Absurde Euphorie über Unbekanntes: MS-Medien feiern die Booster-Impfung von Pfizer/Biontech

Pfizer hat, wie das Unternehmen sagt: Ergebnisse aus dem Phase 3 Trial veröffentlicht, das zeigen soll, ob Booster-Impfungen effektiv sind. Und die MS-Medien, Sie wissen schon, die so furchtbar kritischen Journalisten-Attrapen, deren erste Frage immer ist: Ist die Studie auch “Peer reviewed”, sie feiern die Ergebnisse.

Ein paar Kostproben.

Früher hätten wir an dieser Stelle die Frage gestellt, ob man den Wahnsinn noch steigern kann. Um aber Wahnsinn noch steigern zu können, muss man einen Restbestand an Hirn annehmen. Diese Annahme haben wir im Hinblick auf MS-Medien fallen gelassen. Sie ist unrealistisch.

Offenkundig sind die Journalisten-Attrappen, die die Redaktionsräume der MS-Medien bevölkern, wild entschlossen, jeden BS den Pfizer veröffentlicht in einer Weise zu feiern, die man nicht mehr anders als abartig beschreiben kann. Die Pressemeldung auf die sich alle Jubelbeiträge in MS-Medien beziehen, sie findet sich hier. Wir haben ALLE Informationen, die in dieser Meldung enthalten sind, herausgesammelt. Es sind diese:

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  • Die Daten stammen aus einem LAUFENDEN Trial, das sich in Phase 3 befinden soll.
  • Mehr als 10.000 Probanden, vermutlich 10.001, die alle bereits ZWEI Impfungen mit Comirnaty von Pfizer über sich haben ergehen lassen, sind zwei Gruppen, der Kontroll- und der Impfgruppe zugeordnet worden. Die Impfgruppe hat einen Booster (30-µg Pfizer-Brühe) erhalten, die Kontrollgruppe einen Placebo, welchen auch immer.
  • Die vorausgehende Doppel-Impfung liegt im Median für ALLE Teilnehmer mindestens 11 Monate zurück. Nach allen Studien, die es bislang gibt, muss man davon ausgehen, dass keiner der Teilnehmer noch über irgend einen Schutz verfügt hat. Ob Pfizer die Antikörper der Probanden vor Teilnahme bestimmt hat, um etwaiige Verzerrungen der Ergebnisse auszuschließen, ist unbekannt. Wie sich die beiden Gruppen zusammensetzen, das ist unbekannt, sowohl im Hinblick auf die Altersverteilung, als auch im Hinblick auf Vorerkrankungen, als auch im Hinblick auf soziodemographische Variablen.
  • Die Probanden wurden nach dem Booster-Shot für maximal 2,5 Monate verfolgt.
  • In dieser Zeit gibt es 5 Fälle von symptomatischer COVID-19 Erkrankung in der dreifach geimpfte Booster Gruppe und 109 in der zweifach geimpften Kontrollgruppe. Was als “symptomatische COVID-19 Erkrankung” gilt, das ist unbekannt. Wenn Pfizer bisherigen Gepflogenheiten treu geblieben ist, dann gilt jemand, der Halsschmerzen mit einem positiven PCR-Test kombiniert als “symptomatisch an COVID-19 erkrankt”.
  • Daraus ergibt sich nach Ansicht der Herrschaften von Pfizer eine Effektivität des Booster-Shots von 95,6% [Rechnen wir mit unseren 10.001, 5001 in der Boostergruppe und 5000 in der Kontrollgruppe, dann ergibt sich die Effektivität wie folgt: ((1-(5/5001)/(109/5000))*100 = 95%;

Damit die Journalisten-Darsteller in ihrem Redaktionsmuff noch das Gefühl haben, man habe Ihnen Information gegeben, gibt es zusätzlich ein paar nutzlose Daten zur Zusammensetzung BEIDER Gruppen zusammen: Alle Probanden haben ein Medianalter von 53 Jahren, 55,5% der Teilnehmer sind zwischen 16 und 55 Jahren alt und 23,3% sind 65 Jahre und älter. Der in Grundrechenarten versierte Konsument solcher nutzlosen Infos folgert: 21,2% der Teilnehmer müssen zwischen 56 und 64 Jahren alt gewesen sein. Aber das ist nur eine kleine Spielerei mit vollkommen nutzlosen Informationen, die verdecken sollen, dass die Jubelpressemeldung keinerlei relevante Daten enthält, wobei das wichigste Datum wohl das Niveau vorhandener Antikörper zu Beginn des Trials gewesen ist.

Keine der MS-Journalisten-Attrappen hat die Ergebnisse hinterfragt. Alle haben das, was Ergebnisse sein sollen, durchgereicht wie geliefert und sich dem Pharmakonzern in seiner Euphorie angeschlossen. Vermutlich ist Pfizer ein Anzeigenkunde der meisten MS-Blätter, und den will man ja nicht durch kritische Berichterstattung verärgern. Lieber machen sich MS-Journalistenattrappen zum Erfüllungsgehilfen derer, die große Kasse mit mickrig-effektiven Impfstoffen, sorry: Vakzinen machen.

