Unter den Studien, die uns in den letzten Tagen aufgefallen sind, steht die von Zhujun Ao, Mable Chan, Maggie Jing Quyang et al. ganz oben. Wie die Namen leicht erkennen lassen, handelt es sich hier um kanadische Wissenschaftler, die an der University of Manitoba, im dortigen Department of Medical Microbiology, arbeiten.
Sie haben eine bemerkenswerte Studie vorgelegt, die das hier zum Gegenstand hat:
Links sehen Sie Prunella Vulgaris, in Deutschland bekannt als „Kleine Braunelle“, Rechts sehen sie ein Medikament, das auf der chemischen Verbindung „Suramin“ basiert. Suramin wurde 1916 von Oskar Dressel, Richard Kothe und Bernhard Heymann synthetisiert. Die Verbindung erhielt zunächst die Bezeichnung Bayer 205 – Bayer & Co, war das Unternehmen, bei dem die drei Chemiker beschäftigt waren. Später wurde es unter dem Handelsnamen Germanin auf den Markt gebracht. Es war das erste wirkungsvolle Medikament gegen die Schlafkrankheit.
Beide, Prunella Vulgaris und Suramin spielen die Hauptrollen in der wissenschaftlichen Studie von Ao et al. (2020), über die wir hier berichten. Die Studie ist eine Zellstudie, d.h. im Labor gezüchtete und im Labor mit SARS-CoV-2 infizierte Zellen werden im Labor mit einer Lösung aus Prunella Vulgaris und mit Suramin versetzt, um zu untersuchen, wie die Verbreitung von SARS-CoV-2 durch die beiden Stoffe beeinflusst wird.
Ergebnis:
„By using this SCoV2-SP- pseudovirus system, we have provided evidence for the first time that the CHPV can efficiently prevent infections mediated by both SARS-CoV2-SPD614 and -SPG614 pseudovirus infection in 293TACE2 cells and significantly block the infection of wildtype SARS-COV-2 in Vero cells. We also revealed that CHPV blocks the entry of virus by directly interrupting the interaction of SARS-CoV2-SP and ACE2 receptor by in vitro ELISA assay (Fig. 4 ). Interestingly, the presence of CHPV at one hour post-infection is still able to efficiently inhibit SARS-Cov2-SP pseudovirus infection (Fig. 4), suggesting that CHPV may not only target SP/ACE2 binding, but may also act on the following fusion step(s). Overall, our results provide convincing evidence for CHPV as a potential blocking agent against SARS-COV-2 infection. In agreement with a recent study [33] that suramin can inhibit SARS-COV-2 virus infection, we further provide evidence that suramin is able to directly block SARS-CoV-2 SP-ACE2 interaction (Fig. 4D) and different SARS-CoV-2 SP variants mediated virus entry (Fig 3, 4, and 5).“
Die Fähigkeit von SARS-CoV-2 an den ACE2-Rezeptor menschlicher Zellen anzudocken, wird durch Prunella Vulgaris (CHPV) unterbunden, aber nicht nur das, Prunella Vulgaris ist eine Prophylaxe, es beugt einer Infektion mit COVID-19 vor und ist zudem in der Lage, eine vorhandene Infektion einzudämmen und SARS-CoV-2 daran zu hindern, einen Organismus zur Virenproduktionsstätte umzufunktionieren. Wie gesagt sind das Ergebnisse von Laborstudien, aber es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Prunella Vulgaris diese erstaunliche Fähigkeit im wirklichen Leben nicht haben sollte.
Für Suramin können die Autoren ebenfalls bestätigen, dass das Mittel in der Lage ist, SARS-CoV-2 daran zu hindern, in menschliche Zellen einzudringen, mit anderen Worten: Suramin und Prunella Vulgaris stellen eine Immunität von Organismen gegen SARS-CoV-2 her.
Prunella Vulgaris ist im Englischen Sprachraum als „common self-heal“, oder „heal-all“ bekannt. Der Name könnte sich als sehr passend herausstellen.
Seit Ende Januar besprechen wir Studien zu SARS-CoV-2. Damit gehören wir zu den wenigen, die das neue Coronavirus seit seinem Auftauchen verfolgt und den Niederschlag, den es in wissenschaftlichen Beiträgen gefunden hat, begleitet haben. Die folgenden Texte dokumentieren diese Tätigkeit in einer Weise, die uns, als privates Blog, das in keiner Weise mit der finanziellen Ausstattung öffentlich-rechtlicher Anstalten konkurrieren kann, stolz macht.
