Correctiv will sich mit uns anlegen: COVID-Tales of Ignorance and Stupidity

Zuweilen muss man mit der Tür ins Haus fallen (Trigger-Warnung: In diesem Beitrag nehmen wir kein Blatt vor den Mund).

Wissen Sie, was das größte Problem ist, das diese angeblichen Faktenchecker darstellen? Man muss sich als Wissenschaftler mit Leuten befassen, die Unfug absondern, weil ihre mentale Möglichkeitsstruktur nicht ausreicht, um die Aufgaben zu erfüllen, vor die sie gestellt wurden, man muss sich mit dem sprachlichen Auswurf von Leuten befassen, die einem intellektuell nicht das Wasser reichen können.

So, das musste einmal raus.

Bei Correctiv haben die Alarmglocken geläutet, denn einer unserer Beiträge ist auf Facebook weit mehr als 9000 Mal geteilt worden. Warum es immer noch Leute gibt, die Facebook nutzen, ist uns zwar ein Rätsel, aber wenn sie dort unsere Beiträge teilen, dann soll uns das nicht stören.

Geteilt wurde dieser Beitrag:

In diesem Beitrag steht:

“Die Anzahl der Toten ist im Beobachtungszeitraum von 2.435 Ende März auf 5.640 am heutigen Tag gestiegen. Sie alle sind nach einer Impfung verstorben. Die Anzahl der gemeldeten Nebenwirkungen hat sich im Beobachtungszeitraum ebenfalls mehr als verdoppelt. Sie ist von 333.818, die am 27. März gezählt wurden, über 623.830 am 4. Mai auf heute 780.073 Meldungen angestiegen. Rechnet man das Wachstum auf Tage um, dann hat sich die tägliche Anzahl der Meldungen von durchschnittlich 7.632 im Zeitraum vom 27. März bis zum 4 Mai auf durchschnittlich 11.160 im Zeitraum vom 4. bis zum 18. Mai erhöht. Das kann, muss aber nicht, eine zunehmende Zahl von Impfungen wiederspiegeln. Ebenfalls gestiegen ist die Anzahl der durchschnittlich pro Tag gemeldeten Toten, von 58 für den Zeitraum von Ende März bis Anfang Mai auf 73 für den Zeitram vom 4. Mai bis zum 18. Mai.”

Aus dieser Beschreibung schafft es “Sarah Thust” von Correctiv, die folgende Wertung zu machen:

Dass Thust vollkommen ungeeignet ist, die Korrektheit von Aussagen zu überprüfen, ist hier schon klar, denn sie schafft es nicht einmal, den Sinn von Aussagen zu erfassen, wie man leicht an der angeblichen Bewertung, die der Behauptung nachfolgt, sehen kann:

Jeder, der lesen kann, weiß, dass wir von gemeldeten Nebenwirkungen schreiben. Ob die vorausgehende Impfung kausal für die gemeldete Nebenwirkungen war, das ist eine offene Frage, die wir nicht beantworten können. Die Genossin von Correctiv kann das aber auch nicht. Ergo kann man das, was in der Datenbank der WHO gesammelt wird, WEDER als Beleg für eine kausale Verursachung noch als NICHT-BELEG für eine solche werten. Der Status dessen, was in der Datenbank der WHO gesammelt wird, ist offen, woran auch nichts dadurch geändert wird, dass von “Kontext” gefaselt wird.

Deshalb bauen wir seit mehreren Wochen an einer Zeitreihe, mit der es möglich ist, MUSTER und ENTWICKLUNGEN zu erkennen. Dass dann so ein Nitwit des Wegs kommt und meint sich anmaßen zu können, unsere Arbeit, die er nicht einmal in Ansätzen verstanden hat, als bar jeglichen Kontextes zu bewerten, das ist eines dieser Dinge, die bei physischer Gegenwart zu Ohrfeigen und bei physischer Abwesenheit zu entsprechenden Schlüssen über die geistige Fähigkeit des Gesinnungstäters führen.

Apropos Fähigkeit:

“Sarah Thust hat Journalistik und Psychologie an der Universität Leipzig studiert. Danach arbeitete sie drei Jahre als freie Reporterin in Kambodscha, für Auftraggeber wie die Nachrichtenagentur DPA oder die englischsprachige Tageszeitung Phnom Penh Post. Ende 2013 ist sie nach Deutschland zurückgekehrt. Sie spezialisierte sich als freie Journalistin auf Faktenchecks und die arabischen Länder, unter anderem für T-Online und die DPA. Seit Juli 2020 arbeitet sie für CORRECTIV.Faktencheck.”

