COVID-19-Impfstoffe: Oberflächliche statt genau Überwachung – Nebenwirkungen, von denen niemand wissen will [WHO Datenbank Analyse]

Seit 19 Wochen analysieren wir die Datenbank der WHO, die Datenbank, in der u.a. die Nebenwirkungen von COVID-19-Impfstoffen gesammelt werden.
Seit 19 Wochen analysieren wir eben diese Nebenwirkung von COVID-19-Impfstoffen.

Mit der Zeit gewinnt man ein Gefühl für die Daten und die Art und Weise ihrer Erfassung und kann darauf eine Bewertung von Datenqualität und Verlässlichkeit der Datenerfassung gründen. Unsere Bewertung für die Datenbank der WHO ist in allen Belangen negativ.

  • Die Daten werden für die WHO in Schweden erfasst. Die University of Uppsala ist dafür verantwortlich. Die Erfassung erfolgt in einer Weise, die jeder externen Auswertung so viele Steine wie nur möglich in den Weg legt.
  • Wann wer welche Daten an die University of Uppsala weitergibt, damit sie dort erfasst werden können, ist ein penibel gehütetes Geheimnis. Eine Verwendung der Daten kann somit nur in Bezug auf vorausgehende Datenpunkte erfolgen, also im Zeitverlauf, wie wir das tun.
  • Wie zeitnah die Erfassung der Nebenwirkungen von COVID-Imfstoffen ist, das ist eine Frage, die man angesichts der Muster in der Erfassung gar nicht stellen muss. Von zeitnaher Erfassung kann im Allgemeinen keine Rede sein.
  • Die Erfassung ist zudem nicht einheitlich. Viele Nebenwirkungen werden unter unterschiedlichen Bezeichnungen erfasst. Wir geben in diesem Beitrag zwei Beispiele.

Beginnen wir mit dem aktuellen Update der Datenbank. Zum heutigen Tag sind in der WHO-Datenbank 1.917.723 Meldungen über Nebenwirkungen erfasst. Das an sich ist schon eine unglaubliche Zahl von Meldungen. Zum Vergleich, in all den Jahren, in denen Aspirin auf dem Markt ist und Meldungen zu Nebenwirkungen in der WHO Datenbank gesammelt werden, sind 183.149 Meldungen zusammen gekommen. Der Erfassungszeitraum beginnt 1968. Es ist sicher nicht möglich zu argumentieren, dass seit 1968 weniger Menschen Aspirin eingenommen haben, als 2020 und 2021 geimpft wurden. Ergo muss man schließen, dass Meldungen über Nebenwirkungen nach einer COVID-Impfung um ein Vielfaches häufiger sind als Meldungen über Nebenwirkungen von Aspirin, das sicherlich nicht zu den Schmerzmitteln gehört, die mit wenigen Nebenwirkungen assoziiert sind. Dessen ungeachtet spielen COVID-Impfstoffe in einer ganz anderen Schadensklasse, und Polit-Darsteller ignorieren das kontinuierlich. Nicht nur das, wir haben Hinweise darauf, dass die Erfassung von Meldungen über Nebenwirkungen nicht nur erratisch erfolgt, vielmehr deshalb erratisch erfolgt, weil Meldungen zurückgehalten werden. Dass dem so ist, das zeigt sich auch in den Daten, die Eingang in die WHO-Datenbank finden, man muss nur die letzten vier Wochen betrachten, um festzustellen, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann:

  • 11. August bis 18. August: 66.330 erfasste Meldungen über Nebenwirkungen;
  • 19. August bis 25. August: 34.603 erfasste Meldungen über Nebenwirkungen;
  • 26. August bis 1. September: 91.850 erfasste Meldungen über Nebenwirkungen;
  • 2. September bis 8. September: 31.714 erfasste Meldungen über Nebenwirkungen;

Derartige Schwankungen in der Anzahl der erfassten Nebenwirkungen können nicht (nur) über Variablen, die mit der Erfassung zusammenhängen, erklärt werden, man muss erhebliche Schwankungen bei den Meldungen der Nebenwirkungen annehmen, was man dahingehend interpretieren kann (oder muss), dass die Meldung von Nebenwirkungen verzögert erfolgt oder verzögert wird.

Die erratische Erfassung schlägt sich auch auf die Anzahl der Meldungen nieder, in denen vom Tod eines Menschen berichtet wird: 11.829 Todesmeldungen sind in der WHO-Datenbank derzeit erfasst, ein Plus von 66 seit letzter Erhebungswoche. Die Abbildung rechts unten zeigt die Anzahl der täglichen Todesmeldungen nach Impfung  pro Meldewoche und macht einmal mehr die erratische Erfassung der Daten sehr deutlich.