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Vermutlich kann er mit einer Spritze ohne Nadel auf die Zunge aufgetragen werden?
Aber halt – vermutlich muß man dazu die Maske abnehmen.
Nein, so geht das nicht, das darf nicht sein.
Bald schon fordern „Experten“ ein Anbau- und Handelsverbot für die „Kleine Braunelle“.
Denn sonst hätten einige ja am Ende Milliarden (Steuerzahlergelder) in den märkelischen Sand gesetzt? Oder nicht, oder wohl, oder doch? 🙂
Ich finde, Ihren Ansatz mit der Spritze könnte man auch mit Make auf einmal weiterverfolgen. – Massel tof – lassen Sie sich das Verfahren vorsichtshaber lieber patentieren. – Für den Fall, dass es Millionen regneet, sollten Sie dann freilich immer einen Schirm mitführen. Also – viel Glück!
Die kanadische Spitzenforschung auf dem Diversity- und Gender-Gebiet hört aber auf die Namen Frances, Jill, Adrienne, Jennifer, Virginia und Germaine, hehe!
Vero6 Zellen sind ein beliebtes aber mit Problemen behaftetes Modellsystem. Ganz besonders im Kontext von SARS-CoV-2, weil das Virus die Interferonantwort supprimiert, Vero6 Zellen aber gar keine Interferonantwort haben. Deswegen nimmt man die so gerne, weil sie sich Viren sehr schlecht widersetzen können.
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Ein Paper untersuchte zB Hydroxychloroquine und hatte dieselben Befunde wie die ursprüngliche Studie aus Wuhan, dass HCQ gegen SARS-CoV-2 in Vero6 Zellen funktioniert.
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Allerdings zeigte HCQ keine Wirkung in humanen, nasalen oder bronchialen ex vivo Präparaten, die eine funktionelle Interferonantwort haben.
. https://www.nature.com/articles/s41586-020-2558-4_reference.pdf
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Rückschlüsse aus Experimenten mit Vero6 Zellen haben eine schlechte translationale Vorhersagekraft.
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Ach ja, Vero6 Zellen sind keine humanen Zellen. 293T schon, aber die geringe Vorhersagekraft von auf HEK-Zellen und Überexpression eines Rezeptors basierenden Modellen auf die Funktionalität in vivo ist ein mittlerweile seit Jahrzehnten bekanntes Problem der pharmakologischen Forschung. Nur irgendwo muss man ja anfangen.
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Kann alles sein, aber auch nicht.
Danke. Diese Reaktion war auch mein erster Reflex: Too good to be true. Glaube ich erst, wenn es in einer Studie unter realistischen Bedingungen mit Menschen untersucht wurde.
irgendwo muss man ja anfangen
Jo. Nun sollte man es Menschen verabreichen bzw. es sollten viele ausprobieren.
Schaden wirds ja nicht, man kennt es schon lange.
Aber zwischen in VIVO und in VITRO liegen (leider) Welten. Da ist mir der Artikel zu optimistisch. Dosis im Körper verfügbar, first pass effect, bioverfügbarkeit, plasmabindung,
Konzentration am zielort, etc.
Man braucht ca 1 Millionen untersuchter Stoffe für ein am Ende zugelassenes Medikament.
Man hat schon über 10 „Interaktionsfähige“ Stoffe für Covid gefunden in VITRO.
Man lässt per Computer Stoffbibliotheken mit Covid interagieren ( es waren Millionen Stoffe)
Und der Computer rechnet anhand von Polarität, Molekülgrösse, Giftigkeit, etc. Potentielle Kandidaten heraus, die dann getestet werden.
Was muß eigentlich passieren, daß HC, und jetzt vielleicht Germanin, bei Patienten auch wirklich eingesetzt werden?
Schon mit HC wäre doch die Pandemie sehr stark entschärft?
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Endlich ein vielversprechender oraler Impfstoff, der schon die übliche 8-12 jährige Entwicklungs- und eine ausgiebige Testzeit hinter sich hat und ziemlich sicher zu sein scheint!
Vermutlich kann er mit einer Spritze ohne Nadel auf die Zunge aufgetragen werden?
Aber halt – vermutlich muß man dazu die Maske abnehmen.
Nein, so geht das nicht, das darf nicht sein.
Bald schon fordern „Experten“ ein Anbau- und Handelsverbot für die „Kleine Braunelle“.