Nicht einmal die Werbebeschreibung auf der Seite von Correctiv enthält auch nur ein Merkmal, das den Verdacht nahe legen würde, Thust sei auch nur entfernt dazu geeignet, die Korrektheit von Aussagen zu überprüfen. Auch wenn viele in modernen Gesellschaften denken, wenn sie ihren Hintern auf einen Stuhl setzen, der einer Position zugeordnet ist, dann kämen die Fähigkeiten, die für die Ausfüllung dieser Position notwendig sind, wie von Geisterhand verteilt, über sie: dem ist nicht so. Es bedarf weiterhin der Kompetenz, der Fähigkeiten und der Intelligenz, um Positionen auszufüllen. Weil dem so ist, haben die linken Sturmtruppen in den letzten Jahrzehnten so viele Positionen und Institutionen zerstört, von den Hochschulen angefangen bis in die Redaktionen angeblicher Medien.

Befassen wir uns doch ein wenig mit dem “Kontext”, der angeblich fehlt, Kontext, auch so ein Plastik-Begriff, den vornehmlich mental Herausgeforderte verwenden, in der Hoffnung, allein durch die Verwendung könnten sie in den Genuss von askribierter Kompetenz kommen. Der “Kontext”, der nach Ansicht von Thust fehlt, der lässt sich aus dem Geschreibsel, das sie verbreitet, wie folgt rekonstruieren:#

  • VigiAccess liste nur “vermutete potenzielle Nebenwirkungen”. Das ist falsch. VigiAccess listet “vermutete”, keine potentiellen Nebenwirkungen. Potentielle Nebenwirkungen sind Nebenwirkungen, die sich einstellen können. Sie stehen gemeinhin auf dem Beipackzettel. Vermutete Nebenwirkungen, das sind Nebenwirkungen, die nach einer Impfung auftreten, von denen man vermuten kann, dass sie in einem kausalen Zusammenhang mit der Impfung stehen, deshalb “vermutet”. Wir haben nie etwas anderes behauptet. Wir schreiben generell von Nebenwirkungen “nach Impfung”. Nach zeigt eine zeitliche Abfolge an: Erst die Impfung, dann die vermutete Nebenwirkung.
  • Da man nicht weiß, ob eine gemeldete Nebenwirkung, die in VigiAccess gesammelt wird, eine tatsächliche Nebenwirkung einer COVID-19-Impfung ist, deshalb ist man darauf angewiesen, Muster in den Daten zu finden.
  • Erblindung: 497 Fälle
  • Einseitige Erblindung: 153 Fälle
  • Vorrübergehende Erblindung: 91 Fälle
  • Nachtblindheit: 8 Fälle
  • kortikale Erblindung: 2 Fälle
  • Taubheit: 829 Fälle
  • Schlaflosigkeit (Insomnia): 9030 Fälle
  • Schlafstörung: 4.406 Fälle
    • darunter: 
    • Alpträume: 75 Fälle
    • Narkolepsie: temporäre Lähmung beim Erwachen: 41 Fälle
    • Plötzliches Einschlafen: 19 Fälle
    • Sprechen im Schlaf: 30 Fälle

Das sind Muster, die wir am 18. Mai in den Daten gefunden haben. Im Text von Thust finden wir dazu das Dümmste, das wir bislang gelesen haben:

“In den Texten von Wochenblick und Sciencfiles wird behauptet, Impfungen gegen Corona könnten Nebenwirkungen wie Tod durch Herzversagen, Gehirntod, Durchfall oder Kopfschmerzen hervorrufen, und laut Wochenblick „besonders häufig“ Taubheit, Blindheit und Schlaflosigkeit.

Das stimmt aber nicht. Durchfall und Kopfschmerzen werden als häufige Nebenwirkungen im Beipackzettel genannt, Taubheit, Blindheit und Schlaflosigkeit werden aber in keiner der Gebrauchsanweisungen als Nebenwirkung erwähnt (Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson).”

Es gibt also nur die Nebenwirkungen, die auf dem “Beipackzettel” stehen. Kann man Idiotie eigentlich steigern?

Einmal davon abgesehen, dass auf dem Beipackzettel auch keine Myokarditis steht, eine Nebenwirkung, die die US-amerikanische FDA in Alarmzustand versetzt hat, erübrigt es sich eigentlich, auf einen solchen Blödsinn, wie den, den Thust hier ablässt, zu reagieren. Tun wir es dennoch und verweisen darauf, dass dann, wenn der Beipackzettel alle möglichen Nebenwirkungen auflisten würde, eine Datenbank wie die der EMA [European Medicines Agency] oder der WHO [VigiAccess] nicht notwendig wäre. Nun gibt es aber beide Datenbanken, was den Schluss nahelegt, dass es Menschen gibt, die denken, dass man nicht in die Zukunft blicken kann, und deshalb nicht weiß, ob der Beipackzettel alle Nebenwirkungen aufführt, weshalb man besser kontrolliert und überwacht, wie sich die Nebenwirkungen nach Impfung entwickeln. Wir finden Dummheit, wie sie bei Thust Satz geworden ist, als eine obszöne Form des Masochismus, eine weitere Unsäglichkeit, die mit Faktencheckern einhergeht.

