Rechtsextremismus-Hype: Wie seit Jahren Rechtsextremismus geschaffen wird

Wer von unseren Lesern war dieses Jahr im Süden Italiens?

In Pompeij? In Neapel? In Sorrento? Amalfi?

Wer hat einen kleinen Abstecher auf den Vesuv gemacht?

Mt_Vesuvius_EruptingUnd wer hat dabei gedacht, dass er sich in Lebensgefahr begibt, bzw. darauf vertraut, dass der Vesus, der eigentlich überfällig ist, nicht gerade in dem Moment ausbricht, in dem er sich am Kraterrand befindet?

Gleichzeitig und Hand aufs Herz, wer von unseren Lesern hat Angst, dass er Opfer von Identitätsdiebstahl im Internet wird oder dass das Flüchtlingsheim um die Ecke angezündet wird?

Wissenschaftler diskutieren unterschiedliche Einschätzungen des Risikos, das mit einer Handlung verbunden ist, inadäquate Wahrnehmungen der Gefahr, in die man sich begibt, unter dem Stichwort der Salience. Salience beschreibt die Präsenz eines Themas, die Bedeutung, Normalität und Aktualität, die ein Thema in den Augen von Beobachtern hat.

Wer die Medien verfolgt, kann leicht den Eindruck haben, dass Deutschland in zwei Hälften geteilt ist. Eine Hälfte, nennen wir sie die böse Hälfte, ist vehement gegen Flüchtlinge eingestellt, demonstriert gegen Flüchtlinge bzw. sympatisiert mit denen, die demonstrieren, die andere Hälfte ist die Kopfschüttel-Hälfte, die sich über die andere Hälfte echauffiert und die erste Hälfte gerne in die Wüste schicken würde, sie in jedem Fall gerne unsichtbar und unhörbar machen würde.

Dieser Eindruck, den man leicht aus den Medien gewinnen kann, hat vermutlich (oder hoffentlich) nicht viel mit der Realität zu tun. Er ist das Ergebnis der Prominenz die, des Sendeplatzes der einem Thema, in diesem Fall dem Thema “Flüchtlinge” eingeräumt wird. So sind es z.B. die Flüchtlinge, wegen derer vermutlich Steuern erhöht werden müssen, nicht etwa die Tatsache, dass Steuergelder für Gender Mainstreaming, die politischen Vereine der Parteien und den Unterhalt von allerlei Netzwerken und Stiftungen und Organisationen, die sich zu Freunden von Flüchtlingen erklärt haben und diejenigen bekämpfen, bekehren oder mundtot machen wollen, die ein Problem mit Flüchtlingen haben oder Kritik in welcher Weise auch immer äußern, verschwendet werden.

Die aus Steuergeldern unterhaltenen Netzwerke, Stiftungen, Organisationen und politischen Vereine der Parteien wiederum, die haben ein Interesse daran, dass die Themen, die ihre Finanzierung sichern, in den Medien und der Wahrnehmung der Bevölkerung verankert werden.

Lebt eine Stiftung davon, die “Nazis” oder den “Rechtsextremismus” zu bekämpfen, dann ist es natürlich wichtig, dass die Gefahr, die von Nazis und von Rechtsextremisten ausgeht, als immens dargestellt wird. Das Flüchtlingsthema ist bestens dazu geeignet, diese Gefahr aufzubauschen, die Gefahr, die von einem Haufen Rechtsextremer ausgeht, der nimmt man die Berichte des Bundesverfassungsschutzes zum Ausgangspunkt tatsächlich weniger gefährlich ist als Linksextreme.

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Aber: Linksextreme kommen in der öffentlichen Wahrnehmung kaum vor und die Organisationen und Stiftungen, die sich dem Kampf gegen Linksextremismus verschrieben haben, die muss man suchen (und selbst dann findet man keine, wir haben jedenfalls keine gefunden). Organisationen, die Nazis, Rechstextreme in Broschüren, Maßnahmen, Tagungen, Veranstaltungen, Netzwerktreffen, Erziehungsprogrammen für Jugendliche, Ausstiegshilfen für Kinder und Jugendliche und wer weiß, mit was noch allem, bekämpfen wollen, sind dagegen Legion.

