Den Weihnachtsmarkt im Dorf lassen

Ein Lkw, ein toter polnischer Fahrer, 12 tote Besucher des Weihnachtsmarkts auf dem Berliner Breitscheidplatz, mehr als 40 Verletzte, das ist die Bilanz vom Montagabend. Wer dafür verantwortlich ist, das weiß bislang niemand. Ob der Täter gefasst wurde, weiß auch niemand.

Soweit die Fakten.

Nun zu den Folgen.

questionmark2Es tobt ein ideologischer Krieg darüber, ob der Täter, von dem niemand weiß, ob er gefasst ist, ein Flüchtling ist, ob, wenn der Täter, von dem niemand weiß, ob er gefasst wurde, ein Flüchtling ist, dies auf die Masseneinwanderung zurückzuführen ist, die Merkel im Handstreich durchgeführt hat … All das sind offene Fragen, deren Antwort genau dann möglich ist, wenn der Täter gefasst ist.

Bis dahin gebietet es eigentlich die Pietät vor den Opfern, mit denen wieder alle Mitgefühl haben und natürlich Mitleid mit all den Angehörigen, bei denen wieder alle Gedanken der Politiker, die noch zu Gedanken fähig sind, sind, eigentlich zu schweigen.

Die Diskussion darüber, wer die Verantwortung für einen Anschlag trägt und um einen solche handelt es sich schon deshalb, weil es statistisch sehr sehr selten vorkommt, dass der aktuelle Fahrer eines Lkw, dessen vorheriger Fahrer erschossen im Beifahrersitz sitzt, sich irrtümlich von der Straße in einen Weihnachtsmarkt verirrt und dort beschleunig anstatt zu bremsen, sie kann dann geführt werden, wenn klar ist, wer für das, was passiert ist, die Verantwortung trägt.

Wir werden uns jedenfalls nicht an der ideologischen Schlacht beteiligen, die derzeit auf Basis von keinerlei Informationen und im Hinblick auf die Schuldfrage geführt wird.
Aber wir werden uns auch nicht an der Hysterie beteiligen, die Politiker und Journalisten in Deutschland im Griff zu haben scheint, wenn sie sich fragen, ob man sich angesichts des Anschlags in Berlin noch auf den Hambacher Christkindlmarkt trauen kann, etwa in der Weise, wie dies Angela Merkel tut. Sie fragt sich und Millionen von Menschen tun es ihr gleich, wie sie weiß, das Folgende:

„Millionen von Menschen auch ich fragen sich heute Morgen: Wie können wir damit leben, dass beim unbeschwerten Bummel über einen Weihnachtsmarkt, also an einem Ort, an dem wir das Leben feiern, ein Mörder so vielen den Tod bringt?
Eine einfache Antwort darauf habe auch ich nicht. Ich weiß nur: Wir können nicht und wir wollen nicht damit leben, auf all das zu verzichten: auf die Weihnachtsmärkte, die schönen Stunden mit Familie und Freunden draußen auf unseren Plätzen. Wir wollen nicht damit leben, dass uns die Angst vor dem Bösen lähmt.“

 

Und in der ARD, da fragt man nicht, da weiß man, dass man trotz der Terroristen und trotz des Anschlags in Berlin auch 2016 deutschlandweit Weihnachten feiern soll, schon wegen der Kinder und damit die Terroristen nicht gewinnen.

„Entscheidend ist aber auch, wie jeder Einzelne mit einem Terrorakt umgeht. Ein Land schützt sich auch durch Haltung. Wenn Terroristen die Adventszeit zerstören wollen, dann lasst uns – so schwer dies im Moment erscheint – am 24. Dezember so wie jedes Jahr Weihnachten feiern. Für unsere Kinder. Für unsere Demokratie, die auch emotional wehrhaft sein muss. Dieses christliche Fest gehört zur Identität von Millionen. Dies wäre die stärkste Antwort an diejenigen, die uns schaden wollen.“

ma-weihnachtsmarktEmotional wehrhaft muss man in der Tat sein, um diesen Ansturm der neuen Weihnachtlichkeit in einem Land, indem gestern noch Weihnachtslieder aus Rücksicht auf Mitbürger nicht christlichen Glaubens vermieden und allerlei ulkige Begriffe erfunden wurden, die an die Stelle von Weihnachten getreten sind, zu ertragen.

