China ist Ground Zero für SARS-CoV-2. Von China aus hat SARS-CoV-2 seine Reise angetreten, die es nunmehr in jedes Land der Erde geführt hat, eine Reise, die bislang 7.615.986 positiv Gesteste und 424.204 an COVID-19 Verstorbene hinterlassen hat.
Wir haben bereits vor einiger Zeit über Nextstrain berichtet, ein umfangreiches Projekt, das dazu dient, die Phylogenese von SARS-CoV-2 nachzuvollziehen, zu lernen, wie sich das Virus verbreitet, wie es in neue Stämme mutiert, wie schnell es mutiert, alles wichtige Informationen, wenn man einen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 entwickeln will. Heute berichten wir über eine Arbeit des CogConsortiums, dem COVID-19 Genomics UK Consortium, das aus einem Zusammenschluss von NHS und allen im Gesundheitssektor des Vereinigten Königreichs tätigen Organisationen ist. Ziel von COGUK ist es, die Phylogenese von SARS-CoV-2 zu erforschen, Sequenzen des Virus zu sammeln und auf dieser Grundlage dessen Verbreitung und die Häufigkeit seiner Mutation nachvollziehen zu können (unter anderem). Bislang wurden Sequenzen von 20.637 Genomen von SARS-CoV-2 gesammelt, die genutzt werden können, um nicht nur die Wirkung der Lockdown-Maßnahmen zu untersuchen, sondern auch die Entwicklung eines Impfstoffes voranzutreiben.
Am 8. Juni hat COKUK einen vorläufigen Bericht veröffentlicht, in dem die Herkunft von SARS-CoV-2 untersucht wird, d.h. die Frage beantwortet wird: Von wo ist SARS-CoV-2 in das Vereinigte Königreich gelangt. Um diese Frage zu beantworten haben die Forscher um Oliver Pybus und Andrew Rambaut Stammbäume der mehr als 20.000 Genome, für die Sequenzen vorhanden sind, nachvollzogen, wobei ein Stammbau dann etabliert wird, wenn sich mindestens zwei lokale Genome auf ein gemeinsames Genom zurückführen lassen. Auf diese Weise können die Forscher 1.356 Stammbäume von ursprünglichen SARS-CoV-2 Genomen identifizieren, die in das Vereinigte Königreich importiert wurden.
Auf Basis dieser Informationen ist es wiederum möglich, den Zeitpunkt des Auftauchens des SARS-CoV-2-Vorfahren zu bestimmen, der für ein lokal übertragenes Genom den unmittelbaren Vorfahren darstellt. Die Ergebnisse dieser Analyse sind in der folgenden Abbildung dargestellt, die zeigt, dass die Hochzeit der Verbreitung in das Vereinigte Königreich importierter SARS-CoV-2-Viren vom 17. März bis zum 1. April reicht. Am 17. März begann im Vereinigten Königreich der Lockdown. Der Rückgang der Ansteckungen, die direkt auf importierte Viren zurückführbar sind, den die Abbildung zeigt, ist ein Zeugnis für die Wirkung der Schließung von Flughäfen und Grenzen.
Der Zusammenhang zwischen der Verbreitung von SARS-CoV-2 und der Häufigkeit von Tests ist in der nächsten Abbildung zu sehen, die die Zeitspanne, die sich ein SARS-CoV-2-Stamm im Vereinigten Königreich unbemerkt verbreiten konnte, darstellt. Wie man sieht, wird die Zeit kürzer (blaue Punkte).
Kombiniert man nun die Anzahl der Personen, die im Vereinigten Königreich ankommen, mit der Anzahl der SARS-CoV-2 Infektionen, die es weltweit gibt, dann kann man daraus die Anzahl der in das Vereinigte Königreich importierten Virenstämme errechnen und mit der Anzahl der positiv getesteten Fälle ins Verhältnis setzen und auf dieser Grundlage wiederum die Zeit berechnen, die es dauert, bis ein importierter Viren-Stamm zu Infektionen führt, die sich lokal verbreiten. Im Schnitt benötigt ein importiertes Virus 10,7 Tage, um den Sprung in lokale Verbreitung zu schaffen. 80% der importierten Viren haben diesen Sprung im Zeitraum vom 28. Februar bis zum 29. März geschafft. Der Lockdown im Vereinigten Königreich, der am 17. März begonnen wurde, hat der Verbreitung, wie die Abbildung zeigt, einen effizienten Riegel vorgeschoben, wobei der Peak der importierten Viren um den 10. März so interpretiert werden kann, dass der Lockdown um mindestens eine Woche zu spät begonnen wurde. Aber hinterher ist man bekanntlich immer klüger.
