Meinungsmache bei der ARD – Heute: BREXIT zurückdrehen

Journalismus besteht u.a. daraus, aus einer Flut von Informationen, diejenigen herauszufischen, die relevant, interessant und bedeutsam sind. Weil dem so ist, kann man anhand der Berichte, die sich in Medien finden, leicht feststellen, was den dort Arbeitenden relevant, interessant und bedeutsam vorkommt. Deshalb kann man auch feststellen, dass bei der ARD Journalisten beschäftigt sind, die eine geistige Fixierung aufweisen, wie man sie in Organisationen wie der Scientology Church oder in revolutionären Zellen vermutet.

Denn: Bei der ARD gibt es einige besonders eindimensionale Exemplare der Gattung Journalist; eine Art Realitätsverweigerer, Leute, die mit den Füßen aufstampfen, wenn etwas nicht nach ihrer Vorstellung geht und Leute, die vollkommen unfähig sind, zu lernen; Leute also, denen die Grundfähigkeiten, die den Menschen nach Ansicht von Immanuel Kant auszeichnen, fehlen: Empathie und Lernfähigkeit.

Und so stellt die ARD einmal wieder die Frage nach dem BREXIT.
Offensichtlich hängt das Herz der dortigen Redakteure ganz besonders daran, den BREXIT und somit die Entscheidung einer Mehrheit von Briten zurückzudrehen. So sehr hängt das Herz der ARD daran, dass sie im Meer der politischen Fische, die in Großbritannien nach der Wahl an den Scheiben der Fernseher vorbeischwimmen und „blubb“, machen, ausgerechnet die beiden kleinsten Fische heraussucht, die man finden kann:

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Tim Farron, Chef der seit gestern Nick Clegglosen (Sie erinnern sich vielleicht an den ehemaligen Vize-Premierminister im ersten Kabinett von Dave, David Cameron – er hat den Wiedereinzug ins Parlament verpasst) Fraktion der Liberal-Democrats im britischen Unterhaus fordert, so weiß die ARD, die Verhandlungen für einen EU-Austritt auf Eis zu legen und will sogar ein neues BREXIT-Referendum abhalten. Farron ist ein Politiker, wie man ihn mag, bei der ARD. Er lässt sich perfekt nutzen, um den Konsumenten der ARD eine britische Welt vorzuführen, die es nur in Marginalien gibt.

Und weil ein Farron zu wenig ist, um den Konsumenten der ARD darüber hinweg zu täuschen, dass die Tories mit 318 Sitzen und 13,6 Millionen Wählerstimmen die stärkste Fraktion im Unterhaus stellen, es also kein In Frage stellen des BREXIT geben wird, deshalb wird ausgerechnet Nicola Sturgeon von der Scottisch Nationalist Party, die bei der gestrigen Wahl von 56 auf 35 Mandate geschrumpft wurden, als weiterer Unterstützer der Position, die die ARD gerne mehrheitsfähig machen will, dargestellt.

Sturgeon und Fallon können für ihre Positionen die Unterstützung von rund 10.4% der britischen Wähler reklamieren. Sie sind zwei Randfiguren, deren Stimme gerade noch vernommen, aber nicht gehört wird. Entsprechend wird sich die Hoffnung der ARD-Fixierten, auch dieses Mal nicht erfüllen. Es wird kein Zurück hinter den BREXIT geben, und es wird auch keinen soft-BREXIT geben, denn, was in Deutschland verschwiegen wird oder unbekannt ist, einer der offensivsten Vertreter und Befürworter eines harten BREXIT ist der von Teilen der deutschen Linken – vermutlich in einer Mischung aus Ignoranz und Ahnungslosigkeit – gefeierte Jeremy Corbyn – komischerweise ist das der ARD keine Meldung wert…

Die Situation im Britischen Unterhaus sieht also wie folgt aus:
Für BREXIT: 590
Gegen BREXIT: 48
Nicht zuordenbar: 12
Es scheint, als würde die ARD die falschen Prioritäten in ihrer Berichterstattung setzen.

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