Europäische Meinungsmacher – Wie man Umfrageforschung für seine Zwecke missbraucht

EU-Kommissarin Viviane Reding ist nach eigener Aussgae „zu allem bereit“  [auch zum Rücktritt?]. Die ehemalige Journalistin Viviane Reding hat eine Mission: Sie will den Anteil von Frauen in den Aufsichtsräten großer Unternehmen erhöhen. Nicht von sich aus, versteht sich. Politiker sind bekanntlich altruistisch und tun nichts für sich, Politikerinnen schon gar nicht. Nein, Reding hat einen Befragtenauftrag: „Dem neuesten Eurobarometer zufolge wollen drei von vier Europäern, dass Frauen per Gesetz bei gleicher Qualifikation dieselben Chancen auf Spitzenposten bekommen“. Wie sich die Zeiten ändern. Früher waren es Wahlen und der Wählerauftrag, der von Politikern in ihrem Sinne ausgelegt wurde und mit der durch die Wahl versehenen Legitimation begründet wurde. Heute leiten Polit-Komissarinnen ihre Legitimation aus Meinungsumfragen ab, die sie vermutlich selbst in Auftrag gegeben haben, um das entsprechende Ergebnis als Legitimation präsentieren können. Starke Behauptung? Hier kommen die Belege:

Als nach dem Zweiten Weltkrieg die empirische Sozialforschung in ihrer quantitativen und standardisierten Form aus den USA nach Europa kam, da hatten die Pioniere der empirischen Sozialforschung, Paul F. Lazersfeld oder Bernard Berelson, bereits erhebliche methodische Vorarbeiten geleistet. Ziel der methodischen Vorarbeiten war es, in standardisierter Form Fragen zu formulieren, die möglichst wenig an Antwort vorgaben. Ziel war es, die Meinung der Befragten zu erforschen, nicht sie vorzugeben. In Deutschland haben sich derart methodische Fragen des „Wie befragt man Menschen, ohne ihnen die Antwort bereits in den Mund zu legen“ in einer Vielzahl von „Methoden-Büchern“ niedergeschlagen. Z.B. Kurt Holm (1975) hat sich über rund 60 Seiten mit der Art und Weise, wie man Fragen stellt, befasst und im Rahmen seiner Ausführungen auch einen kleinen Katalog der manipulativen Fragen aufgestellt, die es zu vermeiden gilt, wenn man sich als lauterer und an die Meinung der Befragten widerspiegelnden Antworten interessierter Sozialforscher qualifizieren will. Für die folgende Analyse will ich mich auf zwei der sieben von Kurt Holm identifizierten Manipulationstechniken beschränken und meinerseits eine Technik ergänzen, an die Holm nicht gedacht hat:

  • Man lenkt das Denken von Befragten durch Fragetexte in eine bestimmte Richtung, suggeriert ihnen eine Meinung.
  • Man lässt offensichtliche Antwortkategorien in den Antwortvorgaben aus.
  • Man stellt widersprüchliche Fragen, um sich die passende Antwort aussuchen zu können.

Framing oder: Wie stelle ich sicher, dass Befragte in die richtige Richtung gelenkt werden?

Eurobarometer 376, auf den Viviane Reding ihren „Befragtenauftrag“ stützt, beginnt die Fragenbatterie, die sich mit Frauen in Führungspositionen beschäftigt, mit einer geradezu genial-subtilen Formulierung:

„Derzeit haben in der Europäischen Union weniger Frauen als Männer eine Führungsposition inne. Bitte sagen Sie mir, ob Sie den folgenden Aussagen zu diesem Thema zustimmen.“

Wem auch immer diese Frage eingefallen ist, er versteht sein Manipulationshandwerk. Fast unbemerkt, suggeriert er in seinem Fragetext den Befragten, ihre Meinung würde zu einem Missstand eingeholt. Die komplette suggestive Wirkung dieser Frage hängt an dem Wörtchen „derzeit“. Derzeit ist eine adverbiale Ergänzung, die sich entsprechend auf das Verb des Satzes (inne haben) bezieht und suggeriert, dass der derzeitige Zustand des Innehabens veränderungsbedürftig ist. Die Richtung der Veränderung ist ebenfalls vorgegeben, denn der Komparativ von wenig „weniger als“ bezeichnet den zu verbessernden Umstand sehr deutlich. Die Frageformulierung suggeriert somit eindeutig, dass der zu verändernde Zustand darin besteht, dass weniger Frauen als Männer Führungspositionen inne haben. Damit ist der Rahmen für die weitere Befragung gesetzt. Es geht darum, die geringere Zahl von Frauen in Führungspositionen zu beseitigen. Mit diesem suggestiven Trick gelingt es den Befragern der EU ganz nebenbei, jegliche Form der Begründung als unnötig, weil offensichtlich zu etikettieren. Kaum jemand fragt sich nach einer solchen Eröffnungsfrage, warum es eigentlich mehr Frauen in Führungspositionen geben muss?

