Im Abseits: Das Wuhan-Virus macht die Bundesregierung immer mehr zum Außenseiter

Vom 14. Januar 2021 bis zum 10. Februar 2021 hat sich ein Team der WHO in China herumgedrückt, um die Herkunft von SARS-CoV-2 zu klären. Das Ganze hat sich als eine große Übung in Sinnlosigkeit erwiesen, denn wir sind nun, nachdem das Team aus Wuhan zurückgekehrt ist und nachdem es sich außerhalb der direkten Zensurmöglichkeiten der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) befindet, nicht klüger als wir es zuvor waren, denn die KPCh hat nicht nur im Vorfeld bereits unzählige notwendige Informationen beseitigt oder nicht mehr zugänglich gemacht, die Team-Mitglieder haben auch nur das gesehen, was ihnen die KPCh zeigen wollte. Ergo war der Ausflug nach China teuer und aufwendig, aber vollkommen unergiebig, eine Verschwendung von Steuergeldern.

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Der Bericht über das Fiasko wurde gestern bei der WHO vorgestellt, eingerahmt von warmen Worten des Dankes durch unseren Doktor Tedros (Tedros Adhanom Ghebreyesus), den Generaldirektor der WHO, der im Anschluss an die Präsentation der Ergebnisse durch die Teammitglieder, Peter Ben Embarek und Liang Wannian ein paar Sätze gesagt hat, die man so gar nicht erwartet hätte. Liang Wannian ist der Vertreter der KPCh in der WHO-Untersuchungsfarce.

Man beginnt sich über Dr. Tedros bereits zu wundern, als er im vierten Satz seiner “closing remarks” davon spricht, dass alle verfügbaren Daten durch das WHO-Team analysiert worden seien, um dann im nächsten Satz anzufügen, dass die Wissenschaftler davon profitieren würden, wenn sie zu allen Daten Zugang hätten, was impliziert, dass das WHO-Team diesen Zugang nicht hatte. Es wird noch besser: Dr. Tedros berichtet von den Schwierigkeiten, an Rohdaten zu kommen, von denen wiederum die Mitglieder des Teams, die nicht-chinesischen Mitglieder des WHO-Teams, berichtet haben. Die KPCh-Vasallen, allen voran Liang Wannian widersprechen dieser Darstellung natürlich und behaupten, China habe alle vorhandenen Informationen offengelegt, eine Behauptung, die man mit der Übergabe eines Buches vergleichen kann, aus dem 2/3 der Seiten herausgerissen wurden, das aber, in gewisser Weise, alle nun noch vorhandenen Informationen beinhaltet.

Geradezu deutlich wird Dr. Tedros, wenn er sagt: “However, I do not believe that this assessment was extensive enough. Further data and studies will be needed to reach more robust conclusions”. Die Untersuchung in China war also nicht umfassend genug, und die gewonnenen Daten reichen nicht aus, um zu einem abschließenden Urteil über den Ursprung des Virus zu gelangen. Diese Äußerung von Dr. Tedros kommt unmittelbar, nachdem er berichtet hat, dass das WHO-Team auch unterschiedliche Labors in Wuhan besucht habe.

Kurz: Die WHO-Aktion war umsonst. Wir wissen immer noch nichts Definitives. Aber die Indizienlage, die ist eigentlich so eindeutig, dass es relativ egal ist, wie sehr die KPCh sich bemüht, den Ursprung von SARS-CoV-2 zu verbergen, den Ursprung im Wuhan Institute of Virology.



Wir tragen schon seit Monaten die Belege dafür zusammen, dass SARS-CoV-2 nicht nur aus dem Labor stammt, sondern Ergebnis von Gain of Function Research ist, mit der schlappe Viren aufgepeppt werden, damit sie besser reagieren. Die Idee ist, dass sie im Reagenzglas reagieren sollen. Die Realität ist, dass Viren, mit denen in Laboren hantiert wird, häufig ausbüchsen. Vor einiger Zeit haben wir einen Beitrag über die Häufigkeit von Lab-Leaks veröffentlicht, der dem Mythos, Labore, in denen mit gefährlichen Pathogenen hantiert wird, seien hermetisch, ein Ende bereitet. Hinzu kommt, dass von SARS-CoV-2 behauptet wird, es stamme von Fledermäusen. Das mag auch wahrscheinlich sein, aber kein Coronavirus, das in Fledermäusen heimisch ist, schafft von dort den Sprung zu Menschen. Es bedarf dazu IMMER eines Zwischenwirts. Der Zwischenwirt, der den Sprung von SARS-CoV-2 von Fledermäusen auf Menschen mediiert hat, ist bislang nicht gefunden und dies, obwohl sich SARS-CoV-2 vom ersten Moment seines Auftauchens an als ein sehr erfolgreiches, sehr anteckendes, in seiner Receptor Binding Domain nahezu optimiertes Virus ausgezeichnet hat, eines, das man eher als Ergebnis einer Gain of Function Research, mit der z.B. die Ansteckungsfähigkeit eines Virus verbessert wird, erwarten würde. Gain of Function Research ist etwas, das in China nicht unbekannt, vielmehr schon mehrfach in Hybriden gefährlicher Viren resultiert ist. Kurz: Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass SARS-CoV-2 aus einem Labor stammt, ist so hoch, dass es keinen Sinn mehr macht, Wetten auf den Ursprung von SARS-CoV-2 anzubieten.

