BMBF gibt Anleitung und leistet Beihilfe zur Männerdiskriminierung an deutschen Hochschulen

 von Dr. habil. Heike Diefenbach und Michael Klein

Nicht nur üben sich deutsche Behörden als Hehler, nein, sie sind auch die ersten, die mit Rat und Tat zur Stelle sind, wenn es darum geht, Teile der Bevölkerung zu diskrminieren und gegen Grundsätze von Gerechtigkeit und Fairness zu verstoßen. Wenn es darum geht, Bananen zu verteilen, dann werden geltende Rechtssätze so lange verdreht, bis die Bananen beim richtigen Republikaner angekommen sind.

ProfessorrinnenprogrammDiskriminierung ist ein Thema, das die Gemüter erhitzt, wie die Zugriffe und Links auf die entsprechenden posts auf ScienceFiles zeigen. Gleichzeitig hat einige der Leser von ScienceFiles die Lust an investigativem Journalismus gepackt, investigativer Journalismus, das ist das, was in öffentlich-rechlichen Medien nicht mehr und in privaten Medien nur ausnahmsweise vorkommt. Entsprechend hat unser Leser HaBi zwei neue Stellenausschreibungen von der Hochschule Fulda und der Universität Münster aufgetan, die den Tatbestand der aktiven und offenen Diskriminierung von Männern erfüllen (Danke für diesen Hinweis; dazu unten mehr).

Wir haben uns in den letzten Tagen intensiv mit universitären Stellenausschreibungen befasst und dabei festgestellt, dass Formulierungen, wie die der Universität Bielefeld oder der Hochschule Rhein-Waal eher die Ausnahme als die Regel sind. Gemeinhin findet man das “ist bemüht den Anteil weiblicher … zu steigern .. bei gleicher Eignung werden Frauen und [andere] Behinderte vorgezogen … Gewäsch. Entsprechend haben wir uns gefragt, welche kriminelle Energie die Verantwortlichen in Bielefeld und Kleve getrieben hat, ihre Ausschreibung mit einer offenen Diskriminierungsformel für Männer zu versehen. Die Antwort auf diese Frage findet sich im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und in einer Anleitung zur Diskriminierung von Männern: 

D. Stellenausschreibung – 1. Das Professorinnenprogramm strebt die Förderung von Frauen an. Ist es problematisch, Stellen nur für Frauen auszuschreiben? Im Regelfall sind Stellenausschreibungen nur für ein Geschlecht nach dem geltenden Antidiskriminierungsrecht unzulässig, es sei denn, die Begrenzung auf ein Ge­schlecht lässt sich im Einzelfall mit den dort festgelegten Ausnahmeregelungen be­gründen. Nach der Präambel des Professorinnenprogramms zielt dieses darauf ab, “die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu unterstützen, die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem nachhaltig zu verbessern und die Anzahl der Wissenschaftlerinnen in den Spitzen­funktionen im Wissenschaftsbereich zu steigern.” Im Hinblick auf die nach wie vor bestehende Unterrepräsentanz von Frauen bei den Professuren (im Jahr 2010 19,2 Prozent; bei C4/W3 nur 14,6 Prozent) steht die Zielstellung des Professorinnenprogramms im Einklang mit den Antidiskriminierungsregeln, da das AGG spezifische positive Gleichstellungsmaßnahmen zur Behebung bestehender Unterrepräsentanzen ausdrücklich zulässt. In einer Stellenausschreibung für eine “Professur” ist der Hinweis auf die eventuell vorgesehene Finanzierung derselben aus dem Professorinnenprogramm danach zulässig. Die rechtliche Ausgestaltung der Stellenausschreibungen obliegt den jewei­ligen Hochschulen entsprechend den dort gegebenen Verhältnissen. Eine rechtlich verbindliche Auskunft zur konkreten Stellenausschreibung kann daher nicht gegeben werden.

Warum soll sich ein Ministerium nicht offen an der Diskriminierung von Männern beteiligen? Andere Behörden kaufen Diebesgut, das BMBF erklärt entsprechend Interessierten, wie sie Männer am besten diskriminieren können. Wir sehen hier eine neue Form öffentlich-rechtlicher Kriminalität oder legalisierten delinquenten Verhaltens. Wenn der Leiter der Kindertagesstätte X eine Stelle als Erzieher ausschließlich für Männer ausschreibt, dann gilt dies als Frauendiskriminierung, tut die Universität Bielefeld dasselbe für eine Professur, dann tut sie dies mit dem Segen der Patin im BMBF. Diese Strukturen kann man nicht anders beschreiben als als mafiös: Rechtssätze können jederzeit ausgehölt, mit “ausdrücklicher Zulassung” in ihr Gegenteil verkehrt und somit zum willkürlich nutzbaren Instrument zur Durchsetzung der eigenen Interessen umfunktioniert werden.

