Mehr weibliche Lehrer erteilen weniger Unterrichtsstunden: Wie Genderismus die Bildung ruiniert

Correctiv.org, die HateSpeech-Säuberer von Facebook, die sich selbst angedient haben, behaupten von sich, sie würden kritischen, unabhängigen Journalismus betreiben. Um dies unter Beweis zu stellen, haben sie eine Artikelserie zu Unterrichtsausfall in der Schule zusammengestellt. Im neuesten Beitrag lamentiert Lehrer L darüber, dass nicht genügend Lehrer an der Schule beschäftigt seien, an der er arbeitet, und deshalb Unterricht ausfalle bzw. so manipuliert werde, dass der Unterrichtsausfall nicht auffalle.

correctiv unterricht.jpgDer Journalismus von Correctiv.org hört hier auf. Kritischer Journalismus, dem es um den Gegenstand geht, fängt hier an, und zwar mit der Frage: Warum die Schulen angeblich zu wenig Personal haben? Oder noch grundsätzlicher: Ob der vermeintliche Personalmangel tatsächlich die Ursache für den Ausfall von Unterricht ist. Statt also das Horn zu blasen, das ver.di gefällt und das Lied „Wir brauchen mehr Lehrer“ spielt, wäre es die Aufgabe kritischen Journalismus, hier in die Tiefe zu gehen.

So zum Beispiel.

Im Schuljahr 2002/03 waren an deutschen allgemeinbildenden Schulen 744.423 Lehrer beschäftigt. Die 744.423 Lehrer haben insgesamt 13.892.724 Schulstunden pro Woche erteilt. Das macht 18,7 Schulstunden pro Woche und Lehrer.

Im Schuljahr 2015/16 waren an deutschen allgemeinbildenden Schulen 754.744 Lehrer beschäftigt, also 10.321 Lehrer mehr als noch im Schuljahr 2002/03. Die 754.744 Lehrer haben 13.884.824 Schulstunden pro Woche erteilt, also weniger als von weniger Lehrern im Schuljahr 2002/03 erteilt wurden. Pro Lehrer kamen im Schuljahr 2015/16 18,4 Schulstunden pro Woche zusammen.

Hätten die 10.321 mehr Lehrer, die im Schuljahr 2015/16 beschäftigt waren, dieselbe Stundenanzahl unterrichtet, wie dies die Lehrer im Jahre 2002/03 getan haben, dann hätten sie satte 198.699 Stunden mehr unterrichtet, nämlich 14.083.523 Unterrichtsstunden pro Woche. Hochgerechtnet auf ein Jahr, ergibt sich zwischen dem Schuljahr 2002/03 und dem Schuljahr 2015/16 eine Differenz von 7.549.422 Unterrichtsstunden, die 10.321 mehr Lehrer im Schuljahr 2015/16 weniger leisten als 10.321 weniger Lehrer im Schuljahr 2002/03 (Wir sind dabei von 38 Wochen ausgegangen).

Dass mehr Lehrer weniger Unterrichtsstunden erteilen, ist eine der Früchte des Genderismus und der manischen Fixierung auf die Work-Life-Balance, die Bevorzugung von Frauen und die Propagierung von Teilzeitarbeit. Im Schuljahr 2002/03 betrug der Anteil weiblicher Lehrer bereits 66,4%. Im Schuljahr 2015/16 ist er auf 72,7% angewachsen, also um 6,3%. Mehr weibliche Lehrer im Jahr 2015/16 unterrichten somit weniger als weniger weibliche Lehrer im Schuljahr 2002/03, und zwar deshalb, weil viele weibliche Lehrer ihren Beruf nebenher ausüben. Die Balance geht eindeutig in Richtung Freizeit, weg vom Beruf.

Die Anzahl der Lehrer hat somit keinerlei Effekt auf den Unterrichtsausfall. Der Unterrichtsausfall, das legen diese kurzen Analysen nahe, ist ein Produkt des Genderismus, der alle gesellschaftlichen Bereiche, in denen er sich einnistet, nachhaltig zerstört.

Der Zusammenhang von mehr Angestellten und weniger Leistung ist auch in der Medizin vorhanden. Dort erbringen immer mehr Ärzte immer weniger Stunden ärztlicher Versorgung, was abermals der Tatsache geschuldet ist, dass der Anteil weiblicher Ärzte seit Jahren steigt.

Die im Artikel verwendeten Daten entstammen der Fachserie 11 des Statistischen Bundesamtes für die jeweiligen Schuljahre.


