Jugend schützt vor COVID-19 nicht, Klinikum Fulda mit Richtlinien des RKI nicht zufrieden – Citizen Journalism

Vielen Dank für die Hinweise, die uns inzwischen schon zu unserem Aufruf erreicht haben, Informationen aus dem täglichen Leben, von Bekannten, Erfahrungsberichte, eigene und die von Bekannten, an uns zu schicken,  aus denen hervorgeht, wie mit COVID-19 vor Ort umgegangen wird, welche Probleme sich ergeben, welche haarsträubenden Eseleien begangen werden usw. Wir wollen damit ein Bild der Realität zeichnen, das in den Verlautbarungsmedien, in denen Schwätzperten die Realität in Leerformeln ersticken wollen, nicht vorkommt.

Wer einen Beitrag für unser Projekt “Citizen Journalism” hat, bitte an sciencefiles @ textconsulting.net schicken.



Unten bringen wir die ersten Beiträge, die uns erreicht haben.

Zuvor wollen wir mit einem Mythos aufräumen, dem Mythos, dass es vor allem alte weiße Männer sind, die von SARS-CoV-2 so gebeutelt werden, dass sie intensive ärztliche Betreuung benötigen und in großer Zahl daran sterben.

Zunächst: Es sind immer noch vornehmlich gelbe Männer, die an COVID-19 gestorben sind.
Und beileibe nicht nur alte Männer sind davon betroffen.

Quelle: The Novel Coronavirus Pneumonia Emergency Response Epidemiology Team (2020). The Epidemiological Characteristics of an Outbreak of 2019 Novel Coronavirus Disease (COVID-19) – China, 2020. China CDC Weekly 2(x): 1-10. (Vorabveröffentlichung)

Die Tabelle stellt noch immer die besten Daten für diejenigen bereit, die sich mit der Gefahr einer Ansteckung und der Mortalität von COVID-19 befassen. Es handelt sich hier um 44.672 Chinesen, die an COVID-19 erkrankt sind, was für 30% der Fälle mit einer Lungenentzündung und einem stationären Aufenthalt verbunden war. Für 31.160 der 44.672 Chinesen ist die Erkrankung glimpflich verlaufen, für den Rest gab es zum Teil erhebliche Komplikationen, die für 1.023 unter ihnen zum Tod geführt haben. Über die verschiedenen Verteilungen, kann man auf Basis dieser Tabelle folgendes Aussagen:

  • Unter 40jährige stellen 27,2% der Erkrankten und 2,6% der Toten;
  • Unter 50jährige stellen 46,4% der Erkrankten und 6,3% der Toten;
  • Unter 60jährige stellen 68,8% der Erkrankten und 19,0% der Toten;


Die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu sterben, steigt also mit dem Alter. Indes sagen die Zahlen aus China nichts darüber aus, wie die Verteilung bei schwer Erkrankten aussieht. Man hat bislang einfach angenommen, dass die Altersverteilung, die für Tote bekannt ist, quasi 1:1 aus der Verteilung der schwer Erkrankten hervorgegangen ist. Dies scheint jedoch nicht der Fall zu sein.

In Italien und anderen Ländern, in denen solche Dinge im Gegensatz zu Deutschland berichtet werden, mehren sich die Anzeichen, dass unter den Patienten, die eine intensive Pflege benötigen, die an Beatmungsgeräte angeschlossen werden müssen, unter 50jährige nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind.

So wird aus den Niederlanden berichtet, dass mehr als die Hälfte der rund 50 Patienten, die dort als ernsthaft erkrankt gelten und auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, unter 50 Jahre alt ist. Unter diesen Patienten in den Niederlanden befindet sich auch ein 16jähriger Junge. Auch aus Italien ist bekannt, dass viele jüngere Patienten unter denen zu finden sind, die eine intensive Behandlung benötigen. Der jüngste Fall, der für die Lombardei bekannt ist, ist ein 16jähriges Mädchen. Auch Giacomo Grasselli hat in seinem Interview mit Channel 4 bereits davon berichtet, dass unter den Patienten, die intensive Pflege benötigen, unter 50jährige stark vertreten sind.