EUGHWer dieser Anleitung folgt, setzt sich jedoch einem erheblichen juristischen Risiko aus, sagt die Anleitung doch, dass eine Unterrepräsentanz bestehe, die mit dem Instrumentarium von Antidiskriminierung bekämpft werden soll. Selbst wenn man der Ansicht wäre, dass man Männer von Bewerbungen abhalten dürfte, um mehr Frauen in universitäre “Spitzenpositionen” zu hieven, dann wäre doch zu belegen, dass die Unterrepräsentanz aus Diskriminierung resultiert. Die hier erfolgte Gleichsetzung einer vorhandenen Unterrepräsentanz mit Diskriminierung ist auf den ersten Blick als billiger Taschenspielertrick zu erkennen und insofern selbst für einen Richter an einem Verwaltungsgericht erkennbar. Der Einsatz von Antidiskriminierungsregeln zur Bekämpfung einer Unterrepräsentanz widerspricht jeder rechtlichen Intention, mit der das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) abgefasst wurde und ist entsprechend juristisch höchst fragwürdig. Zudem wäre zu klären, ob auf der Basis von Antidiskriminierungsregeln diskriminiert werden darf. Das Professorinnenprogramm ist also in mehrfacher Hinsicht juristisch fragwürdig, und es ist kaum zu erwarten, dass das Programm z.B. vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Bestand hätte.

Aber die Anleitung zum delinquenten Verhalten aus dem BMBF hat auch etwas Gutes: Sie zeigt, was für ein Papiertiger die Antidiskriminierungsstelle doch ist, deren Aufgabe ganz offensichtlich darin besteht, nicht Diskriminierung zu bekämfen, sondern Gleichstellung auf Teufel komm’ raus zu erzwingen. Sie zeigt, dass es nicht darum geht, fähige Frauen, wie uns immer erzählt wird, solche, die sich auch vor Konkurrenz mit Männern nicht fürchten müssen, auf Lehrstühle zu bringen, sondern darum, wettbewerbsunfähige minderqualifizierte Günstlinge auf universitäre Positionen zu verteilen. (Das ist ein Grund, warum wir auf ScienceFiles genau schauen werden, wer die jeweiligen Günstlinge sind, die die ausgeschriebenen Positionen besetzen und welche akademischen Leistungen sie ggf. vorzuweisen haben. Wir werden dazu einen Watchdog einrichten, und bitten schon jetzt, Leser darum, sich zu melden, um über eine oder zwei der ausgeschriebenen Positionen zu wachen…)

Studien AdornoDie Anleitung zeigt, dass das AGG kein Gesetz ist, das Diskriminierung verhindern will, sondern ein Gesetz, das der Diskriminierung von in diesem Fall Männern Vorschub leisten will und sich somit selbst ad absurdum führt. Und sie zeigt einmal mehr die hässliche Fratze des Staatsfeminismus, der kein Problem damit hat, zu diskriminieren, Lebenschancen zu zerstören und gesellschaftliche Kosten zu produzieren, um die eigene Agenda durchzusetzen. Wir erleben die Fehde der Staatsfeminismus-Furien, deren einziges Bestreben darauf zielt, Männern und fähigen und qualifizierten Frauen zu schaden, um auf diese Weise den vorhandenen Minderwertigkeitskomplex zu bearbeiten, den Adorno et al. bereits als Triebfeder der Autoritären Persönlichkeit, also der Persönlichkeit, die das Dritte Reich erst möglich gemacht hat, aufgezeigt haben. Heute sind es nicht mehr die Juden, bei denen man nicht mehr kauft, heute sind es die Männer, die man von Bewerbungen ausschließt. Eine größere Verachtung und Verhöhnung des Grundgesetzes ist kaum denkbar.

