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Spionageprojekt: BMBF finanziert Diffamierung von Wissenschaftlern

REVERSE ist ein Projekt, das seinem Namen alle Ehre macht. Es passt zur Rückkehr in autoritäre Strukturen, in denen Meinungen nur erlaubt waren, wenn sie denen, die sich für Obrigkeit gehalten haben, genehm waren. REVERSE ist ein Projekt, das vom BMBF mit einer Millionen Euro aus Steuergeldern finanziert wird. Das Geld wird eingesetzt, um individuelle Wissenschaftler zu diffamieren, als antifeministisch, als rechts, sie in eine Reihe mit Rechtsextremisten und in die Nähe von Antisemiten zu rücken.

Wir haben schon vor einiger Zeit über REVERSE berichtet und gezeigt, dass hier politische Propaganda unter dem Mantel der Wissenschaft versteckt werden soll. Wir haben damals geschrieben, dass der Zweck von REVERSE darin besteht, die Kritik, die an Gender Studies und damit am Verbündeten des Staatsfeminismus, die im Bereich der Hochschulen geäußert wird, zu diskreditieren. Der Kritik daran, dass Gender Studies keine Wissenschaft, sondern Ideologie und politische Agitation sind, soll also mit ebensolcher politischer Agitation begegnet werden. Nicht nur das, die Kritik an Gender Studies und dem Auswuchs der Gender Studies, dem Gender Mainstreaming, soll als anti-demokratisch, anti-feministisch und gefährlich etikettiert werden. Mit anderen Worten, in dem Projekt soll per Schmutzarbeit Legitimation geschaffen werden, die es politischen Aktivisten auch weiterhin erlaubt, sich auf Kosten von Steuerzahlern durchzufuttern.

Die ersten Ergebnisse aus diesem Projekt bestätigen diese Prognose. Mehr noch: Sie zeigen, dass das BMBF Steuergelder einsetzt, um individuelle Wissenschaftler, die die Gender Studies kritisieren, zu diskreditieren, zu diffamieren, in Ruf und Reputation zu schädigen. Derartige Praktiken, die von Ministerien ausgehen, sind in Deutschland zuletzt in der DDR und im Dritten Reich angewendet worden.

Wir erheben den begründeten Vorwurf, dass das BMBF Diffamierung und Rufschädigung finanziert, um berechtigte Kritik an Gender Studies und Gender Mainstreaming zu diskreditieren, dass das Ministerium daran arbeitet, Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit aktiv zu beseitigen.


Am 7. und 8. Mai fand in Österreich an der Universität Graz eine Konferenz mit dem Titel „Critical Issues in Science Technology and Society Studies“ statt. Auf dieser Konferenz hat Marion Näser-Lather, einen Vortrag mit dem Titel: „Genderism is junk science“ – Gender studies as object of academic criticism and hate speech“ (Seiten 176 bis 185) gehalten. Der Begriff der hate speech, der in der Überschrift bereits die Richtung der Diffamierung vorgibt, kommt im gesamten folgenden Text nicht mehr vor, was die Intention, mit der die akademischen Kritiker der Gender Studies im Text besprochen werden sollen, schon hier sehr deutlich macht.

Und wer noch einen Zweifel daran hat, dass es Marion Näser-Lather, die sich als Mitarbeiter des interdisziplinären Projekts „… REVERSE“ vorstellt und betont, dass dieses Projekt vom „German Ministry of Education and Research (BMBF)“ finanziert wird, vor allem um die Diffamierung und Diskreditierung von Wissenschaftlern geht, die die Häresie begehen, die Gender Religion zu kritisieren, der wird seine Zweifel auf den nachfolgenden Zeilen schnell los.

