Norton Symantec: Der Trojaner auf der Festplatte

Meinungsfreiheit wird von den meisten Philosophen als zentraler Wert, an dem die Freiheit gemessen werden kann, angesehen. Meinungsfreiheit war und ist zu allen Zeiten umkämpft gewesen. In totalitären Systemen wird sie ebenso gefürchtet, eingeschränkt und bekämpft wie in vermeintlich freien Systemen. Der Unterschied zwischen den Versuchen, die Meinungsfreiheit einzuschränken, besteht dabei in den Methoden: Totalitäre Systeme gehen offen gegen Andersdenkende vor, vermeintlich demokratische Systeme nutzen subtilere  govt-censorshipMethoden. Sie verurteilen Andersdenkende wie z.B. Thomas Lentze (dazu werde ich demnächst noch etwas schreiben), weil sie nicht nur eine kontroverse Meinung haben, sondern die entsprechende Meinung auch offen vertreten.

Angeblich offene Systeme führen Kampagnen gegen diejenigen, die anders denken. Sie versuchen, affektive Vorbehalte gegen Andersdenkende zu schüren, z.B. dadurch, dass sie Andersdenkende in eine politische Ecke rücken, die derzeit gerade geächtet ist. In Deutschland ist es derzeit die rechte Ecke, und entsprechend wird von staatsfeministischen Aktivisten, die in Diensten von GEW oder Heinrich-Böll Stiftung stehen oder sich im Schutze der Anonymität in die Reihen der Wikipedia-Autoren eingeschlichen haben, versucht, Andersdenkende, in diesem Fall Männerrechtler, die das offizielle Mantra des Staatsfeminismus nicht teilen, ihm widersprechen und die offene Form der Selbstbedienung, wie sie unter Staatsfeministen mittlerweile üblich ist, bloß- und in Frage stellen, in die rechte Ecke zu stellen.

Wer einen Zweifel daran hat, dass dieses Manöver dazu dient, diejenigen, die in die rechte Ecke gestellt worden sind, im nächsten Schritt zu kriminalisieren, um sie dann im letzten Schritt verurteilen und hoffentlich mundtot machen zu können, der kommt besser schnell in der schönen neuen Welt des Staatsfeminismus an, der schönen neuen Welt, in der ein Herr von Guttenberg, der seine Dissertation bei anderen abgeschrieben hat, ganz schnell zum Paria wird, während eine Frau Schavan, die ihre Dissertation ebenfalls bei anderen abgeschrieben hat, von öffentlichen Medien mit Samtpfoten angefasst wird, so als wäre das Delikt ein anderes.

Der Versuch, die Öffentlichkeit zu manipulieren, der Versuch, die Meinungsfreiheit einzuschränken und schließlich abzuschaffen, findet in Kinderbüchern statt, die umgeschrieben und “bereinigt” werden (warum die Bücher nicht gleich verbrannt werden, ist klar: die rechte Ecke ist schon besetzt), er findet in vielfältigen Varianten der Fehlinformation statt, wie sie z.B. Viviane Reding versucht, und er findet sich in offenen und weniger offenen Versuchen von EU-Kommission, Politikern und ihren Helfeshelfer, das Internet unter Kontrolle zu bringen. Grundlegend wichtig dafür ist es zunächst einmal, Menschen Angst vor dem Internet zu machen und ihre Furcht vor Dieben, Betrügern und sonstigen Unholden so ins Absurde zu steigern, dass sie entweder das Internet gar nicht mehr nutzen oder wenn doch, dann nur mit einem “guten” Norton_logoVirenschutzprogramm, einem von Norton Symantec zum Beispiel. Und natürlich kämpfen die Regierungen, besonders die deutsche, auch an anderer Front für ihre Bevölkerung, zum Beispiel dann, wenn sie Internetprovidern Listen zukommen lassen, auf denen Web-Seiten aufgelistet sind, die durch die Provider nicht mehr angezeigt werden dürfen. Es ist eben eine schöne neue Welt, die uns unsere Regierungen täglich aufs Neue erschaffen.

Offensichtlich haben manche Regierungen unter Unternehmen willige Vasallen gefunden, die sich am Projekt, Bürgern nur noch das zugänglich zu machen, was für gut und richtig befunden wurde, beteiligen. So berichtet die größte Seite der Männerrechtsbewegung im Internet, A Voice for Men, darüber, dass Norton Symantec, ein Unternehmen, das u.a. Virenschutzprogramme herstellt, Seiten der Männerrechtsbewegung, die sich kritisch mit dem Staatsfeminismus auseinandersetzen, als “Hass-Seiten” klassifiziert und den Zugriff auf die entsprechenden Seiten mit der Bemerkung “Access Denied” verweigert. Die vollständige Liste der Seiten, auf die Norton den Zugriff verweigert, finden sich bei MRA London.

AVGKasperskyNun könnte  man an dieser Stelle fragen, welche Form der Legitimation Norton für sich ins Feld führt, um diese Zensur von Internetseiten zu rechtfertigen, aber damit würde man den Eindruck erwecken, als hätten Unternehmen wie Norton ein wie auch immer geartetes Recht, ihren Nutzern unter der Hand eine Zensur von Seiten zu verkaufen, ihren Nutzern die Selbstbestimmung und die Meinungsfreiheit zu beschneiden. Dieses Recht haben weder Regierungen noch Unternehmen wie Norton, und deshalb kann es nur eine Reaktion geben: Wer Norton installiert hat, soll es deinstallieren und ein Konkurrenzprodukt nutzen. Ich nutze AVG und habe überhaupt keine Probleme, Seiten der Männerrechtsbewegung aufzurufen. und mit Viren habe ich auch keine Probleme. Wer umsatteln will, hier ein Link zu Amazon, um AVG zu bestellen. Eine andere Möglichkeit, um weg von Norton zu kommen, bietet Kaspersky.

Wer intensiver über dieses Thema diskutieren will, als es in diesem blog möglich ist, der ist herzlich in unser Forum eingeladen. Dort findet sich eine entsprechende Diskussionsmöglichkeit.

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