.behrens says:

        @Herrn Klein: “muss”? Haben Sie schon: http://sciencefiles.org/2012/07/10/sind-menschen-soziale-wesen/

        @Heim Cornelius: Ich habe sicherheitshalber nachgeschlagen was ‘sozial’ bedeutet. Und muss daher aufrichtig bezweifeln, dass Menschen sozial sind. Ich sehe die Aussage ‘Mensch als soziales Wesen’ eher als religiöses Glaubensbekenntnis an, über 2000 Jahre verkündet von der christlichen Kirche und benutzt zur ökonomischen Ausbeutung von Fleißigen und Klugen sowie zur Manipulation und Unterdrückung von nach Freiheit und Erkenntnis Strebenden. Anschließend dankbar übernommen von einer neuen Gruppen von Ausbeutern und Dieben, die sich verlogen als ‘Sozialisten’ oder gar ‘Kommunisten’ bezeichnen, aber in Wahrheit Wasser predigen und Wein trinken. Beweis: Es gibt eine verblüffende Anzahl von Millionären in der französischen Regierung. Menschen die sich nicht scheuen von anderen “Opfer an die Gemeinschaft” zu verlangen, selbst ihr Vermögen aber nicht teilen wollen. Es gibt Menschen wie Sahra Wagenknecht, die über ein erhebliches, nicht selbst erarbeitetes Vermögen verfügen, zum Frühstück Champanger trinken und Kaviar lieben, von anderen Opfer verlangen aber nicht bereit sind es selbst zu geben.

        Ich habe in den letzten 20 Berufsjahren einen siebenstelligen Betrag ans Finanzamt überwiesen (und vorn steht keine ‘1’). Erarbeitet in bis zu 80 Wochenstunden Arbeit. Das war mein Beitrag zur Gemeinschaft. Jetzt bitte ich Sie, wo Sie doch ein so soziales Wesen sind, zu erklären, wie denn Ihr Beitrag zur Gemeinschaft ausgesehen hat!

        Mein Jüngster geht auf eine Waldorfschule (nein, er kann seinen Namen noch nicht tanzen, dafür lernt er aber stricken, nähen, sähen und ernten, schmieden, zimmern, maurer, weben, zeichnen, rechnen, denken und vor allem Selbstverantwortung). Ein Kernpunkt von Waldorfschulen ist die Erwartung an Eltern zur Mitarbeit an der Schule, etwa beim Renovieren von Räumen oder der Beschaffung von Unterrichtsmaterialen. Beim letzten Eltern-Arbeitstag war es für mich verblüffend zu sehen, wer da alles kam: Die Kapitalistenschweine. Die unsozialen Egoisten. Die kamen in die Schule um unentgeltlich für bessere Bildungsmöglichkeiten der Kinder dieser Schule zu arbeiten. Die Menschen mit engem Terminkalender kamen am Samstag um diese Welt besser zu machen. Interessant auch wer nicht kam: H4ler (die es auch an der Waldorfschule gibt, der Monatsbeitrag wird über höhere Beträge der ‘Reichen’ getragen).

        Daher noch mal: Nach meiner Beobachtung wird ‘sozial’ iSv ‘altruistisch’ von Menschen gefordert, die selbst eher nehmen als geben. Und Egoismus wird nach meinen Beobachtungen von Menschen favoritisiert, die bereit sind viel geben. Ihr ‘sozial’ ist eine Lüge um Menschen moralisch zu manipulieren und um Menschen um die Früchte ihrer Schaffenskraft zu berauben.

        Übrigens: Die Motivation der Eltern in meiner Waldorfschulen war keineswegs sozial, sondern zutiefst egoistisch. Alle Eltern haben für bessere Bildung ihrer eigenen Kinder gearbeitet.

        Um wirklich ‘sozial’ zu sein, muss ein Mensch egoistisch und ökonomisch denken. Denn wirklich ausgiebig egoistisch (also Eigennutz optimierend) kann ein Mensch erst sein, wenn er anderen etwas so wertvolles gibt, dass die bereit sind dafür zu arbeiten.

  12. Matthias says:

    Quelle (24.04.2013): http://www.br.de/nachrichten/georg-schmid-ehefrau-beschaeftigung-100.html

    “Besonders in der Kritik ist CSU-Fraktionschef Georg Schmid. Er hat seine Frau 23 Jahre lang beschäftigt und ihr bis zu 5.500 Euro monatlich bezahlt. “Es war rechtlich korrekt”, betont Schmid unermüdlich. Trotzdem hat er seiner Frau inzwischen gekündigt. Schmid hat das nur widerwillig getan wegen der “unsachlichen öffentlichen Diskussion”.”

    Hm, wenn sowas rechtlich in Ordnung ist, kann man ja nix sagen. Die Abgeordneten wissen ja schließlich welche Gesetze den Bürgern helfen und diese schützen. Und 5500 Euro Netto pro Monat für eine Sekretärin ist ja auch nur etwa doppelt soviel, wie das was “normale” Sekretärinnen verdienen. Von Bereicherung oder “Diebstahl an der Gesellschaft” kann bei etwas mehr eine 1000000 Euro in 23 Jahren in keinem Fall gesprochen werden. Und das er seine Frau gekündigt hat, steht in keinem Zusammenhang mit einem schlechten Gewissen oder dem unangenehmen Gefühl erwischt worden zu sein. Aber zurück zum Thema: Steuerhinterzieher wie Hoeneß, buuhu, das sind richtig böse Menschen! Pfui!