Die interessante Frage ist die Frage, wie ein Thema es schafft, zum Hype zu werden. Wie war es möglich, den Rechtsextremismus in Deutschland zu einem Popanz aufzubauen, dem in etwa die Gefährlichkeit von al-Quaida zugeschrieben wird?

Die Antwort auf diese Frage verweist auf eine unheilige Allianz zwischen Organisationen, die mit dem Kampf gegen Rechtsextremismus ihr Geld deshalb verdienen, und Wissenschaftlern an Hochschulen, die beide ein Thema hochgeredet bzw. hochgeschrieben haben, ohne dass es eine Begründung dafür gegeben hat.

Wir haben, um diese Hypothese zu prüfen, eine Auszählung (in Google Scholar) der wissenschaftlichen Beiträge (Zeitschriften, Bücher, Aufsätze, graue Papiere) zum Thema “Rechtsextremismus” vorgenommen (berücksichtigt wurden nur Beiträge in deutscher Sprache) und gleichzeitig und zu Kontrollzwecken die wissenschaftlichen Beiträge ausgezählt, die es im selben Zeitraum zum Thema “Linksextremismus” gab. Diesem Vorgehen unterliegt die Hypothese, dass das Thema “Rechtsextremismus” häufiger behandelt wird als das Thema Linksextremismus, weil sich mit dem Thema “Rechtsextremismus” deutlich mehr Steuergelder loseisen lassen als mit dem Thema “Linksextremismus”.

Die folgende Abbildung zeigt für den Zeitraum von 1980 bis 2014 die Anzahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu den Themen “Rechtsextremismus” und “Linksextremismus”.

Sie ist ein Beispiel dafür, wie ein Hype entsteht.

Rechtsextremismus hypeBeeindruckend – oder? Während das wissenschaftliche Interesse an Linksextremismus mehr oder weniger gleichbleibend kaum vorhanden ist, hat das entsprechende Interesse an Rechtsextremismus eine Reihe von Schüben erfahren.

Seit der Vereinigung nimmt die Anzahl der wissenschaftlichen Beiträge zum Thema Rechtsextremismus kontinuierlich zu, so dass man denken könnte, seit der Vereinigung gibt es ein Interesse daran, den Rechtsextremismus groß zu schreiben. Zuerst Anfang der 1990er Jahre, dann Anfang der 2000er und schließlich um 2010 gibt es regelrechte Sprünge in der Zahl der Publikationen von 153 im Jahre 1992 auf 345 im Jahre 1993, von 311 im Jahre 1999 auf 685 im Jahre 2002, von 817 im Jahre 2012 auf 1.270 im Jahre 2013. Rechtsextremismus ist zunehmend ein Mode-Thema der Sozialwissenschaften. Die Zahl der Beiträge ist ungefähr in dem Maße gestiegen, in dem die Hohe der Steuergelder gestiegen ist, die für Maßnahmen gegen Rechtsextremismus bereitgestellt wurden.

Da es für entsprechende Broschüren, Maßnahmen, Tagungen, Veranstaltungen, Netzwerktreffen, Erziehungsprogrammen für Jugendliche, Ausstiegshilfen für Kinder und Jugendliche, die sich gegen Linksextremismus richten, kaum einen Blumentopf zu gewinnen gibt, hält sich auch das vermeintlich wissenschaftliche Interesse an Linksextremismus in Grenzen. Vermutlich ist die Anzahl der Veröffentlichungen zum Thema Linksextremismus, die zwischen 2 (1981) und 124 (2011) liegt, ungefähr die Anzahl von Beiträgen, die man erwarten würde, wenn das Thema nicht von anderen als wissenschaftlichen Interessen getragen würde.

