Das Virus, das aus dem Labor in China kam – Die Indizienkette wird länger

Außer den angeblichen Faktencheckern bei dpa und ARD, die dafür bezahlt werden, jede Herausforderung an das Denken zu unterdrücken, gibt es nur noch wenige, die mit 100%iger Sicherheit behaupten, dass SARS-CoV-2 vom Storch gebracht wurde.

Der neueste, der sich in die Reihe derer einreiht, die denken, das Wuhan Institute of Virology sei der Ursprung des Virus, ist der ehemalige Chef des Britischen MI-6 (this is our secret service though we don’t admit that it exists), Sir Richard Dearlove, der in einem Interview mit dem Telegraph sagt, er habe einer wissenschaftlichen Arbeit von Birger Sorensen und Angus Dalglish entnommen, dass das Virus ein Labor-Flüchtling sei. Man habe wohl im Wuhan Institute of Virology mit Coronaviren herumgespielt und nicht aufgepasst. Das Virus sei entkommen. Der Rest ist Pandemie.



Welcher Arbeit Sir Richard seine Erkenntnis entnommen haben will, ist leider nicht bekannt. Wir haben diese Arbeit von Sorensen, Susrud und Dalglish gefunden, in der es um die beste Strategie zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen SARS-CoV-2 geht, gefunden. Darin spielen unter anderem die sechs Inserts im Spike-Protein von SARS-CoV-2, die das Virus so ansteckend und erfolgreich im Versuch, menschliche Zellen zu infiltrieren machen, eine gewichtige Rolle, Inserts, die Sorensen und Dalglish, wie Sir Richard sagt, in der Form noch nie gesehen haben.

Das führt uns zurück zur allerersten Arbeit, von der wir berichtet haben. Neun für ihren Mut heftig gescholtene Inder haben sie am 30. Januar veröffentlicht, und darin von vier Inserts im Spike Protein von SARS-CoV-2 berichtet, die nach ihrer Ansicht für die hervorragende Anbindungsfähigkeit von SARS-CoV-2 an ACE2-Rezeptoren verantwortlich sind:

Damals, das war am 1. Februar 2020, haben wir geschrieben:

Entdeckt haben sie vier neue Sequenzen im Spike Protein, “Inserts” (Einfügungen) wie die Autoren schreiben. Die vier Inserts sind in allen 2019-nCoV Proben aus Wuhan präsent, eine Beobachtung, die die Autoren überrascht und dazu motiviert hat, den Ursprung der “Inserts” zu untersuchen. Als Hauptmerkmal der vier Inserts, die die Autoren gefunden haben, geben sie an, dass der Coronavirus 2019-nCoV durch die vier Inserts u.a. die Fähigkeit gewinnt, von Mensch zu Mensch zu springen, also eine Epidemie unter Menschen auszulösen.

“Since surface proteins are repsonsible for host tropism, changes in these proteins imply a change in host specificity of the virus. … it has gained tropism to humans as well”.

Ihre Ergebnisse haben bei den neun Indern ein Unwohlsein geweckt, das sie wie folgt zum Ausdruck gebracht haben:

“This uncanny similarity of novel inserts in the 2019-nCoV spike protein to HIV- gp120 and Gag is unlikely to be fortuitous. […] Taken together, our findings suggest unconventional evolution of 2019-nCoV that warrants further investigation”.

Seither ist die Liste derer, die Indizien dafür beigetragen haben, dass das Virus im Labor in Wuhan designed und von dort entkommen ist, länger geworden. Die ersten, von deren Studie wir am 17. Februar berichtet haben, waren Botao Xiao und Lei Xiao:

Sie haben ein Argument basierend auf räumlicher Nähe zwischen dem Huanan Seafood Market und dem Wuhan Institute of Virology gemacht und ihr Argument mit einer Reihe von Ereignissen und Ungereimtheiten im Wuhan Institute of Virology angefüttert. So, wie die Inder, von denen wir oben berichtet haben, ihr Paper zurückgezogen haben, so ist auch das Paper von Xiao und Xiao aus der Öffentlichkeit entfernt worden.