Und die beste Form, wehrhaft zu sein, ist Statistik.

Zunächst ordnen wir den Anschlag von Berlin einmal in einen internationalen Terror-Kontext von drei Tagen ein:

Samstag der 17. Dezember:

  • Schießerei in Khandahar: 6 Tote;
  • Bombenanschlag in Kayseri: 14 Tote und 55 Verletzte;
  • Schießerei in Lake: 8 Tote;
  • Schießerei in Pampore: 3 Tote;

Sonntag, der 18. Dezember:

  • Selbstmordattentat in Aden: 52 Tote und 63 Verletzte;
  • Schießerei in Al-Karak: 12 Tote und 30 Verletzte;
  • Autobombe in Benghazi: 7 Tote und 8 Verletzte;
  • Autobombe in al-Bab: 1 Toter;

Montag, der 19. Dezember:

  • Bombenanschlag in Kunduz: 1 Toter, 22 Verletzte;
  • Bombenanschlag in Bugti: 2 Tote;
  • Ermordung des Russischen Botschafters in der Türkei;
  • Bombenanschlag in Bagdad: 1 Toter, 8 Verletzte;
  • Lkw-Terroranschlag in Berlin: 12 Tote; 48 Verletzte;

Wie wohl die Menschen an all den Orten, die regelmäßig von Terroranschlägen betroffen sind, auf eine äquivalente Frage zu der, ob man nach Berlin noch über einen Weihnachtsmarkt in Deutschland laufen kann, reagieren würden? Vermutlich mit Unverständnis.

Dies umso mehr als es auf deutschen Weihnachtsmärkten in ihrer Mehrheit ruhig und friedlich, abgesehen von der ein oder anderen Rangelei unter dem Einfluss von Glühwein zugeht. Es gibt somit keinen Grund zur Hysterie oder gar zur Panik. Ja es gibt nicht einmal einen Grund, sich die Frage zu stellen, die Merkel sich stellt und von der sie behauptet, Millionen würden sich diese Frage auch stellen.

Statistisch betrachtet ist es nie sicherer auf einen Weihnachtsmarkt zu gehen als direkt nach einem Anschlag, schon wegen der erhöhten Polizeipräsenz, die, wie Kriminologen nicht müde werden, denen zu sagen, die es hören wollen, in einer positiven Korrelation zur Sicherheit steht: Mehr Polizeipräsenz, weniger Straftaten. Das ist die einfache Relation.

Doch zurück zu den Weihnachtsmärkten. Derzeit gibt es alleine in Berlin gut 70 davon, Deutschlandweit wohl mehrere Tausend. Gehen auf jeden Berliner Weihnachtsmarkt nur 1000 Berliner, dann ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Terroranschlages zu werden 1:5833. Das entspricht ungefähr der Wahrscheinlichkeit eines Hobbyelektrikers, an einem Stromschlag zu sterben. Da Berlin eine große Stadt ist, kann man davon ausgehen, dass nicht 70.000, sondern, sagen wir 200.000 Besucher die 70 Weihnachtsmärkte der Stadt aufsuchen. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Terroranschlages zu werden, sinkt entsprechend auf 1:16667, was ungefähr der Wahrscheinlichkeit entspricht, in einem Verkehrsunfall das Lebensende zu finden. In jedem Fall haben Berliner Weihnachtsmarktgänger ein deutlich geringeres Todesrisiko als Berliner Weihnachtsbratenesser: Deren Wahrscheinlichkeit an Krebs zu versterben, ist 1:7, die Wahrscheinlichkeit, unter dem Weihnachtsbaum und angesichts der Geschenke einem Schlaganfall zu erliegen, ist mit 1:23 auch deutlich höher als die, auf dem Weihnachtsmarkt von einem Terroristen ermordet zu werden.