Und von wo wurden die Viren nun in das Vereinigte Königreich importiert, wenn sie nicht aus China kamen? Die folgende Abbildung zeigt das Ergebnis:
Der Import aus China ist am Anfang der Verbreitung im Vereinigten Königreich noch eine identifizierbare Größe, danach nicht mehr. SARS-CoV-2, das machen die Ergebnisse von COGUK sehr deutlich, wurde von erst Reisenden aus Italien, dann Spanien und danach Frankreich ins Vereinigte Königreich gebracht, nicht wenige davon werden Briten gewesen sein, die aus einem Urlaub zurückgekehrt sind. Die Autoren schätzen, dass 33,6% der Viren-Stämme von SARS-CoV-2 aus Spanien importiert wurden, 28,5% aus Frankreich, 14,4% aus Italien, 6,5% aus Belgien, 4,5% aus den Niederlanden und der Rest aus anderen Ländern. Nur 0,08% der Virenstämme, die in das Vereinigte Königreich importiert wurden, stammen direkt aus China.
Zusammenfassend kann man somit feststellen:
Grenzschließungen sind das effektivste Mittel, um die Verbreitung eines Virus zu verhindern;
Ein importierter Viren-Stamm benötigt ca. 11 Tage, um sich in seiner Aufnahmegesellschaft in lokalen Ansteckungen bemerkbar zu machen;
Während die Aufmerksamkeit auf die COVID-19-Krise in Italien gerichtet war, wurde SARS-CoV-2 vornehmlich aus Spanien und Frankreich importiert;
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„Zusammenfassend kann man somit feststellen:
◾Grenzschließungen sind das effektivste Mittel, um die Verbreitung eines Virus zu verhindern;“
Achwas.
Das wissen wir seit der Antike, wo man erstmals die Leprakranken von den Gesunden separierte. Seit 1348 sind „Gesundheitsrevisoren“ bekannt, die das bei Schiffen in Hafenstädten machen. Absperren/Absondern als antiepidemische Maßnahme (entweder die Kranken von den Gesunden oder die Gesunden von den Kranken) ist seit dieser Zeit epidemiologischer Standard.
Primitive Naturvölker haben das schon auf andere Art eher praktiziert: da flohen die Gesunden und ließen die Kranken zurück.
„◾Ein importierter Viren-Stamm benötigt ca. 11 Tage, um sich in seiner Aufnahmegesellschaft in lokalen Ansteckungen bemerkbar zu machen;“
Ja da hat halt so jeder Erreger seine eigene Inkubationsphase von Infektion bis Erkrankung.
Daß die bei SARS CoV 2 zwischen 5 und 14 Tagen liegt, war auch schon bekannt. Also nicht neues. Nur die natürliche Abfolge, wenn ein Infektherd (Mensch) auf eine „unbeleckte“, infektionsnaive Population trifft.
1383 hat man so eine Phase für die Pest festgestellt und eine 40tägige Frist in Marseille für Kontaktverbote festgelegt. Deshalb nennt man das heute Quarantäne.
Die im 15 Jh. festgelegen „Pestregulative“ gelten heute noch in leicht veränderter Form als Grundlage bei Epidemien.
„◾Während die Aufmerksamkeit auf die COVID-19-Krise in Italien gerichtet war, wurde SARS-CoV-2 vornehmlich aus Spanien und Frankreich importiert;“
In anderen Ländern hat man es von woanders importiert. Es ist halt eine Taridvepidemie, wo der Erreger wie bei einer Kettenreaktion weitergegeben wird. Hängt davon ab, woher die meisten Einreisen und wohin die meisten Ausreisen
Zusammenfassung von mir:
Viel Geld ausgegeben und sich mit genetischen (Subtyp-)Analysen wichtig gemacht.
Hätte man alles billiger haben können, wenn man lediglich die Reiseströme der Bevölkerung untersucht hätte.
Infektionsepidemiologie geht auch mit völliger Unkenntnis des Erregers, wie es John Snow 1854 bei der Cholera schon bewiesen hat.
So etwas müßte doch Virologen und damit staatlichen Behörden bekannt sein.:
Rasch reagieren, damit man nicht überreagieren muß (siehe Taiwan) – es sei denn genau das ist aber beabsichtigt. Nicht mal Masken und einfachste Hilfsmittel waren verfügbar.
Frühe Warner wurden im Februar noch von der Presse als Nazis verunglimpft, wenn sie jetzt wegen Übertreibung und Widersprüchen warnen werden sie wiederum als Nazis bezeichnet.
