Werden Sie Corona-Containment Scout für die Bundesregierung – COVID-19 update

Nachdem wir gestern eine Pause gemacht haben – man muss einfach einmal abschalten und die Batterien neu füllen – heute wieder unser COVID-19 update, das wir zudem erweitert haben.

Zunächst zu den Zahlen für die positiv auf SARS-CoV-2 Getesteten von heute:

  • Der 1000er Club wächst;
  • Die Schweiz zeigt erste Anzeichen eines exponentiellen Wachstums;
  • Belgien, die Niederlande, Österreich und Portugal gehören zu den nächsten Anwärtern auf exponentielles Wachstum;
  • Die stetige Steigerung der Zahl der an COVID-19-Gestorbenen und der positiv darauf Getesteten scheint in Italien gebrochen;
  • Dagegen ist die Zahl der an COVID-19 Verstorbenen in Spanien sprunghaft angestiegen;
  • Aus dem Iran kommen nach wie vor keine verlässlichen Daten. Was geliefert wird, ist wohl eine lineare Fortschreibung, nichts Reelles;


Zunächst ein Wort zur Qualität der Daten. Die Anzahl der positiv auf COVID-19 Getesteten ist natürlich eine Funktion der Menge von Tests, die in einem Land durchgeführt werden. Die Menge der positiv Getesteten, die in Statistiken auftauchen, ist eine Funktion der Länge und Anzahl Datenwege und Zugänge zu den Datenquellen.

Derzeit (6.15pm GMT) kann man in unterschiedlichen Datenquellen für Deutschland z.B. die folgenden Daten finden:

Das sind erhebliche Abweichungen, die sich vor allem durch die Häufigkeit von Updates erklären. Ganz am Ende der Schlange haben sich die WHO und das Robert-Koch-Institut eingereiht, so wie man das auch von Verwaltungen erwartet hätte.

Verlässliche Daten findet man bei Risklayer auf Twitter. Die Leute von Risklayer sammeln die Daten auf Kreisebene, deshalb wissen sie auch, dass rund 30% der Landkreise heute noch keine Daten berichtet haben.

Es ist also ein wahres Datendurcheinander, das der endemischen Kleinstaaterei in Deutschland geschuldet ist. Während in anderen Ländern zu einem bestimmten Zeitpunkt die Daten für den jeweiligen Tag öffentlich gemacht werden, im UK z.B. durch Boris Johnson in einer Pressekonferenz, meldet in Deutschland jeder wann und wie er dazu lustig ist. Ein weiteres Indiz das zeigt, dass COVID-19 in Deutschland nicht wirklich ernst genommen wird.



Sie wollen noch eines?

Die Bundesregierung sucht Corona-Containment-Scouts. Die Position ist dringend zu besetzen, also bis zum 31. März, und der Inhaber soll u.a. die Kontaktpersonen von Leuten, die sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben, aufspüren. Diese Tätigkeit hätte Sinn gemacht, so lange es noch darum gegangen ist, die Verbreitung von SARS-CoV-2 durch Personen, die nach Deutschland einreisen, zu verhindern oder zu behindern. So wie das effizient in Taiwan und Singapur erfolgt ist. Jetzt nachspüren zu wollen, wo es längst „community spread“ gibt, also Infizierung mit SARS-CoV-2, die nicht mehr zu einer Person X zurückverfolgt werden kann, die infiziert nach Deutschland eingereist ist, macht ein Containment-Scout wenig Sinn. Aber vermutlich gibt es noch freie Haushaltsmittel, die ausgegeben werden müssen oder damit soll ein anderer Zweck, uns fällt gerade keiner ein, verfolgt werden.

Die zentrale Abbildung für unser tägliches Update, in der dargestellt ist, auf welchem Stand der Entwicklung sich einzelne Länder im Vergleich zueinander befinden, haben wir um Österreich und die Schweiz ergänzt. Was dabei herausgekommen ist, ist eine Zweiteilung: Länder, Deutschland, Spanien, Italien, die im Stadium exponentiellen Wachstums sind und Länder wie das Vereinigte Königreich, Österreich und die Schweiz, in denen das (noch) nicht der Fall ist. Wie die Kurve für die Schweiz zeigt, könnte das exponentielle Wachstum sich gerade ankündigen. Morgen können wir mehr dazu sagen.

Bleiben Sie gesund!



