Gender-Netzwerke – Absahner mit Geschlecht

von Dr. habil. Heike Diefenbach und Michael Klein

neuroticismGelegentlich, wenn wir beim Abendessen oder beim Frühstück sitzen, sinnieren wir darüber, was Historiker und Wissenschaftler wohl in 200, 300 Jahren über den Beginn des 21. Jahrhunderts zu sagen haben werden. Wird das 21. Jahrhundert als Jahrhundert der Geschlechts-Neurose in die Geschichte eingehen; als Jahrhundert, in dem es möglich war, mit abstrusen Behauptungen ein Auskommen zu erzielen; Behauptungen wie: Wenn man mehr Frauen zu was auch immer hinzufügt, dann steigt die Qualität oder Behauptungen wie: Wenn an irgendwas weniger Frauen beteiligt sind, dann ist das Diskriminierung, wobei beide konditionalen Aussagen nur dann zutreffen, wenn es sich um lukrative Etwase handelt?

Genderismus ist ein so offensichtlicher Versuch, mit Unsinn Geld zu verdienen, sich mit wilden und absurden Behauptungen ein Auskommen zu sichern, dass man sich verwundert die Augen darüber reiben muss, wie reibungslos das Ganze funktioniert.

Wikimedia-diversityNehmen wir das gestrige Beispiel der Wikipedia. Wikipedia lebt davon, dass viele Freiwillige ohne Bezahlung an etwas Gemeinsamem, der Wikipedia arbeiten. Weil die vielen Freiwilligen bei Wikipedia etwas geschaffen haben, ist es der Wikimedia als Träger der deutschsprachigen Wikipedia leicht möglich, Spenden einzuwerben, damit den Freiwilligen, die bei Wikipedia die Editierarbeit machen, auch die technischen Möglichkeiten geboten werden, um die entsprechende Arbeit zu machen. Spender spenden, weil ihnen die Arbeit der freiwilligen Texter bei Wikipedia unterstützenswert erscheint, die freiwilligen Texter arbeiten an Wikipedia, weil sie – manche von ihnen – von der Idee einer gemeinsamen Enzyklopädie begeistert sind, und die Wikimedia nutzt beide Gruppen schamlos aus, um ihr eigenes Süppchen zu kochen, um z.B. 80.000 Euro aus Spendengeldern für Gender-Diversity aus dem Fenster zu werfen.

Wie immer, wenn es Geld zu zweckentfremden geht, sind Gender-Netzwerke und ihre Aktivisten sofort zur Stelle. Wenn es darum geht, irgendwo einen lukrativen Frauennachteil festzustellen, zu korrigieren oder zu beklagen, sind Gender-Profiteurinnen nicht weit. Dann schwärmen sie aus und erstellen die immer selben nichtssagenden Papiere, in denen die immerselbe Behauptung steht, dass nämlich mehr Frauen das Allheilmittel für alles sind und es deshalb notwendig sei, Bewusstsein zu schaffen und vor allem Hilfsangebote, die auf Frauen zugeschnitten sind, bereitzustellen, HIlfsangebote, die – wie könnte es anders sein – von Gender-Profiteurinnen bereit gestellt werden. Und so reicht eine unbelegte und noch dazu abstruse Behauptung, nach der gilt, dass je mehr Frauen, in einem Brei rühren, desto bekömmlicher der Brei wird, aus, um ein ganzes Netzwerk zu unterhalten, um Gender-Aktivisten ein Auskommen zu schaffen.

ESFDies ist nicht nur bei Wikipedia so. Nicht nur bei Wikipedia werden Finanzmittel zweckentfremdet, um die Gender-Horden zu finanzieren. Wir haben auf ScienceFiles bereits von der Zweckentfremdung von Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) berichtet. Eigentlich dient der ESF dazu, Regionen, die wirtschaftlich hinterher hinken, Mittel bereit zustellen, damit sie den Anschluss an die Frontrunner schaffen, indem z.B. Infrastruktur verbessert wird oder Arbeitnehmer besser qualifiziert werden. Aber nicht nur in Deutschland werden die Mittel des ESF zweckentfremdet, um ein Frauencafé oder Frauenhäuser zu finanzieren. Strukturelle Hilfen, die gedacht sind, um eine Region wirtschaftlich attraktiver zu machen, werden dazu benutzt, um Gender-Aktivisten Pöstchen in unnötigen Frauenhäusern oder in Frauencafés zu verschaffen und somit eine Infrastruktur zu unterhalten, die mit Sicherheit nicht zur wirtschaftlichen Besserstellung der entsprechenden Region beiträgt.