Die Wahrscheinlichkeiten, die wir berechnen haben, beziehen sich nur auf die Berliner Weihnachtsmärkte. Nimmt man an, nimmt man sehr konservativ an, dass an einem beliebigen Tag rund 4,5 Millionen Deutsche deutschlandweit einen Weihnachtsmarkt besuchen, dann beträgt die Wahrscheinlichkeit, bei einem Weihnachtsmarktbesucht Opfer eines terroristischen Anschlags zu werden 1:375000, das entspricht in etwa der Wahrscheinlichkeit, am letzten großen Happen Stollen, den man geschluckt hat, zu ersticken.

Wir plädieren also dafür, den Weihnachtsmarkt im Dorf zu lassen.

breitscheidplatz-berlinTerroranschläge zielen darauf, Aufmerksamkeit zu erreichen und Angst zu verbreiten, Angst, die zu Fragen führt, wie sie Angela Merkel gestellt hat. Tatsächlich gibt es mehr Grund, Angst vor dem Vesus zu haben, wenn man in Neapel Urlaub macht als es Grund dafür gibt, Angst davor zu haben, einen deutschen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Umso ärgerlicher ist es, wenn deutschen Politikern nichts einfällt als sich vor den Karren der Terroristen zu spannen und in ergebener Einfalt, statt in nüchterner Kalkulation, ihre Angst als die auszugeben, die angeblich Millionen Menschen in Deutschland haben. Mehr Rationalität und weniger Gefühlsduselei wäre manchmal sinnvoll.

Übrigens, 2015 gab es in Berlin 5.407 Raube und 112 Morde: Ob sich Millionen mit der Kanzlerin fragen, ob man überhaupt noch nach Berlin reisen oder in Berlin auf die Straße gehen kann?

Nachtrag

Alle trauern und haben Mitgefühl und Mitleid und Beileid und sind betroffen, aber den Namen des Platzes, des Ortes an dem der Weihnachtsmarkt zu finden ist und auf dem der Terroranschlag stattgefunden hat, den kennen die wenigsten. Im BMF ist man der Meinung, der Ort sei der Breidscheidplatz, auf Twitter ist der hashtag #breitscheitplatz. Recht haben beide nicht. Der Platz heißt Breitscheidplatz, benannt nach Rudolf Breitscheid einem SPD-Politiker und Abgeordneten des Weimarer Parlaments, den die Nazis inhaftiert haben und der im August 1944 Opfer eines alliierten Luftangriffs auf das Konzentrationslager Buchenwald wurde.

Wenn es darum geht, die eigene Betroffenheit zur Schau zu stellen, dann sind derartige Kleinigkeiten natürlich genau das: Kleinigkeiten.

 

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16 Responses to Den Weihnachtsmarkt im Dorf lassen

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  2. corvusalbusberlin says:

    Die könnten doch eine Trauerrede kopieren und dann beim nächsten Terrorakt einfach wieder abspielen lassen, als immer wieder die gleiche Heuchelei vorzuführen.
    Na, auf jeden Fall, die Kirche ist ja gleich gegenüber. Klockengeläute also garantiert.
    Falsche Bande.
    Übrigens, wenn Sie glauben, die fassen den Täter, dann werden Sie enttäuscht sein. Entweder bleibt er “verschwunden” oder sie erschießen ihn. Das war fast immer so.
    Ein lebender Attentäter könnte ja etwas zu den Hintergründen sagen – ja und das würde vielleicht einigen gar nicht in den Kram passen.
    Übrigens von meiner Wohnung aus, keine 5 Minuten Fussweg, gibt es einen geradezu geeigneten Weihnachtsmarkt für einen “Überfall.”
    Man kommt den Spandauer-Damm runtergefahren Richtung Spandau und braucht nur in Höhe Schloss (gute Orientierung) kurz rechts über den Bürgersteig – (keine 5 Meter )und schon ist man mit einem Laster oder was auch immer, mitten auf dem Charlottenburger Weihnachtsmarkt – sogar mit Schlossbeleuchtung.