Auslassung von Antwortalternativen

Die im letzten Absatz zitierte Frage ist die Einleitung zu einer kleinen Itembatterie, die aus fünf vorgegebenen Ursachen dafür besteht, warum Frauen seltener als Männer Führungspositionen in großen Unternehmen inne haben könnten. Interessant sind an dieser Stelle nicht die Antwortalternativen, die den Befragten vorgegeben werden, interessant sind die Antwortalternativen, die den Befragten nicht vorgegeben werden, z.B.:

  • Viele Frauen streben keine Führungspositionen an.
  • Viele Frauen wollen sich lieber um ihre Familie kümmern.
  • Viele Frauen wollen die Zeit, die sie mit ihrer Familie verbringen, nicht dem beruflichen Fortkommen opfern.
  • Viele Frauen arbeiten lieber teilzeit und können deshalb bei Beförderungen nicht berücksichtigt werden.

Keine dieser Antwortalternativen, die sich aus einer Reihe vorhandener Forschunsergebnisse leicht hätten ableiten lassen (z.B.: Hakim 1991) wird in der Eurobarometer-Befragung gefragt. Zudem fehlt bei allen Antwortalternativen, die den Befragten vorgegeben wurden, eine Differenzierung, wie ich sie hier mit „viele“ vorgenommen habe. Die Befrager des Eurobarometers stellen ihre Befragten vor eindeutige Wahlen: Entweder alle Frauen sind weniger bereit für ihre Karriere zu kämpfen als Männer oder keine Frau ist weniger bereit für ihre Karriere zu kämpfen als Männer. Derart apodiktische Setzungen mögen für ideologische Zwecke sinnvoll sein, für empirische Sozialforschung sind sie gänzlich ungeeignet.

Widersprüchliche Frageformulierungen

Mein „Spitzenreiter“ unter den manipulativen Befragungsformen, Spitzenreiter deshalb, weil er sich nach meiner Beobachtung besonders häufig in sogenannten Befragungen findet, ist das Stellen zweier leicht variierter, aber widersprüchlicher Fragen oder – in anderen Worten, das offene Manipulieren der Antworten in der Weise, dass man sich aus den beiden Fragen die passende Antwort aussuchen kann. Im Eurobarometer 376 wird diese Manipulationstechnik in besonders haarsträubender Weise angewendet. Frage QE4.1 lautet:

„Was ist Ihrer Meinung nach der beste Weg, um ein ausgewogeneres Verhältnis von Frauen und Männern in Aufsichtsräten von Unternehmen zu erreichen? (1) Freiwillige Maßnahmen, wie z.B. nicht verbindliche Grundsätze der Unternehmensführung und Satzungen; (2) Selbstregulierung, indem die Unternehmen sich ihre eigenen Ziele setzen; (3) Verbindliche rechliche Maßnahmen; (4) Es besteht keine Notwendigkeit, ein ausgewogeneres Verhältnis von Frauen und Männern in den Aufsichtsräten von Unternehmen zu erreichen.“

Dieser Frage folgt die folgende Frage:

QE5: „Einige europäische Länder (z.B. Frankreich, Spanien, die Niederlande, Italien, Belgien und Norwegen [Viele Nennungen schaffen Zustimmung, denn niemand will in der Minderheit sein]) haben bereits gesetzliche Maßnahmen ergriffen, um ein ausgewogeneres Verhältnis von Frauen und Männern in Aufsichtsräten und Unternehmen zu gewährleisten. Sind Sie für oder gegen ein solches Gesetz, unter der Voraussetzung, dass die Befähigung berücksichtigt wird und dass nicht automatisch das eine oder das andere Geschlecht bevorzugt wird?“ (1) voll und ganz dafür, (2) eher dafür, (3) eher dagegen, (4) voll und ganz dagegen. [Man fragt sich an dieser Stelle, ob alle Befragten, die sich in QE4.1 gegen eine gesetzliche Regelung ausgesprochen haben, hier gezwungen werden, für oder gegen eine gesetzliche Regelung Stellung zu beziehen oder ob alle, die keine gesetzliche Regelung befürworten, ausgefiltert also nicht mehr befragt wurden. Sollte ersteres der Fall sein, ist dies ein kruder Verstoß gegen die wissenschaftliche Lauterkeit (und ein Mangel an Respekt für die Befragten), ist Letzteres der Fall, dann basieren die Ergebnisse auf QE5 nicht wie Reding behauptet auf allen (befragten) Europäern, sondern lediglich auf den 26%, die sich in QE4.1 für eine gesetzliche Regelung ausgesprochen haben.]

Die erste der beiden Fragen hat zum Ergebnis, dass sich 26% der befragten Europäer für eine gesetzliche Regelung, 51% für eine der beiden freiwilligen Regelungen aussprechen, dass 8% keine Notwendigkeit sehen, ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in Aufsichtsräten herzustellen und 15% mit „weiss nicht“ antworten. Das ist eine klare Mehrheit von 59%, die keine gesetzliche Regelung als Mittel zur Durchsetzung einer Frauenquote wählen.

Die zweite Frageformulierung führt im Gegensatz dazu zu dem Ergebnis, dass 37% der Europäer von sich sagen, sie seien voll und ganz für die vorgeschlagene gesetzliche Regelung und 38% angeben, sie seien „eher dafür“. Nun eine Frage an die Leser: Welches der beiden Ergebnisse hat sich Frau Reding zu eigen gemacht, um ihren Kreuzzug für eine Frauenquote in Aufsichtsräten mit Befragtenlegitimation zu versehen? Richtig: die zweite und der Einfachheit halber hat sie die beiden Kategorien („voll und ganz dafür“ und „eher dafür“) auch gleich zusammengefasst, und so kommt es, dass angeblich „drei von vier Europäern“ wollen, dass „Frauen per Gesetz bei gleicher Qualifikation dieselben Chancen auf Spitzenposten bekommen“.