Andere als wissenschaftliche Interessen, wirtschaftliche und ideologische Interessen, spielen jedoch bei der Schaffung von Rechtsextremismus, bei der Produktion eines Rechtsextremismus-Veröffentlichungs-Hype eine große Rolle, wie die vielen Aktivisten, die von der Bekämpfung des Rechtsextremismus leben, bezeugen können.

netz-gegen-nazis_largeNun hat Salience, von der wir zu Anfang gesprochen haben, einen Nebeneffekt, der misslich ist: Wenn man Rechtsextremismus zu einem Popanz aufbaut, der seinem realen Gefährdungspotential nicht ansatzweise gerecht wird, dann mag dies den Zugang zu Steuergeldern, um Rechtsextremismus zu bekämpfen, erleichtern. Der geschaffene Popanz vermittelt aber Dritten den Eindruck, dass Rechtsextremisten in Deutschland an jeder Hausecke zu finden sei, man keinen Schritt mehr gehen könne, ohne auf einen Rechtsextremen zu treffen, dass Rechstextremisten die Normalität in Deutschland geworden sind. An diesem Eindruck haben die vermeintlichen Wissenschaftler, die den Rechtsextremismus zum Phänomen der Mitte erklärt haben, einen wenig rühmlichen Anteil.

Ist der Eindruck, dass Rechtsextremismus weit verbreitet ist, erst einmal entstanden, dann baut dieser Eindruck Hemmschwellen bei denjenigen ab, die ein gewisses Potential zu Straftaten inkorporiert haben oder die nach einer Legitimation für Straftaten gesucht haben, die sie schon seit längerem begehen wollten. In den USA ist dies als Copycat-Criminality bekannt, in Deutschland ist es – wie so vieles, was in der Realität beobachtet wird – kaum bekannt.

Entsprechend kommen wir zu einem politisch nicht korrekten Schluss, der die moralische Verantwortung für die Zunahme von Brandanschlägen auf ausgewiesene Flüchtlingsunterkünfte nicht bei denen sieht, die gegen Flüchtlinge demonstrieren oder den Zuzug kritisieren, sondern bei all denen, die mitgeholfen haben, Rechtsextremismus in Deutschland von einer Randerscheinung, die außerhalb der Wehrsportgruppe Hoffmann niemanden interessiert hat, zu einer Mode, einem Trend groß zu schreiben, dem zwar immer noch eine kleine Zahl überzeugter Rechtsextremer gegenübersteht, dem sich aber eine zunehmende Zahl von Mitläufern beigesellt, die mit Rechtsextremismus nichts am Hut haben, ihn aber aufgrund des Hypes, der um Rechtsextremismus gemacht wird, einerseits als Legitimation für die eigene Kriminalität benutzen können, andererseits als Symbol für den Widerstand gegen was auch immer.

Das haben die Warner vor dem Rechtsextremismus, die mit dem Warnen ihren Lebensunterhalt sichern, wirklich gut gemacht!

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28 Responses to Rechtsextremismus-Hype: Wie seit Jahren Rechtsextremismus geschaffen wird

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Rechtsextremismus-Hype: Wie seit Jahren Rechtsextremismus geschaffen wird

  2. rote_pille says:

    Also die Angst vor den Identitätsdieben kann ich noch nachvollziehen.

  3. Leonard says:

    In den ersten Jahrzehnte nach dem Kriege, in denen fast alle Erwachsenen Nazis oder ehemalige Nazis waren, in dieser Zeit hat es überhaupt keine Nazis gegeben. Niemand war Nazi und niemand war es je gewesen. Nein! Auch der Krieg wurde bekanntlich nicht von Deutschen unter Hitlers Kommando geführt, sondern angeblich nur “im deutschen Namen”, was immer das heißen mag. Was immer geschehen war, es war im Befehlsnotstand geschehen. –

    Heute, nachdem die allerletzten Nazis wegsterben und nur kleine Gruppen von völkischen Nostalgikern sich noch die Nazi-Epoche schönreden, erleben wir jedoch eine wundersame Vermehrung von Nazis, es wimmelt geradezu von ihnen, denn ständig erfolgen weitere unehrenhafte Ernennungen in den Nazistand. Die Praxis der Diffamierung gewinnt um sich greifend immer mehr Einfluß auf die politische Kultur des Landes, leider.