In guter Tradition mittelalterlicher Listen von Häretikern werden zunächst die Top-10 der Gender Kritiker aus der Wissenschaft benannt. Auch wenn wir uns darüber freuen, dass Dr. habil. Heike Diefenbach die einflussreichste Gender Kritikerin ist, gefolgt von Ulrich Kutschera und dann in deutlichem Abstand von Günter Buchholz, Manfred Spieker, Gerhard Amendt, Alexander Ulfig,  Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Harald Seubert und Axel Meyer, so können wir doch nicht umhin, es für einen einzigartigen Vorgang zu halten, dass ein Ministerium eine willige Aktivistin dafür bezahlt, hinter individuellen Wissenschaftler her zu spionieren und deren Kritik-Verfehlungen gegenüber der Gender Religion aufzulisten, wobei Kritik kurzerhand mit Diffamierung (defame) gleichgesetzt wird, was man entweder als Anzeichen geistiger Verwirrung oder als Ausdruck von Boshaftigkeit interpretieren oder grandioser Intoleranz muss.

Die Wortwahl von Näser-Lather entlarvt sie noch mehr als das vollkommene Fehlen von Kenntnissen wissenschaftlicher Arbeitsweise (dazu kommen wir noch) als Anbiederungs-Wissenschaftler, dem es nur darum geht, Wissenschaftler zu diffamieren. So heißt es Günter Buchholz würde „nahelegen“, Heike Diefenbach „insinuieren“, die Entwertung der Gender Studies (nicht etwa die Kritik derselben) werde durch homophobe Positionen wie sie z.B. Günter Buchholz habe, unterstützt. Der Versuch, Kritiker der Gender Studies lächerlich zu machen, findet sich in der unbelegten Behauptung, dass die meisten der Gender Kritiker eine Verschwörungstheorie konstruieren würden, die behaupte, Feministen würden darauf abzielen, die Gesellschaft zu unterwandern und Gehirn zu waschen. Auf Ulrich Kutschera und Günter Buchholz, so wird suggeriert, träfe dies zu.

Postmodernes Denken, das Näser-Lather offensichtlich für eine Art „wahre Ideologie“ hält, werde als relativistisch zurückgewiesen und Amendt sage gar, es sei essentialistisch. Wäre Näser-Lather auch nur entfernt Wissenschaftler, an dieser Stelle käme eine Argumentation, die zeigt, warum postmodernes Denken nicht relativistisch ist. Aber, wie eigentlich durchgängig wenn Genderista kritisiert werden, gibt es keine Argumente, nicht einmal den Versuch, die Kritik zu verstehen und ihr argumentativ zu begegnen. Man muss diesen Mangel an Kenntnis über das wissenschaftliche Arbeiten bei Genderista angesichts der Beharrlichkeit, mit der es auftritt, wohl auf Unfähigkeit zurückführen. Dass es bei Näser-Lather Unfähigkeit ist, zeigt sich schon daran, dass sie Thomas Kuhn als jemanden einvernehmen zu können glaubt, dessen Paradigmen „konstruiertes Wissen“ bezeichnen. Nichts ist weiter von dem, was Thomas Kuhn in seiner „Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ geschrieben hat, entfernt. Tatsächlich ist Kuhns Vorstellung, nach der ein Paradigma eine Sammlung gelöster Rätsel, also empirisch bewährter Hypothesen darstellt, das Gegenteil einer konstruierten Welt. Aber das weiß man natürlich nicht, wenn man einen Autor nur um seines Namens willen zitiert, um den Namen fallen zu lassen, als Indikator der eigenen Belesenheit. Wie so oft in solchen Fällen, ist Kenntnis, vermutlich auch Intelligenz, inkommensurabel mit dem Versuch, Belesenheit zu gaukeln.

Bösartig wird der Text von Näser-Lather endgültig mit dem Versuch, berechtigte Fragen, die an Professorinnen, „and renowned gender studies textbook authors Nina Degele, Sabine Hark und Paula Irene Villa (see Diefenbach 2014a, 2014b; Kutschera, 2016: 52-55)“, die außerhalb der Gender-Blase niemand kennt, von Kritikern gestellt werden, als Blasphemie darzustellen. Jemand, der wie Näser-Lather ein derartiges Unverständnis davon hat, was Wissenschaft ist, wie Wissenschaft betrieben wird und welche zentrale Rolle Kritik in der Wissenschaft einnimmt, der kann nur als ministerielles Uboot bezeichnet werden, das eingetaucht wurde, um Wissenschaft von innen heraus zu zerstören.