Auch im folgenden Mitschnitt einer Whatsapp-Diskussion unter italienischen Ärzten aus der Lombardei, den Chris Martensen auf Peak Prosperity veröffentlicht hat, kommt die Rede auf das Alter der Patienten. Dazu sagt einer der beteiligten Ärzte:

“Darüber berichten Sie natürlich nicht im Fernsehen. Du hast keine Vorstellung, wie viele junge Menschen, selbst 20jährige, mit Sauerstoff beatmet werden müssen, weil sich schreckliche Lungenentzündungen haben, und die haben keinerlei Komorbiditäten.

Wie viele nach 1970 Geborene haben eine Lungenentzündung. Unmengen. Es ist unvorstellbar.”

Soviel zum Thema: COVID-19 ist nur ein Problem für alte weiße Männer und ähnliches Wunschdenken. Es sei an dieser Stelle noch darauf hingewiesen, dass eine neue Studie aus Hongkong zeigt, dass Patienten, die von COVID-19 genesen sind, dauerhafte Atemprobleme entwickelt zu haben scheinen. Aber lassen Sie sich durch uns nicht aus Ihrer “das ist nur eine Grippe”-Ruhe bringen, ruhen Sie dort in Frieden.


Nun zu den ersten Ergebnissen unseres Citizen Journalism:

Ein Arzt aus dem Saarland hat das Mysterium um die beiden einzigen Patienten, die in Deutschland schwer erkrankt sind, gelöst. Es sind Saarländer, was vielleicht aus pfälzischer Sicht zu erwarten war, und es sind wohl tatsächlich “einige”.

Dazu heißt es beim Saarländischen Rundfunk:
“Nach jüngsten Angaben gibt es im Saarland derzeit etwa 80 Coronainfizierte. Einige von ihnen seien in einem kritischen Zustand.”

Einige muss hier offenkundig mit “zwei” übersetzt werden, was zur Folge hat, dass außerhalb des Saarlandes keine schwer an COVID-19 Erkrankten behandelt werden, nicht einmal im Kreis Heinsberg. Die alternative Annahme wäre, dass die deutsche Statistik falsch geführt wird, dass Übermittlungsfehler oder gar absichtliche Unterschlagung vorliegt …. Nein, doch nicht in Deutschland. Perish the thought.



Am Klinikum Fulda ist man mit den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts nicht zufrieden. Den Vorgaben entsprechend testet der Ärztliche Bereitschaftsdients (ÄBD) lediglich die Pfleger und Ärzte auf COVID-19, die entweder (1) Kontakt zu einem COVID-19 Patienten hatten oder (2) einen Aufenthalt in einem Risikogebiet, also einem Gebiet, das vom RKI als Risikogebiet eingestuft wird, nachweisen können. Alle anderen, ob sie Husten was das Zeug hält und mit dem Fieberthermometer in der Hand aufmarschieren, das 38,4 Grade anzeigt, bleiben ungetestet. Dieser irre Ansatz ist dem Vorstand des Klinikum Fulda dann doch zu abstrus, weshalb man sich in Fulda entschlossen hat, alle, die die genannten Symptome, Husten und Fieber, zeigen, zu testen. Damit wird natürlich die Möglichkeit beseitigt, dass Menschen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind und bereits symptomatisch sind, unentdeckt bleiben und weiterhin andere infizieren können. Ob man das beim RKI wohlwollend aufnehmen wird, ist fraglich. Vielleicht hilft es der Sache des Klinikums, wenn darauf verwiesen wird, dass asymptomatische Fälle, also Personen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, aber noch keine Symptome zeigen, auch weiterhin ungehindert das Virus verbreiten dürfen. Wir wollen ja nicht, dass das Virus diskriminiert und ausgegrenzt wird….


Aus diversen Kommentaren geht hervor, dass ein Test auf SARS-CoV-2 in Deutschland bezahlt werden muss und zwischen 150 Euro und 300 Euro kostet. Wer weiß dazu Näheres? Ist es tatsächlich so, dass Patienten, die mit eindeutigen Symptomen ins Krankenhaus kommen, den Test zur Bestimmung von COVID-19 selbst bezahlen müssen? Oder müssen nur bestimmte Deutsche, die z.B. das Pech haben, nicht kürzlich zugewandert zu sein, den Test bezahlen?


Vielen Dank für die Informationen und bitte schicken Sie uns weiterhin alles, von dem Sie denken, wir sollten es im Zusammenhang mit COVID-19 zur Kenntnis nehmen:

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