Während im BMBF die geistigen Brandstifter sitzen, die mit ihrem Professorinnenprogramm dafür sorgen, dass Unrecht zur geltenden Praxis erhoben wird, sitzen an Universitäten die willigen Ausführungsgehilfen, die dafür sorgen, dass männliche Bewerber vom Zugang zu Professuren ausgeschlossen werden. Die letzten beiden Fälle, auf die wir oben bereits hingewiesen haben, hat Leser HaBi aufgetan, sie stammen von der Hochschule Fulda und der Universität Münster.

HS FuldaDie Hochschule Fulda schreibt eine W2-Professur für Diätetik aus und wünscht Bewerber mit umfassenden Qualifikationen, teilt aber kurz vor Ende der Ausschreibung mit, dass “[e]eine Finanzierung der Professur im Rahmen des Professorinnenprogramms II” angestrebt wird. Also ist nicht die Qualifikation der Bewerber das, was die Berufung bestimmen wird, sondern deren Geschlecht. Männliche Bewerber sollten sich dennoch bewerben, um einen Ausgangspunkt für den Gang durch die juristischen Instanzen zu schaffen, damit dem Professorinnenprogramm der Garaus gemacht werden kann, bevor es noch mehr Schaden anrichtet.

uni_muenster_logoAm Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster ist eine W3-Professur für Sprachdidaktik/Sprachwissenschaft des Deutschen ausgeschrieben. Die Ausschreibung wird eingeleitet mit: “…ist im Rahmen des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen (Professorinnenprogramm II) … zu besetzen”. Im Klartext: Männliche Menschen können sich ihre Bewerbung sparen, sie werden nicht berücksichtigt, denn Gleichstellung von Frauen und Männern bedeutet in Deutschland Diskriminierung von Männern, und zwar Diskriminierung im vollen Einverständnis und mit dem Segen der Patin im BMBF.

Aber auch hier gilt: männliche Bewerber bitte bewerben. Je mehr sich bewerben, je mehr sich anschließend zur Klage vor einem Verwaltungsgericht entschließen, desto eher wird die Unvereinbarkeit des Professorinnenprogramm mit dem, was man früher die Freiheitlich-demokratische Grundordnung genannt hat und genauer mit dem Antidiskriminierungsregelwerk, auch richterlich festgestellt.

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29 Responses to BMBF gibt Anleitung und leistet Beihilfe zur Männerdiskriminierung an deutschen Hochschulen

  1. alphachamber says:

    Exzellente Abhandlung dieses Themas.
    Vielleicht gefaellt Ihnen dazu auch die post “LIBERALER FASCHISMUS” ( I ),
    Link: http://liberalerfaschismus.wordpress.com/2012/12/27/liberaler-faschismus/
    Und “TRUTH and POLITICAL CORRECTNESS”
    Link: http://liberalerfaschismus.wordpress.com/2013/01/07/politics/
    Und: “DER BIZARRE SEXISMUS-STREIT”
    Link: http://liberalerfaschismus.wordpress.com/2013/01/27/der-bizarre-sexismus-streit/
    Gruesse.

    • A. Behrens says:

      Zumindest der erste Text ist Murks. Die anderen habe ich gar nicht erst angeguckt.

      Zitat “ein Bürger der sich als liberal bezeichnet gibt damit ausdrücklich vor, freiheitlich, tolerant, unabhängig, altruistisch, gut und gerecht zu sein”

      Liberal bedeutet aber lediglich freiheitlich. Freiheitlich kann sich dabei auf die Freiheit für Entscheidungen beziehen (also das Recht jede mögliche Entscheidungen zu treffen) und Eigentum (also die Freiheit Eigentum zu besitzen, zu erwerben und aufzugeben) beziehen. Liberal bedeutet aber vor allem Verantwortung sich selbst gegenüber und Akzeptanz der Entscheidungen anderer. Für mich bedeutet liberal vor allem ‘Verantwortung für sich selbst übernehmen’

      Liberale Menschen dürfen nicht tolerant sein. Jedenfalls dann nicht, wenn jemand (ein Politiker etwa) versucht mir die Verantwortung für mich selbst abzunehmen oder gar unmöglich zu machen.

      Liberale Menschen sind auch nicht zwingend unabhängig. Jedenfalls nicht ohne das ‘unabhängig’ definiert wird. Liberale Menschen gehen ständig Vereinbarungen mit anderen Menschen ein.

      Ganz gewiss sind liberale Menschen nicht altruistisch. Eher im Gegenteil. Altruismus bedeutet ja die Selbstaufgabe. Also so ziemlich das Gegenteil von liberal/selbstverantwortlich.