Als ehemaliger Sozialforscher macht mich derart offene Manipulation und ein derart offener Missbrauch der empirischen Sozialforschung wütend. Allerdings weiß ich derzeit nicht, ob ich wütender auf Polit-Kommissarinnen wie Reding bin oder auf die schweigende Gemeinde der Sozialforscher, die aus Angst, keine Auftragsforschung für öffentliche Auftraggeber mehr durchführen zu dürfen, den Mund hält und dabei zusieht, wie ein einst nützliches Mittel zur Beförderungen wissenschaftlicher Erkenntnis durch Ideologen diskreditiert und missbraucht wird. Selbst der Eurobarometer ist einst mit dem Ziel gestartet, wissenschaftlichen Ansprüchen zu genügen. Der erste Verantwortliche für den Eurobarometer, Karl-Heinz Reif, war zwar kein ausgewiesener Papst der empirischen Sozialforschung, aber immerhin Professor für Politikwissenschaft an der Universität Mannheim, so dass man annehmen kann, Kriterien der wissenschaftlichen Lauterkeit waren ihm nicht ganz unbekannt. Leider haben er und viele andere dabei zugesehen, wie die Umfrageforschung von Politikern und Ideologen aller Art gekapert wurde und nunmehr für ihre Zwecke missbraucht wird.

Der Eurobarometer ist als sogenannter Bus konzipiert, d.h. es gibt einen Kern von Fragen, die immer gestellt werden, um den herum Frageplätze gegen Bezahlung bereitgestellt werden. Sein Kern besteht aus Fragen, die seit 1973 wiederkehrend gestellt werden und u.a. die Zufriedenheit mit der demokratischen Verfassung der EU zum Gegenstand haben. Diese Fragen werden zweimal pro Jahr im Rahmen der Standard-Eurobarometer gestellt. Zudem ist es Generaldirektoraten der EU möglich, sich in den Eurobarometer einzukaufen (im Befragungsbus mitzufahren) und Fragen zu stellen, die z.B. für den entsprechenden Polit-Kommissar, der die jeweilige Generaldirektion unter sich hat, von Interesse sind. Wer hat wohl die Fragen bezahlt und gestellt, mit denen Reding nun hausieren geht? Vermutlich Ihre Generaldirektion. Deshalb und weil die Mehrheit der Sozialwissenschaftler den Mund nicht aufbringt, ist es problemlos möglich, sozialwissenschaftliche Methoden zu kapern, für die eigenen Zwecke zu missbrauchen und Befragte und Befragungsergebnisse nach Lust und Laune zu manipulieren.

Die Bereitschaft an Befragungen teilzunehmen, ist über die letzten Jahre stetig gesunken. Manche Befragungsinstitute sind bereits dazu übergegangen, ihre Befragungsteilnehmer zu bezahlen oder mit (kleinen) Geschenken bei der Stange zu halten. Möglicherweise ist es gerade der Missbrauch von Befragungen durch Politiker und Polit-Kommissare, die interepretieren, was ihnen gerade in den Kram passt, der dazu geführt hat, dass immer weniger bereit sind, als „Befragter-Legitimator“ für was auch immer herzuhalten. Wie auch immer, so langsam sollte der schweigenden Mehrheit der empirischen Sozialforscher, vor allem der großen Anzahl von Professoren, die für sich in Anspruch nehmen, für das Fach zu stehen (bzw. zu schweigen), etwas zum Missbrauch ihrer Wissenschaft einfallen.

Literatur

Hakim, Catherine (1991). Grateful Slaves and Self-Made Women: Fact and Fantasy in Women’s Work Orientations. European Sociological Review 7(2): 101-121.

Holm, Kurt (1975). Die Frage. In: Holm, Kurt (Hrsg.). Die Befragung I. Tübingen: A. Francke Verlag, S.32-91.

Bildnachweis:
qualdrics

Über Michael Klein
... concerned with and about science

35 Responses to Europäische Meinungsmacher – Wie man Umfrageforschung für seine Zwecke missbraucht

  1. Rechtlos sagt:

    Wie immer-Feminismus erreicht seine Ziele nur mit Lügen und Manipulation…

  2. qed sagt:

    Mißtrauische Zeitgenossen wie ich glauben sog. ‚Verlautbarungen‘ von Politikern schon lange nicht mehr.
    Durch kritisches Beäugen der Systemmedien bin ich vielmehr noch zu dem Schluß gekommen, daß in aller Regel das Gegenteil der Behauptung wahr ist. Derzeitiges Paradebeispiel: die EU- Politkommissarin Reding.
    Liest man die Kommentarspalten und Blogs im Netz, scheinen es sehr viele genauso zu halten wie ich.

    Dies läßt die Ursupatoren der Meinungsfreiheit zum letzten Mittel greifen: Unterdrücken des im Netz frei Geäußerten und wir können uns zahlreicher Versuche erinnern, zu zensieren, von Zensursula angefangen über den Staatstrojaner bis zum vorerst jüngsten Versuch:
    http://www.wgvdl.com/forum/forum_entry.php?id=223017

    Sehen wir es nüchtern: über kurz oder lang ist das www im Sinne der Machthaber ‚reguliert‘, wie China und Ägypten in jüngster Zeit gezeigt haben, wird bei Großereignissen das Netz einfach lahmgelegt.