Denn sonst hätten einige ja am Ende Milliarden (Steuerzahlergelder) in den märkelischen Sand gesetzt? Oder nicht, oder wohl, oder doch? 🙂
Ich finde, Ihren Ansatz mit der Spritze könnte man auch mit Make auf einmal weiterverfolgen. – Massel tof – lassen Sie sich das Verfahren vorsichtshaber lieber patentieren. – Für den Fall, dass es Millionen regneet, sollten Sie dann freilich immer einen Schirm mitführen. Also – viel Glück!
„Wie die Namen leicht erkennen lassen, handelt es sich hier um kanadische Wissenschaftler“
Dafür sind die Kanadier in Gender führend.
Die kanadische Spitzenforschung auf dem Diversity- und Gender-Gebiet hört aber auf die Namen Frances, Jill, Adrienne, Jennifer, Virginia und Germaine, hehe!
Vero6 Zellen sind ein beliebtes aber mit Problemen behaftetes Modellsystem. Ganz besonders im Kontext von SARS-CoV-2, weil das Virus die Interferonantwort supprimiert, Vero6 Zellen aber gar keine Interferonantwort haben. Deswegen nimmt man die so gerne, weil sie sich Viren sehr schlecht widersetzen können.
.
Ein Paper untersuchte zB Hydroxychloroquine und hatte dieselben Befunde wie die ursprüngliche Studie aus Wuhan, dass HCQ gegen SARS-CoV-2 in Vero6 Zellen funktioniert.
.
Allerdings zeigte HCQ keine Wirkung in humanen, nasalen oder bronchialen ex vivo Präparaten, die eine funktionelle Interferonantwort haben.
.
https://www.nature.com/articles/s41586-020-2558-4_reference.pdf
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Rückschlüsse aus Experimenten mit Vero6 Zellen haben eine schlechte translationale Vorhersagekraft.
.
Ach ja, Vero6 Zellen sind keine humanen Zellen. 293T schon, aber die geringe Vorhersagekraft von auf HEK-Zellen und Überexpression eines Rezeptors basierenden Modellen auf die Funktionalität in vivo ist ein mittlerweile seit Jahrzehnten bekanntes Problem der pharmakologischen Forschung. Nur irgendwo muss man ja anfangen.
.
Kann alles sein, aber auch nicht.
Danke. Diese Reaktion war auch mein erster Reflex: Too good to be true. Glaube ich erst, wenn es in einer Studie unter realistischen Bedingungen mit Menschen untersucht wurde.
Dit is juut Ron – grazie!
irgendwo muss man ja anfangen
Jo. Nun sollte man es Menschen verabreichen bzw. es sollten viele ausprobieren.
Schaden wirds ja nicht, man kennt es schon lange.
Aber zwischen in VIVO und in VITRO liegen (leider) Welten. Da ist mir der Artikel zu optimistisch. Dosis im Körper verfügbar, first pass effect, bioverfügbarkeit, plasmabindung,
Konzentration am zielort, etc.
Man braucht ca 1 Millionen untersuchter Stoffe für ein am Ende zugelassenes Medikament.
Man hat schon über 10 „Interaktionsfähige“ Stoffe für Covid gefunden in VITRO.
Man lässt per Computer Stoffbibliotheken mit Covid interagieren ( es waren Millionen Stoffe)
Und der Computer rechnet anhand von Polarität, Molekülgrösse, Giftigkeit, etc. Potentielle Kandidaten heraus, die dann getestet werden.
Inhibition of SARS-CoV 3CL protease by flavonoids
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31724441/
Wo lesen sie den Optimismus?
Was muß eigentlich passieren, daß HC, und jetzt vielleicht Germanin, bei Patienten auch wirklich eingesetzt werden?
Schon mit HC wäre doch die Pandemie sehr stark entschärft?
[…] Prunella Vulgaris und Suramin blocken SARS-CoV-2 – 29. August […]
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[…] Prunella Vulgaris und Suramin blocken SARS-CoV-2 – 29. August […]
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[…] Prunella Vulgaris und Suramin blocken SARS-CoV-2 – 29. August […]
Langsam habe ich den Eindruck, wenn wir nur öfter mal auf einer natürlichen Wiese (also nicht für Milchertragmaximierung gesät, nicht gedüngt, nicht vergiftet) grasen würden, würde sich unser Körper schon alles nehmen, was er gerade braucht !