Brandtext im Ersten: Systematisches Lügen in der ARD

Düstere Botschaft aus South Dakota.

Schon die Überschrift, die Katrin Brand aus dem ARD-Studio in Washington ihrem Beitrag gibt, verweist auf das Original bei der New York Times, von dem der Text wohl abgekupfert ist. Mit “Trump Uses Mount Rushmore Speech to Deliver Divisive Culture War Message” ist der Beitrag in der NYT überschrieben, mit dem sich das Blatt wohl endgültig aus der Liga der ernstzunehmenden Zeitungen verabschiedet hätte, wenn es noch dazu gehören würde. Der Text von Brand spiegelt den Text in der New York Times über weite Teile. Vom “düsteren Szenario” ist in beiden die Rede, vom “Kulturkampf” und beiden Texten ist das Bemühen gemein, Trump’s Rede in South Dakota vor dem Hintergrund der SARS-CoV-2 Pandemie zu diskreditieren.

Und damit sind wir bei den Lügen dieses Brandbeitrags im Ersten angekommen.

“Dass in fast allen Staaten der USA die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen steil ansteigt, war am Mount Rushmore nicht zu bemerken. Wie Fernsehbilder zeigten, trug kaum jemand Maske. Es werde kein Social Distancing, also kein Abstandsgebot geben, hatte die Gouverneurin Kristi Noem schon vorher angekündigt.”



Die USA sind bekanntlich etwas größer als Deutschland. Während zwischen München bis Hamburg 791 Kilometer liegen, trennen Washington, DC und Mount Rushmore National Memorial, wo Trump seine Rede gehalten hat, 2.625 Kilometer. South Dakota selbst umfasst eine Fläche von 199.729 Quadratkilometer, nimmt man Nord Dakota (183.483 Quadratkilometer) noch hinzu, dann kommen die beiden Dakotas auf mehr Fläche als Deutschland (357.022 Quadratkilometer).

Die beiden Dakotas haben zu keinem Zeitpunkt einen Lockdown verhängt und hatten auch keine besonderen Regeln sozialer Distanz in Kraft. In einem Staat wie South Dakota, ein Staat, der halb so groß ist, wie Deutschland und dessen Fläche sich rund 900.000 Menschen teilen, ist das nicht notwendig. Katrin Brand, ARD-Studio Washington, hat davon entweder noch nichts gehört, was ihre Unfähigkeit, den Posten zu füllen, auf dem sie sich herumdrückt, deutlich macht, oder sie verschweigt diesen Umstand ihren Konsumenten in voller Absicht und mit dem Ziel, die Konsumenten der ARD zu belügen.



Das weitgehende Fehlen von Lockdown und Social Distancing in South Dakota hat sich nicht negativ auf die Infektionszahlen des Landes ausgewirkt. Insgesamt gibt es seit Beginn der Epidemie in den USA 6.893 positiv Getestete in South Dakota, in den letzten sieben Tagen sind 474 hinzugekommen und insgesamt sind in South Dakota 97 Menschen an COVID-19 verstorben – auch das weiß Brand nicht oder sie verschweigt es den Konsumenten der ARD.

Vegleicht man South Dakota mit Deutschland, das von den öffentlich-rechtlichen Andienern gerne als herausragendes Beispiel der Bekämpfung von COVID-19 gepriesen wird, dann bleibt Deutschland hinter South Dakota zurück: 1.815 neu positiv Getestete in den letzten sieben Tagen, insgesamt 197.000 positiv Getestete bislang und 9.073 Tote, was natürlich darauf zurückzuführen ist, dass Deutschland mehr Einwohner hat und dichter besiedelt ist, rechnet man daher die Toten auf eine Million Bevölkerung um, um eine Vergleichsbasis zu erhalten, dann ergeben sich jeweils 110 Tote für beide. Abermals also nichts, was einem Angst machen müsste.

Am dreistesten ist jedoch die Lüge gleich zu Beginn des Absatzes:

“Dass in fast allen Staaten der USA die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen steil ansteigt, war am Mount Rushmore nicht zu bemerken”.

Die folgende Abbildung umfasst alle Bundesstaaten der USA. Es sind die neuesten Daten, und sie zeigen, dass die Behauptung von Brand entweder einfach dahingesagt oder bewusst erlogen ist.