    Bleibt zu hoffen, daß bald umfangreich freie Netzwerke entstehen!
    http://www.welt.de/print/die_welt/wissen/article13900775/Der-kleine-Bruder-des-WWW.html

  3. Olli Müller sagt:

    Großartige Entlarvung der feministischen Lügenbande!

  4. terminatus30 sagt:

    Ein wichtiger Beitrag, danke dafür!

  5. Pingback: Zahnpastatube II | gabrielewolff

  6. Alexander Roslin sagt:

    Viel zu wenige verstehen, mit was für einer totalitären, geschlechtersozialistischen Ideologie sie es im Falle des Staatsfeminismus zu tun haben.

    Die Massenmedien sind an Aufklärung, an kritischer Nachfrage, nicht interessiert. Sie leisten, beherrscht von ideologisch nahestehenden MeinungsmacherInnen, Schützenhilfe.

    Ich fürchte, das gilt auch für das Gros der Sozialforscher, die in linker Solidarität schweigt.

    So bleibt die wichtige Auffgabe der Aufklärung Menschen wie Dir überlassen, die in privater Initiative auf nicht sehr zahlreich besuchten Blogs Gegenöffentlichkeit schaffen, die in den großen Massenmedien – ganz bewusst! – keinen Raum mehr findet.

    „Demokratie“ geht so zugrunde.

    Eine Demokratie, die nicht dem umfassend und möglichst neutral nformierten Bürger vertraut, sondern sich ihre Mehheiten für das, was ohnehin beschlossen ist, zusammenmanipuliert, ist verzichtbar, eine leere Hülle ohne Inhalt, die eines Tages zusammenfallen wird.

    Gerade weil kein genuiner Volkswille sie mehr trägt, schon lange nicht mehr.

    • Hallo Alexander,

      auch wenn ich Deine Realitätsbeschreibung teile, so finde ich die Einschätzung zu pessimistisch. Widerstand regt sich doch an allen Ecken und Enden. Da Du ein Teil davon bist, solltest Du das doch am besten wissen. Das Hauptproblem scheint mir derzeit dieTrägheit derer zu sein, die sich eigentlich eine institutionelle Ausgangsposition geschaffen haben, um in den öffentlichen Diskurs einzugreifen, die aber zu sehr mit dem Bejammern der unterschiedlichsten Dinge beschäftigt sind, als dass Sie viel Produktives erreichen würden. Wenn man bedenkt, welche Gefahr nach Rosenbrock von der institutionalisierten Männerbewegung ausgeht, dann hätte diese Einschätzung bei denen, die die entsprechenden „Institutionen“ von innen kennen, eigentlich zu einer Reaktion führen müssen, dass sie das kaum hat, ist auch ein Ergebnis…

      Na, bevor ich jetzt auch pessimistisch werde, allein die Tatsache, dass die HB-Stiftung Männerrechtler denkt, bekämpfen zu müssen, spricht dafür, dass es eine Wirkung gibt, von der „wir“ nichts wissen. Das wiederum passt zu meiner Überzeugung, dass man nur kontinuierlich sein muss, um über kurz oder lang etwas zu verändern (der stete Tropfen, der den Stein hölt in Verbindung mit den butterfly Effekt der Chaos Theorie…). Bringing Boys Back In bebt nach rund 10 Jahren immer noch und ist nach meinen Infos der am häufigsten von pedocs herunter geladene Text und dieses blog hier gibt es nicht einmal ein Jahr und es geht stramm auf die ersten 100.000 visits zu. Das ist ein Anfang und jede „Bewegung“ (um einmal Herrn R. zu zitieren) hat klein angefangen.

  7. Goofos sagt:

    Wie die 75% zustande gekommen sind, war eigentlich schon klar als Frau Reding behauptete 75% der Europäer wären für die gesetzliche Quote. Ich persönlich schaue mir solche Befragungen schon gar nicht mehr an, weil man es unter einem Kontext wie der Frauenquote sowieso immer nur mit Manipulation, Schönrechnerei, Umdeutung oder gar Erstunken & Erlogen bis hin zu völlig aus der Luft gegriffen zu tun hat.

    Frau Reding ist auch weiterhin fröhlich mit solchen Methoden dabei die gesetzliche Frauenquote durch pressen zu wollen. Man nehme nur die von der hiesigen Presse leider zu gerne aufgenommene Pressemitteilung http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/12/213&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en

    Darin ist eigentlich fast alles vereint weshalb angeblich eine gesetzliche Frauenquote notwendig wäre. Angefangen bei dem seltsamen Umstand, dass die Unternehmen aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen dazu verpflichtet wären den Frauenanteil in Führungspositionen zu vergrößern. Selbst wenn die Unternehmen es wollten, heißt das noch immer nicht, dass sie es können. An anderer Stelle führt Reding dafür den höheren Frauenanteil von 60% an Uniabsolventen an, womit sich nicht der niedrige Frauenanteil in Führungspositionen erklären ließe. Für Reding völlig unverständlich. Aber vielleicht sollte sie einfach mal schauen mit welchem Abschluss die Absolventinnen die Uni verlassen und ob sich diese mit Führungspositionen vertragen. Man könnte auch noch die Überlegung anbieten wieviele Uniabsolventinnen sich dann doch lieber für Familie entscheiden. Jedoch könnte dabei Frau Reding wieder auf die Idee kommen, dass es an der Unvereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen liegen könnte. Würde man die verbessern, würden auch bestimmt automatisch mehr Frauen die Karriereleiter empor klettern. Als Führungskraft sollte man sich aber etwas mit Kosten/Nutzen-Rechnung auskennen.
    Zudem ist irgendwie auch lustig wenn gerade die Gleichstellungs-Komissarin darin nicht den Umstand erkennt, dass 60% irgendwie 10% zuviel sind. Wohl aber auch ein Grund warum man sich nicht traut mehr als eine 40% Quote zu fordern. Sonst müsste man noch an anderer Stelle etwas tun. Mehr wie sich nur als Kontrolleurin aufzuspielen, die Unternehmen überwacht ob sie unerreichbare Ziele nicht erreichen und dafür bestraft werden müssen.

