“Junker Hohlkopf” und seine ARD-Fakten gegen 65,8% Geimpfte, die gegen Impfpflicht sind [CIDM-Deutschland-Umfrage]

Quelle

Das Problem:

  • Eine Umfrage von CIDM [Corona-Initiative Deutscher Mittelstand];
  • 52.929 Befragte.
  • Ein Ergebnis;
  • 65,8% von 21.525 Geimpften halten eine Impfpflicht für nicht verhältnismäßig.

Der Auftrag:

  • Das Befragungsergebnis diskreditieren.

Der Auftragnehmer

  • Carla Reveland und Wulf Rohwedder

Die Kumpane:

  • Nico Siegel, Geschäftsführer von Infratest Dimap, einem Vertragsnehmer der ARD, bei der wiederum Reveland und Rohwedder beschäftigt ist;
  • Josef Holnburger vom “Center für Monitoring, Analyse und Strategie”
  • Katharina Schüller, Diplom-Statistikerin;

Die Umsetzung

  • Ein Beitrag, auch Hitpiece genannt, in der ARD-tagesschau unter dem Rubrum “Faktenfinder”.

Die Vorgehensweise der Beiträge bei ARD Faktenfinder ist immer dieselbe.

  1. Problemaufriss: Dient dazu, den Eindruck einer objektiven Herangehensweise zu erwecken. Meist scheitern Gensing oder seine Kumpane, in diesem Fall Carla Reveland und Wulf Rohwedder schon hier, weil sie sich Formulierungen wie “klingt zunächst beeindruckend” nicht wegdrücken können und das Diskreditierungsbemühen getrieben von einem singulär eindimensionalen Feindbild, das an Fanatiker erinnert, schon im ersten Absatz mit in Hochkommata gesetzten Verweisen auf die “Querdenker-Szene” mit ihnen durchgeht.
  2. Dem Problemaufriss folgt der Versuch, die Verantwortlichen zu diskreditieren, und zwar über “Guilt by Association” Fehlschlüsse:
    1. Die CIDM [Corona-Initiative Deutscher Mittelstand] habe sich schon 2020 einen Namen in der Querdenker-Szene gemacht, muss also, in der eindimensionalen Welt entsprechend Beschränkter schon von daher abgelehnt werden.
    2. Wolfgang Romberg, einer der Gründer der CIDM habe mit dem “radikalen Impfgegner Bodo Schiffmann” eine Partei gegründet. Radikale sind natürlich abzulehnen, außer sie sind linksradikal.
  3. Dem Versuch, die Verantwortlichen zu diskreditieren folgt der Versuch, die Ergebnisse zu diskreditieren:
    1. Der Teilnahme-Link ist unreinen Menschen zugegangen, solchen, die sich in “Facebook-Gruppen mit dem Namen “Unternehmer gegen Corona” finden.
    2. Diskreditierung per sekundärem Guilt by Association Fehlschluss: Auch in AfD-Kreisen sei die Umfrage kursiert.
    3. Diskreditierung per sekundärem Guilt by Association Fehlschluss: Compact, ein Magazin, das vom Verfassungsschutz als “rechtsextremistisch eingestuft” werde, habe die “sensationelle Umfrage” auf “Telegram” präsentiert. Gleich drei Bad-nomers, die dem aufrechten Linken Speichel in die Mundwinkel treiben sollen. Wie viele linksextreme Freunde Reveland und Rohwedder haben, das fragen wir nun nicht, weil das wäre, ihre Armseligkeit gegen sie selbst richten. Das tun wir nicht. Wir fangen auch Stechfliegen in unserer Küche und entlassen sie ins Freie.
  4. Der Versuch, die Ergebnisse zu diskreditieren, wird mit “Experten” fortgesetzt. Das ist besonders lustig. Widmen wir uns dem Ganzen daher etwas intensiver:
    • Nico Siegel, Geschäftsführer von Infratest Dimap sagt:

      “”Das ist Blödsinn. […] Die Anzahl der Befragten an sich ist kein Kriterium für Repräsentativität.” Vielmehr sei eine Umfrage dann repräsentativ, “wenn die Auswahl der Befragten möglichst alle interessierenden Merkmale der zu erforschenden Personengruppe in verkleinertem Maßstab abbildet”.

      Warum um aller Götter Willen versucht man bei Infratest Dimap Umfragen per Zufallsauswahl zu generieren? Nach Ansicht von Siegel, dem als kenntnisreich Präsentierten, reicht es doch, 20 Arbeiter, 70 Angestellte und Beamte und 10 Selbständige zu sammeln, um repräsentative Ergebnisse zu generieren. Auf die Anzahl der Befragten kommt es nicht an, sagt Siegel. Die “interessierenden Merkmale” müssen berücksichtigt sein. Uns interessiert, wie Angehörige unterschiedlicher Berufsgruppen die Höhe der Lohn- und Einkommenssteuer einschätzen. Nach der neuen Lex Siegel reichen die 100 Befragten, die wir gerade zusammengestellt haben, aus, um repräsentative Ergebnisse zu generieren.

      Der Mann hat keine Ahnung, wovon er spricht. Macht nichts, denn Repräsentativität ist ohnehin ein Marketing-Gag, der geschaffen wurde, um ahnungslosen Gesellen Ergebnisse als besonders aussagekräftig verkaufen zu können, die weder besonders noch aussagekräftig sind. Wer es nachlesen will, der kann das hier tun. Wen es interessiert, eine Auswahl gilt in der reinen Lehre dann als repräsentativ, wenn alle Einheiten der Grundgesamtheit DIESELBE Wahrscheinlichkeit haben, in die Auswahl zu gelangen. Das ist der wichtigste Grund dafür, warum Repräsentativität nicht zu erreichen ist.

