Einmal mehr: Aspirin wirkt gegen COVID-19: Harmlose Medikamentöse Lösung anstelle von gefährlicher Impfung [Meta-Studie]

Warum mit einem Impfstoff impfen, dessen Nebenwirkungen erheblich und dessen Langzeitfolgen unbekannt sind, wenn es auch möglich ist, SARS-CoV-2 und COVID-19 medikamentös zu Leibe zu rücken?

Vor einiger Zeit haben wir darüber berichtet, dass die britische Regierung eine medikamentöse Lösung für COVID-19 anstrebt. Eine eigens eingesetzte Antiviral Task Force soll bis zum Spätjahr die Medikamente identifizieren, die als Mittel gegen COVID-19 zum Einsatz kommen können.

Die Liste der Substanzen und Medikamente, die gegen SARS-CoV-2 und COVID-19 wirken, ist schon recht lang. Eine Stichprobe vergangener Beiträge auf ScienceFiles zeigen die Vielfalt der Mittel, die gegen SARS-CoV-2 wirksam sind:

  • Hydroxychloroquine war schon früh als Medikament in der Diskussion. Die Ergebnisse, die eine Meta-Analyse einer Reihe von Studien zu Hydroxychloroquine erbracht hat, sind vielversprechend und weisen Hydroxychloroquine als Mittel aus, dass zur Prophylaxe und zur frühen Intervention geeignet ist.
  • Ivermectin wird in vielen Ländern bereits als Mittel gegen SARS-CoV-2 eingesetzt. Auch hier zeigen eine Vielzahl von Studien, die in Meta-Analysen zusammengefasst sind, dass Ivermectin wirksam ist, wenn es frühzeitig im Verlauf einer Infektion mit SARS-CoV-2 eingesetzt wird.
  • Schon im April 2020 haben wir eine Übersicht veröffentlicht, die die damals aussichtsreichsten Medikamente gegen SARS-CoV-2 zusammengestellt hat.
  • Zur Bekämpfung von COVID-19 in fortgeschrittenem Stadium hat sich zwischenzeitlich Dexamethazone als wirksames Medikament etabliert.
  • Hinzu kommen Substanzen, von denen man auf den ersten Blick nicht erwartet hätte, dass sie gegen SARS-CoV-2 wirken, wie z.B. Mundwasser. Welche Mundwasser SARS-CoV-2 den Garaus machen, das haben wir hier zusammengestellt.

Ebenfalls vor Monaten haben wir bereits über eine Arbeit berichtet, in der Forscher von der Wirksamkeit Aspirins, also von Acetylsalicylsäure gegen SARS-CoV-2 berichten.

Dass das gute alte Aspirin anti-virale Eigenschaften hat, das ist schon seit einiger Zeit bekannt.

So zeigt die Studie von Glatthaar-Saalmüller, Mair und Saalmüller (2019), dass Aspirin RNA-Viren, die sich in Atemwegen festsetzen wollen, daran hindert, selbiges zu tun. Die Fähigkeit von Aspirin, Infektionen zu verhindern oder doch zumindest zu erschweren, beruht wohl darauf, dass Aspirin die Produktion von Type I Interferon (IFN) anregt. IFN ist zentral, um Zellen in einen “anti-viralen Kampfmodus” zu bringen, wie Lazear, Schoggins und Diamond (2019) zeigen können. Aspirin ist somit mit dafür verantwortlich, dass es RNA-Viren nicht gelingt, die IFN -Verteidigung des Immunsystems zu umgehen. Ein weiterer Weg, auf dem Aspirin RNA-Viren daran hindert, IFN zu unterdrücken, um leichter Zellen infizieren zu können, verläuft über Prostagladin E2 (PGE2). Mehr PGE2 reduziert die Bildung von IFN, ergo versuchen RNA-Viren die Bildung von PGE2 anzuregen. Aspirin wirkt dem entgegen und hemmt die Bildung von PGE2 (Boutaud et al. 2016).