    Nichtsdestotrotz sollten die Unternehmen die unerreichbaren Ziele baldmöglichst erreichen, schließlich würden sie sonst laut Frau Reding Europas Wettbewerbsfähigkeit schädigen und den Wirtschaftswachstum behindern. Nun haben sich schon einige Kommentatoren unter den dazugehörigen Artikeln der letzten zwei Tage gefragt, wieso Deutschland mit dem abgrundtiefen Frauenanteil in Führungspositionen noch so gut dasteht. Frau Reding wird sich aber mehr auf die Studien von McKinsey und Ernst & Young beziehen. Letzere ist glaube ich auch schon hier im Blog zerpflückt worden. McKinsey konnte in der Studie allerdings nach eigener Angabe auch keinen Zusammenhang zwischen der Wettbewerbsfähigkeit und dem Frauenanteil in Führungspositionen von Unternehmen finden. Stattdessen geht man simpel davon aus, dass eine Korrelation bestünde. Frau Reding bezeichnet das einen Beleg. Das ist jedoch egal, denn Frau Reding geht einfach noch einen Schritt weiter und definiert kurzerhand die Steigerung der Beschäftigungsrate für Frauen und Männer auf 75% in einen „Wachstumsfaktor“ um. Da ist es eigentlich egal was irgendwelche Statistiken, Studien oder Experten besagen, ein Wachstumsfaktor ist ein Wachstumsfaktor ist ein Wachstumsfaktor. Punkt. Dabei sollte man nicht vergessen, dass es sowieso weiterhin nur um eine Frauenquote für Chefetagen geht.

    Man könnte natürlich sagen, das ist alles eigentlich völlig egal. Denn schließlich haben Belgien, Frankreich, Italien, die Niederlande und Spanien bereits die Frauenquote in Führungsgremien eingeführt. Ich wiederum könnte sagen, dass ich nicht aus dem Fenster im 5. Stock springe nur weil alle anderen es auch tun. Aber Frau Reding stellt ferner fest, dass Unternehmen, die auf dem Binnenmarkt über die Grenzen hinweg tätig sind, verschiedene nationale Quotengesetze erfüllen müssen, wenn sie an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen wollen. Fragt sich jetzt nur welche Unternehmen weniger Wettbewerbsfähig sind? Die Unternehmen denen es eigentlich egal ist welche Geschlechter in den Chefetagen hocken oder die Unternehmen die eine feste Frauenquote zu erfüllen haben?

    Aber das ist alles komplett Egal. Wofür braucht es überhaupt irgendwelche Argumente für eine Frauenquote wenn die EU-Bevölkerung der simplen Ansicht ist, dass es eine gesetzliche Frauenquote braucht?
    Interessant wäre dabei die Frage ob die EU die Ansicht der EU-Bevölkerung schleunigst umsetzen würde, wenn die EU-Bevölkerung der Ansicht ist die EU sollte sich auflösen?

  8. Hans Meier sagt:

    „Allerdings weiß ich derzeit nicht, ob ich wütender auf Polit-Kommissarinnen wie Reding bin oder auf die schweigende Gemeinde der Sozialforscher, die aus Angst, keine Auftragsforschung für öffentliche Auftraggeber mehr durchführen zu dürfen, den Mund hält und dabei zusieht, wie ein einst nützliches Mittel zur Beförderungen wissenschaftlicher Erkenntnis durch Ideologen diskreditiert und missbraucht wird.“
    Ihre Formulierung, Herr Klein, trifft den Sachverhalt präzise.
    Eine Unzahl von Titelwichteln prostituiert sich, um an Mittel zu kommen, um ihre Positionen und ihre Institute auf zublähen, um sich im gewünschten Anspruch zu spiegeln, Wichtigkeiten als baren Erfolg und nicht nur als Streicheleinheiten für die persönliche Eitelkeit einheimsen zu können – und sind doch nur die „Hofnarren“ derer die sie füttern, denen sie Alibis anliefern, für deren nicht intelligentes, aber taktisches Regieren, wofür sie sich pseudo-wissenschaftliche Tarnung liefern lassen.

    Personen die sich im politischen Karrieregeschäft nach oben gemakelt haben, sind meist mit „allen Wassern gewaschen“, weil es ihnen gelang sich die notwendigen Mehrheiten zu organisieren. Dass dabei Zimberlichkeit nicht „hilfreich“ ist versteht sich nahezu von selbst.
    Die EU-Kommissarin Redding, verwendet doch eigentlich nur eine Blaupause, die andere weibliche „Führungsfiguren“ ständig liefern.
    „Vielleicht“ geht es den Damen ja nur darum, „Themen“ zu besetzen, damit sie in ihrer Funktion genügend Aufmerksamkeit erzeugen und ihre Stellung im medialen „Blitzlicht-Gewitter“ der ersehnten Wichtigkeit fortführen können.