    Man könnte stattdessen zum Beispiel damit beginnen zu fragen, was denn richtig und was falsch ist, d. h. nachweisbar, und aus welchen Gründen, und damit aufzuhören, sich einzubilden, man selbst – sei es als “Linke”, sei es als “Rechte” – sei sowieso im Besitz der Wahrheit, und die jeweils andere Seite somit in der Dunkelheit der Unwahrheit. Es ergäbe sich dann vermutlich ein neues, sehr gemischtes Bild.

    Hilfreich wäre es insbesondere, wenn die eigenen Werturteile aufgedeckt würden und wenn nicht wie selbstverständlich unterstellt würde, diese seien allgemeingültig. Das nämlich sind sie nicht.

    Schließlich wäre es wichtig, stets auf die materiellen Interessen zu achten, die gerne mit irgendwelchen Gerechtigkeitsschlagworten o. ä. bemäntelt werden. Interessen nämlich sind eine sehr nüchterne Sache, sie haben meist das letzte Wort und sind fast immer der Kern der jeweils strittigen Sache.

  4. Michael Gäse says:

    Sehr geehrter Herr Klein,

    ich hatte es bereits am Dienstag in meinem Kommentar angekündigt:

    http://sciencefiles.org/2015/10/20/problembuerger-neue-akademisierte-beleidigung-durch-problembeamte/#comment-60649

    Es kommt wie es kommen muß:

    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/war-reker-attentaeter-v-mann-des-verfassungsschutzes/

    Nun arbeite ich weder für noch gegen den Verfassungsschutz, mal sehe ob ich wegen meiner hellseherischen Fähigkeiten noch Besuch bekomme, und doch sah es so aus, als ob ich da etwas wußte.

    Mich würde mal interessieren, was von den sogenannten rechtsextremen Straftaten übrig bliebe, wenn man mal diese sämtlichst explizit auf “False Flag” Operationen prüfen würde…

    Wie man bei der Feuerwehr auch weiß: die meisten Serien Brandstifter sind selbst Feuerwehrleute.

    Viele Grüße
    Michael Gäse

    • rote_pille says:

      Auch wenn es die Regierung noch weiter diskreditiert finde ich nicht gut, dass so etwas auffliegt. Ich hatte schon gehofft, dass die Appeasementpolitik von seiten der Bürger endlich ihr Ende gefunden hätte und effektivere Mittel zum Einsatz kommen.

    • Tobi M. says:

      Man muss doch heute schon kein Genie mehr sein, um eins und eins zusammen zu zählen! Das Parteiensystem ist in Gefahr, da immer mehr Menschen aufwachen. Diffamierungskampagnen laufen sich langsam tot, da man es langsam überstrapaziert hat. Die Medien spucken vor Wut Gift und Galle! Was man nun brauchte, war ein Attentat, welches sich möglichst gegen ein Mitglied der Politiker-Zunft richtete! Das Kalkül ist ja schließlich auch aufgegangen. Man hat quasi zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können, die Dame ist Bürgermeisterin geworden und man konnte den “Kampf gegen Rechts” weiter forcieren!

  5. dneail says:

    Der Rechtextremismus findet sich quasi überall. Wenn man für Selbstbestimmung, gegen Gleichschaltung und gegen die Brüssler Diktate ist, dann ist man sowieso gleich mal extrem rechts.
    Hab ich mal, innerlich kopfschüttelnd, erlebt. Also wenn man gegen Gleichmacherei und für individuelle Freiheit ist (kulturelle Freiheit eingeschlossen) dann ist man schon ziemlich Nazi und ich Dummerchen dachte immer freiheitliche und libertäre wären dem Nazitum diametral entgegengesetzt.
    Das waren übrigens Linksextreme damals, also SPD Wähler.

    • Raute des Wahnsinns says:

      Dies dachte ich früher auch mal, aber die Zeiten haben sich geändert! Wer heute nicht mit der Masse mitmarschiert, der gibt sich Anfeindungen preis. Wer versucht, einen Blick hinter Kulissen zu werfen, ist Verschwörungsspinner, Aluhutträger, Rechtspopulist oder eben Nazi!