Auf Grundlage dessen, was Pfizer hier unter die Journalisten-Meute wirft, kann man keinerlei Aussage darüber machen, ob die behauptete Effektivität tatsächlich gegeben ist, geschweige denn darüber, was diese Effektivität eigentlich aussagt. Denn: Vergessen Sie nicht, die ursprünglichen Trials, die eine nahezu identische Effektivität, welch’ Zufall, ergeben haben, haben die Effektivität ebenfalls für bestenfalls milde COVID-19 Erkrankung, wenn man bei derart milden Fällen überhaupt von Fällem sprechen kann, errechnet. Aussagen darüber, wie sich eine Impfung auf Hospitalisierung und schwere Erkrankung, geschweige denn auf die Nebenwirkungen auswirkt, konnten auf Grundlage der ursprünglichen Trials ebensowenig gemacht werden, wie auf Grundlage der neuerlichen Trials. Indes würde man von einem verantwortlichen Unternehmen, dem es nicht nur darum geht, den Goldesel, der ihm zugelaufen ist, so lange zu melken, bis er vor Schwäche das Zeitliche segnet, erwarten, dass Nebenwirkungen, die seit den ursprünglichen Trials bekannt geworden sind, also z.B. Myokarditis, Gegenstand besonderer Sorgfalt, gezielter Untersuchung sind.

Indes, die Aussage von Pfizer zu Nebenwirkungen ist knapp und fast schon zynisch angesichts dessen, was bekannt ist:

“The adverse event profile was generally consistent with other clinical safety data for the vaccine with no safety concerns identified”.

Nun wissen Sie es.
Freuen Sie sich: Pfizer sagt: Unser Impfstoff ist SUPER. Er hat keine Nebenwirkungen, die der Rede wert sind. Alle diejenigen, die dreifach geimpft wurden, sind so sicher, wie wir es zuvor für diejenigen behauptet haben, die zweifach geimpft wurden. Leider verschwindet der Impfschutz bereits nach ein paar Monaten. Leider wissen wir nicht, wie lange der angebliche Booster-Impfschutz vorhält. Aber wir kennen den Preis des Booster-Shots sehr genau und wissen, dass wir uns auch dieses Mal eine goldene Nase mit weitgehend wirkungslosem Schrott verdienen, für den wir in spätestens sechs Monaten einen Booster den Booster-Shot anbieten werden. Das perpetuum mobile des immerwährenden Profits auf Kosten der Allgemeinheit.

Übrigens macht es natürlich einen Unterschied, wo die Probanden, die an Pfizers Booster-Trial teilgenommen haben, leben. Stellen Sie sich vor, die meisten der Trial-Teilnehmer der Impfgruppe leben in Ländern mit geringer Verbreitung von SARS-CoV-2, z.B. Schweden, die meisten Trial-Teilnehmer der Kontrollgruppe in Brasilien und den USA. Allein mit dieser Verteilung der Teilnehmer kann man die Ergebnisse schon zu seinen Gunsten beeinflussen. Ist diese Verteilung ausgeschlossen? Wir wissen es nicht. Wir wissen nicht einmal, ob der Wohnort zu den Variablen gehört, die als Kriterium in die zufällige Zuordnung der Teilnehmer zu Impf- oder Kontrollgruppe eingeflossen sind, denn außer Alter, Geschlecht, Ethnische Zugehörigkeit und ungenannten und daher unbekannten Vorerkrankungen werden keine Variablen genannt. Ergo könnte Pfizer allein durch die Zuordnung von Teilnehmer aus bestimmten Ländern zu Kontroll- oder Impfgruppe bereits das Ergebnis determinieren.

Ob sie es getan haben?
Dazu sind keine Informationen vorhanden.
Aber Pfizer ist alles zuzutrauen.
Und falls sie ihre Ergebnisse durch derart einfach umsetzbare Formen der “systematischen Verzerrung zu eigenen Gunsten” manipulieren, was soll passieren? Dass ein Journalistendarsteller aus MS-Medien auch nur auf den Gedanken kommt, die Pressemeldung nüchtern zu betrachten und sich nicht aufzuführen, wie ein Kleinkind, dem man einen Luftballon geschenkt hat, ist weitgehend ausgeschlossen.
Kritik und Kontrolle finden nicht statt.
Es gilt das kritiklose Lobhudeln.
In solchen Situationen ist es für Unternehmen wie Pfizer, die vom Blechnapf des unbegrenzten Profits gefressen haben, nur rational, die Ergebnisse ein wenig dem anzupassen, was sich besser verkaufen, besser in Profit umsetzen lässt.
Das heißt, wie gesagt, nicht, dass Pfizer das getan hat. Nur, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Pfizer es getan hat, beträchtlich ist.



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