    Mich bekommt keiner auf so einen “Ameisenplatz” egal ob ohne oder auch mit “Unfall.”
    Die Touristen werden mit den Bussen ohne Unterlass heran gekarrt.
    Einfach grauenhaft!

  3. Autor says:

    Vielen Dank für diesen Artikel. Mit Ruhe und Ratio lassen sich eben auch Krisensituationen meistern.

    Die vielbeschworene IS-induzierte Terrorgefahr ist meiner Meinung nach zum Großteil durch die Presse induziert, die ganz “keen” darauf zu sein scheint, wirklich jede kleinste Tat einer Gruppe anzulasten, die militärisch keine allzu gute Figur mehr ab gibt. Selbst wenn auch dieser Angriff tatsächlich vom IS geplant oder bestärkt wurde, ist das eigentlich ein gutes Zeichen, denn dann scheint es mit der realen Gefahr, die von dieser Gruppe ausgeht nicht mehr allzu weit her zu sein, wenn sie auf Guerilla Takiken zurückfallen muss.

    Macht das etwas besser? Nein, ich muss nur immer den Kopf schütteln ob der Aufmerksamkeit und vorallem Publicity, die unsere offensichtlich gelangweilten Medien dieser Gruppe (auch dieses Mal, heute morgen auf N24 etwa) zu Teil werden lassen. Das sich der IS zur Unterstreichung der eigenen Präsenz (und aus genanntem realen Machtverlust) zu so ziemlich allem bekennt was man ihm vorwirft, dürfte taktisch auch verständlich sein.

    Der Gipfel journalistischer Einfallslosigkeit besteht dann darin, auf “Reaktionen aus dem Netz” zurückzugreifen, dass Netz, was als Lückenfüller dann doch wieder ganz nützlich ist und als Multiplikator der eigenen Hysterie genutzt werden kann.

    Wirklich jämmerlich, wie einfach der deutsche Hühnerstall es “Terroristen” bzw. Irren macht sich zu produzieren.

  4. Gereon says:

    Was an der Vergleichsliste drastisch auffällt:
    Fast keines der aufgeführten Events, Happenings und Friedensveranstaltungen haben etwas mit dem Islam zu tun.
    Es ist auch dringend festzustellen, das Weihnachtszelebrationsversuche kaum Aufmerksamkeit generieren und von Orientalen besiedelte Gebiete besonders gemieden werden.
    Die einzige wirkliche Friedensreligion, in dessen Buch stets und ständig vom Frieden mit und dem Erhalt der Leben der Nichtgläubigen die Rede geht sollte endlich verbindlich vorgeschrieben werden, auf daß wir mit dem zu erwartenden Freiraum endlich das verderbliche Erbe Kants , Schopenhauers und Nietzsches vergessen und überwinden können und uns den segensreichen Zeiten vor dem Einfluss jeglicher Erkenntnis auf religiös getarnte Ideologien Dinge zuwenden können.

    • Indes scheint dieselbe nicht-kausale-Variable sowohl die Täter als auch die Opfer hervorzubringen…

      • Gereon says:

        Vielleicht soetwas wie Massenhysterie?
        Massenideologisierung?
        Oder Massen von amerikanischem Geld an der falschen Stelle.
        Ob Korrelationen oder Kausalitäten, der globale Wahnsinn kanns nicht sein.
        Zumindest keine Lösung, Ursache, das bliebe festzustellen.
        Ob bunte Revolution oder bunte , bzw, verbuntete Bevölkerung:
        Die Welt ist aus den Fugen, wer oder was Ursache, Wirkung oder FalseFlag ist, wird sich eh erst herausstellen, wenn nichts mehr zu retten ist.
        Also: Fröhlich dadurch.

  5. corvusalbusberlin says:

    @ Geren
    “…..und uns den segensreichen Zeiten vor dem Einfluss jeglicher Erkenntnis auf religiös getarnte Ideologien Dinge zuwenden können.”

    Da uns diese Zeiten nicht all zu sehr vertraut sein dürften, frage ich mich, wie Sie ein neues “Denken” ins Bewusstsein rufen wollen.
    Außerdem – so ganz Unrecht hatte weder Schopenhauer noch Nietzsche .

