Erste Gegenüberstellung von COVID-19 Toten und Toten nach Impfung: Viel Aufwand für herzlich wenig

Eine Studie aus dem Vereinigten Königreich gibt uns die Möglichkeit, das zu tun, was wir schon lange einmal tun wollten: Den Nutzen von COVID-Impfungen zu quantifizieren. Die Studie von Julia Hippisley-Cox et al. (2021) trägt den Titel “Risk prediction of covid-19 related death and hospital admission in adults after covid-19 vaccination: national prospect cohort study. Sie findet sich im British Medical Journal.

Grundlage der Studie sind 6.952.440 geimpfte Erwachsene im Alter ab 19 Jahren im Vereinigten Königreich, von denen 5.150.310 doppelt geimpft sind. Das Anliegen der Autoren besteht darin, das Risikoprofil derjenigen zu bestimmen, die nach Impfung AN COVID-19 versterben. Das soll uns in diesem Post nicht interessieren. Für uns ist Table 1 interessant, denn dort finden sich Häufigkeiten der nach COVID-19 Impfung Verstorbenen für verschiedene Altersgruppen.

Wir haben auf Grundlage der Verteilung in Table 1 den Anteil nach Impfung Verstorbener an den Geimpften berechnet.

Bevor wir fortfahren, die Einschränkungen.

  • Es werden nur diejenigen berücksichtigt, die im Zeitraum von 14 Tagen nach der ersten Impfung bis zu 53 Tagen nach der zweiten Impfung verstorben sind. Der gesamte Beobachtungszeitraum umfasst maximal 79 Tage. Der Median liegt bei 72 Tagen. Das ist ein sehr kurzer Zeitraum, wenn man davon ausgeht, dass der Impfschutz angeblich mindestens sechs Monate, also 180 Tage vorhalten soll.
  • Es werden nur Verstorbene berücksichtigt, die trotz Impfung an COVID-19 verstorben sind, also Menschen, bei denen die Impfung zu dem Ergebnis geführt hat, das eigentlich vermieden werden sollte.
  • Es werden keinerlei FOLGEN von Impfung berücksichtigt, d.h. keinerlei Nebenwirkungen, schwere, tödlich verlaufende Nebenwirkungen.

Die Ergebnisse, die wir nun präsentieren, stellen somit das beste denkbare Szenario dar, des Szenario, das sich einstellt, wenn man – völlig illusorisch – annimmt, dass Impfungen KEINERLEI Nebenwirkungen produzieren und Geimpfte infolge der Impfung NICHT versterben.

Die Anteile der nach Impfung Verstorbenen, die wir auf Basis der Daten von Hippisley-Cox et al. (2021) berechnet haben, haben wir zum jeweiligenAnteil der insgesamt an COVID-19 im Vereinigten Königreich Verstorbenen in Beziehung gesetzt, und zwar für unterschiedliche Altersgruppen. Die dazu notwendigen Daten stammen vom Office for National Statistics. Die Daten liegen als Projektionen zukünftiger Bevölkerungsentwicklung vor. Wir nutzen die Low Population Variant, d.h. die Anteile an COVID-19 Verstorbener werden von uns vermutlich (leicht) überschätzt. Die Datenquellen finden sich am Ende dieses Textes.

Die folgende Abbildung stellt den maximal mit Impfungen gegen COVID-19 erzielbaren Nutzen dar, der sich dann einstellt, wenn mit Impfungen KEINE Nebenwirkungen einhergehen und die Bevölkerungsentwicklung im UK der Vorhersage folgt, die in der geringsten Bevölkerungszunahmen resultiert.

Die Werte, die über den Balken (sofern es Balken gibt) stehen, geben das Risiko eines Angehörigen der entsprechenden Altersgruppe an, an COVID-19 zu versterben. Wie man sieht, bewegt sich das generelle Risiko in den Altersgruppen im Bereich von 0% bis 2,7%, für Geimpfte im besten denkbaren Fall zwischen 0% und 0,7%. Eine relevante Risikoreduktion findet sich bestenfalls für Personen im Alter von 70 Jahren aufwärts. Für alle, die unter 70 Jahre alt sind, bietet eine COVID-Impfung bestenfalls einen Schutz, den sie überhaupt nicht benötigen, den sie sich aber mit Nebenwirkungen erkaufen müssen.