Wenn man ein Impf-Experiment wie das derzeitige durchführt, dann sollte man annehmen, dass diejenigen, die dafür verantwortlich sind, sehr genau und penibel sind, wenn es darum geht, Nebenwirkungen zeitnah zu erfassen, um eventuelle Probleme mit den Impfstoffen schnell zu erkennen und darauf reagieren zu können. Wenn man die Erfassung der Daten, wie sie sich in der WHO-Datenbank zeigt, betrachtet, dann muss man zum gegenteiligen Schluss kommen. Es geht gerade nicht darum, schnell einen genauen Überblick über Nebenwirkungen zu erhalten. Niemand will etwas von Nebenwirkungen wissen. Die Polit-Darsteller machen auf uns den Eindruck von Amokfahrern, die mit geschlossenen Augen auf der Autobahn unterwegs sind, um zu testen, wie lange man fahren kann, ohne einen Totalschaden zu erleiden.

Nicht nur mit Blick auf die zeitnahe und genaue Erfassung von Nebenwirkungen vermittelt die Datenbank der WHO den Eindruck unglaublicher Schlamperei, auch mit Blick auf die eindeutige Erfassung von Nebenwirkungen. Allergische Reaktionen auf die COVID-19-Impfstoffe waren vor allem mit Blick auf AstraZenecas Vaxzevria ein zu Beginn der Massenimpfung selbst in MS-Medien zu findendes Problem der Impfstoffe. Dass zwischenzeitlich kein MS-Medium mehr von anaphylaktischen Schocks berichtet, das heißt nicht, dass es sie nicht mehr gibt, es heißt nur, dass niemand in MS-Medien mehr ein Interesse hat, darüber zu berichten. Dabei sind anaphylaktische Schocks nicht gerade selten: 1.411 Fälle heftiger allergischer Reaktionen sind erfasst. Zusätzlich sind jedoch noch 11.779 Fälle von Hyperempfindlichkeit auf den Impfstoff erfasst, also allergische Reaktionen. und 8.944 anaphylaktische Reaktionen, also allergische Reaktionen und 719 Fälle von Allergie gegen den Impfstoff und 451 Fälle von “Überempfindlichkeit gegen das Arzneimittel”, also allergische Reaktionen auf den Impfstoff. Die Erfassung von Nebenwirkungen in der Datenbank der WHO und nicht nur dort, gleicht einem vielstimmigen Chor aus Baumeistern, die den Turm zu Babel errichten. Viele beobachten dasselbe, melden es aber unter einer anderen Bezeichnung. Ein hervorragendes Mittel, um jede Form von Überblick über Nebenwirkungen zu erschweren oder gar zu verhindern.

Man sollte denken, dass die Meldungen, die Schmerzen an der Einstichstelle nach Impfung berichten, einheitlicher erfolgen. Was außer, Schmerzen an der Injektionsstelle kann man erfassen? Viel, es gibt unzählige unterschiedliche Benennungen, unter denen dieselben Schmerzen an der Injektionsstelle zu finden sind:

Und das ist nur eine Kostprobe. Insgesamt finden sich 80 verschiedene Begrifflichkeiten für mehr oder weniger dasselbe: Schmerzen an der Impfstelle, die unter “injection site pain” subsumiert werden. Aber damit nicht genug. Manche Ärzte schreiben lieber von “administration site”, weitere 51 verschiedene Benennungen mehr oder weniger derselben Beobachtung: Schmerzen an der Impfstelle, sind die Folge. Und weil es so schön war: Application site. Der Begriff der Wahl für diejenigen, die weder injection site noch administration site” mögen. Weitere 58 verschiedene Begriffe für die selbe Beobachtung: “Schmerzen an der Impfstelle” sind die Folge.

Das ist nicht, wie man eine Datenbank führt, die dem Ziel dient, Informationen über Nebenwirkungen zu sammeln und bereitzustellen, um eine genaue Überwachung der Nebenwirkungen von Impfstoffen zu gewährleisten und die Möglichkeit schneller Intervention zu bieten, um erhebliche Nebenwirkungen nach Impfung zu vermeiden. Das ist die Art und Weise, in der eine Datenbank geführt wird, deren Ziel darin besteht, Datenmüll zu produzieren, Informationen in einem Meer von Rauschen zu verstecken, so dass die meisten derer, die nach Information suchen, bereits durch die Art und Weise der Erfassung abgeschreckt werden.

Bei uns klappt so etwas bekanntermaßen nicht.

Abschließend noch der Hinweis, dass der überproportionale Anstieg von COVID-19 Fällen nach Impfung, ein Anstieg, den man, eben weil er überproportional ist, auf die Impfung zurückführen muss, sich auch in der aktuellen Woche fortgesetzt hat. Und natürlich gilt auch für COVID-19 als Meldung einer Nebenwirkung, was wir gerade geschrieben haben, sie findet sich unter verschiedenen Bezeichnungen an unterschiedlichen Stellen im Datensatz. Wir fassen hier vier verschiedene Bezeichnungen desselben zusammen.



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