Die genannte Studie “The use of aspirin for primary prevention of cardiovascular diseases is associated with a lower likelihood of COVID-19 infection”, wurde im FEBS Journal veröffentlicht. Verantwortlich für die Studie zeichnen Eugene Merzon, Ilan Green, Shlomo Vinker, Avivit Golan-Cohen, Alessandro Gorohovski, Eva Avramovich, Milana Frenkel-Morgenstern und Eli Magen. Die Studie ist eine Ko-Produktion der Universität Tel Aviv und des Leumit Health Service, eine Kooperation, die auf einer großen Zahl von Daten basiert, und die es sich zunutze macht, dass Aspirin in der Prävention gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zum Einsatz kommt. Dadurch können die Autoren auf eine große Zahl von Personen zurückgreifen, die mindestens dreimal bevor sie positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, mit gering dosiertem Aspirin behandelt wurden.

Die Zahlen im Einzelnen:

  • Der Beobachtungszeitraum beginnt am 1. Februar 2020 und endet am 30. Juni 2020.
  • Basis sind die Daten von 10.477 bei Leumit Versicherten, die älter als 40 Jahre sind.
  • Im Beobachtungszeitraum wurden 662 der 10.477 Probanden positiv auf SARS-CoV-2 getestet.
  • 112 der 662 positiv Getesteten mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
  • 7 der 112 hospitalisierten Patienten sind verstorben.
  • Wie schon vorherige Studien, so belegt auch diese Studie die geringe Inzidenz von SARS-CoV-2: 6,3% der Personen, die älter als 40 Jahre alt sind, wurden positiv auf SARS-CoV-2 getestet, 1,07% wurden hospitalisiert und 0,07% sind an COVID-19 verstorben. Stellt man in Rechnung, dass unter 40jährige eine noch geringere Wahrscheinlichkeit haben, an COVID-19 zu erkranken, dann muss man einmal mehr konzidieren, dass diese realen Zahlen kaum das sein können, was die hysterischen Reaktionen auf SARS-CoV-2 legitimieren können.

Für die Zustände “positiv getestet”, “erkrankt”, “hospitalisiert”, “verstorben” analysieren die Autoren, ob Personen, die mit Aspirin behandelt wurden, sich von denen unterscheiden, die nicht mit Aspirin behandelt wurden. Unter Kontrolle demographischer Variablen wie Alter, Geschlecht, sozioökonomischer Status ergibt sich ein eindeutiges Ergebnis: Aspirin wirkt positiv:

  • Die Wahrscheinlichkeit, positiv auf SARS-CoV-2 getestet zu werden, ist für Personen, die mit Aspirin behandelt werden, um rund 30% geringer.
  • Die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, ist für Personen, die mit Aspirin behandelt wurden, um rund 29% geringer.
  • Die Zeitspanne, die zwischen einem positiven Test auf SARS-CoV-2 und einem ersten bzw. zweiten negativen Test vergeht, ist für Personen, die mit Aspirin behandelt werden, rund 2 Tage kürzer;
  • Es ergeben sich Hinweise darauf, dass auch die Wahrscheinlichkeit, mit COVID-19 hospitalisiert zu werden oder an COVID-19 zu sterben, durch eine Behandlung mit Aspirin verringert wird. Indes sind die Fallzahlen zu gering, als dass die Autoren weitreichende Schlüsse ziehen wollten, schließlich ist ihre Studie kein clinical trial, in dem 100 positiv auf SARS-CoV-2 Getestete angeblich ausreichen, um weitreichende Schlüsse auf die Wirksamkeit von Impfstoffen zu ziehen.

Die Ergebnisse sind erfreulich und reihen sich in die Reihe anderer Ergebnisse, die bereits zeigen, dass man SARS-CoV-2 mit herkömmlichen Mitteln (z.B. Vitamin D) mindestens so effektiv zuleibe rücken kann wie mit einem Impfstoff.