    Ob die inhaltliche Richtigkeit dabei noch eine Rolle spielt – also das, was uns als Zeitzeugen verwundert und verärgert, unterscheidet uns sicherlich von diesen politischen, entfremdeten Figuren.
    Denen geht es offensichtlich doch nur um den Erhalt der eigenen Position, denn wie kämen sie sonst zu solchen Manipulations-Methoden, die das eigene Selbstbild abbilden? Wieso sollten sie sich sonst wissenschaftliche Reputation auf bezahlte Bestellung ausleihen oder etwa „Ethikräte“ zum „Durchwinken“ anordnen?

    Auch „gerissener Betrug“ und listiges Vorgehen können doch durchaus weibliche Eigenschaften sein, um es den „Jungs mal heimzuzahlen“ oder ?

    Nun, wie gehen wir damit um, diese Diskrepanz von wertschätzender Aufrichtigkeit von Respekt gegenüber den Lebensentwürfen von Frauen und Männern genauso bei zu behalten, wie andere sich davon entfernt haben?
    Ich denke, wie haben das Glück klarer zu sehen und zu leben, als das was andere Damen mit irgend welchen Aktionen zu installieren versuchen und auch dabei nur egoistisch, modisch verloren bleiben werden.

    • Nun, wie gehen wir damit um, diese Diskrepanz von wertschätzender Aufrichtigkeit von Respekt gegenüber den Lebensentwürfen von Frauen und Männern genauso bei zu behalten, wie andere sich davon entfernt haben?
      Ich denke, wie haben das Glück klarer zu sehen und zu leben, als das was andere Damen mit irgend welchen Aktionen zu installieren versuchen und auch dabei nur egoistisch, modisch verloren bleiben werden.

      Lieber Herr Meier,
      vermutlich sind wir beide in einem Alter, in dem man sich eigentlich zurücklehnen kann bzw. sich an den Rand des Wadi setzen kann und warten, bis die Leiche des Feindes vorbeigeschwommen kommt. Dennoch sehe ich das offene Rent seeking, mit dem derzeit allenthalben versucht wird, an die Fleischtöpfe zu gelangen und seine Schnauze in die Suppe zu stecken etwas weniger gelassen als Sie, da der gesellschaftliche und ökonomische Schaden, der von Genderisten oder linken Träumern ausgeht, einfach zu hoch ist, als dass man ihn leicht nehmen kann. Derzeit dürfen wir Mittelschichts-Berufs-Weibliche dabei beobachten, wie sie sich in einer Weise prostituieren, die widerlich, aber erfolgreich ist, denn die entsprechenden Gesetze werden kommen, so sicher wie der nächste Vollmond und deshalb ist es mein Bestreben (oder vielleicht auch nur mein Traum), den Widerstand gegen die Selbstbedienungskaste, die sich wie eine Schleimschicht über alles gelegt hat und alle Initiative und Freiheit im Keim erstickt, zu sammeln und zu bündeln, um nicht nur dabei stehen zu bleiben, die entsprechenden Personen als Lügner, Agitatoren oder was auch immer zu entlarven. Ich komme aus der Arbeiterschicht und deshalb will ich – trotz meines Alters – etwas ändern.:)

  9. Hans Meier sagt:

    Lieber Herr Klein,

    unsere privaten Ähnlichkeiten, z.B Jahrgang 49 oder aus Kleinbürger- bzw. Nebenerwerbslandwirtschaft-Elternhaus, wo diese den nazional-sozialistischen Irrsin mit Mühe überlebt hatten, mit 7 Jahren Dorf-Volksschule a zwei Klassen, zweieinhalb Jahre Gymnasium, mit 16 in die technische Lehre, mit 19 zufällig in die Ingenieurschule geraten, mit 24 an der TH ein Zweitstudium, weiter mit Taxifahren finanzieren um nach acht Semestern das erste Staatsexamen abzulegen, usw. – vielleicht verbindet es uns.
    Aber es stellt noch etwas anderes dar – sich engagieren zu können und den Imperativ eines Immanuel Kant zu finden, um eine liberale, der Wahrheit zugeneigte kritische Lebensperspektive zu haben und zu behalten.

    Meine konkreten Beispiele, welche Nachteile Quoten haben die ich anschaulich in dem Textteil beschrieb – der dann zur Blockade meines PC führte, wiederhole ich nun hier nicht…., obwohl es mich zunächst erschreckt hat, welche Dinge wie „Reiner Zufall“ einwirkend genannt werden könnten!

    Ich werde aber warten, wie Sie so treffend sagten, bis meine Gegner, auch der/die Reiner mit dem Gesicht nach unten an mir vorbeitreiben, egal in welchem Gewässer.

  10. Andreas Rheinhardt sagt:

    Willst du deinen Artikel bei zeit-online als Leserartikel einstellen? Wäre siche amüsant.