ProfessorrinnenprogrammUnd weil die Spendengelder bei Wikipedia und die Millionen aus dem ESF nicht ausreichen, um die immer zahlreicher werdenden Gender-Nutznießer zu füttern, hat die Gender-Industrie ihre Absahner-Methode nunmehr auch in Universitäten implementiert. Mit Hilfe des Professorinnenprogramms werden einerseits Männer von Bewerbungen auf Professuren ausgeschlossen, andererseits sogenannte Vorzugsprofessuren geschaffen. Vorzugsprofessur ein Euphemismus für die Verschwendung von Steuergeldern, denn Vorzugsprofessuren sind doppelt besetzte Professuren. Ein weiblicher Günstling des Professorinnenprogramms wird hier der richtigen Professur an die Seite gestellt, um dasselbe Lehrgebiet zu bearbeiten. Angesichts dieser Verschwendung von Steuergeldern und dieses offensichtlichen Absahnens mit dem Verweis auf das weibliche Geschlecht fragt man sich mittlerweile nicht nur, was die Historiker und Wissenschaftler in 300 Jahren wohl sagen werden, sondern auch, warum die Historiker und Wissenschaftler, die sich derzeit an Universitäten finden, so schweigsam dem Veruntreuen und Verschwenden von Steuergeldern und dem Ausverkauf von Wissenschaft durch die Installierung von Gender-Profiteurinnen zusehen. Aber Zivilcourage und Mut ist in den letzte Jahrzehnten dünn gesät unter Wissenschaftlern. Das muss eine Folge der sozialen Zusammensetzung der Klasse der Wissenschaftler sein.

Das erwähnte Professorinnenprogramm in dessen zweitem Stadium weitere 150 Millionen Euro eingesetzt werden, um Universitäten mit Geschlechts-Profiteurinnen, die niemand braucht, zu überfluten, ist dann auch das Programm, an dem die Fäden zusammen zu laufen scheinen. Anders formuliert: Man kann das Professorinnenprogramm nutzen, um das Netzwerk der Absahner in Geschlecht zusammenzustellen.

Und dabei ergibt sich der ein oder andere Knotenpunkt.

beuth_logoSo kollaboriert Wikimedia Deutschland mit der Beuth Hochschule für Technik in Berlin, um die oben erwähnten 80.000 Euro aus Spenden ihrem Zweck zu entfremden. Und besagte Beuth Hochschule für Technik in Berlin erweist sich nicht nur als erste Wahl, wenn es darum geht, mit Geschlecht bei Wikimedia abzusahnen, nein, die “Hochschule” ist auch Mustermädchen, wenn es darum geht, im Professorinnenprogramm mit Geschlecht abzusahnen. Gleich sechs Professuren sollen an der Hochschule aus dem Professorinnenprogramm II finanziert werden:

In jeder der sechs Ausschreibungen finden sich folgende Passagen:

“Diese Professur ist evtl. für die Finanzierung aus dem Professorinnenprogramm II des Bundes und der Länder vorgesehen. Interessierte Frauen können Kontakt zur zentralen Frauenbeauftragten der Hochschule, Frau Wüst, aufnehmen.”

Die Ausschreibung folgt somit der scheinheiligen Nomenklatur, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung vorgegeben hat, um einerseits den Eindruck zu erwecken, dass eine Ausschreibung offen sei und andererseits sicher zu stellen, dass sie es nicht ist, denn eine Teilnahme am Professorinnenprogramm bedeutet für die entsprechende Universität, dass sie Personalkosten spart, wenn sie einen weiblichen Bewerber berufen. Daraus folgt, dass männliche Bewerber deutlich teurer sind als weibliche, was wie immer, wenn ein Markt mit Dumpingangeboten überschwemmt wird, dazu führt, dass die Dumpingangebote den real bepreisten Angeboten vorgezogen werden. Das ist bei Universitäten nicht anders als bei Rudies Resterampe, und entsprechend kann man sicher sein, dass die Kommission, die unter der Überschrift eine “Finanzierung aus dem Professorinnenprogramm II” ist vorgesehen, arbeitet, auch die entsprechende Vorsehung in die Tat umsetzen wird. Männer sind bei solchen Ausschreibungen Staffage, die Legitimität vorgaukeln und davon ablenken soll, dass es im Professorinnenprogramm II, wie bei Wikimedias Gender-Diversity und im Rahmen des ESF ausschließlich darum geht, mit dem Verweis auf das weibliche Geschlecht öffentliche Mittel abzusahnen und für den eigenen Unterhalt einzusetzen.

Und wie muss es um die Moral, den Anstand und die Vernunft in einem Zeitalter bestellt sein, in dem ein solcher offensichtlicher Versuch des rent seekings, des Absahnens mit Geschlecht Erfolg hat?

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Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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