Nun beobachten wir schon seit längerem eine erhebliche Diskrepanz zwischen der Bedeutung, die Studien zugewiesen wird, die den Absichten von Polit-Darstellern dienlich sind und denen, die ihnen nicht dienlich sind. Erstere, z.B. die lausigen Daten der klinischen Trials der Impfstoffe von Pfizer/Biontech (nachzulesen z.B. hier) oder Astra-Zeneca (nachzulesen hier) finden sofortige Zustimmung und werden für bare Münze genommen, keinerlei methodischer Betrachtung unterzogen oder gar für ihr miserables Design kritisiert. Bei Letzteren wird, egal, wie fundiert die Studie, die zu den entsprechenden Ergebnissen geführt hat, durchgeführt wurde, stets darauf hingewiesen, dass eine Studie nicht die Grundlage sei, auf der entschieden werden könne bzw. auf der man sicher sein könne, dass das gefundene Ergebnis auch gültig sei.

Dass diese Behauptung vorgeschoben ist, das zeigt sich spätestens dann, wenn Studie um Studie bestätigt, was den Polit-Darstellern nicht in den Kram passt. Ist z.B. durch viele Studien gut bestätigt,  dass Ivermectin ein wirksames Prophylacticum gegen SARS-CoV-2 und eine Erkrankung an COVID-19 ist, dann reicht den Polit-Darstellern bereits eine Studie, die zu einem etwas anderen Ergebnis gelangt ist, aus, um die gesammte kumulierte Evidenz aus dem Fenster zu werfen. Wer nicht will, der will eben nicht.

Umso wichtiger ist es, Polit-Darstellern, die offensichtlich aus Gründen, die nur sie kennen, eine gefährliche, teure und mit vielen Unbekannten verbundene Impfung jeder medikamentösen Lösung vorziehen, die Latte, die sie überspringen müssen, um ihren Impf-Wahn auszuleben, höher und höher zu legen.

Wir legen heute die Latte für Aspirin höher.

Pramod Savarapu und 10 Ko-Autoren, die allesamt am Department of Internal Medicine der Michigan State University beschäftigt sind, haben vor zwei Tagen die Ergebnisse einer Meta-Analyse veröffentlicht, in der sie den Stand der Forschung zu Aspirin als Mittel gegen COVID-19 zusammentragen. Die Arbeit ist under dem Titel “Aspirin Use is Associated with Decreased Mortality in Patients with COVID-19: A Systematic Review and Meta-Analysis” auf medRxiv veröffentlicht worden, sie schließt die Lücke, die die oben berichtete Studie bislang gelassen hat.

Was für ein mühsames Geschäft Meta-Analysen darstellen, das zeigt die folgende Abbildung:

Eine Meta-Analyse lebt davon, dass vorab Kritierien festgelegt werden, die sicherstellen, dass die Studien, die berücksichtigt werden, reliabel sind, valide Ergebnisse liefern und etwas zur Beantwortung der Forschungsfrage beitragen, also zur Wirksamkeit von Aspirin als Mittel gegen COVID-19, explizit um Sterblichkeit zu verhindern. Die Kritieren, die Savarapu et al. anlegen, sind sehr strikt und lassen sich darauf reduzieren, dass die Wirksamkeit von Aspirin unter mehr oder minder kontrollierten Bedingungen, der Interventions- und Kontrollgruppe (was das Vorhandensein beider voraussetzt) unterworfen waren, bestimmt wurde. Die Kriterien wirken wie ein Filter durch den im Fall von Savarapu et al. 805 Studien gehen, von denen 521 schon im ersten Schritt aussortiert werden, weil in ihnen keine statistische Analyse zur Wirksamkeit von Aspirin durchgeführt wurde. Dass viele Autoren ihre Erkenntnisse zweimal vermarkten wird im zweiten Schritt deutlich. Weitere 155 Beiträge werden eliminiert, weil sie doppelt vorhanden sind. 130 Texte haben die Autoren gelesen und daraufhin geprüft, ob die Art und Weise der Analyse die Anforderungen erfüllt, die die Fragestellung, die die Autoren beantworten wollen, an die Daten stellt. Bei 125 Beiträgen war das nicht der Fall, im Wesentlichen deshalb nicht, weil keine Sterblichkeiten berichtet wurden. Am Ende bleiben fünf Studien übrig, in denen die zur Beantwortung der Fragestellung notwendigen Analysen durchgeführt und die entsprechenden Ergebnisse berichtet werden.

