SARS-CoV-2 doch chinesische Biowaffe? US-Außenministerium schließt es nicht aus

Die Delegation der WHO in China sitzt derzeit in Quarantäne und – so muss man aufgrund vergangener Tweets der Verantwortlichen annehmen – vergnügt sich auf ihre Weise, gemeinsam mit “Zhengli” und “Linfa”, bei Karaoke, Martini und Champagner. Zhengli und LinFa, das sind natürlich Zheng Li Shi und Lin-Fa Wang, die beiden chinesischen Wissenschaftler, die hauptverantwortlich für die in weiten Teilen widersprüchliche und in jedem Fall seltsame Geschichte sind, nach der SARS-CoV-2 mit RaTG13, einem bereits – wie nach und nach herausgekommen ist – 2013 gesammelten Coronavirus, eng verwandt ist. RaTG13 hat im Jahre 2013 zur Erkrankung von sechs Minenarbeitern geführt, drei davon sind an Symptomen, die COVID-19 entsprechen, gestorben.

Während also die Delegation der WHO in China in Quarantäne sitzt und sich darauf freut, mit den Kumpels aus China, deren Verhalten sie eigentlich untersuchen sollte, mit “Zhengli und LinFa” Karaoke zu singen und Champagner und Martini zu trinken, hat sich das US-Außenministerium zu Wort gemeldet und ein Fact Sheet zu den Aktivitäten des Wuhan Institute of Virology veröffentlicht, das die bisherige Faktenlage – besser: den bisherigen Stand der Verheimlichungsbemühungen durch China zusammenstellt. Das für uns besonders Spannende an diesem Fact Sheet ist, dass entgegen früherer Gepflogenheiten die Möglichkeit, dass SARS-CoV-2 ein Entwicklungsstadium oder einen Prototyp eines Kampfstoffes darstellt, der im Wuhan Institute of Virology entwickelt wurde, nicht mehr ausgeschlossen wird. Für diese Lesart, in jedem Fall für die Lesart, dass die Karaoke-Größen “Zhengli und LinFa” etwas zu verheimlichen haben, sprechen auch die Belege, die Alina Chan gerade minutiös in einer Timeline zusammengetragen hat, eine Timeline, die man auch zwischen den Zeilen lesen muss, denn zwischen den Zeilen steht Kollusion, gemeinsames Karaoke wenn man so will, zwischen EcoHealthAlliance, Peter Daszak ist Präsident von EcoHealtAlliance, und der Kommunistischen Partei Chinas über ihre beiden Sänger und Martinitrinker “Zhengli und LinFa”.

Wie auch immer, wer sich mit den Merkwürdigkeiten, die RaTG13 umgeben, nicht auskennt, dem empfehlen wir hier nachzulesen.

Als kleine Hinführung:

RaTG13 wurde in einem Beitrag von Zhou und (Zhengli) Shi, der am 3. Februar 2020 in Nature veröffentlicht wurde, erstmals wie folgt eingeführt:

“RaTG13 is the closest relative of 2019-nCoV and they form a distinct lineage from other SARSr-CoVs”. […] Bat CoV RaTG13 was obtained from R. affinis, found in Yunnan province.”

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Zhou, et al. (2020). “A pneumonia outbreak associated with a new coronavirus of probable bat origin


Das Genom von RaTG13 ist zu 96,1% mit dem Genom von SARS-CoV-2 identisch, so der Text, den 27 chinesische Wissenschaftler um Zhengli Shi vom Wuhan Institute of Virology (Zhou et al.) veröffentlicht haben. Ab diesem Beitrag in Nature geht die Mehrzahl der Wissenschaftler davon aus, dass RaTG13, der engste Verwandte von SARS-CoV-2, der tierischen Ursprungs ist, Beleg dafür ist, dass SARS-CoV-2 ebenfalls tierischen Ursprungs sei, von Fledermäusen stamme.