  6. Welehamm says:

    Ich bin überzeugt, dass es heute mehr Nazis gibt als im Dritten Reich. In der gefühlten Rangliste, steht das Wort ganz oben. Ich mache mir langsam Gedanken um das schöne Wort “Arschloch”, das jetzt so still und leise durch “Nazi” abgelöst wird. Schade, Ich fand “Arschloch” besser.

    • dneail says:

      Beide Begriffe haben, zumindest nach meinem Verständnis, gar nichts miteinander zu tun. “Arschloch” entspringt ja auch meist der Bewertung von Leuten die wenig oder keine Argumente haben und versuchen sich über Diskreditierung anderer selbst aufzuwerten.
      Hatte Herr Klein ja schon in der Argumentationskette hier. Die meisten haben leider vermutlich viel zu wenig Hirnmasse um erkennen zu können das man selbst nicht größer wird wenn man andere erniedrigt.

  7. Gigagag says:

    Sehr eindrucksvolle Google-Scholar-Auszählung! Kann man das direkt in/von Google machen lassen? Der ganze wissenschaftlich-pädagogische Rechtsextremismusdiskurs als Problemdiskurs reagiert seit den (z.T. massenmedial mit-inszenierten) Übergriffen der 90er Jahre (Rostock!) zunächst nur katalytisch verstärkend – entsprechend schläft er zur Jahrtausendwende mangels neuer ‘Anschläge’ auch wieder ein. Seit ca. 2001 scheint er dann aber abgekoppelt von Realereignissen nur noch selbstreferentiell die eigenen Träger zu legitimieren bzw. eben die Profiteure der Problemdefinition. Zu Berücksichtigen wäre m.E. noch die sich aufschaukelnde Rückkopplungsschleife zwischen dem “sozialwissenschaftlich-pädagogischem Komplex” und der Medienberichterstattungsintensität zu diesem Thema: Das waren und sind stets kommunizierende Röhren…

    Gleichzeitig – das ist erst seit den letzten Jahren bemerkbar – wird dem Rechtsextremismusbegriff zunehmend die analytische Trennschärfe genommen, was dazu führt, dass heut schon Positionen, die ehedem noch als (wert)konservativ galten diesem auszugrenzenden Spektrum zugeschlagen werden… Das ist wiederum m.E. aus ein Skandal für eine Wissenschaft, die hier Begriffe einführt, um Sachverhalte zu verschleiern anstelle differenziert zu analysieren. So wurde tatsächlich ein Deutungsmuster geschaffen und aufgebläht, zu dem sich viele ‘bekennen’ können um so ihre anderweitig begründeten devianten Dispositionen zu legitimieren.

    Solche Strategien finden sich ja auch im Bereich des religiösen Fundamentalismus: Viele europäische (!) ‘IS-Fans’ sind einfach nur jugendliche Kriminelle, die ihrer devianten Energieabfuhr so einen spirituellen Anstrich und Tiefsinn zu geben versuchen. Ohne unsere west-Medien würde auch der ganze IS/ISIS-Terror ja nicht funktionieren…

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  9. zrwd2 says:

    der schwule, vormalige Neonazihäuptling Bela Althans meinte vor ein paar Jahren auf seinem Blog, dass die Anzahl neonazistischer Aktivisten lediglich einige Hunderte beträgt. Der muss es ja wissen. War ja lange Zeit in Führungsrollen. Dazu kommt eine extrem hohe Fluktuation, dh. die meisten Aktivisten streichen nach ein paar Jahren die Segel. Inwieweit das durch die Ex-DDR anders ausschauen könnte, kann ich nicht beurteilen. Tatsache ist, dass eindeutige Neonaziparteien bei Wahlen keinen Blumentopf gewinnen, wenn wir von ein paar Kuhdörfern in der EX DDR mal absehen. Ideologisch sind sie völlig isoliert, was Linke natürlich anders sehen, deren unwissenschaftliche, unpräzise und rein atavistisch-emotionale Herangehensweise mich nicht interessiert.