    • Der nächste im Ring ist Josef Holnburger, der Mann, dessen Kompetenz wohl darin liegt, dass er “vom Center für Monitoring, Analyse und Strategie” ist. Wohl denn. Sein Beitrag: Wenn man in der Allianz Arena des FC Bayern die 60.000 Fans fragen würde, welcher Fussballverein der Beste in Deutschland wäre, dann käme dabei ein vorhersagbares Ergebnis heraus. Deshalb sei das Ergebnis der Umfrage vom CIDM falsch. Ein klassischer Fehlschluss der Bejahung des Konsequens, denn es wäre erst noch zu zeigen, dass dann, wenn man eine Umfrage unter deutschen, und nicht nur unter Fussballfans im Stadion des FC Bayern macht, ein anderes Ergebnis als das im Stadion zu erreichende, herauskommen würde. Holnburger mag “vom Center für Monitoring, Analyse und Strategie” stammen, zu methodischen Problemen sozialwissenschaftlicher Erhebungsinstrumente hat er indes nur einen Fehlschluss beizutragen. Keine gute Reklame für das “Center für Monitoring, Analyse und Strategie” – und falls es Teil einer Werbestrategie war, dann ist die Werbestrategie “Bullshit”.
    • Es folgt Katharina Schüller, die allen Ernstes behauptet, die Qualität einer Umfrage hänge von dem ab, der sie durchführt: Fehlschluss ad auctoritatem. Die Qualität einer Umfrage hängt, von der Qualität der Umfrage ab, dafür gibt es eine Vielzahl von Kriterien, die zur Bestimmung von Validität und Reliabilität dienen.

      Die Qualität eines Ergebnisses hänge auch davon ab, “ob eine Gewichtung stattgefunden hat”, sagt Schüller. Wenn eine Umfrage in Daten resultiert, deren Verteilung für bestimmte Variablen, von denen manche denken, sie seien für die Frage, ob eine Repräsentativität vorliege oder nicht wichtig, mystische Glauben sind hartnäckig, wenn also eine solche Variable eine andere Verteilung aufweist als z.B. die letzte Bevölkerungsschätzung des Statistischen Bundesamts, dann glauben diese Gläubigen, wenn man gewichte, also die Grundrechenart der Multiplikation zum Einsatz bringe, dann werde diese Tatsache, dass gesammelte Daten von als ideal angesehenen Daten abweichen, geheilt. Manche glauben auch an den Weihnachtsmann oder haben Angst vor Aliens.Und wenn Schüller einmal am Laufen ist, dann gibt es kein Halten.

      Auch methodisch gebe es “massive Fehler”. So seien bei geschlossenen Fragestellungen oft einzelne, meist sehr pointierte und suggestive Antwortmöglichkeiten angegeben, die nur ein geringes Spektrum der möglichen Meinungen abdecken.” Ganz schön heftig. Und so leicht prüfbar, und prüfen muss man es, denn die “Expertin” von Reveland und Rohwedder, sie bleibt jeden Beleg für diese vollmundige Behauptung schuldig. Schauen wir doch einmal nach dem Ergebnis von Interesse, den 65,8% Geimpften, die angeben, eine Impfpflicht sei nicht verhältnismäßig:Frage: Wie verhältnismäßig finden Sie eine allgemeine Impfpflicht?Antwortmöglichkeiten: Sehr verhältnismäßig, verhältnismäßig, neutral, unverhältnismäßig, sehr unverhältnismäßig.Ist das eine pointierte Frage? Nun, es ist eine genaue Frage. Wer die Frage liest, weiß, wonach er gefragt wurde.Ist das eine suggestive Frage? Sicher: Es wird suggeriert, dass die Antwort auf die Frage nach der Verhältnismäßigkeit in Verhältnismäßigkeit geschichtet nach Stärke gefunden werden kann.Ist nur ein Teil des Antwortspektrums abgedeckt? Was, außer verhältnismäßig und unverhältnismäßig könnte eine Impfpflicht bei erfragter Verhältnismäßigkeit noch sein? Schüllerig? Die Expertin von Reveland und Rohwedder erzählt Unsinn, dem man nur schwerlich das Bemühen zur Diskreditierung absprechen kann.

Die dargestellte Vorgehensweise findet sich ermüdender Weise in jedem Text, den sich Reveland und Rohwedder oder andere “Faktenfinder” abringen, und abringen müssen sie sich die Texte, denn die Überforderung beider, sie ist so offenkundig, dass es schon ein Akt der Nächstenliebe wäre, den Mann und die Frau von ihrer Position zu entfernen und etwas tun zu lassen, das sie wirklich können. Was das ist? Wir haben keine Ahnung. Aber irgendetwas werden sie schon können – hoffentlich, oder nicht?

Junker Hohlkopf ist übrigens eine von Don Blech und seinem Sohn Donito erstellte Blechskulptur, die durch einen Blitz zum Leben erweckt wird und fortan sehr viel Schaden unter Menschen anrichtet. Dem Treiben von Junker Hohlkopf kann erst in der vierten Folge des Spiels der Augsburger Puppenkiste ein Ende, und zwar mit einer Zange gesetzt werden.

Wir finden, das ist eine schöne Allegorie auf das Treiben bei der ARD.



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