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  15. Edgar sagt:

    Sagen Sie mal – meinen Sie das ernst?
    „Fast unbemerkt, suggeriert er in seinem Fragetext den Befragten, ihre Meinung würde zu einem Missstand eingeholt. Die komplette suggestive Wirkung dieser Frage hängt an dem Wörtchen “derzeit”. Derzeit ist eine adverbiale Ergänzung, die sich entsprechend auf das Verb des Satzes (inne haben) bezieht und suggeriert, dass der derzeitige Zustand des Innehabens veränderungsbedürftig ist. Die Richtung der Veränderung ist ebenfalls vorgegeben, denn der Komparativ von wenig “weniger als” bezeichnet den zu verbessernden Umstand sehr deutlich. Die Frageformulierung suggeriert somit eindeutig, dass der zu verändernde Zustand darin besteht, dass weniger Frauen als Männer Führungspositionen inne haben. “

    „Derzeit“ bedeutet nichts anderes als „zur Zeit“, „gerade“, und suggeriert in diesem Satz rein gar nichts. Mir scheint, der einzige, der hier was suggeriert – und dies nicht eben geschickt – sind Sie selbst.

    Dass sich jedoch aus (A) der Gleichstellungsgesetzgebung der EU ergibt, dass (B) die Führungslücke zwischen den Geschlechtern geschlossen werden sollte, kann nur den wundern, der zwischen (A) und (B) keinen logischen Konnex sieht. Und diejenigen ärgern, denen (A) schon nicht passt. **gelöscht**

    • Edgar,

      ja, ich meine das Ernst und dass Ihnen das Sprachgefühl fehlt, um zu merken, dass die implizite Prämisse der Feststellung von „derzeit“ sei etwas nicht so, die ist, dass es geändert werden muss, das ist nun wirklich nicht mein Problem und entsprechend müsste ich wohl, um in Ihrer Welt Einlass zu finden fragen: Meinen Sie das Ernst, dass sie nicht verstehen, was hier suggeriert wird. So bar jeglichen Sprachgefühls kann man doch eigentlich nicht sein, besonders dann nicht, wenn man versucht, sich mit wichtigen Begriffen „Konnex“ und angedeuteter Logik (A und B, da fehlt mindestens ein Mittelglied, aber egal) zu ummänteln.

      Und in der Tat sehe ich keine logische Verbindung zwischen der Politik der EU und der Führung von Unternehmen, die Aktionären GEHÖREN, SIE? Wenn ja, dann breiten Sie die logische Verbindung, am besten in einem Syllogismus doch hier aus. Ich bin schon gespannt, aber bitte eine logische Verbindung, nein, ein logischer Konnex, kein IDEOlogischer.

      Für dem Fall, dass Sie das Ende Ihres Beitrags vermissen, es ist eine Sache, wenn Sie versuchen, mich zu beleidigen, ich kann das ab und bin nachsichtig wie ein Priester gegenüber seinen sündigen Schafen, aber ich lasse es nicht zu, dass Sie Kommentatoren in diesem Blog beleidigen und für die Zukunft sei es Ihnen gesagt: Wir tauschen hier Argumente aus, wenn Sie beleidigen wollen, dann müssen Sie sich ein anderes blog suchen.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

      @Edgar

      Sagen Sie mal: Meinen Sie diesen Beitrag ernst?

      Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass die „Übersetzung“ von „derzeit“ mit „zur Zeit“ oder „gerade“ irgendetwas daran ändert, dass den Befragten damit suggeriert wird, es handle sich um einen immer noch andauerenden, aber in der Zukunft zu überwindenen Zustand, den sie hier bewerten sollen?

      Sie erheben hier m.E. keinen ungeschickten Einwand, sondern gar kein Einwand. Wenn Sie keine besseren Argumente oder weiterführenden Anmerkungen haben und suggerieren, dass Sie sich angesichts Ihres Unmuts über die Inhalte des Beitrags von Herrn Klein lediglich psychologisch „erleichtern“ wollen, dann tun Sie das doch bitte woanders, so dass Sie uns regelmässigen blog-Lesern den Zeitaufwand ersparen, den die Lektüre Ihres „Beitrags“ bedeutet.

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  17. Aventin sagt:

    Goofos sagte:
    „Aber Frau Reding stellt ferner fest, dass Unternehmen, die auf dem Binnenmarkt über die Grenzen hinweg tätig sind, verschiedene nationale Quotengesetze erfüllen müssen, wenn sie an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen wollen.“

    Müssen dann die Unternehmen die jeweis höchste Frauenquote, des Landes haben, in welchem die Ausschreibungen stattfinden?
    Oder auch andere Quotenregeln? Dann aber immer die strengsten?
    Was aber, wenn ein Unternehmen als einzigster Anbieter in Frage kommt, (technisch,
    logistisch, patentrechtlich,rohstofflich,…) aber keine Quote hat?
    Wird dann das Projekt nicht ausgeführt?
    Und wenn nun ein Land Quoten verbietet? Z.B. durch dessen
    Verfassungsgericht (Antidikriminierung)?
    Dürfen, ja müssen dann auch „Quotenfirmen“ dort ausgeschlossen werden?

    Sind sicher nur Gedankenspiele! Aber was wenn?😉

    Wissen die Genderisten eigentlich, was sie da tun?

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  21. Dirk Esser sagt:

    So weit ich das erkenne war bei QE 4. ( “Was ist Ihrer Meinung nach der beste Weg, um ein ausgewogeneres Verhältnis von Frauen und Männern in Aufsichtsräten von Unternehmen zu erreichen?), die Antwort 4 (Es besteht keine Notwendigkeit, ein ausgewogeneres Verhältnis von Frauen und Männern in den Aufsichtsräten von Unternehmen zu erreichen.”) nicht vorgesehen; so verstehe ich jedenfalls den Hinweis „spontan“ Angabe. Dass eine solche Ansicht weder vorgesehen noch erwünscht war, zeigt aber in jedem Fall schon die Frageformulierung und die Abschnittsüberschrift („Der beste Weg, um ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in Aufsichtsräten von Unternehmen zu erreichen“).

