SARS-CoV-2 – Doch ein Killer-Virus? Verglichen mit normaler Lungenentzündung ist COVID-19 zweimal tödlicher

Behandlung von Patienten mit “Spanischer Grippe” in den USA

Über die spanische Grippe, einen neuen Strang von H1N1 Influenza, der seinen Ursprung in China hat, wurde erstmals im Frühjahr 1918 in Spanien berichtet. Daher der Name der Grippe. Fälle der neuartigen Influenza gab es aber schon vorher, u.a. bei der US-Armee, die sich jedoch im Krieg mit Deutschland befand, weshalb die Informationen über die neue Influenza unterdrückt wurden, um die Moral der Truppe nicht zu untergraben. Die Frühform der Influenza, die im Frühjahr 1918 aufgetreten ist, war relativ mild, Erkältung, Fieber und Müdigkeit waren die zumeist berichteten Symptome einer Krankheit, die in ihrer ersten Welle nur wenige Opfer gefordert hat.

Mit der zweiten Welle im Herbst 1918 hat sich das geändert. H1N1-Influenza forderte innerhalb kürzester Zeit Millionen Tote. Die Schätzungen der Gesamtzahl der Toten schwanken zwischen 20 und 100 Millionen. 500.000.000 Menschen sollen sich mit der spanischen Grippe infiziert haben. Genau weiß das niemand. Ein Berichtswesen war 1918 nicht wirklich vorhanden. Die Opfer der zweiten Welle starben innerhalb von Stunden oder weniger Tagen, sind in der Regel erstickt, weil sich ihre Lungen mit Wasser gefüllt haben, wie dies bei Lungenentzündung der Fall ist. Eine gute Timeline der Ereignisse für die USA findet sich hier.



Diese kleine Vorgeschichte bildet den Rahmen für die neuesten Daten, die ICNARC , das britische Intensive Care National Audit and Research Center, gestern veröffentlicht hat: “ICNARC report on COVID-19 in critical care”.

Darin sind uns einige Besonderheiten aufgefallen, die die Notwendigkeit der Versuche, SARS-CoV-2 einzugrenzen und an einer Verbreitung zu hindern, sehr deutlich machen.

Zunächst findet sich in den Daten das zwischenzeitlich vertraute Bild: Das Durchschnittsalter von 2.249 Patienten, die zum Zeitpunkt der Berichterstellung auf Intensivstationen in britischen Krankenhäusern behandelt wurden, beträgt 60,1 Jahre, der Median liegt bei 61 Jahren, 73% der Patienten sind männlich. Interessant an der Statistik von ICNARC ist der Vergleich mit Patienten, die eine “normale Lungenentzündung”, z.B. infolge einer Infektion mit einem der Influenza-Viren entwickelt haben. Diese Patienten, die Daten liegen für 4.759 Patienten vor, die im Zeitraum von 2017 bis 2019 wegen einer Lungenentzündung behandelt wurden, sind nur unwesentlich jünger, verteilen sich aber nahezu gleich auf beide Geschlechter.

COVID-19 ist demnach vor allem für Männer mit Komplikationen verbunden.

Was den Vergleich, den ICNARC hier vornimmt, besonders spannend – vielleicht auch erschreckend macht, ist das folgende Ergebnis:

Die Überlebenswahrscheinlichkeit von COVID-19 Patienten, die auf einer Intensivstation behandelt werden, beträgt rund 50%. Man kann also eine Münze werfen, um zu entscheiden, ob ein Patient überlebt oder nicht. Dagegen beträgt die Überlebenswahrscheinlichkeit für Patienten, die mit einer “normalen Lungenentzündung” auf einer Intensivstation behandelt wurden, immerhin knapp 80%, d.h. vier von fünf Patienten verlassen die Intensivstation lebend. Der Hauptunterschied, der die höhere Sterblichkeit von Patienten, die an COVID-19 erkrankt sind, gegenüber Patienten mit normaler Lungenentzündung zu erklären scheint, ist die höhere Anzahl der COVID-19 Patienten, die invasive Formen der Beatmung benötigen. Das lässt den Schluss zu, dass COVID-19 anders als eine normale Lungenentzündung schneller und stärker die Lungen der Patienten befällt und in nur kurzer Zeit über Leben und Tod eines Patienten entschieden ist. Diese Interpretation ist stimmig mit Berichten, wie wir sie auch auf ScienceFiles bereits veröffentlicht haben, in denen Ärzte oder medizinisches Personal von der Geschwindigkeit berichten, mit denen ein eben noch relativ fitter Patient in sich zusammenfällt und nach Luft schnappt.



Es scheint, als wäre SARS-CoV-2 doch ein Killer-Virus, das mit bisherigen Formen, Menschen um die Ecke zu bringen, nur bedingt vergleichbar ist und für das gilt, dass es besser ist, sich das Virus nicht zuzuziehen, denn wenn wegen des Virus eine Behandlung auf einer Intensivstation notwendig wird, dann ist die Überlebenswahrscheinlichkeit fifty-fifty. Nicht die Art von Glücksspiel, auf die wir uns einlassen wollen. Wie man der folgenden Tabelle entnehmen kann, ist die Sterbewahrscheinlichkeit für alle Altersgruppen, die eine intensive Behandlung benötigen, höher als bei einer normalen Lungenentzündung. Der Teufel, liegt, wie so oft, im Detail. Forderungen danach, die Bevölkerung in höherem Ausmaß zu infizieren, müssen immer vor dem Hintergrund solcher Daten bewertet werden.



Fakten zu SARS-CoV-2/COVID-19:




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