  13. m.zieger says:

    Der Artikel 14 des GG beschreibt das Grundrecht auf Eigentum und der Artikel 19 Absatz verpflichtet jedes nachfolgende Gesetz das Grundrechte beschneidet zur Zitierpflicht.
    Da das Steuerrecht basierend auf der Abgabenordnung wohl augenscheinlich in Artikel 14 GG eingreift wäre die Abgabenordnung nur rechtlich wirksam wenn sie diesen Einschnitt in Artikel 14 pflichtgemäß dokumentiert. Nun die Suche danach in der Abgabenordnung wird wohl ergebnislos verlaufen.

  14. Heim Cornelius says:

    Michael Klein- Das mit Aristoteles haben sie sicher ernst gemeint. Es spricht schon für sich, einen Philosophen der Antike mit einem modernen Neurowissenschaftler unserer Zeit in einem Zusammenhang zu nennen, da erspare ich mir obsoleter weise jede Fussnote.
    a. behrens- Es ist sehr positiv, dass sie ihren Filius in die Waldorfschule gegeben haben und in Sachen Hummer Essen und mit Pelzmantel Wahlkampf für eine Umverteilungspartei zu machen sind wir in unserer Meinung kongruent. Ich stimme ihnen eben so zu, dass eine gesunde Portion Egoismus immer mit zum Leben dazu gehören sollte. Ich mache den Nutzern unseres der zeitigen Systems auch überhaupt keinen Vorwurf, sie benutzen die Möglichkeiten, die sie vor finden. Es gibt aber immer auch die Möglichkeit, die Stell Schrauben zum Vorteil einer Gesellschaft bzw. Gemeinschaft zu verändern und hier bin ich wie bereits zitiert, den Gedanken von z.B. Dirk Müller als fachausgebildeten Geldjongleur in Sachen möglicher Vollgeldschöpfung durch das Finanzministerium (beispiels weise auch die Green backs der Kolonialzeit sowie später Abraham Lincolns), welche in ähnlicher Form auch heute noch über aus erfolgreich in North Dakota als einzigem schulden freien US-Bundesstaat praktiziert wird. Ellen Hodgson Brown hat ein sehr gutes Buch dazu verfasst (Der Dollar Crash) und der Film “The secret of oz” (deutsch bei youtube)von Bill Still ist auch eine sehr gute Doku zum Thema. Die Idee einer voll ständigen Geld- und Bodenreform für das 21.Jahrhundert finde ich von der “Wissensmanufaktur” des Ex-Unternehmers Andreas Popp in Ansätzen ganz gut auf gearbeitet. Der Finanzfachmann Günter Hannich geht in seinen Auffassungen über das Wesen des Menschen in ihre Richtung, die geld politischen Ideen gehen in Richtung “Wissensmanufaktur”.
    Auch Scholl-Latour als einer, der fast die ganze Welt gesehen hat, teilt ihre düsteren Ansichten über den Menschen an sich, ob schon er einer meiner Lieblings Sachbuch Autoren ist.
    Ich möchte jetzt einige Beispiele an führen, dass dies eben nicht (immer) der Fall ist: Beispielsweise John Perkins hat seinem früheren Leben als Finanzattentäter für immer ab geschworen und bemüht sich so gut es geht, die Menschen in den ehemaligen überfallenen Ländern über unser der zeitiges Finanz system auf zu klären und arbeitet sein früheres Leben in sehr guten Sachbüchern auf. “Bekenntnisse eines Economic Hitman” als eines der bekannteren Werke wird ihnen sicher ein Begriff sein. Mordechai Vanunu, zu nächst leidenschaftlicher Nukleartechniker, empfand es mit der Zeit als eine Zumutung, mit an zu sehen, wie sein Land sich als einziges in einer bis her atomwaffen freien Zone zur nun mehr viert stärksten Atommacht der Welt entwickelt hat. Julien Assange, zu nächst eifriger Mathematik Student, sah es als bald als seine Pflicht an, seine Programmier Erfahrungen dazu zu benutzen, Ungerechtigkeiten und Missstände, welche im Namen von Staaten begangen werden, schonungs los auf zu decken. Diese Liste ist beliebig erweiter bar. Was ich damit aus zu drücken versuche ist, der Mensch an sich will in erster Linie aus tiefstem Gefühl und Überzeugung etwas geben, nichts nehmen wie sie es beschrieben. Als absolute Negativ Beispiele seien etwa Hitler und Stalin zu nennen, die nichts als Hass und Vernichtungswillen zu geben imstande waren. Ich halte den Impetus, der Mensch als sozial empfindendes Wesen sei nur passiver Nehmer für zu kurz gegriffen.