Fakten zu SARS-CoV-2/COVID-19:




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17Comments

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  1. 1
    Martin Schneider

    Die Dunkelziffer ist zwischen Faktor 5 und 15 höher. Ja, man muss vorselektieren. Das mit den „Kontaktpersonen“ ist dennoch langsam obsolet. In einem Zugabteil mehrere Stunden beisammensitzen reicht auch.

    Es müssen dringend in IgM und IgG (Antikörper) Test investiert werden, um Antikörper bei nichtentdeckten Covid-Infektionen festzustellen. Diese Menschen wären immun und könnten das Personal ersetzen, welches bald aufgrund eigener Infektionen ausfällt.

    • 2
      zargel

      Diese Menschen wären immun
      … das sind genau die, die jetzt Corona-Parties feiern oder derzeit trotz Symptomen (bei den meisten sind die ja nur leicht) schlicht weiterarbeiten…
      also einerseits ein teil der lahmgelegten Jugendlichen, und andererseits ein Teil der Mittelalten, die sowieso arbeiten.

    • 4
      zargel

      Ja, zum Krankheitsverlauf und zur Immunität – das weiß man ja noch nicht, nimmt es nur optimistisch mal an, weil es bei anderen Erkrankungen idR so ist – würde man gern dringend mehr wissen. Und auch zur Infektiosität.
      Die Idee mit dem Antikörper verteilen qua Plasma hat was, aber man muß das auch erst ausprobieren, ob das was bringt – kostet noch etwas Zeit.

  2. 6
    401

    Die Anzeige des RKI ist einfach nur Klasse, – dagegen kommt keine Satiere mehr an!
    Mein Zwerchfell schmerzt schon seit 2 Tagen, und ich habe wirklich bedenken, dass sich das zu einem zweiten Leistenbruch auswächst.

  3. 7
    Fried Wald

    Michael Klein,
    lesen Sie mal das: https://www.swp.de/suedwesten/staedte/schwaebisch-hall/coronavirus-stephen-brauer_-_moeglicherweise-die-halbe-fraktion-angesteckt_-44800396.html?utm_source=artikelempfehlung&utm_medium=under%20article&utm_campaign=plista

    Geht der Link auf, wenn Sie den anklicken? Wie immer, Sie werden den Weg zu folgender Empfehlung von Dr. Elisabeth Körber-Kröll (Vorsitzende der Kreisärzteschaft Schwäbisch Hall) finden:

    “Wer schwere Luftnot hat und Fieber über 39,5 Grad Celsius sollte sich beim Hausarzt melden oder an Wochenenden beim ärztlichen Notdienst. Das empfiehlt Dr. Elisabeth Körber-Kröll.
    Bei leichten Verläufen des Infekts sei es nicht nötig, sich testen zu lassen, sagt die Vorsitzende der Kreisärzteschaft Schwäbisch Hall.
    „Wer Husten und Fieber hat kann davon ausgehen, dass er infiziert ist. Dann soll er sich selbst in Quarantäne schicken und auch die Familienangehörigen.“ Die Tests sollen den Menschen vorbehalten werden, die beispielsweise als Altenpfleger oder Krankenschwester arbeiten und Gewissheit haben müssen, ob sie weiter ihrer Arbeit nachgehen können. „Die Tests sind rar, auch die Entwicklungslösungen.“ Angesichts der steigenden Infektionszahlen würden die Tests zunehmend unwichtiger.
    Behandeln sollen sich die Patienten mit leichten Verläufen (Fieber und Husten) mit Novalgin oder Paracetamol sowie mit einem Hustenmittel, „das gerne auch pflanzlich sein darf.“

    Mir bleibt die Luft weg, und Ihnen?

    • 8
      Fried Wald

      Der Link funktioniert nicht mehr, bei der Nachsuche auf SWP habe ich festgestellt, dass der Artikel im Ganzen verschwunden ist. Ist auch besser so, bei so einem fahrlässigen Geschwätz.

      • 9
        zargel

        Husten ist z.T ein Symptom, aber idR schwächer und seltener als bei der originären „Husten“-Krankheit.
        Fieber haben die allerwenigsten. Eigentlich fast keiner.

        Man müßte inzwischen Tests für Durchseuchung ausrollen (Akut+Antikörper-Tests für alle in einem bestimmten Einzugsgebiet, am besten neben stark frequentierten Lebensmittelläden oder dito Einkaufsstraßen). Natürlich nicht durch Ärzte, sondern durch Studenten und Oberschüler. Ich glaube nämlich, daß der Durchseuchungsgrad inzwischen stramm auf 1/3 zugeht.
        Man könnte mit solchen Tests mehr über die unterschiedlichen Symptome und Verläufe erfahren, wenn man die Leute befragt und diese Daten auf verarbeitet bekommt.