    • Thylacin says:

      Das mit den “Kuhdörfern der Ex-DDR”, die Rechts wählen ist so eine Sache. Ich selbst kenne so ein “Kuhdorf” hier in meiner Nähe, dass vor einigen Jahren der Rekordhalter in Sachsen-Anhalt bzw. sogar in ganz Deutschland war im Hinblick auf Stimmen für rechte Parteien bei irgendwelchen Wahlen. Was an dem Dorf auffällt, wenn man einmal durchfährt, ist im Dorfzentrum eine noch aus DDR-Zeiten sehr prominent angebrachte Thälmann-Büste (sehr guter Pflegezustand, nicht beschmiert oder sonst wie geschändet), was heute eine absolute Rarität ist. Das passt irgendwie mit den Anteilen rechter Parteien bei Wahlen dort gar nicht zusammen, oder doch? Die Antwort ist ganz einfach, die rechten Parteien werden einfach nur aus Protest gegen die herrschenden Zustände gewählt, nicht aus politischer Überzeugung. Wenn man sich darüberhinaus noch die Mühe macht und sich die Wahlergebnisse auch dieses Kuhdorfs so ansieht, so stellt man fest, dass auch linksextreme Parteien hier ordentlich gewählt werden, vermutlich aus denselben Gründen. Die Fluktuationen sind von Wahl zu Wahl sehr stark, man wählt mal sehr stark rechts, kurze Zeit später wieder sehr stark links, was meiner Meinung nach (ich kenne auch die Mentalität und Denkweise der Leute dort ganz gut) einfach nur eines bedeuten kann, man lehnt die herrschenden Verhältnisse (herrschendes Parteienkartell) rundweg ab und probiert immer wieder irgendetwas anderes dagegen aus. Man probiert eben. Das ganze ist zum allergrößten Teil Protest und sonst nichts. Und so und nicht viel anders verhält es sich auch in anderen Teilen der Ex-DDR.

    • Raute des Wahnsinns says:

      Richtig, rechtsextreme Parteien und Gruppierungen waren und sind immer im Promillebereich angesiedelt. Natürlich sehen viele Linke und linke Gruppierungen das anders, weil sie sich ihre Daseinsberechtigung über den “Kampf gegen Rechts” holen. Es ist in der Linken Szene so üblich, dass man sich gegenseitig auf die Schulter klopft und meint, etwas gutes und nützliches zu tun. Die Politik kann sich eine solche Mentalität momentan gut zu Nutze machen und tut dies auch!

  10. wreinerschoene says:

    Diese sogenannte Statistik ist doch so entstanden, da man alle Kritiker vom Flüchtlingsproblem bis hin zu Kritiken der Politik, alle als Rechts einstuft sind solche Ergebnisse doch klar. Alles was nicht der linken Meinung entspricht, so auch die Demonstrationen gegen den Gender-Wahn, ist alles Rechts. Es ist doch schön das man nur in zwei Schubladen gesteckt werden kann, entweder die Linke oder die Rechte. Einen Menschen der es ehrlich meint und etwas weiter denkt gibt es nicht mehr. Diese sogenannte fortschrittlichen Linken, wie sie sich selbst nennen, haben noch nicht bemerkt das ihre Bibel, das kommunistische Manifest, auch schon 180 Jahre alt ist.

  11. Pingback: Rechtsextremismus als Geschäft: “Kampf gegen Hirn” kommt immer weiter unter Druck | LW-Freiheit

  12. Ingo55 says:

    Ausserdem ist anscheinend noch keinem Politiker etc. aufgefallen das die”Gegen Rechts” Kampagnen gegen das Grundgesetz verstossen.

    Warum sagt man Rechts wenn man Nazis meint?Mir ist keine einzige Rede bekannt in der sich ein Nazi jemals als Rechts bezeichnet hat,wenn dann haben sie sich als als Links bezeichnet.

    Sogar im Linksgesteuerten Wikipedia kann man lesen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Horst-Wessel-Lied
    Für den heutigen Leser, dem die Gleichsetzung von Nationalsozialismus und Rechtsextremismus selbstverständlich erscheint, mag es dagegen überraschend erscheinen, dass Wessels Text die NSDAP mit dem Schlagwort Reaktion auch „nach rechts“ abgrenzt. Dies entsprach jedoch durchaus dem Selbstverständnis sehr vieler NSDAP-Anhänger und insbesondere der SA, die sich als Angehörige einer sozialrevolutionären Bewegung in ebenso scharfem Gegensatz zu den konservativen und monarchistischen Kräften des Bürgertums, etwa der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP), sahen

    Also warum machte man aus Nazis Rechte?Um die Schwarzen Parteien(CDU/CSU/ÖVP)zu diskreditieren.