Der nächste, der die Überzeugung geäußert hat, SARS-CoV-2 sei chinesischen Ursprungs, menschlichen, nicht tierischen, ist der französische Nobelpreisträger Luc Montagnier, der den Nobelpreis für die Entdeckung von HIV, dem Human Immunodeficiency Virus (HIV) im Jahre 2008 (gemeinsam mit Françoise Barré-Sinoussi und Harald zur Hausen) erhalten hat.

Bei Montagnier hört sich das, im Interview mitpourquoi docteurwie folgt an:

Im Interview argumentiert Montagnier, dass das Virus, SARS-CoV-2, einen chinesischen Versuch darstelle, einen Impfstoff gegen AIDS zu entwickeln. Der Impfstoff, der SARS-CoV-2 geworden ist, ist nach Ansicht von Montagnier durch ein Versehen aus dem Labor freigesetzt worden, und zwar schon im Spätjahr 2019. 

Dass all diejenigen, die argumentieren, den Chinesen seien die eigenen Experimente über den Kopf gewachsen, nicht im Trüben fischen, sondern auf Erfahrung zurückgreifen können, haben wir am 1. Mai 2020 beschrieben. Es war im Jahr 2013, dass Chinesische Forscher ein Paper veröffentlicht haben, in dem sie der staunenden Gemeinschaft der Forscher kund getan haben, sie hätten ein Hybrid aus zwei Viren, aus H5N1 und H1N1 geschaffen, von dem man annehmen kann, dass es nun Eigenschaften beider RNA-Stränge, von H5N1 und H1N1 kombiniere.

H5N1 ist ein aggressiver Killer. Wer an H5N1 erkrankt hat eine Überlebenswahrscheinlichkeit von 48%. Aber H5N1 ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. H1N1 ist von Mensch zu Mensch übertragbar. H1N1, besser bekannt als Influenza A Subtypus H1N1, ist Nachfolger des Virus, das 1918/19 weltweit rund 50 Millionen Menschen getötet hat, der spanischen Grippe. Seit 1976 kehrt es regelmäßig wieder, 2009 als Pandemie. H1N1 ist hoch ansteckend zwischen Menschen, hat aber nur eine Letalität von 0,1% bis 0,2%, d.h. nicht viele sterben, 99,8% derjenigen, die an H1N1 erkranken, überleben die Erkrankung.

Chinesisches Tampering mit gefährlichen Viren ist also nichts Neues, es ist etwas Bekanntes.



Schließlich haben wir am 10. Mai von einem sehr guten Beitrag berichtet, dessen Autor, ein Virologe, der unbekannt bleiben will, nach unserer Meinung sehr gut nachgezeichnet hat, wie die Chinesen die Welt mit einem von ihnen geschaffenen neuen Virus beglückt haben. Die Argumentation von Nerd has Power läuft darauf hinaus, dass SARS-Cov-2 eine Kombination zweier früher entdeckter Coronaviren, nämlich ZC45 und ZXC21 darstellt, die beide als Grundlage benutzt wurden, um die hervorragenden Bindefähigkeiten und die extrem hohe Viralität zu schaffen, die SARS-CoV-2 auszeichnet.

Für diejenigen, die lieber stundenlang am Griffel nagen, als dass sie ihren Hintern heben, um zu recherchieren, aus Angst, sie könnten dabei etwas nicht politisch Korrektes finden, wird diese Indizienkette einfach nur eine Ansammlung von Verschwörungstheoretikern darstellen. Eine illustre indes, die aus Nobelpreisträgern, Geheimdienstchefs und einer stetig wachsenden Zahl von Wissenschaftlern besteht.

So langsam wäre es wohl an den Chinesen, der Welt reinen Wein einzuschenken.



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