Ich frage mich, warum man die Aktivitäten der indigenen Bevölkerung massiv eingeengt hat, stattdessen aber weiterhin Leute aus (befreundeten) hochverseuchten Ländern wie z.B. China und Iran ohne Kontrolle rein ließ und natürlich dringend benötigte Fachkräfte aus dem islamisch-afrikanischen Raum einfliegt (stand m.E. nach sogar in Die Welt) ohne Begrenzung, Kontrolle oder Quarantäne. Die Beantwortung dieser Fragen sei jedem selbst überlassen.
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[…] über Ein Virus auf Reisen: Von wo SARS-CoV-2 in das Vereinigte Königreich importiert wurde — ScienceFi… […]
„Zusammenfassend kann man somit feststellen:
◾Grenzschließungen sind das effektivste Mittel, um die Verbreitung eines Virus zu verhindern;“
Achwas.
Das wissen wir seit der Antike, wo man erstmals die Leprakranken von den Gesunden separierte. Seit 1348 sind „Gesundheitsrevisoren“ bekannt, die das bei Schiffen in Hafenstädten machen. Absperren/Absondern als antiepidemische Maßnahme (entweder die Kranken von den Gesunden oder die Gesunden von den Kranken) ist seit dieser Zeit epidemiologischer Standard.
Primitive Naturvölker haben das schon auf andere Art eher praktiziert: da flohen die Gesunden und ließen die Kranken zurück.
„◾Ein importierter Viren-Stamm benötigt ca. 11 Tage, um sich in seiner Aufnahmegesellschaft in lokalen Ansteckungen bemerkbar zu machen;“
Ja da hat halt so jeder Erreger seine eigene Inkubationsphase von Infektion bis Erkrankung.
Daß die bei SARS CoV 2 zwischen 5 und 14 Tagen liegt, war auch schon bekannt. Also nicht neues. Nur die natürliche Abfolge, wenn ein Infektherd (Mensch) auf eine „unbeleckte“, infektionsnaive Population trifft.
1383 hat man so eine Phase für die Pest festgestellt und eine 40tägige Frist in Marseille für Kontaktverbote festgelegt. Deshalb nennt man das heute Quarantäne.
Die im 15 Jh. festgelegen „Pestregulative“ gelten heute noch in leicht veränderter Form als Grundlage bei Epidemien.
„◾Während die Aufmerksamkeit auf die COVID-19-Krise in Italien gerichtet war, wurde SARS-CoV-2 vornehmlich aus Spanien und Frankreich importiert;“
In anderen Ländern hat man es von woanders importiert. Es ist halt eine Taridvepidemie, wo der Erreger wie bei einer Kettenreaktion weitergegeben wird. Hängt davon ab, woher die meisten Einreisen und wohin die meisten Ausreisen
Zusammenfassung von mir:
Viel Geld ausgegeben und sich mit genetischen (Subtyp-)Analysen wichtig gemacht.
Hätte man alles billiger haben können, wenn man lediglich die Reiseströme der Bevölkerung untersucht hätte.
Infektionsepidemiologie geht auch mit völliger Unkenntnis des Erregers, wie es John Snow 1854 bei der Cholera schon bewiesen hat.
So etwas müßte doch Virologen und damit staatlichen Behörden bekannt sein.:
Rasch reagieren, damit man nicht überreagieren muß (siehe Taiwan) – es sei denn genau das ist aber beabsichtigt. Nicht mal Masken und einfachste Hilfsmittel waren verfügbar.
Frühe Warner wurden im Februar noch von der Presse als Nazis verunglimpft, wenn sie jetzt wegen Übertreibung und Widersprüchen warnen werden sie wiederum als Nazis bezeichnet.
Ich frage mich, warum man die Aktivitäten der indigenen Bevölkerung massiv eingeengt hat, stattdessen aber weiterhin Leute aus (befreundeten) hochverseuchten Ländern wie z.B. China und Iran ohne Kontrolle rein ließ und natürlich dringend benötigte Fachkräfte aus dem islamisch-afrikanischen Raum einfliegt (stand m.E. nach sogar in Die Welt) ohne Begrenzung, Kontrolle oder Quarantäne. Die Beantwortung dieser Fragen sei jedem selbst überlassen.
Leider nur Textuell aber hier ist eine chronologische Übersicht:
Timeline of the COVID-19 pandemic
https://en.wikipedia.org/wiki/Timeline_of_the_COVID-19_pandemic
U.a. Italien ist nicht dabei.
Die Rubrik Responses scheint ganz gut.
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