Deutlich wird dies am Eifer, mit dem die Kritiker an den Gender Studies mit Personen, die Näser-Lather als rechtsextrem etikettiert, Brigit Kelle oder Akif Pirincci, in Verbindung gebracht werden, wenn Phantasien einer Netzwerkbildung ausgelebt werden, zwischen Menschen, die sich nachweislich weder kennen noch je Kontakt mit einander hatten und wenn ein genetischer Fehlschluss benutzt wird, um Wissenschaftler zu diskreditieren, weil in der Freien Welt oder Pi-News ein Text von ihnen erschienen, also von den entsprechenden Portalen übernommen wurde, um daraus eine aktive Beteiligung in rechtsextremen Milieus zu konstruieren. Damit überschreitet Näser-Lather nicht nur jede Grenze des Anstandes sie betritt auch den Boden der strafrechtlichen und zivilrechtlichen Konsequenz. Dass der Abschluss des Vortrages dann darin besteht, auch noch eine Verbindung zum Antisemitismus herzustellen, in dem ein an den Haaren herbeigezogener Vergleich zwischen angeblichen Reaktionen auf die „liberalization of gender relations“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die eine Verbindung zum Antisemitismus aufgewiesen haben sollen und heute hergestellt wird, rundet die Diffaminierungsabsicht nur ab.

Damit ist offenkundig, dass es Näser-Lather ausschließlich darum geht, die 10 Wissenschaftler, die sie als top-Kritiker der Gender Studies ausgemacht hat, zu diffamieren. Dieses Bemühen wird bei Dr. habil. Heike Diefenbach vielleicht am deutlichsten, denn alle Zitate, die Näser-Lather Dr. Diefenbach in den Mund legt, alle Vorwürfe, die sie mit Textstellen von Dr. Diefenbach zu belegen sucht, stammen aus Texten, die NICHT von Dr. habil. Heike Diefenbach verfasst wurden. Die Einträge im Literaturverzeichnis, die Heike Diefenbach zugeschrieben werden, betreffen ausschließlich Texte, die nicht von Dr. habil. Heike Diefenbach verfasst wurden, was jeder Mensch, der auch nur halbwegs bei Verstand ist, mit nur wenig Rechercheaufwand durch einfaches Lesen herausfinden kann. Wenn Näser-Lather dies nicht kann, muss man entweder annehmen, dass sie kein Mensch ist, der halbwegs bei Verstand ist, oder dass sie unbedingt Dr. habil. Heike Diefenbach diffamieren will, weil Dr. habil. Heike Diefenbach den größten Einfluss der Gender Kritiker in der Wissenschaft hat.

Egal, was zutrifft, Näser-Lather ist weder an einer Universität tragbar noch kann man es zulassen, dass derart diffamierende Motivationen ungestraft bleiben. Wir kündigen deshalb bereits an dieser Stelle strafrechtliche und zivilrechtliche Schritte an und werden insbesondere vom BMBF eine Stellungnahme dazu fordern, dass es Personen finanziert, deren Ziel einzig und allein darin besteht, 10 Wissenschaftler von denen die meisten eine internationale Reputation genießen, von der Näser-Lather nicht einmal träumen kann, zu diffamieren.

Unser Ziel ist es, der Diffamierung von Wissenschaftlern, die Gender Studies kritisieren, ein Ende zu setzen. Dazu sind wir bereit, nunmehr den Rechtsweg zu beschreiten, wie es so schön heißt. Da dieser Weg mit hohen Kosten verbunden ist, sind wir jedem dankbar, der uns dabei unterstützt.



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