An diesen Studien haben insgesamt 14.065  Patienten, davon 6.797 in der Interventions- und 7.268 in der Kontrollgruppe teilgenommen. Auf Basis dieser Studien können die Autoren nun Maßzahlen berechnen und zeigen dass:

  • Die niedrig dosierte Anwendung von Aspirin mit einer Reduktion der Motalität an COVID-19 um 53% verbunden ist, d.h. in der Interventionsgruppe war die Mortalität um 53% geringer als in der Kontrollgruppe.
  • Bei hospitalisierten Patienten verringerte sich das Sterberisiko bei den Patienten, die mit Aspirin behandelt wurden, um 49% im Vergleich zu den Patienten, die nicht mit Aspirin behandelt wurden.

Alle berücksichtigten Studien sind so genannte Beobachtungsstudien, die reale Patienten, die an COVID-19 erkrankt sind, zur Grundlage haben. Der Unterschied zwischen Kontroll- und Interventionsgruppe besteht demnach nicht darin, dass die Patienten in der Interventionsgruppe nur mit Aspirin, die in der Kontrollgruppe gar nicht behandelt wurden, sondern darin, dass beide Gruppen auf identische Weise behandelt wurden, mit einer Ausnahme: die Mitglieder der Interventionsgruppe erhielten zur Behandlung zusätzlich Aspirin in niedriger Dosierung. Unter Kontrolle von Vorerkrankungen und soziodemographischen Variablen ergibt sich ein eindeutiger Zusammenhang von Aspirin mit einer verringerten Sterblichkeit.

Auch wenn die Meta-Analyse keine Randomized Control Trials, also experimentelle Studien, bei denen Personen vor oder nach Erkrankung zufällig der Kontroll- bzw. der Interventionsgruppe zugespielt werden, umfasst, verdichten sich doch die Hinweise, dass nun auch Aspirin als einer der Aspiranten zur medikamentösen Behandlung von COVID-19 anzusehen ist.

Ob es Polit-Darsteller zur Kenntnis nehmen, das hängt davon ab, wie intensiv ihre Fixierung auf Impfung ist und welche persönliche Vorteile ihnen daraus entstehen, dass sie Impfungen priorisieren.


Savarapu, Pramod et al. (2021). Aspirin Use with Decreased Mortality in Patients with COVID-19: A Systemic Review and Meta-Analysis. medRxiv.


Boutaud O. et al. (2016) Inhibition of the Biosynthesis of Prostaglandin E2 By Low-Dose Aspirin: Implications for Adenocarcinoma Metastasis. Cancer Prevention Research 9(11): 855-865.

Chow J.H. et al. (2020) Aspirin Use is Associated with Decreased Mechanical Ventilation, ICU Admission, and In-Hospital Mortality in Hospitalized Patients with COVID-19 Anesthesia Analgesia doi://10.1213/ANE.0000000000005292.

Glatthaar-Saalmüller B., Mair K.H. & Saalmüller A. (2017) Antiviral activity of aspirin against RNA viruses of the respiratory tract-an in vitro study. Influenza and Other Respiratory Viruses 11(1):85-92.

Lazear H.M., Schoggins J.W. & Diamond M.S. (2019). Shared and Distinct Functions of Type I and Type III Interferons. Immunity 50(4):907–923

Merzon, E. et al. (2021). The Use of Aspirin for Primary Prevention of Cardiovascular Disease is Associated with a Lower Likelihood of COVID-19 Infection. FEBS Journal.




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