    Mit fassungslosem Gruß
    Dirk E.

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  28. Dr. Volkmar Pleßer sagt:

    Eine Frauenqoute erfüllt m. E. nicht die Bedingung von QE5 „unter der Voraussetzung, dass die Befähigung berücksichtigt wird und dass nicht automatisch das eine oder das andere Geschlecht bevorzugt wird“, da Unternehmen bis zum Erreichen der Quote automatisch ein Geschlecht bevorzugen müssen unabhängig davon, ob überhaupt befähigte Bewerberinnen vorhanden sind. Somit dürfen die Antworten keinesfalls als Zustimmung für die Quote gewertet werden. Auch hierdurch erklärt sich die Diskrepanz in den Werten zur vorhergehenden Frage.

  29. nyúl sagt:

    Ich bin auch für eine 50 % Quote wenn dafür der Frauenanteil bei 50 % bleibt. In Anbetracht der Bevölkerung unterteilt in m/w wäre ich auch mit 52 % Frauenanteil zufrieden. Das würde ein Einstellungsverbot für Frauen bedeuten.

    Abgesehen von der Quote, gibt es noch die „normale“ Bevorzugung. Dazu möchte ich eine Ministeriumsverordnung zitieren: „Es soll möglichst vermieden werden, dass männliche Teilnehmer an Kursveranstaltungen teilnehmen können etc blabla
    Bei Einstellungen sieht es wahrscheinlich nicht anders aus.
    Den haargenaue Wortlaut weiß ich nicht mehr.

    Ich möchte noch hinzufügen, dass es in der „Privatwirtschaft“ (bei uns ist das schwer zu definieren – Staatsabhängig sind viele Betriebe bzw. halbstaatlich) zudem gar nicht möglich ist eine Quote außerhalb von Führungspositionen zu etablieren, da es nicht so viele Frauen in den jeweiligen Staaten gibt. Dazu müsste der Frauenanteil an der Bevölkerung auf die 100 % gehen.
    Sei es drumm.

    Nun, da Reeding weiß wie ihre Geschlechtsgenossinnen ticken, bin ich mir ziemlich sicher, dass sie es absolut begrüßt, wenn sie so bleiben wie sie sind und nützliche „Idioten“ sind, die ungefragt alles übernehmen, weil es so sozial Mainstreamkonform ist. Nur mit ihnen lässt sich größeres ungehindert durchsetzen. EU Einheitsstaat. Da ist Kaffeeklatsch durchaus angebracht. Nichts passiert unbegründet.

    Die Sparkasse sucht übrigens den Supernachschuldner:
    http://tinyurl.com/qjhyz5e

    Als Frau würde ich mich beleidigt fühlen. Aber ich denke eher die fühlen sich geehrt und als Verantwortungsbewußt wahrgenommen.

    Vielleicht glauben die auch selbst daran. Wer weiß. Ich für meinen Teil weiß nicht, ob ich Mitleid haben soll, trotz des Hasses der gegen mich schlägt aufgrund meiner Nonkonformität, oder es mich nur ein müdes Lächeln kostet.

    Ich Quatsche bei uns außerdem auch nur „Blödsinn“ lt. Vorgesetztinnen. Den ganzen Tag blabere ich von „irgendwas“ mit Geld. Was macht unsere (ok sie ist nett) Vorgesetzte, genau, sie legt ihr erspartes Geld in eine Betriebspension an. Dazu muss man wissen, dass heuer die Republik eine Vorabgewinnsteuer eingeführt hat (wurde in den MSM nicht kommuniziert, sondern in den Instutionen). Außerdem ist mit Anleihen mehr Verlust verbunden. -1,9 warens letztens. Die Steuer noch nicht berücksichtigt.

    Hauptsache ich bin doof. Ich denke den Mehrverdienst meiner Vorgesetztinnen werde ich in Zukunft mehr als wett machen.

    Eigentlich bin ich illoyal gegenüber meinem Arbeitgeber. Aber was solls, man denkt wie der Arbeitgeber der ebenfalls illoyal ist und seine Fürsorgepflicht verletzt.

    Als „Austrian“ können sie mich nunmehr köpfen Herr Michael, das ist mir durchaus bewußt. Selber schuld würden sie sagen, dass sie dort tätig sind. Dieser Umstand ist mir durchaus bewußt. Ich wollte nur Fakten und Überlegungen festhalten.

    Sie erwarten von mir nicht, dass ich an der staatlich erzwungenen (Abgabenforderung) Produktivsteigerung teilnehme. In der es systembeding bzw. lt. Mathematik immer mehr Verlierer geben wird bishin zum Staatsbankrott. Für wath? Außer ich muss, wenn die Damen noch mehr durchgreifen. Was wohl der Fall sein wird. Außerdem das Feld hätte ich schon ins Auge gefasst 400 Euro würden reichen zum Leben. Billiger als ein Bazci aus dem Nachbarstaat. Mittlerweile bin ich sparsam geworden.

    Aber nun gut, für mich war selbst diese Tätigkeit ein enormer Aufstieg ohne Hilfe.

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