Aber mit RaTG13 gibt es erhebliche Probleme:

RaTG13, das zeigt eine gerade erst veröffentlichte Arbeit, ist gar nicht in der Lage, Fledermäuse zu infizieren. Seltsam, wenn man bedenkt, dass RaTG13 von Fledermäusen stammen soll, sie also irgendwie infiziert haben muss (Dieses Ergebnis macht den Umweg über Schuppentiere, der dann begangen wurde, so wichtig).


Mou, H. et al. (2020). Mutations from Bat ACE2 Orthologs Markedly Enhance ACE2-Fc Neutralization of SARS-CoV-2.


Eine Analyse von Re-konstituiertem RaTG13, die Hron et al. (2018) durchgeführt haben, zeigt darüber hinaus, dass RaTG13 nicht in der Lage ist, an ACE2-Rezeptoren von R macrotis Fledermäusen anzubinden, dem engsten Verwandten von R affinis Fledermäusen, von denen RaTG13 abstammen soll.


Hron, T., Farkašová, H., Gifford, R. J., Benda, P., Hulva, P., Görföl, T., . . . Elleder, D. (2018). Remnants of an ancient deltaretrovirus in the genomes of horseshoe bats (Rhinolophidae). Viruses, 10(4),


Nun ist das Veröffentlichungsdatum der Arbeit von Hron et al. irrtierend, denn Zhou und Shi et al. haben in ihrem Beitrag in Nature, der 2020 erschienen ist und die Welt über RaTG13 als engsten Verwandten von SARS-CoV-2 aufgeklärt hat, behauptet, die Gensequenz von RaTG13 sei erst 2020 entschlüsselt worden und das obwohl die eigene Benennung RaTG13 zeigt, dass das Coronavirus bereits 2013 gesammelt wurde. Das ist eine der Ungereimtheiten, die u.a. Fridstrom aufgegriffen hat. Die Arbeit von Fridstrom und weitere Arbeiten, die Ungereimtheiten aufzeigen, sind nun in ein Addendum gemündet, das zwischen den Herausgebern von Nature und den Autoren des WIV regelrecht ausgehandelt wurde, wie der eMail-Wechsel, der uns vorliegt, zeigt. 

Die nunmehr neue Geschichte lautet: RaTG13, von dem passender Weise keinerlei physischen Reste mehr vorhanden sind, sei tatsächlich 2013 in einer Mine in Yunnan gesammelt worden. Sechs Minenarbeiter, die damit beauftragt waren, die Mine von Fledermausdreck zu reinigen, waren zuvor erkrankt, drei davon sind an Pneumonia gestorben. Obowhl RaTG13 schon 2013 gesammelt wurde und, wie sich nun herausstellt, schon 2016 in einer Arbeit besprochen wird, an der abermals Zhou und Shi beteiligt waren, haben beide 2020 mit anderen aus dem WIV behauptet, die Gen-Sequenz von RaTG13 sei gerade erst entschlüsselt worden. Das, so stellt sich nun heraus, ist bereits 2018 geschehen. Eine offensichtliche Lüge? Nein, eines dieser Versehen, die sich in letzter Zeit häufen. Der Name des Coronavirus sei geändert worden, RaTG13 deshalb nicht als sein Namens-Vorgänger Coronavirus, das 2016 besprochen und 2018 entschlüsselt worden sei, erkannt worden.

Das behaupten Wissenschaftler aus einem Labor, in dem BSL (Biohazard-Safety-Level)-4-Forschung betrieben wird. Nicht gerade beruhigend. Und nicht wahrscheinlich, wie eine Studie zeigt, die wir hier besprochen haben.

Das Fact Sheet der US-Regierung, des US-Außenministeriums beginnt mit der Feststellung, dass auch nach mehr als 12 Monaten Pandemie nichts über den Ursprung von SARS-CoV-2 bekannt ist. Warum? Weil die Kommunistische Partei von China sich weigert, die Daten, die notwendig sind, um den Ursprung von SARS-CoV-2 zu bestimmen, herauszugeben. Statt für Transparenz zu sorgen haben die Chinesen in den letzten Wochen Tausende Daten und Studien gelöscht. Das ist dann wohl der chinesische Beitrag zur Aufklärung. Und irgendwie denken wir nicht, dass beim gemeinsamen Karaoke-Singen der WHO-Delegation mit “Zhengli und LinFa” viel mehr über den Ursprung von SARS-CoV-2 ans Tageslicht gelangen wird als bislang bekannt ist: nämlich nichts.