Übrigens gab es Mitglieder im WHO-Team, die ein vitales Interesse daran haben, ein eventuelles Entkommen von SARS-CoV-2 aus dem Wuhan Institute of Virology zu verschweigen. Wir haben darüber unter der Überschrift: “Corona-Korruption – Der Einsatz: Millionen US-Dollar und Leben” bereits geschrieben. Die neueste Entwicklung, die sich im Anschluss an die Veröffentlichung des WHO-Berichts ergeben hat, ist ein Interview, das auf CNN gesendet wurde, ein Interview mit Robert Redfield, einem Virologen, der bis Ende Januar der Chef des US-amerikanischen CDC war. Er sagt in diesem Interview, was wir schon seit Monaten schreiben:

  • SARS-CoV-2 ist schon im September / Oktober 2019 in der Gegend von Wuhan aufgetaucht – wurde entsprechend lang verschwiegen;
  • Die Eigenschaften von SARS-CoV-2, vor allem seine optimierte Fähigkeit, an ACE2-Rezeptoren menschlicher Zellen anzudocken, legen den Schluss nahe, dass das Virus Ergebnis einer Gain of Function Research war;
  • Daraus wiederum muss man schließen, dass SARS-CoV-2 aus einem Labor entkommen ist.

Die entsprechende Sequenz aus dem Interview mit CNN haben wir hier für unsere Leser zusammengestellt:

Quelle

Somit ergibt sich eine Situation, in der eigentlich offensichtlich ist, wo SARS-CoV-2 herkommt, die KPCh aber weiterhin versucht, das Offensichtliche in Abrede zu stellen, Informationen vorzuenthalten und auf diese Weise die Möglichkeit zu torpedieren, zukünftige Probleme derselben Art effizient zu behandeln, in dem man aus den Erfahrungen mit SARS-CoV-2 lernt und den ursprünglichen Weg, den das Virus genommen hat, um Millionen Menschen zu infizieren, studieren kann, um eine Wiederholung nach Möglichkeit zu verhindern. Diese Situation ist durch den wenig erquicklichen und weitgehend ohne neue Informationen veröffentlichten Abschlussbericht des WHO-Teams zur Untersuchung der Herkunft von SARS-CoV-2 offen zutage getreten, und sie hat dazu geführt, dass sich die Regierungen von 14 Staaten zusammengetan haben und ein Statement veröffentlicht haben, in dem sie ihre Besorgnis darüber zum Ausdruck bringen, dass die Untersuchung des Ursprungs von SARS-CoV-2 durch die KPCh verhindert wird. Die zentralen Stellen des Statements, das auf der Seite des US-Außenministeriums veröffentlicht wurde, lauten:

“The mission of the WHO is critical to advancing global health and health security, and we fully support its experts and staff and recognize their tireless work to bring an end to the COVID-19 pandemic, including understanding how the pandemic started and spread. With such an important mandate, it is equally essential that we voice our shared concerns that the international expert study on the source of the SARS-CoV-2 virus was significantly delayed and lacked access to complete, original data and samples. Scientific missions like these should be able to do their work under conditions that produce independent and objective recommendations and findings. We share these concerns not only for the benefit of learning all we can about the origins of this pandemic, but also to lay a pathway to a timely, transparent, evidence-based process for the next phase of this study as well as for the next health crises.
[…]
In a serious outbreak of an unknown pathogen with pandemic potential, a rapid, independent, expert-led, and unimpeded evaluation of the origins is critical to better prepare our people, our public health institutions, our industries, and our governments to respond successfully to such an outbreak and prevent future pandemics. It is critical for independent experts to have full access to all pertinent human, animal, and environmental data, research, and personnel involved in the early stages of the outbreak relevant to determining how this pandemic emerged. With all data in hand, the international community may independently assess COVID-19 origins, learn valuable lessons from this pandemic, and prevent future devastating consequences from outbreaks of disease.”

In der Passage bringen die Regierungen ihre Besorgnis darüber zum Ausdruck, dass China die Möglichkeit, den Ursprung von SARS-CoV-2 zu bestimmen, vereitelt hat und betonen die Wichtigkeit, Gewissheit über den Ursprung des Virus zu haben, um daraus Schlussfolgerungen für zukünftige Ausbrüche ziehen und schneller reagieren zu können.

Offenkundig ist dieses Statement unter Federführung der Außenminister der USA, Australiens und des Vereinigten Königreichs zustande gekommen. Die unterzeichnenden Regierungen, die mit diesem Statement die Kommunistische Partei Chinas kritisieren und als Ursache dafür benennen, dass wichtige Informationen über den Ursprung von SARS-CoV-2 weiterhin im Dunkeln bleiben, sind die folgenden:

  • Australien,
  • Kanada,
  • Tschechien,
  • Dänemark,
  • Estland,
  • Israel,
  • Japan,
  • Lettland,
  • Litauen,
  • Südkorea,
  • Slowenien,
  • Vereinigtes Königreich,
  • Vereinigte Staaten von Amerika.

Die deutsche Regierung konnte es offensichtlich nicht über sich bringen, die Kommunistische Partei von China zu kritisieren. Einmal mehr steht Heiko Maas am Rand und schaut zu. Die internationale Bedeutung der deutschen Regierung steht damit  in einem eklatanten Kontrast zu der Bedeutung, die sich die deutsche Regierung und ihre Mitglieder gerne selbst zuschreiben. Aber natürlich ist die Voraussetzung dafür, China zu kritisieren, Rückgrat. 



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