      Liberale Menschen müssen weiterhin nicht ‘gut’ sein. Denn was bedeutet ‘gut’? Für einen Schmarotzer könnte ‘gut’ bedeuten, dass sich jemand ausbeuten lässt. Was bedeuten würde, dass gleich zwei Menschen nicht-liberal sind (in einer Ausbeutungsbeziehung handelt sowohl der Ausbeuter als auch der Ausgebeutete unfrei).

      Und gerecht… Gerechtigkeit für Liberale kann nur eines sein: Die Konsequenzen des eigenen Handels erleben.

      Von daher: Die These des Liberalfaschismus reiht sich in die unendliche Reihe von politischen/philosophischen Texten ein, die über (Neo-)Liberalität schwatzen und Begriffe benutzen, die sie nicht verstanden haben.

      Völlig absurd ist übrigens dieses Zitat “Ohne lästige Prinzipien, ungebunden an eine philosophische Ethik oder den Anforderungen rationellen Denkens”. DAS nenne ich Doppeldenk bzw. Neusprech: Liberalität GANZ EXAKT das Gegenteil. Liberalismus ist zwingend an die zwei höchsten Prinzipien gebunden: Freiheit und Rationalität. Und Liberalität ist zweifelsfrei philosophisch fundamentiert.

      Daher ganz kurz: (Neo-)Liberal bedeutet Verantwortung für sich selbst zu tragen. Mit allen positiven und negativen Konsequenzen. In einer liberalen Gesellschaft werden Dumme und Faule die Folgen ihres Handels erleben. Und auch die Klugen und Fleißigen.

      Falls Sie verstehen wollen was es wirklich bedeutet Liberalität zu sein, empfehle ich dieses hier:

      http://www.amazon.de/Der-Streik-ebook/dp/B007C9R0TQ/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1370383086&sr=8-1&keywords=der+streik

      oder dieses hier:

      http://library.mises.org/books/Ludwig%20von%20Mises/Liberalismus.pdf

      • alphachamber says:

        @A.Behrens:

        1.) Seit Rousseau hat sich der Begriff ‘liberal’ so stark veraendert wie ‘Demokratie’ seit Aristoteles. Die europaeische Bedeutung, z.B., ist entscheident unterschiedlich zum U.S. ‘libertarianism’.

        2.) Gerade, weil in der Politik Begriffe mit einer Bedeutungs-Wurzel leider von Menschen mit gegensaetzlicher Gesinnung besetzt werden, HASSTE Ayn Rand Liberale jeglicher Schattierungen mehr als die Links-oder Rechtsradikalen (die ihre Absichten wenigstens nicht verschleierten).

        3.) Rand war KEIN ‘Libertarian’, liberal, noch neo – sondern “OBJEKTIVIST”, Sie PFEIFE!

        Ginge es nicht um meine verehrte Rand, haette ich Ihr klugscheisserisches Gelabere ignoriert.

        “…Falls Sie verstehen wollen was es wirklich bedeutet Liberalität zu sein…”
        Lassen Sie Rand fuers erste und lernen Sie was es bedeutet “Politik zu sein”….

      • Georg K. says:

        Mir scheint, dass alphachamber den in den USA gebräuchlichen Begriff “liberal”, mit dem eher links gemeint ist, etwas naiv mit liberal übersetzt hat. Mittlerweile dürfte man die Wörter “liberals” und “Liberale” als “false friends” ansehen, die entstehen, wenn ursprünglich gleich lautende und gleich bedeutende Wörter in verschiedenen Sprachen unterschiedliche Bedeutungsverschiebungen erfahren.

        • alphachamber says:

          @Georg K:
          Vielleicht sollten SIe erst einmal die Original-post lesen.
          Da ich selbst auf die Unterschiede im angelsaechsischen Sprachgebrauch hinwies (und es eben um den Begriff “liberal” geht wie er HIER verwendet wird), wurde auch nichts “naiv uebersetzt”. In dieser post wird die “Liberalitaet” mit Sarkasmus als prinzipienlos dargestellt – weswegen sie auch UNIVERSELL von Rand verachtet wurde.
          Ich denke nicht, dass man den Gruendern der DDR eine “naive Uebersetzung” des Begriffes “demokratisch” vorwerfen kann.
          Mit respektvollem Gruss

        • alphachamber says:

          Nachtrag zu meinem Kommentar und Antworten:
          Die Ueberschrift und Einleitung (im Original-Artikel FETT gedruckt) lauten:

          “Frage: Was ist „liberaler Faschismus“?
          Kurze Antwort: Die Durchsetzung liberaler Ansichten mit faschistischen Mitteln.”
          “Teil I: Anatomie des (modernen) Liberalismus”

          Da jeder den Begriff “Freiheitlich” sowieso unterschiedlich definiert, laesst er sich auch nicht auf rationale Syllogismen anwenden. Das ist gerade der Ansatzpunkt der Kritik an der MODERNEN Liberalitaet. Auch Kim Jong-Un behauptet von N.K. eine liberale Nation zu sein.

  2. T.R.E.Lentze says:

    Wir sollten uns stets bewußt bleiben, daß Ausdrücke wie “Gleichberechtigung”, “Gleichstellung”, “Geschlechter-Gerechtigkeit” im feministischen Sprachgebrauch uns über ihre wirkliche Zielrichtung hinwegtäuschen sollen. Es sind falsche Etiketten. Immer erweist sich, daß Gleichheit bzw. Gerechtigkeit nur Durchgangsphasen zu einer neuen Ungleichheit sind, dann freilich mit umgekehrtem Vorzeichen.

    Man vergleiche dazu die neue Sprachreform an der Universität Leipzig, derzufolge jetzt alle Berufsbezeichnungen weiblich zu formulieren sind. Das ist ein Musterfall für das Resultat eines Vorganges, der sich hochtrabend mit “Geschlechtergerechtigkeit” etikettiert, aber nicht auf Gleichwertigkeit, sondern auf Umkehr im Sinne einer als gerecht empfundenen Vergeltung abzielt. S. auch meine Kommentierung.

    • alphachamber says:

      Den Nagel auf den nKopf getroffen!

    • Argumente von Femastasen says:

      Zu den falschen Etiketten, oder wie wir es im Blog nennen “Propaganda Placement”, gehört auch der im Artikel erwähnte Begriff “unterrepräsentiert”.

      Denn dieser Begriff impliziert, dass ZU WENIGE Frauen da sind, statt einfach nur “WENIGER Frauen als Männer”.

      Hier noch mehr Dinge, die dieser Begriff impliziert:
      http://bloganddiscussion.com/argumentevonfemastasen/1690/lesbosozialistisches-ideologie-placement/

      • T.R.E.Lentze says:

        Ja, das ist so, wie wenn man sagt: “Geistig Behinderte sind an der Universität unterrepräsentiert.”

        Eigentlich müßte es heißen: “Geistig Behinderte werden an der Universität – Gott sei Dank – nur sehr wenige angetroffen.”

        Nach dem ersten Satz muß man sich hingegen fragen: Soll das heißen, daß es mehr werden sollen? Droht uns die Quotenregelung zugunsten von geistig Behinderten?

        • Matthias says:

          Also wenn man das mit der Sprachreform so ließt, ist man da anscheined auch schon aktiv geworden und bekämpft nun die Unterrepräsentanz der geistig Behinderten…

    • A. Behrens says:

      Es ist eigentlich ganz einfach:

      Gleichberechtigung: Jeder hat die gleichen Rechte. Also Chancengleichheit beim Start.
      Gleichstellung: Jeder bekommt das gleiche Ergebnis. Unabhängig vom Start und der Leistung.

      Beim 100m-Lauf in der Schule:

      Gleichberechtigung: Alle laufen zum gleichem Zeitpunkt los, der Schnellste gewinnt.
      Gleichstellung: Alle bekommen eine Urkunde, völlig egal ob sie 100m gelaufen sind, egal wie schnell und ob sie überhaupt teilgenommen haben.

      • T.R.E.Lentze says:

        Sie haben die Steigerung vergessen.

        Es gibt nämlich noch die Geschlechter-Gerechtigkeit. Die lautet: Männer dürfen nur noch kontingentiert oder gar nicht antreten. Etwa, wenn sich keine Frau mehr findet und der Lauf dann ausfallen müßte.

  3. RAvenheart says:

    Als Vater eines Sohnes und einer Tochter habe ich für mich schon entschieden (soweit die Kleinen mitspielen). Die Tochter wird ohnehin Karriere machen ohne dass sie Quote nötig hätte (ist nämlich ziemlich clever gerade in den gefürchteten MINT Fächern) – Sohnemann wird sich selbständig machen müssen oder nur bei einem “kleinen Arbeitgeber” unterkommen, denn in Deutschland wird er als Mann im öffentlichen Dienst und bei Großunternehmen immer benachteiligt werden.