Indes enthält das FactSheet der US-Regierung eine Reihe neuer Informationen:

  • Mehrere Wissenschaftler des Wuhan Institute of Virology (WiV) sind im Herbst 2019, also vor dem Ausbruch von SARS-CoV-2 in Wuhan, erkrankt. Die Symptome ihrer Erkrankung lassen sich mit Influenza oder COVID-19 in Übereinstimmung bringen.
  • Laborunfälle, die zur Erkrankung von Mitarbeitern führen, sind keine Seltenheit in China. So war die Ursache des SARS-CoV-1-Ausbruchs von 2004 in Peking ein “Laborunfall”.
  • Die kommunistische Partei Chinas unterbindet bislang jeden Versuch, die erkrankten Wissenschaftler aus dem WiV oder andere Wissenschaftler aus dem WiV zu befragen.

Ein besonders heikles Feld ist die Art der Forschung, die im WiV betrieben wird.

  • Seit 2016 ist das WiV das zentrale Labor zur Erforschung von SARS. Spätestens seit 2016 wurden auch Experimente mit RaTG13 durchgeführt, dem nächsten Verwandten von SARS-CoV-2.
  • Das WiV ist für “gain of function” Forschung bekannt. Dabei werden Eigenschaften von Viren amplifiziert, so dass aus einem harmlosen ein gefährliches, aus einem nicht auf Menschen übertragbaren ein auf Menschen übertragbares Virus wird.

    Was ist Gain of Function Forschung?
    Ein Beispiel:
    Erinnern Sie sich noch an die Vogelgrippe?

    Die folgende Karte zeigt die Verbreitung, die die Vogelgrippe seit 2005 gefunden hat. Relevant für uns ist der Stamm H5N1 ein hochaggressives Influenza A Virus, das Millionen Vögel dahingerafft hat.

    Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de, CC BY-SA 3.0 de,

    H5N1 ist eine Ribonukleinsäure, wie SARS-CoV-2, hat aber im Gegensatz zu SARS-CoV-2 eine negative Polarität. H5N1 hat, wie die Karte zeigt, auch Menschen befallen, Menschen, die sich in engem Kontakt mit Vögeln befunden haben. Die folgende Tabelle der WHO gibt den aktuellen Stand der H5N1-Erkrankungen unter Menschen wieder:

    Seit 2003 sind weltweit 861 Menschen an einer Avian Flu, an H5N1 erkrankt, davon sind 455 verstorben. Die Case Fatality Rate beträgt demnach 52,8%. Das macht H5N1 zu einem der für Menschen gefährlichsten Viren, die derzeit bekannt sind. Zum Glück ist H5N1 nicht von Mensch zu Mensch übertragbar.



    Das heißt, es war eigentlich nicht übertragbar. Denn bereits im Jahr 2013 haben Chinesische Forscher des Harbin Veterinary Research Institute in Science einen Beitrag veröffentlicht, in dem sie davon berichten, dass sie mit H5N1 herumgespielt haben.

    Was die Chinesischen Forscher hier getan haben, ist leicht zu beschreiben: Sie haben ein Hybrid aus zwei Viren, aus H5N1 und H1N1 geschaffen,  von dem man annehmen kann, dass es nun Eigenschaften beider RNA-Stränge, von H5N1 und H1N1 kombiniert.

    H5N1 ist, wie die Tabelle oben zeigt, ein aggressiver Killer. Wer an H5N1 erkrankt hat eine Überlebenswahrscheinlichkeit von 48%. Aber, wie gesagt, H5N1 ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. H1N1 ist von Mensch zu Mensch übertragbar. H1N1, besser bekannt als Influenza A Subtypus H1N1 ist Nachfolger des Virus, das 1918/19 weltweit rund 50 Millionen Menschen getötet hat, der Spanischen Grippe. Seit 1976 kehrt es regelmäßig wieder, 2009 als Pandemie. H1N1 ist hoch ansteckend zwischen Menschen, hat aber nur eine Letalität von 0,1% bis 0,2%, d.h. nicht viele sterben, 99,8% derjenigen, die an H1N1 erkranken, überleben die Erkrankung.