Die gelb hinterlegte Spalte gibt die Anzahl der in den letzten 24 Stunden positiv Getesteten an. Von den 50 Staaten und dem District of Columbia kann bestenfalls für vier, mit sehr viel gutem Willen vielleicht von zehn Staaten gesagt werden, dass die Anzahl der positiv auf SARS-CoV-2 Getesteten relativ stark, stark wohl nur in Texas und Florida ansteigt. Dennoch behauptet Brand, dass “in fast allen Staaten der USA die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen STEIL ansteigt”. Eine glatte Lüge, ob aus Dummheit oder Bosheit oder beidem – wer weiß.



Und weiter geht es: Wie so oft, wenn Journalisten-Darsteller erst einmal am Lügen sind, dann laufen sie wie ein Rädchen. Die tiefe Krise, in der sich die USA wegen des Coronavirus befinde, sei dem Präsidenten keine Bemerkung wert gewesen. Nun, dass Trump nicht über die “tiefe Krise, in der sich die USA wegen des Coronavirus befindet”, gesprochen hat, hat einen einfachen Grund: Die Rede hat den Nationalfeiertag der USA zum Anlass, die Deklaration der Unabhängigkeit der USA von Großbritannien und die Rede von Donald Trump reflektiert diesen Anlass, in dem er einen par force Ritt durch die US-Geschichte unternimmt und herausstellt, was das Besondere an dieser Geschichte ist: Freiheit, Offenheit und Demokratie, das, was man als US-Amerikanische Werte bezeichnen kann. Die Rede kann hier im Verbatim nachgelesen werden.

Hier ein kleiner Ausschnitt, um den Tenor der Rede deutlich zu machen:

“1776 represented the culmination of thousands of years of Western civilization and the triumph of not only spirit, but of wisdom, philosophy, and reason. And yet, as we meet here tonight, there is a growing danger that threatens every blessing our ancestors fought so hard for, struggled, they bled to secure. Our nation is witnessing a merciless campaign to wipe out our history, defame our heroes, erase our values, and indoctrinate our children. Angry mobs are trying to tear down statues of our founders, deface our most sacred memorials, and unleash a wave of violent crime in our cities. Many of these people have no idea why they’re doing this, but some know what they are doing. They think the American people are weak and soft and submissive, but no, the American people are strong and proud and they will not allow our country and all of its values, history, and culture to be taken from them.

One of their political weapons is cancel culture, driving people from their jobs, shaming dissenters, and demanding total submission from anyone who disagrees. This is the very definition of totalitarianism, and it is completely alien to our culture and to our values and it has absolutely no place in the United States of America.

[…]

We want free and open debate, not speech codes and cancel culture. We embrace tolerance, not prejudice. We support the courageous men and women of law enforcement. We will never abolish our police or our great Second Amendment which gives us the right to keep and bear arms. We believe that our children should be taught to love their country, honor their history, and respect our great American flag.”

Diese Ausführungen belegen, dass Donald Trump die Krise, in die identitätslinke Spinner die westliche Zivilisation ohne Not und rein aus Boshaftigkeit gestürzt haben, im Gegensatz zu dem, was Brand behauptet, anspricht. Aber, so wird sich der Brandschreiber wohl herausreden, mit Krise sei die wirtschaftliche Krise gemeint.

Wie ist das mit der tiefen (wirtschaftlichen) Krise, in der sich die USA befinden. Nun, wer den Medien außerhalb von Deutschland folgt, was ein Auslandskorrespondent doch eigentlich tun sollte, der sollte schon einmal von der V-shaped recovery gehört haben, das, was als bounce back beschrieben wird, nämlich eine schnelle Erholung nach dem Ende des Lockdowns, eine solche:

Die US-Wirtschaft, die im Gegensatz zu Deutschland durch einen dynamischen, keinen rigiden Arbeitsmarkt gekennzeichnet ist, erholt sich deutlich schneller, als selbst von Optimisten vorhergesagt: 4,8 Millionen neue Jobs muss man erst einmal schaffen. Die schnelle Erholung der US-Wirtschaft, die u.a. von Steuern, die Donald Trump gestrichen hat, verursacht wird, passt natürlich nicht in das erlogene Bild, das den Konsumenten der ARD von den USA gezeichnet werden soll, von dem Land, in dem doch die SARS-CoV-2 Fälle wieder so heftig steigen. Man kann sich die kleinen missgünstigen Zwerge in den Redaktionen, mit ihren grünen Gesichtern richtig vorstellen. Wie es sich mit den steigenden Fällen in den USA tatsächlich verhält, haben wir hier beschrieben.