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13 Responses to Mehr weibliche Lehrer erteilen weniger Unterrichtsstunden: Wie Genderismus die Bildung ruiniert

  1. corvusalbus says:

    Ich hatte zu meiner Zeit während meiner Volkschulzeit 1947 und auch später auf dem Gymnasium nur eine weibliche Lehrerin.
    Das erstaunt mich umso mehr, da doch ein großer Teil der Männer Soldaten waren.

  2. Peter Merbitz says:

    Da ich zu faul bin, die Quellen zu prüfen: Diese von Ihnen genannten 18.x Stunden pro Lehrer sind doch sicher Wochenstunden?
    Ist das nicht etwas wenig?

  3. Autor says:

    Ich habe ebenfalls eine Lehrerin die ihren Beruf wohl auch erst ausübt, seit die Folgen der sich selbst auferlegten Mutterschaft (von wohlgemerkt 4 Kindern) nicht mehr ausreichen, um sich von Arbeit zu befreien.

    Dagegen handelt es sich bei einer Anderen, um mal ein Lobenswertes Beispiel zu nennen, um eine Vollblutwissenschaftlerin, die trotz Kind Vollzeit arbeitet und mit der ich auch des Öfteren fachsimpele.

    Es gibt also durchaus Ausnahmen. Aber der Trend geht eindeutig dahin, dass unqualifizierte Lehrerinnen Lehrstellen besetzen, die sie dann bestenfalls die Hälfte des Tages auch ausfüllen.

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  5. Sven Kuchary says:

    Wenn man noch tiefer gräbt, und aufschlüsselt, in welchen Fächern und aus welchen Gründen Unterricht ausfällt, wird das Bild vielleicht etwas klarer. Fehlen in bestimmten Fächern Lehrer, die am Markt nicht vorhanden sind und nicht eingestellt werden können Fallen Stunden in bestimmten Fächern gehäuft krankheitsbedingt aus? – Hinweis zu ersterem: Mein Schwager als Sport- und Elektrotechniker-Lehrer wird an seiner Berufsschule schon seit Jahren nicht für Sport eingesetzt.

  6. St. Elmo says:

    Geht es bei der Analyse nur darum, die Aussage “Mehr Lehrer” zu falsifizieren und zu zeigen, dass es “mehr Vollzeit Lehrer” heißen müsste?

    Oder haben sie auch die Gründe für “Weniger Unterrichts Stunden pro Woche” trotz “mehr Lehrer” im Detail analysiert also z.b. auch dinge wie z.b. Sind heutige Lehrer öfter oder länger Krank als 2002/03, oder das Verhältnis von Vollzeit zu Teilzeit stellen?

  7. O. Prantl says:

    Lehrer hät´ ich werden sollen, 100,– € / h. (frei nach Danisch)
    Das Jahr hat 365 Tage.
    Davon sind 260 Arbeits- oder Wochentage.
    Abgezogen 9 Feiertage verbleiben 251.
    Abgezogen 75 Werktage Ferien verbleiben 176 Arbeitstage für Lehrer.
    D.h., durchschnittlich Beschäftigte arbeiten 75 Tage mehr als Lehrer, das sind volle 2,5 Monate.
    18,7 Unterrichtsstunden pro Woche ergeben 4,7 Unterrichtsstunden pro Arbeitstag.
    Das macht 827 Unterrichtsstunden pro Jahr.
    Durchschnittlich Beschäftigte arbeiten ca 47 Wochen mal ca 38 Wochenstunden = 1786 Jahresarbeitsstunden, also 959 (!) Jahres-Arbeitsstunden mehr.
    Um die Hängematte komplett zu machen, gehen Lehrer nach der letzten Beförderung in Pension, welche natürlich wesentlich höher ist als die vergleichbare Rente, natürlich ohne wesentliche Beiträge abgeführt zu haben. Da ihr Berufsleben kein aufreibendes war, werden sie überdurchschnittlich alt, wenn nicht, dürfen wir die Witwen finanzieren und Frauen leben nun mal länger als Männer, was im übrigen auch die Folge hat, dass Lehrerinnen in der Summe wesentlich mehr Pension beziehen als Männer.

    Ein Lehrer in Berlin verdient ca 4450,– €, in Bayern 3360,– € ohne Nebenleistungen.
    Nicht nur dass die Ausbildungskosten vom Steuerzahler getragen werden, die überwiegende Mehrheit erhält auch noch ein BAFöG-Gehalt bis zu 735,– € pro Monat während der Ausbildung, natürlich 12 Monate bezahlt bei 6 Monaten Studierzeit.
    Zum Vergleich, ein Soldat erhält bei hohem Gesundheits- bzw. Todesrisiko monatliche Bezüge von 2200,– € (Hauptgefreiter).
    Nebenbei, als ein Bekannter von mir als Schulleiter den Lehrern Arztbesuche, Einkaufsfahrten und sonstige Besorgungen während der Vormittags-Unterrichtszeit untersagt hatte, gab es einen Aufstand.