    • Das mit Aristoteles haben sie sicher ernst gemeint. Es spricht schon für sich, einen Philosophen der Antike mit einem modernen Neurowissenschaftler unserer Zeit in einem Zusammenhang zu nennen, da erspare ich mir obsoleter weise jede Fussnote.

      Denken Sie, dass Sie mich auf diese Weise darüber hinwegtäuschen können, dass Sie keinerlei Belege für die Erkenntnisse des “modernen Naturwissenschaftlers” gebracht haben? Ich habe Aristoteles genannt, weil dieser ganze Sozialunsinn von Aristoteles stammt, den ich in anderen Zusammenhängen sehr schätze, aber eben nicht in seiner Naturphilosophie.

      Die Frage, wie Herr Hüther “das Soziale”, das ja offensichtlich per Geburt vererbt wird, weil man ja “sozial geboren” wird, ist also immer noch offen und dass jemand so etwas sagt, dass man “sozial geboren” wird macht mich eher schaudern und stellt bei mir die Frage, ob Sie Herrn Hüther falsch darstellen oder ob er schlicht kein ernstzunehmender Wissenschaftler ist, sondern ein Phlogiston-Jäger, wobei JJ Becher immerhin eine Hypothese hatte, wegen der er von der Existenz von Phlogiston ausgegangen ist. Ich warte also immer noch auf den Verweis auf Hüter und die entsprechenden Belege für die soziale Geburt…

  15. Heim Cornelius says:

    Michael Klein-Es ist schon wirklich bezeichnend, dass sie den letzten eingestellten Kommentar meiner seits nicht “moderiert” haben.Somit schliesse ich daraus, dass sie hier “das Sagen” haben. Noch einmal: Pseudowissenschaft und antike Philosophen in einem Atemzug mit moderner Neurowissenschaft zu nennen ist schlicht unsachlich ihrer seits.
    Rührend fand ich da gegen ihre Intention, auf ihrer Reise durch die virtuelle Welt des Netzes wie ein störrischer Bub ob allen per Mausklick verfügbaren Informationen an die Hand genommen werden zu wollen. Das passt so gar nicht zu ihrer Ummantelung eines anarchichen Syndikalisten, nur mal so neben bei. Schluss endlich verabschiede ich mich von ihnen in dem Wissen, dass die “Österreicher” niemals die Menschen für sich gewinnen werden, denn mittler weile gibt es eine welt weite kollektive Erinnerung an ihre bis herigen “Werke”. Hayek wird auch heute noch zu mindest in Latein Amerika wahr genommen als der jenige, welcher voller Enthusiasmus u.a. die “Reformen” des Augusto Pinochet aber auch anderer von ihm und seinem Protege USA unterstützten Militärdiktaturen direkt vor Ort regelmässig in Augen schein genommen hat. Somit hat er seinen eigenen Ideen damit den grössten Bärendienst erwiesen.

    • Sie haben Recht, le blog c’est moi, und ich nehme mir tatsächlich das Recht, manche Kommentare erst dann zu moderieren, wenn ich Lust dazu habe.

      Unlust, Kommentare zu moderieren, befällt mich immer dann, wenn ich es mit Kommentatoren zu tun habe, die Unmengen von Behauptungen aufstellen und denken, andere würden ihnen glauben, weil sie es geschrieben haben. Noch größere Unlust befällt mich, wenn politisch-korrekt langweiliger Blödsinn geäußert wird, wie man dürfe Aristoteles nicht mit Neurowissenschaftlern in einem Atemzug nennen. Und kaum mehr zu steigern ist diese Unlust, wenn auch nach widerholter Nachfrage Sie nicht in der Lage sind auch nur einen Beleg für Ihre Tirade von Behauptungen vorzutragen. Ich kenne nach Ihren bisherigen Kommentaren Ihre Vorlieben, weiß um Ihre Empfindlichkeiten und vor allem weiß ich, was Sie nicht mögen. Aber: Nichts davon interessiert mich. Ich bin an Argumenten, an verwertbarem Wissen interessiert. Und deshalb noch einmal die Frage. Wo behauptet der von Ihnen zitierte Herr Hüther, dass man als soziales Wesen geboren werden? Ich werde Ihren nächsten Kommentar, so es ihn gibt, genau dann freischalten, wenn diese Frage beantwortet ist, damit ich wenigstens minimalen Erkenntnisgewinn aus diesem drögen Abklatsch hatte und falls Herr Hüther tatsächlich den Unsinn behauptet hat, den Sie vorbringen, dann können Sie sicher sein, dass ich ihm einen Unsinn der Woche spendieren werde. Und bitte verschonen Sie mich mit ihren unfundierten Tiraden über “die Österreicher”, von denen Sie offensichtlich nur wissen, dass sie “Österreicher” waren (auch nicht alle, übrigens, aber das nur am Rande). Ich weiß, es ist bei der Pflege von Feindbildern hinderlich, wenn man sich mit der Realität beschäftigt, aber manchmal hat man richtig Erkenntnis, wenn man das tut.

  16. Heim Cornelius says:

    Troll Dich!

    Zuweilen reicht es selbst mir.

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