  4. 10
    Kenan Meyer

    Ich weiß, ich bin böse. Aber der Virus kommt einfach 1,5 bis 2 Jahre zu früh. Die regierenden Parteien sind doch praktisch schon tot.

  5. 11
    Ryo Hazuki

    Kann den Verlautbarungen Glauben das die Fallzahlen in Deutschland seit 3 Tagen zurück gehen?
    Scheinbar, wenn man sich die Gesamt Situation anschaut, haben wir es fast hinter uns, Corona Partys in den Baumärkten sind ja auch kein Problem, in meinen Augen die puren Virenherde, Googelt mal nach „Baumärkte + Cornoa“.

    Das ist doch Wahnsinn!

  6. 13
    Markus

    Ich bin immer noch überzeugt, dass hier eine normale Grippe zu etwas aufgeblasen wird, das einigen Wenigen zu einem Riesenprofit verhilft. Warum ist in den letzten Jahren noch nie die Influenza in diesem Maße propagiert und mit Panikmache verkauft worden? In Italien z.B. sterben im Jahres-Schnitt über 1700 Menschen täglich. Die ca. 500 „Corona-Toten“ pro Tag in den letzten Tagen sind hiermit also abgedeckt. Sie werden nicht geprüft (seziert), ob sie tatsächlich an Corona oder an anderen, schon zuvor vorhandenen Schwächen gestorben sind, dazu fehlt einfach das medizinische Fachpersonal.

    • 14
      caesar

      Das dürfte auch ziemlich überflüssig sein.Das Durchschnittsalter der Todesfälle beträgt nach den amtlichen Angaben 79,5 Jahre.

  7. 15
    Wanderer

    Das Corona-Problem sollte anders angegangen werden. Mittlerweile finden schon fast religiös anmutende Glaubenskriege zwischen Bloggern, Youtubern und Kommentarschreibern statt. Die einen behaupten, dass es sich bei Corona, abgekürzt, um einen Fake handelt und die andere Seite argumentiert, ebenfalls grob abgekürzt, aus der Sicht des medizinisch nachweisbaren. Letztlich versuchen aber beide Seiten medizinisch zu begründen, warum Corona gefährlich bzw. ungefährlich ist.

    Das Problem liegt im Krankheitsbild. Ein Schnupfen, Husten oder eine Bronchitis sind leicht zu diagnostizieren, da die Symptome offensichtlich sind. Nun haben wir mit Corona offensichtlich ein Korrelations-Kausalitäts-Problem, denn Husten, Schnupfen, Durchfall, Übelkeit, sind zwar Symptome, aber eben keine spezifischen. Sie treten immer dann auf, wenn das Immunsystem eine Abwehrreaktion hervorruft. So gesehen müsste also mittels eines Testverfahrens nachgewiesen werden, auf welchen Erreger das Immunsystem reagiert und warum.

    Aber genau das findet mit dem gängigen Testverfahren nicht statt. Es gibt keine Eindeutigkeit im Testergebnis, sondern lediglich den Nachweis, dass ein Erreger vorhanden sein könnte – ganz gleichgültig ob aktiv oder inaktiv. Die Reaktionen und Behandlungsmethoden der Medizin sind dann, so gesehen, zumindest bedenklich. Man kann nicht auf ein geschwächtes Immunsystem mit einem hoch toxischen Cocktail in der Hoffnung losgehen, dass damit das Problem behoben würde, wenn gleichzeitig die Möglichkeit besteht, dass der Patient an diesem Medikamentengemisch stirbt.

  8. 17
    ruebezahl99

    Das wird eine interessante Aufrechnung…

    Seit Corona-Ausbruch in China: Zahl der Handynutzer um 21 Millionen gesunken – wie viele Tote gibt es wirklich?
    https://www.epochtimes.de/china/seit-corona-ausbruch-in-china-zahl-der-handynutzer-um-21-millionen-gesunken-wie-viele-tote-gibt-es-wirklich-a3193212.html
    „..Zurzeit kennen wir die Einzelheiten der Daten nicht. Wenn nur 10 Prozent der Handy-Konten geschlossen würden, weil die Nutzer durch den KP-Virus gestorben sind, würde die Zahl der Todesfälle zwei Millionen betragen“, so Tang….“

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