    Die Forscher aus Wuhan haben somit aus einem harmlosen Influenza Virus, das hochübertragbar ist und dem nicht von Mensch zu Mensch übertragbaren Killer H1N5 einen Hybrigd geschaffen, einen leicht von Mensch zu Mensch übertragbaren Killer. Aber natürlich hat die Kommunistische Partei Chinas keinerlei Interesse an diesem Killervirus.

Nimmt man das, was bislang gesagt wurde, zur Grundlage, und ergänzt die folgenden Informationen, die das US-Außenministerium zusammengetragen hat, dann ergibt sich die Wahrscheinlichkeit, dass in China, im WiV an einem Biokampfstoff gearbeitet wird, fast von selbst:

  • China veröffentlicht keinerlei Informationen zu biologischen Kampfstoffen, obwohl das Land aufgrund der “Biological Weapons Convention”, die China unterzeichnet hat, dazu verpflichtet wäre.
  • Im WiV sind eine Reihe geheimer Projekte für das Chinesische Militär durchgeführt worden. Was macht die Arbeit mit Pathogenen wohl für das Chinesische Militär interessant?


Wir gehören zu den ersten, die die These vom Laborursprung von SARS-CoV-2 diskutiert haben. Seitdem tragen wir die Forschung zusammen, die den Schluss geradezu aufzwingt, dass SARS-CoV-2 aus dem Wuhan Institute of Virology stammt. Die Vermutung, dass es sich dabei um einen Biokampfstoff handelt, wurde erstmals Ende Januar von einer Indischen Forschergruppe vorgebracht. Sie haben viel Prügel für ihre entsprechende Veröffentlichung erfahren und sie letztlich zurückgezogen. Anschließend haben Faktenchecker in Kollusion mit einigen Pseudo-Wissenschaftlern dafür gesorgt, dass jeder, der die vielen Fakten, die auf einen Laborursprung hinweisen, als solche benennt, zum Paria erklärt wurde. Dessen ungeachtet wird die Kette der Indizien immer länger, das Netz der Belege immer dichter: SARS-CoV-2 stammt aus dem WiV, zumal die offenkundig lancierte Idee, es sei über Pangolins, also über Schuppentiere auf Menschen übergesprungen, von Shing Hei Zhan und Alina Chan zerstört wurde. Wir haben hier darüber berichtet.

Irgendwie zweifeln wir daran, dass die WHO-Delegation beim Karaoke-Singen mit “Zhengli” und “LinFa” neue Belege für den Ursprung von SARS-CoV-2 finden will oder solche finden wird, die auch nur entfernt das Wuhan Institute of Virology inkriminieren werden, es wird wohl eher ein Abschlussbericht in Sektlaune dabei herauskommen, der China von jedem Verdacht freispricht, selbst wenn es gelogen ist, denn Lügen scheint derzeit der Zement zu sein, auf den das globale Establishment setzt.

Und wenn Sie sich fragen, warum viele Wissenschaftler davor zurückschrecken, auch nur eine Stellungnahme zur Frage der Herkunft von SARS-CoV-2 abzugeben, dann empfehlen wir diesen Text, der auf die Feststellung hinausläuft, dass man die Hand, die einen füttert, nicht beißt, auch nicht mehr als Wissenschaftler – leider.



Seit Ende Januar besprechen wir Studien zu SARS-CoV-2. Damit gehören wir zu den wenigen, die das neue Coronavirus seit seinem Auftauchen verfolgt und den Niederschlag, den es in wissenschaftlichen Beiträgen gefunden hat, begleitet haben.
Eine Liste aller Texte, die wir zu SARS-CoV-2 veröffentlicht haben, finden Sie hier.

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