Die Ergebnisse, um es noch einmal zu sagen, basieren auf Beobachtungsdaten, auf der Anzahl der im Vereinigten Königreich tatsächlich an COVID-19 Verstorbenen und auf der Anzahl der nach Impfung in einem kurzen Beobachtungszeitraum Verstorbenen, wie sie die “National Prospective Cohort Study” ausweist, die Hippisley-Cox et al. (2021) auf Basis der National Immunization Database, in der alle Geimpften verzeichnet sind, und der National Data for Mortality, in der Verstorbene und Todesursache verzeichnet sind, erstellt haben. Beide Datenbanken wurden miteinander verbunden, so dass es möglich ist, Geimpfte, die an COVID-19 verstorben sind, zu identifizieren.

Die ursprüngliche Erzählung, die mit der Impfung gegen COVID-19 verbunden war, lautete: COVID-19-Impfung schützt vor Infektion. Die klinischen Trials aller Impfstoff-Hersteller sind darauf ausgelegt, die Effektivität aus dem Vergleich mehr oder weniger symptomatisch Erkrankter in Kontroll- und Impfgruppe zu berechnen. Nachdem die Realität erwiesen hat, dass die so errechnete 95%ige-Effektivität eine haushohe Übertreibung war, wurde die Erzählung verändert. Nunmehr soll eine COVID-19-Impfung nur noch vor schwerer Erkrankung und Tod schützen. Die Daten, die wir oben berichten, belegen, dass eine COVID-19 Impfung lediglich in drei Altersgruppen überhaupt einen relativ geringen Schutz vor einem Versterben bereitzustellt, allerdings ist diese Feststellung das best-case Szenario. Darin nicht berücksichtigt ist die Tatsache, dass etliche der im Datensatz beobachteten Geimpften mit Sicherheit verstorben sind, nachdem die Autoren um Hippisley-Cox ihre Beobachtungsdeadline gezogen haben. Die Autoren selbst weisen daraufhin, dass ihr Beobachtungszeitraum sehr kurz ist. Das ist der erste Grund dafür, dass die Mortalität, wie sie oben in der Abbildung für Geimpfte dargestellt ist, die tatsächliche Mortalität unterschätzt. Ein weiterer Punkt bezieht sich auf die Nebenwirkungen, die hier nicht berücksichtigt sind. Dass Menschen infolge der Impfung versterben, ist mittlerweile bekannt. In den von uns genutzten Daten ist das nicht berücksichtigt. Schließlich haben wir den Anteil der in den Altersgruppen an COVID-19 Verstorbenen durch die Nutzung der low Population Variant des ONS überschätzt.

Die Abbildung stellt somit den für COVID-Impfungen besten denkbaren Fall dar. Vor diesem Hintergrund kann man die Reduktion im Mortalitätsrisiko, die eine Impfung für maximal drei Altersgruppen bereitstellt, nur als äußerst gering bezeichnen, zu gering, als dass sich der ganze Aufwand, der derzeit betrieben wird, lohnen würde. COVID-19-Impfungen sind bestenfalls für 70+jährige zu rechtfertigen, jedenfalls solange man keine Nebenwirkungen in Rechnung stellt. Dass Impfungen für die gesamt Bevölkerung quasi-mandatiert werden sollen, zeigt sehr deutlich, dass der Schutz der Geimpften vor schwerer Erkrankung und Tod nicht der damit angestrebte Zweck ist. Es geht um etwas anderes, etwas ganz anderes.

Hier noch einmal die Abbildung in englischer Sprache:


Daten:
Hippisley-Cox, Julia et al. (2021).Risk prediction of covid-19 related death and hospital admission in adults after covid-19 vaccination: national prospect cohort study. British Medical Journal.
Office for National Statistics, Low Population Variant – Forecast
Office of National Statistics, Deaths from Covid-19 by age bands.



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