Weiter geht es: In den USA werde heftig über Rassismus diskutiert, so die nächste Lüge in dem Brand-Artikel. Tatsächlich diskutiert die woke Minderheit, eine Ansammlung aus Linksextremen, Antifa, Marxisten, anderen nutzlosen Gestalten, Sozial-Akademikern und Medienangestellten. Sie alle haben sich die Illussion geschaffen, sie seien die Mehrheit und seien relevant. Die Wahrheit sieht so aus:

Das verschweigt die ARD, nein, das unterschlägt die ARD und nicht nur das: Der Summer of Love, den Linksextreme in Seattle ausgerufen haben, ist auch vorbei, die erste Autonome Zone in den USA, vermutlich einer der Orte, an denen nach Ansicht von Brand über “Polizeigewalt und Rassismus” diskutiert wird, ist nicht mehr (Wir haben hier darüber berichtet). Die Gewalt in CHAZ war zu intensiv, die Zahl der Toten selbst der Bürgermeisterin von Seattle, die es bis heute nicht über sich gebracht hat, dem Vater eines 19jährigen Teenagers, den CHAZ-Secruity (!sic) grundlos erschossen hat, ihr Beileid auszudrücken, und das obwohl der 19jährige Teenager wie sein Vater auch, schwarz ist, black, black lives matter – nie war die Heuchelei so Übelkeit verursachend wie heute.

Die Brand-Behauptung “Mount Rushmore” sei in “heiliges Gelände des Lakota-Stammes gesprengt worden”, hat uns, zugegeben, belustigt. Es kommt selten vor, dass man einen so deutlichen Ausdruck von Ahnungslosigkeit kombiniert mit virtue signalling vor Augen bekommt. Ganz offenkundig hat Brand nicht einmal die Spur einer Idee darüber, wie Mount Rushmore zustande gekommen ist. Wir helfen ja gerne auf die Sprünge. Die folgende Dokumentation zeigt die bizarre Entstehungsgeschichte eines US-Monuments.

Tatsächlich hat sich zum Zeitpunkt der Herstellung von Mount Rushmore, Luther Standing Bear, ein Häuptling der Oglala Lakota an Gutzon Borglum gewendet, der das Projekt nicht nur erdacht hatte, sondern auch umgesetzt hat. Warum? Standing Bear wollte den Häuptling der Sioux “Crazy Horse” zum Monument hinzugefügt sehen.

Die BBC beschreibt diese Episode wie folgt:

“Meanwhile, Luther Standing Bear, an Oglala Lakota chief who had appeared on the big screen in numerous westerns and whose books helped nurture the idea that Native American culture was holistic and in tune with nature, wrote to Borglum in the hope of adding Crazy Horse to the memorial. Receiving no answer, the chief’s son Henry Standing Bear, approached Korczak Ziolkowski, one of Borglum’s assistants.

The upshot was the Crazy Horse Memorial, a much larger sculpture than Borglum’s, hewn from Thunderhead Mountain in the Black Hills 17 miles (27.3km) from Mount Rushmore. It was intended, according to Henry Standing Bear, to “show the white man that the red man has heroes too.”

Mount Rushmore bliebt somit den US-Präsidenten Washington, Jefferson, Lincoln und Roosevelt vorbehalten, während Crazy Horse sein eigenes Monument, ein viel größeres Monument erhalten hat:

Und was ist mit Native Americans, feiern sie den 4. July?
Aber sicher doch.

Wieder einmal müssen wir feststellen, dass bei der ARD systematisch gelogen wird. Ob diese Systematik der Lüge das Ergebnis davon ist, dass die bei der ARD-Angestellten weder die Qualifikation noch die Kompetenz aufweisen, um ihren Job auszuführen und deshalb erfinden müssen, was sie nicht wissen, ob es darauf zurückzuführen ist, dass ihre Gehirne in einer Weise ideologisch umnebelt sind, dass es nicht mehr möglich ist, einen korrekten Gedanken darin zu finden oder ob sie schlicht bösartig sind und ihnen jede Lüge willkommen ist, wenn es darum geht Donald Trump zu diffamieren, das wissen wir nicht. In jedem Fall ist es unterirdisch und ein weiterer Grund dafür, warum die Zwangsgebühren in Deutschland abgeschafft werden müssen.

In einem der letzten Posts haben wir angemerkt, dass wir unsere TV License gekündigt haben, weil wir nicht mehr zu denen gehören wollen, die die BBC unterstützen. Die License Fee zu kündigen, ist im UK mit einer Erklärung möglich, in der man angibt, keine Angebote der BBC und kein Live-Fernsehen anderer Sender (Channel 4, 5, itv) mehr zu nutzen (das als Antwort auf die Frage eines Lesers).



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