    • Maik says:

      Ich möchte hier mal etwas feststellen. Ich habe in der Jugend Mathewettbewerbe gewonnen und habe Frauen in meiner Jugend immer ausgestochen aber bin bisher im Leben gescheitert. Als Kommentator dieses Blogs wissen sie es wahrscheinlich ohnehin. Ich musste hier mal was schreiben, denn ich kann die emotional gefärbten und weltfremden Beschreibungen von Eltern über ihre Töchter nicht mehr hören. Fakt ist, dass ihr hunderte Weiße Ritter in ihrem Lebenslauf begleiten und helfen werden, weil sie Sex von ihr wollen. Ich möchte mal wissen, wie oft sie aufgrund ihrer Intelligenz als Creep abgestempelt wurde, mit Angst vor Prügel eine gesellschaftliche Veranstaltung besuchen oder mehr als nett Lächeln um Sex zu kriegen musste. Lassen sie mich raten. NIE. Ich bin der festen Überzeugung, dass Leistung sich lohnen muss und voll dafür, dass sie eine ihrer Qualifikation entsprechende Position erhält, also nicht falsch verstehen. Auch werde ich meinen Mann stehen, wie ich es immer musste und es auch ohne Hilfe und sogar trotz gesellschaftlicher und familiärer Sabotageversuche schaffen, aber zusammenfassend nach 20 Editierungen möchte ich mein Gefühl, wenn ich sowas lese beschreiben als wenn man eins in die Fresse kriegt.

      • alphachamber says:

        @Maik:
        Alle meine Daumen zeigen fuer Sie nach oben. Es gibt nur einen kleinen Caveat: Das Aussehen. Der “Zaubertrick” (Sex nur durch ein kleines Laecheln) funktioniert nur bei schoenen Menschen, weiblich SOWIE maennlich.
        Das ist der Knackpunkt des Feminismus – wieviele gutaussehende, befriedigte Sozial-Aktivisten haben Sie schon gesehen?
        Sehen Sie “SO MUSS SEXISMUS!!!” LOL.

  4. robert m. says:

    Hier auch von mir was – sehr allgemein gehalten (gleich 1. Absatz). Entweder was für die blacklist oder für eingehende Analyse:

    https://stellen.bremen.de/sixcms/detail.php?id=64329

  5. eberhard says:

    Schon mal darüber nachgedacht, den verantwortlichen Dekan an der Uni mit allen Mitteln persönlich zur Verantwortung zu ziehen – der Nachfolger könnte vielleicht aus diesem Umstand dazulernen und die Stellenbesetzung überdenken, und es wären mehrere Stellen neu zu besetzen.
    Das Klagen vor Gericht kann man sich sparen, da dieses Pack ja ohnehin die Gesetze und das Recht verbiegt bis zum Brechen und keine Scham dabei empfindet.

  6. Michel Houellebecq says:

    Feminismus hat schon lange nichts mehr mit Gleichberechtigung zu tun. Die so genannte Gleichberechtigung ist nur noch das Aushängeschild einer Hassideologie, die knallharte Machtpolitik im Namen verschiedener, elitär-feministischer Interessensgruppen betreibt. Wie lange es wohl noch dauern wird, bis auch die Öffentlichkeit auf diese eklatanten Verstösse gegen das Grundgesetz im universitären Bereich aufmerksam wird?

    Der Feminismus hat sich gänzlich von seiner ursprünglichen Klientel- nämlich allen Frauen, von der auf Abruf im Stundenlohn beschäftigten Kassiererin bei Aldi oder Lidl und der durchschnittlichen, Teilzeit erwerbstätigen Mutter- verabschiedet und ist zu einer monströsen Interessensvertretung einiger weniger, privilegierter Herrendamen verkommen, die es geradezu blendend verstehen, ihre persönlichen Karriereambitionen- und das dazu passende Lebensmodell als gesamtgesellschaftliches Problem zu verkaufen! Eines muss man diesen Karrieristinnen allerdings neidlos zugestehen: Bislang ist ihnen noch niemand auf die Schliche gekommen! Das ist zweifellos eine ausserordentliche Leistung in einer Zeit, in der Transparenz und Gerechtigkeit einen so hohen Stellenwert in der Öffentlichkeit geniessen!