Wer unsere Berichterstattung kennt, der weiß, dass am Ende jeden Textes eine PDF-Datei zu finden ist, die es jedem, der das will, ermöglicht, die Angaben, die wir im Text machen, nachzuprüfen, denn es handelt sich um die jeweils tagesaktuelle Auszählung der Datenbank der WHO. Dennoch schreibt Thust:

“Ob die in den Blogs [ScienceFiles / Wochenblatt] angegebenen Zahlen korrekt sind, konnten wir nicht selbst nachprüfen …”

Man muss daraus schließen, dass Thust nicht in der Lage ist, einen Link zu einer PDF-Datei zu klicken und in der dann geöffneten Datei nachzulesen. Obendrein scheint Thust nicht nur unfähig, sondern auch im Heucheln geübt zu sein, wie die folgende Passage zeigt:

“Die Zahl der angeblichen „Todesfälle“, die bei Science Files und Wochenblick angegeben werden, wurde offenbar selbst errechnet, indem einzelne Meldungen mit Beschreibungen wie „Tod“, „Gehirntod“, „Scheintod“ (Apparant Deat), „Tod bei der Geburt“ und „Tod des Fötus“ zusammengezählt wurden.

Das ist jedoch irreführend, denn ein Mann könnte beispielsweise geimpft worden sein und dann von einem Auto angefahren werden und sterben. Oder eine Frau könnte bei der Geburt ihres Kindes sterben, ohne dass ihr Tod etwas mit der Corona-Impfung zu tun hat.”

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Ein COVID-19 Toter ist definiert als jemand, der innerhalb von 28 Tagen, nachdem er positiv getestet wurde, verstorben ist. Wir wenden für die Berichterstattung über die Nebenwirkungen dieselbe Definition an und sprechen von NACH Impfung Verstorbenen. Es besteht somit eine Äquivalenz der Vorgehensweise, über die sich nur ein Heuchler oder ein, sorry: Depp ereifern kann. Um Daten vergleichbar zu halten, muss man gleiche Maßstäbe anlegen. Da mit der Zählung des positiv getesteten Mannes, der angefahren wurde und verstorben ist, als COVID-19 Toter begonnen wurde, muss man zwangsläufig bei den nach Impfung Verstorbenen mit dem selben Kriterium fortfahren.

Im übrigen bedeutet die Tatsache, dass niemand weiß, ob ein NACH Impfung Verstorbener AN der Impfung verstorben ist, nicht, dass er NICHT AN der Impfung verstorben ist. Das ist das vielleicht größte Denkproblem, das Faktenchecker haben, eines, das die mindere Qualität ihrer Denkprozesse ausweist, denn wenn man etwas nicht weiß, dann weiß man es nicht, man kann es nicht definitiv behaupten und nicht definitiv ausschließen. Es ist eine offene Frage, zu der man sich stellen muss.

Man kann sich dazu stellen, wie dies die angeblichen Faktenchecker tun, die alles tun, um den Anschein zu erwecken, Impfungen hätten nichts mit Toten zu tun oder man kann die Entscheidung treffen, sich auf der richtigen Seite zu irren, und lieber davon auszugehen, dass die meisten Toten DURCH vorausgehende Impfung verursacht wurden. Letztere Entscheidung hat zur Folge, dass man verantwortlich handeln kann und Impfungen, für die der Verdacht begründet ist, dass sie großes Leid verursachen, stoppt. Erstere Entscheidung hat unverantwortliches Handeln zur Folge, Handeln, das auf die Hoffnung gegründet ist, nach Impfung Verstorbene seien nicht an der Impfung verstorben bzw. dann, wenn sie an der Impfung verstorben sind, sei es möglich, diese Wahrheit zu vertuschen, in jedem Fall handelt es sich um Menschenverachtung.

Weisen wir abschließend noch darauf hin, dass der Beitrag, von dem Thust behauptet, er zeichne sich durch einen “fehlenden Kontext” aus, in den Kontext einer Reihe von Beiträgen gehört, mit denen wir versuchen, die Frage, welche Gefahr von Impfungen ausgeht, zu beantworten. Diesen Kontext stellt Thust nicht in Rechnung, entweder weil sie unfähig zur notwendigen Recherche ist, oder weil sie böswillig versucht, einen falschen Eindruck von unserer Arbeit zu erwecken oder aus beiden Gründen. Das ist, abschließend, der letzte Grund, warum wir auf Faktenchecker in der ungläubigen Weise blicken, mit der wir auf Schwergewichtige blicken, die versuchen, einen Elfentanz aufzuführen.



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