    Für Berlin ergibt das bei 55000,– € Jahresgehalt und 827 Jahresarbeitsstunden = 66,50 € Sundenlohn zuzüglich ca 25 Jahre Pension pro Jahr von ca 35.000,– €, also nochmal 700.000,– €.
    Umgelegt auf die Arbeitsstunde bedeutet das
    700.000,– : 25 Dienstjahre = 23.300,– € pro Jahr
    oder bei 176 Jahresarbeitstagen = 133,– pro Arbeitstag
    oder bei 4,7 Arbeitsstunden pro Arbeitsstunde 28,– €

    Das ergibt dann 66,50+28,00 = 95.– steuerzahlerische Aufwendungen pro Arbeitsstunde für einen Lehrer

    Man verzeihe mir die Grobrechnung.

    • A.S. says:

      Stunden bereiten sich ja auch selber vor, Unterrichtssequenzen planen sich von selber, Schulaufgaben erstellen und korrigieren sich selber, Konferenzen beanspruchen keine Zeit, Pausen sind anscheinend keine Arbeitszeit obwohl man da entweder Aufsicht hat oder Material für nächsten zwei Stunden vorbereitet, Klassenfahrten und sonstige Ausflüge fallen wohl unter Freizeit, Elterngespräche zählen nicht, Absprachen mit den Kollegen sind keine Arbeit, Klassenleitung macht auch keine Arbeit, Dokumentation des Unterrichtsverlaufs und der Noten schreiben sich selber usw. ……

      Lieber O. Prantl: Darf ich ihrem Text entnehmen, dass sie bei 0 Unterrichtsstunden pro Woche auch 0 Arbeitsstunden pro Woche haben?

  8. Das Problem mit der großen Zahl (weiblicher) Teilzeitlehrer (TZ) hängt auch mit der fehlenden Präsenzverpflichtung in der Schule zusammen.
    Entgegen der Volksmeinung ist das Unterrichten nur ein Element der Lehrertätigkeit, wenn auch das wichtigste.
    Wenn an einer Schule eine bunte Mischung von 8-, 11- oder 18-Stunden-Teilzeitkräften die Zahl der Vollzeitkräfte übertrifft, haben sie eine Fülle organisatorischer Probleme: In welchem Umfang können die Kolleginnen in der Projektwoche, auf der Klassenfahrt, am Elternsprechtag, bei der Pausen- und Mittagsaufsicht eingesetzt werden? Zu 100% oder nur anteilig? Kann man mit halber Stelle auch nachmittags eingesetzt werden?
    Wenn man seine Unterrichtsverpflichtung reduziert, wird dann erwartet, dass die vielen Zusatzaufgaben in einer Schule nur den Vollzeitlehrern zugemutet werden dürfen? Für Vertretungsstunden können die TZ-Lehrer nur anteilig herangezogen werden, das aber auch nur nach Vorankündigung, da TZlehrer i.d.R. zur Unterrichtsstunde kommen und danach wieder gehen. Wenn sich ein plötzlicher Vertretungsbedarf ergibt, muss man zu Hause anrufen und verhandeln, ob die Kollegin morgen eine Stunde früher kommen könnte. Vertretungsunterricht ist ein täglich Brot, es wird also viel telefoniert.
    Ich erinnere mich an meine eigene Schulzeit vor mehr als 50 Jahren: Da ging der Stundenplaner ins Lehrerzimmer und bat einen dort sitzenden Kollegen doch mal eben in die 7a zu gehen. Mein Lehrerzimmer – viele TZ-Kräfte – war während der Unterrichtszeit nahezu leer. Wer keinen Unterricht hatte, fuhr nach Hause oder anderswohin.

    Zum Glück erinnert ein gelegentlicher Runderlass des Schulamtes oder gar ein Verwaltungsgericht daran, dass auch Teilzeitlehrer zu 100% an den, zugegeben häufigen, Lehrerkonferenzen teilnehmen müssen.

    Gewiss arbeiten nicht alle Teilzeitlehrerinnen mit der Stoppuhr in der Hand und verlassen die Schule nach zwei Stunden um 10 Ur 15 fluchtartig. Man kann auch in Einzelgesprächen Kompromisse erreichen. Aber Schule wäre leichter zu organisieren, wenn es mehr Vollzeitlehrer und eine Anwesenheitspflicht (über den Unterricht hinaus) gäbe.

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