  7. Denk says:

    @Houellebecq

    WENN Die Welt nur so simpel wäre! Ich weiß nicht, ob da “der Feminismus” dahintersteckt, ich glaube, es handelt sich um ein Konglomerat aus taktischen Spielchen, bei dem es den meisten Spielern gar nicht um Feminismus geht – der stellt nur die Mittel für das Spiel zur Verfügung. wer etscheidet z.B., warum welche Ausschreibung unter die Auspizien des Programms gestellt wird? Und warum welche nicht?Oft haben ja Ausschreibende ja schon konkrete Bewerber und Bewerberinnen im Auge. dank dieses Programms ässt sich schon mal ein bisschen Konkurrenz aus dem “falschen” Geschlecht abschwächen.

    Und schau Dir mal in der blacklist die Namen der Verantwortlichen an! Sehr viele Männer! Ich glaube nicht, dass die in der Mehrheit “lila Pudel” sind, aber ich glaube sehr wohl, dass die taktisch denken können und Witterung dafür haben, wie sie ihre Interessen vorantreiben können.

    Dabei ist dieses Programm ein Spielmittel mehr.

    • Michel Houellebecq says:

      Definitiv! Ich sehe das auch in der Institutution, in der ich arbeite: Wer sich für das Geschlecht stark macht, dass als unterdrückt gilt, kann (bei vorgesetzten Stellen / der Öffentlichkeit / der Politik / bei den nächsten Wahlen) punkten. Damit verkommt die Frauenförderung zum Etikett, dass Mann dann lässig wie einen Verdienstorden auf der vor Stolz geschwellten Brust vor sich her tragen kann. Dass mit dem Professorinnenprogram auch Tor und Tür für Klüngelpolitik geöffnet werden, ist ebenfalls nicht auszuschliessen.

  8. ataririot says:

    Aus Neugier lese ich mir öfter diese Artikel durch, in denen es um “Gender”, “Feminismus” usw. geht. Nun meine subjektive Einschätzung dieses merkwürdigen Themas: Ich bin wahrscheinlich eine der weniger vertretenen Frauen die diese Artikel kommentieren. Dies ist mein erstes Kommentar hierzu. Ich glaube die Durchschnittsfrau interessiert das Thema gar nicht.
    Kommentiert wird es eher von Männern. Verständlich irgendwie.

    Was mir auffällt ist, dass mir dieses ganze Thema umso merkwürdiger vorkommt, je mehr ich darüber lese. Ich kann mir einfach nicht erklären was dahinter steckt. Rein psychologisch lässt es sich vielleicht erklären…aber politisch? Ich denke das Thema ist mittlerweile sogar “Verschwörungstheorien” zugänglich, weil sich keine vernünftige Erklärung dafür finden lässt. Wenn ich das Wort “Gender” lese, wird mir mittlerweile schon mulmig, weil ich in entsprechenden Artikeln das Gefühl habe, dass mir jemand mein Gehirn waschen möchte.

    Das Gute jedoch ist – der Lichtblick am Ende des Tunnels – dass ich mir sicher bin, dass die allermeisten Frauen so denken und das lässt sich meiner Meinung nach auch nicht ändern. Man kann Menschen keine Denkweise aufzwängen. Wenn Leute in diesem Zusammenhang von Diskriminierung reden finde ich das in den meisten Fällen einfach lächerlich (ich weiß, in den meisten Fällen sind es Frauen die sich beschweren – meiner Meinung nach hat das eine rein psychologische Ursache). Leute, habt ihr nichts zu tun? Ist das irgendso eine Hobbyideologie?

    Männer reagieren so…ja was soll ich sagen…wie Männer. Wen wundert das (außer vielleicht diejenigen, die eh nicht daran glauben, dass Männer anders sind als Frauen). Auch hier interessiert es viele nicht, andere lachen drüber und wieder andere nehmen es ernst und beschweren sich. Das spiegelt auch die “Wichtigkeit” dieses Themas wider.

    Das ganze Diskriminierungs-Thema treibt hier und da seltsame Blüten. Ob sich das komplett vermeiden lässt, ist eine andere Frage. Es gibt eine Menge Randgruppen die sich im Internet austoben, weil sie hier die nötige Aufmerksamkeit finden können…

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