    • Raute des Wahnsinns says:

      Ich denke, dass man dies ganz bewusst macht, um eben alles jenseits von links und mitte, als braun verunglimpfen zu können! In einer global gleichgeschalteten Welt möchte man keine wertkonservativen Ansichten, man möchte keine Wurzeln und kein Herkunfts- oder Gemeinschaftsgefühl. Den Begriff “rechts” synonym mit “Nazi” zu verwenden, hilft dabei, konservative Ansichten zu diskreditieren. Nachwachsende Generationen werden so irgendwann gar nicht mehr wissen, dass eine politisch rechte Einstellung überhaupt nichts mit Extremismus zu tun haben muss!

  13. Pingback: Pirinci und die echten Nazis | Semper Fidelis

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  15. Noch wesentlich krasser als einseitige Betonung von Extremismus unter Vernachlässigung des Linksextremismus ist die massive Verbreitung radikalfeministischer Ideologie seit mindestens 40 Jahren. Kritiker kamen seit 40 Jahren kaum noch zu Wort, und wurden massiv verunglimpft. Siehe Beweise für Zensur, Einseitigkeit und Manipulation in folgenden Büchern:
    “Die Genderung der Welt”
    http://www.aavaa.de/sachbuch/Die-Genderung-der-Welt
    “Kultur und Geschlecht. Feminismus: Großer Irrtum – schwere Folgen”
    http://www.nexx-verlag.de/?product=kultur-und-geschlecht-feminismus-grosser-irrtum-schwere-folgen
    und “Ideologiekritik am Feminismus: Krieg gegen Mann, Natur und Kultur”
    http://www.amazon.de/s/url=search-alias%3Ddigital-text&field-keywords=Deichmohle+Ideologiekritik+Feminismus+Mann

  16. Tobi M. says:

    Machen wir uns doch nichts vor, heute ist jeder, der nicht links ist, ein Nazi, so einfach ist das mittlerweile! Links sein ist heute staatlich verordneter Mainstream und wer nicht mitmacht ist out. Gerade deswegen gibt es viele, die dabei nicht mehr mit machen wollen, weil ihnen der Mainstream einfach nur noch stinkt! Wenn man sich all diese Promis anschaut, die aggressiv für staatlich verordnete Toleranz werben und jeden in die braune Ecke stellen, die nur den leisesten Zweifel an dieser Politik des Wahnsinns haben, kann man nur noch einen Brechreiz bekommen! Eben solche Bessermenschen braucht die Merkel-Politik, um die transatlantischen Pläne der Eliten wahr werden zu lassen! Die Bessermenschen sind in diesem Spiel nur die nützlichen Idioten und merken dies selber nicht!

  17. Pingback: Wie flüchtlingsfeindliche Vorfälle erfunden werden | ScienceFiles

  18. Carsten Passin says:

    “Die Zahl der Beiträge ist ungefähr in dem Maße gestiegen, in dem die Hohe der Steuergelder gestiegen ist, die für Maßnahmen gegen Rechtsextremismus bereitgestellt wurden.”
    Es wäre schön, diese Förderzahlen incl. Angabe zu den fördernden Stellen parallel in der Graphik dargestellt zu bekommen, um die Korrelation zu sehen.

    Da seit längerem kaum noch in der öffentlichen Diskussion begriffliche Differenzierungen zwischen “rechts”, “rechtsradikal” und “rechtsextrem” vorgenommen werden, auch oft nicht in entsprechenden Förderprogrammen, wäre es interessant, die Publikationssuche auch auf die ersten beiden Begriffe auszuweiten.

  19. Pingback: Der Kampf gegen rechte Halluzinationen | DiskursKorrekt im Tagesspiegel

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