  6. … und in China ist ein Sack Reis umgefallen. Ihre wiederholten statistischen Spielereien nach Terroranschlägen lassen Ihre Anteilnahme gegenüber den Opfern fragwürdig erscheinen. Demjenigen, der durch einen Terroranschlag verletzt wurde, ist es egal, inwieweit er statistisch gegenüber dem Terror auf den Autobahnen eine Marginalie ist oder nicht. Was möchten Sie eigentlich mit diesen Vergleichen aussagen? Alles nicht so schlimm? Nun ja, ich kann Ihnen noch viel krasserer und zusammenhanglosere Vergleiche aus den Ärmel schütteln, als die Quote auf einem Berliner Weihnachtsmarkt oder an Krebs oder unterm Weihnachtsbaum zu verrecken. Nur machen derlei Relationen für mich keinen Sinn. Oder üben Sie sich derzeit gerade mal in Dada …?

  7. ein stein says:

    Als die Terroranschläge begannen, war ich schon nicht beunruhigt – es war ja wahrscheinlicher am Essen zu ersticken, als einem Terroranschlag zum Opfer zu fallen.

    Als die Terroranschläge mehr wurden, war ich auch nicht beunruhigt – es war ja wahrscheinlicher im Verkehr umzukommen, als bei einem Terroranschlag.

    Als die Terroranschläge noch mehr wurden, war ich erst recht nicht beunruhigt – es war ja wahrscheinlicher an einer Krankheit zu sterben, als bei einem Terroranschlag.

    Und wenn ein Terroranschlag mich wirklich mal erwischt, bin ich sicher schon tot, bevor mich das noch beunruhigen könnte.

    Wie recht Sie doch haben. Nichts verleiht mehr Überlegenheit, als ruhig und unbekümmert zu bleiben.

  8. motte says:

    Samstag der 17. Dezember:

    Schießerei in Khandahar: 6 Tote;
    Bombenanschlag in Kayseri: 14 Tote und 55 Verletzte;
    Schießerei in Lake: 8 Tote;
    Schießerei in Pampore: 3 Tote;

    Sonntag, der 18. Dezember:

    Selbstmordattentat in Aden: 52 Tote und 63 Verletzte;
    Schießerei in Al-Karak: 12 Tote und 30 Verletzte;
    Autobombe in Benghazi: 7 Tote und 8 Verletzte;
    Autobombe in al-Bab: 1 Toter;

    Montag, der 19. Dezember:

    Bombenanschlag in Kunduz: 1 Toter, 22 Verletzte;
    Bombenanschlag in Bugti: 2 Tote;
    Ermordung des Russischen Botschafters in der Türkei;
    Bombenanschlag in Bagdad: 1 Toter, 8 Verletzte;
    Lkw-Terroranschlag in Berlin: 12 Tote; 48 Verletzte;

    Was will uns diese Aufzählung sagen?

    * Es ist hierzulande nicht gefährlicher als anderswo.
    oder
    * Hierzulande ist es jetzt genauso gefählich als anderswo.
    ?

  9. Pingback: Nutzen und Benutzen der 12 Toten auf dem Weihnachtsmarkt | ScienceFiles

  10. Baumeister says:

    Ihre Risikobewertung im Hinblick auf Weihnachtsmärkte bedarf meiner Meinung eine Ergänzung. Zunächst haben Sie die übergeordnete Variable des external oder internal locus of Control nicht berücksichtigt. Menschen überschätzen Gefahren, die sie nicht kontrollieren im Vergleich zu denen, auf die sie subjektiv Einfluß nehmen können. Dann helfen regressionsanalytische Überlegungen für eine prognostische Einschätzung hier auch nicht weiter. Vor kurzem wäre der Wert für die BRD noch 0 gewesen, Paris und 9/11 belegen jedoch, dass sich die Anzahl der Opfer schnell drastisch verändern kann. Rein statistische Überlegungen helfen hier nur wenig weiter.

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